Gesundheit

Eingeklemmter Finger: Was hilft bei Quetschungen?

Coole Lösung! Bei Quetschungen ist Kühlung die effektivste Therapie. Bild: istockphoto

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Türen, Fenster, Hämmer: Sie sind der natürliche Feind unserer Hände, speziell unserer Finger. Vor allem Kinder machen aus Unachtsamkeit häufiger Bekanntschaft mit dem Schmerz. Doch auch die Erwachsenen sind bei Hausarbeiten oder Sport nicht davor gefeit.

Was passiert bei einer Quetschung?

Die Wunde wird hervorgerufen, indem von zwei gegenüberliegenden Seiten starke Kräfte auf die betreffende Stelle am Körper wirken, etwa bei einer sich schließenden Tür, während sich der Finger noch im Schlitz befindet. Durch den Druck platzen die Blutgefäße auf, das Blut strömt aus. Die Folge: ein schmerzhafter Bluterguss. Der betroffene Bereich schwillt an.

Je nach Stärke der Gewalteinwirkung können zudem Muskeln, Bänder und Sehnen in Mitleidenschaft gezogen werden - der Knochen bleibt vorwiegend heil. Auch der schützende Hautmantel kann dem Druck nicht mehr standhalten und aufreißen - hier ist von einer Platzwunde die Rede. Anders als bei Schnittwunden tritt meist nur wenig Blut nach außen aus - die Wundränder sind unregelmäßig.

Das hilft

Die schnellste und einfachste Hilfe: die gequetschte Stelle kühlen - durch eiskaltes Wasser oder ein Kühlpad. Die Kälte verlangsamt den Blutfluss und verhindert, dass mehr Blut ins Gewebe strömt. Die Schwellung geht zurück.

Die kalte Behandlung lindert aus zwei Gründen den Schmerz. Zum einen werden die Nervenenden direkt betäubt, zum anderen indirekt, da sich das Gewebe zusammenzieht und weniger Druck auf die Nervenenden ausübt.

Wichtig ist aber: Kühlpads dürfen nie direkt auf die Haut gelegt werden, da es sonst an der Stelle zu Erfrierungen kommt. Deshalb nie länger als 20 Minuten am Stück die schmerzende Stelle mit Kälte bekämpfen. Das kann am ersten Tag jedoch - je nach Schwere der Verletzung - mehrfach wiederholt werden.

Um den Heilprozess zu beschleunigen, empfiehlt es sich, neben der Kühlung noch auf schmerzstillende Inhaltsstoffe zu setzen - wie etwa Arnika. Denn die Heilpflanze wirkt mit ihren Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie kleinere gesundheitliche Probleme auch ohne Arzt bewältigen.

ham/rzf/news.de