Gesundheit

Schlechte Luftqualität in Deutschland: 47 Messstationen messen gefährliche Werte

Luftqualität in Ihrer Stadt. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Bas Meelker

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  • 47 Wetterstationen melden schlechte Luft durch Feinstaub
  • Höchste Grenzwert-Überschreitung in Bernau, Lohmühlenstr. mit 88 µg/m³
  • Umweltbundesamt meldet: Luftqualitätsindex im roten Bereich
  • Das Umweltbundesamt empfiehlt insbesondere Risikogruppen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden

UBA-Messstationen schlagen an! Momentan werden an 47 Stationen in ganz Deutschland schlechte bis sehr schlechte Luftqualität gemessen. In Sachsen-Anhalt sind derzeit mit 15 Messstellen die meisten Stationen betroffen. Hauptverursacher ist Feinstaub - eine Mischung winziger Partikel, die tief in die Atemwege eindringen und die Gesundheit gefährden können.

Die höchste Überschreitung wird derzeit in Bernau, Lohmühlenstr. gemessen. Hier liegt der Luftqualitätsindex gegenwärtig im roten Bereich. Der Grenzwert für Feinstaub₁₀ wird mit 88 µg/m³ überschritten.

Die Karte zeigt eine Auswahl der Stationen mit überschrittenen Werten. Für eine vollständige Liste besuchen Sie die Luftkarten des Umweltbundesamtes (UBA).

Auswirkungen schlechter Luftqualität: Gehöre ich zur Risikogruppe?

Sensible Personengruppen können derzeit in der Umgebung der Wetterstationen von der Luftverschmutzung Schaden nehmen. Asthmatiker oder Personen mit einer Vorerkrankung der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems gehören zur betroffenen Risikogruppe. Laut UBA löst der Feinstaub "Stress in menschlichen Zellen aus." Eine langfristige Belastung kann zu Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystem, des Nervensystem führen oder den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Hinzu kommen akute Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit der durch den Stress im Körper ausgelöst wird.

Wie schütze ich mich vor Luftverschmutzung?

Vor allem auf Sport oder andere strapazierende Tätigkeiten sollten Sie momentan verzichten oder diese in die Morgen- oder Abendstunden verlegen. Zur Risikogruppe gehörende Personen wird empfohlen, körperliche Anstrengung im Freien zu vermeiden und sich in gut klimatisierten Innenräumen aufzuhalten. In geschlossenen Räumen kann die Luftqualität durch Luftbefeuchter oder Pflanzen auf ein gesundes Niveau gehalten werden. Laut AOK filtern Efeu, Bogenhanf und Grünlilien die Luft und führen nachhaltig zu einer gesunden Luftfeuchtigkeit. In Fällen von kontinuierlich schlechter Luftqualität wird geraten, eine FFP2-Maske oder ähnliche Atemschutzmasken in Risikobereichen zu tragen.

Ursachen für schlechte Luftqualität

Die Verbrennung fossiler Brennstoffe spielt eine treibende Rolle bei der Verschlechterung der Luftqualität. Faktor für die Luftverschmutzung kann ein überproportional hohes Verkehrsaufkommen sein, aber auch industriell oder landwirtschaftlich erzeugte Schadstoffe. Darüber hinaus führen vermehrte Umweltkatastrophen wie Sandstürme, flächendeckende Waldbrände und Vulkanausbrüche weltweit zu einer langanhaltenden Beeinträchtigung der Luft. Den Informationen der Schweizer Institution für Luftqualität IQAir zufolge beeinflussen auch akute Wetterfaktoren die Luftverschmutzung. Regen kann bei der Verdünnung von Feinstaub (PM10) helfen, intensive Sonneneinstrahlung in Kombination mit Fahrzeugabgasen kann den Ozonspiegel erhöhen, und Wind kann die Verbreitung von Schadstoffen begünstigen.

Zudem informiert das Umweltbundesamt (UBA) bei akuten Wetterlagen oder langanhaltenden Schadstoffbewegungen in ihrer Pressestelle.

Luftqualität im Fokus: Diese Schadstoffe belasten unsere Atemluft

Feinstaub (PM10, PM2,5, PM1), Ozon (O₃) und Stickstoffdioxid (NO₂) gehören zu den Hauptverursachern der Luftverschmutzung. PM10 umfasst Partikel bis 10 Mikrometer, PM2,5 bis 2,5 Mikrometer und PM1 ultrafeine Partikel unter 1 Mikrometer. Sie entstehen durch den Straßenverkehr, Industrieanlagen, Kraftwerke sowie natürliche Quellen wie Waldbrände. Schwefeldioxid (SO₂), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird, trägt zur Feinstaubbildung und saurem Regen bei. Bodennahes Ozon (O₃) entsteht durch Reaktionen von Stickstoffoxiden (NOₓ) mit Sonnenlicht und erreicht im Sommer gesundheitsschädliche Werte. NO₂, ein stechend riechendes Reizgas aus Verbrennungsprozessen, fördert die Bildung von Feinstaub und Ozon. Der Luftqualitätsindex (LQI) wird aus den Konzentrationen verschiedener Schadstoffe berechnet, indem für jede Komponente ein Teilindex ermittelt wird. Der höchste Wert bestimmt die Gesamteinstufung der Luftqualität von "sehr gut" bis "sehr schlecht".

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+++Dieser Text wurde auf der Basis des Umwelt Bundesamt (UBA) generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++

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