29.04.2020, 15.12 Uhr

Coronavirus-News aktuell: "Überwachung"! Aldi-Kunden lästern auf Twitter über das neue Ampel-System

Türsteher Adé: Aldi greift jetzt zu einer drastischen Maßnahme, um seine Kunden zu schützen. Mit einem digitalen Ampel-System soll der Käuferstrom kontrolliert werden. Aber dieser Plan sorgt auf Twitter für Entrüstung.

Aldi Süd plant ein Ampel-System für seine Filialen. (Symbolfoto) Bild: picture alliance/Sina Schuldt/dpa

Die Coronakrise hat den Besuch im Supermarkt umgekrempelt. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, dürfen nur eine bestimmte Anzahl von Menschen in den Laden und die Kunden müssen einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. Der Discounter Aldi will seine Kunden besser schützen und plant jetzt ein digitales Zugangssystem in seinen Filialen.

Coronavirus News aktuell: Aldi Süd plant ein Ampelsystem in seinen Filialen

Der Discounter Aldi Süd will in der Corona-Krise mit digitalen Zutrittskontrollen die Zahl der Kunden in seinen Filialen begrenzen. Sensoren an den Ein- und Ausgängen sollen dabei die Kundenzahl im Laden in Echtzeit überwachen. "Das Zugangssystem gewährleistet, dass die Auslastungshöchstgrenzen in unseren Filialen nicht überschritten werden", berichtete Aldi-Manager Malte Kuhn am Montag.

Insgesamt will der Discounter die Hälfte seiner 1930 Filialen mit den Sensoren ausstatten. Die Filialmitarbeiter werden dabei automatisch über eine App, per SMS oder Anrufe über die Auslastung informiert. In einzelnen Filialen soll ein Ampelsystem oder eine Bildschirmanzeige getestet werden, die die Kunden über die Auslastung der Filiale informiert und so den Zugang steuert, schreibt die "Lebensmittelzeitung".

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Wie funktioniert das Zugangssystem bei Aldi Süd?

Dieses Ampelsystem funktioniert genauso wie im Straßenverkehr: Bei Rot müssen Sie warten und bei Grün dürfen Sie den Markt betreten. Zwei Kameras sollen durch ein elektronisches Analysesystem die Kunden im Discounter zählen, um dann die Daten über einen Sensor auf einen Bildschirm zu übermitteln, der am Ein- und Ausgangsbereich befestigt wird.

Dieses, angeblich von dem Stuttgarter Unternehmen Sensalytics entwickelte System, befindet sich noch in der Testphase. Beim Schweizer Ableger Aldi Suisse ist seit April ein derartiges System im Einsatz. Auch dm, Edeka und Lidl denken über ein digitales Überwachungssystem nach.

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Twitter-Nutzer wüten gegen digitales Ampelsystem bei Aldi Süd

Schon im Vorfeld löste die Nachricht über Ampeln in den Aldi-Filialen auf Twitter eine Welle der Entrüstung aus. Denn bislang ist es in den Gängen sehr eng und auf den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand achtet auch nicht jeder. "Wenn ich das Konzept der Supermärkte hier vergleiche, sollte Aldi Süd dringend nachbessern. Keine Türkontrolle, super voll (u.a. wg. Aktionsangebot), Leute halten den Abstand nur an der Kasse ein. In den Gängen u. hinter der Kasse keine Möglichkeit zum Ausweichen, das ist Mist". Jetzt hat Aldi Süd ja reagiert und will mit seinem Überwachungssystem dagegen vorgehen.

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Für einen Twitter-Nutzer kommt der Plan einer Überwachung gleich: "Aldi Süd will in der Corona Pandemie künftig die Zugangskontrolle zu einem Großteil seiner Filialen automatisieren lassen...Überwachung". Drastische Worte!

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Ein anderer Nutzer reagiert mit einer Prise Ironie auf das Zugangssystem: "lol als würden sich menschen von einem ampelsystem abhalten lassen einen laden zu betreten".

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bos/sig/news.de/dpa

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