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Inflationsschutz für Unternehmensvermögen: Clever in Investmentfonds investieren

Negativzinsen und Inflation zehren die privaten und Unternehmensgeldvermögen zunehmend auf. Umso wichtiger sind intelligente Schutzmaßnahmen und Anlagestrategien, die auch in schwierigen Zeiten die Vermögensbildung ermöglichen. Investmentfonds nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein.

Foto: Frank Rumpenhorst, dpa Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

Investmentfonds: Sachwerte als Inflationsschutz nutzen

Investmentfonds stellen eine optimale Lösung dar, Geldwerte in inflationssichere Sachwerte anzulegen und gleichzeitig eine wirkungsvolle Risikostreuung zu erreichen. Die enorme Vielfalt der verfügbaren Fonds eröffnet auch Unternehmen die Chance, ganz individuell zu investieren, aber - je nach Fondsvariante - die Anteile auch schnell wieder abstoßen zu können. Angesichts der aktuellen Entwicklungen sind attraktive Renditen notwendig, um über die Teuerungsrate hinaus einen nennenswerten Realzins zu erwirtschaften. Die Inflationsraten sind bereits auf Marken gestiegen, die Deutschland seit 1993 nicht mehr gesehen hat: Für den Monat August wurde eine Teuerungsrate von 3,9 Prozent festgestellt und der Septemberwert fiel noch höher aus, wofür in erster Linie Lebensmittel- und Energiepreise verantwortlich zeichnen.

Doch offenbar spielen auch Sondereffekte wie die Normalisierung der Mehrwertsteuersätze und vor allem die Störungen in einigen Lieferketten wichtige Rollen. Im Zuge der Corona-Krise sind teilweise Vorprodukte knapp geworden, was die Preise zusätzlich in die Höhe treibt - und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate weiter steigen wird, sogar 5 Prozent sind möglich. Es liegt auf der Hand, dass diese Geldentwertung die Geldvermögen sukzessive aufzehrt. Betroffen sind sowohl private Sparer als auch Unternehmen. Sinnvoll ist es daher, gezielt Schutzmaßnahmen einzuleiten - und zwar mit geeigneten Anlagestrategien.

Investmentfonds - was ist darunter zu verstehen?

Das Grundprinzip der zahlreichen verfügbaren Investmentfonds besteht darin,

  • Kapital von Anlegern einzusammeln,
  • dieses in verschiedene Assets - angefangen bei Aktien über Anleihen bis hin zu Immobilien - zu investieren,
  • damit die Risiken zu minimieren und
  • die erwirtschafteten Gewinne abzüglich der Kosten an die Anleger auszuzahlen.

Investmentfonds lösen also ein großes Problem in der Kapitalanlage: Auch mit relativ kleinen Beträgen profitieren die Anleger von einer breiten Streuung - das wäre beim Investment in einzelne Wertpapiere so nicht realisierbar. Bricht der Kurs eines der vielen Assets ein, fangen dies die anderen ab. Und ein weiterer Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen: Das angelegte Geld wird bei den Investmentgesellschaften als Sondervermögen geführt. Sollte die Gesellschaft in finanzielle Schieflage geraten, ist es also vor Verlust geschützt.

Die große Vielfalt der Investmentfonds

Fonds ist jedoch nicht gleich Fonds: Während die Anteile sogenannter Publikumsfonds oder offener Investmentfonds jederzeit gekauft und wieder veräußert werden können, sind geschlossene Fonds für eine vertraglich vereinbarte Laufzeit gebunden. Nur so lassen sich die konkreten Projekte, die mit diesen Investmentfonds finanziert werden, auch realisieren. Ein weiterer Punkt, der sehr unterschiedlich gestaltet wird, ist die Höhe der anfallenden Kosten und Gebühren: Neben dem Ausgabeaufschlag und Verwaltungskosten fallen insbesondere aktiv gemanagte Fonds mit ihrem aufwendigen und kostenintensiven Fondsmanagement auf. Auf dieses sind börsengehandelte Investmentfonds (ETFs) nicht angewiesen, da sie einen bestimmten Index wie den DAX nachbilden, kein eigenes Fondsmanagement benötigen und deswegen als passiv bezeichnet werden.

Die Auswahl der Wertpapiere, in die ein Fonds investiert, folgt einer klaren Strategie: Einige Fonds konzentrieren sich auf Aktien bestimmter Branchen, Regionen oder Unternehmensgrößen, um eine attraktive Performance zu realisieren. Andere nutzen bevorzugt Anleihen, um auf Nummer sicher zu gehen, was naturgemäß zu Lasten der Rendite geht. Auch Mischungen sind in unterschiedlichsten Abstufungen möglich - bis hin zu offenen Immobilienfonds, die gleichzeitig in mehrere Bauprojekte investieren. Darüber hinaus wird unterschieden, ob ein Fonds die Gewinne ausschüttet oder wieder anlegt, also thesauriert. Um sich in dieser großen Vielfalt zurechtzufinden und belastbare Entscheidungen zu treffen, sollten sich Unternehmen zunächst genau mit dem Thema befassen.

Inflationären Effekten wirkungsvoll begegnen

Auch Unternehmen verlieren Geld, wenn die Inflation anzieht. Da mit Teuerungsraten von bis zu 5 Prozent zu rechnen ist, lohnt sich ein Investment in Sachwerte umso mehr. Mit intelligent ausgewählten Fonds lassen sich also nicht nur interessante Renditen erzielen, sondern vor allem Geldvermögen vor Wertverlust schützen.

lic/news.de