03.05.2020, 10.02 Uhr

Coronavirus-News aktuell: DIESE Regeln müssen Sie ab dem 4. Mai beim Friseur beachten

Wer im Coronavirus-Lockdown eine ordentliche Frisur vermisste, kann endlich wieder aufatmen: Ab dem 4. Mai dürfen Friseursalons in Deutschland wieder öffnen. Allerdings nicht ohne strenge Auflagen.

Wenn Friseure ihre Salons wieder öffnen, müssen sie und ihre Kunden einen Mundschutz tragen. Bild: Thierry Roge / BELGA / picture alliance / dpa

Die Zeit der ungepflegten Zottelmähnen hat ein Ende: Endlich können Friseure ihre Arbeit wieder aufnehmen. Ein Schutzstandard regelt nun, unter welchen Vorgaben Friseursalons wieder ihre Salons öffnen dürfen. Nach einer zeitweisen Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen Friseursalons ab dem 4. Mai wieder öffnen.

Friseure öffnen ab 4. Mai 2020 wieder - jeder Dritte will "bald gehen"

Jeder dritte Bundesbürger will bald nach Wiederöffnung zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe mir schon einen Termin besorgt", sagen 10 Prozent. 4 Prozent wollten sich einen Termin besorgen, konnten aber keinen mehr bekommen. Weitere 18 Prozent sind zwar noch terminlos, wollen aber "bald nach Öffnung zum Friseur gehen".

Die Friseursalons in Deutschland sind seit dem 23. März geschlossen, an diesem Montag (4. Mai) dürfen Friseure unter Auflagen wieder aufmachen. Rund sieben von zehn Bundesbürgern sagen von sich, sie hätten Friseurbesuche während der Coronakrise "sehr vermisst" (15 Prozent), "eher vermisst" sagen 28 Prozent. Männern - von ihnen vermissten 47 Prozent das Haareschneiden und -pflegen - fiel die friseurlose Zeit schwerer als Frauen. Bei diesen vermissten 40 Prozent ihre Friseurbesuche "sehr" oder "eher".

Friseur-Salon nach Corona-Einschränkungen ab 4. Mai 2020 wieder geöffnet

Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählen unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseure und Kunden, heißt es in dem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Demnach sind Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden - etwa indem man die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt.

Friseurhandwerk begrüßt Arbeitsschutzstandards für Stylisten in Deutschland

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ist von der Wirkung des neuen Standards überzeugt: "Wir sind sicher, dass der neue Arbeitsschutzstandard sichere Friseurdienstleistungen in der Pandemie garantiert", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Verbands. Indem zum Beispiel das Waschen der Haare jedes Kunden vorgeschrieben wird, sollen mögliche Viren dort abgetötet werden.

Endlich wieder zum Friseur - Kunden müssen Kontaktdaten hinterlassen

Dass Kunden ihre Kontaktdaten bei den Friseursalons hinterlassen sollen, ist laut Müller ebenso wichtig für die Sicherheit. So könnten Infektionsketten nachvollzogen werden. "Kunden können nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind", heißt es dazu in dem Arbeitsschutzstandard. Ob der Standard ab Mai auch eingehalten wird, sollen laut Müller dann Ordnungsämter und die Berufsgenossenschaft kontrollieren.

Friseurbesuch wird wegen Corona-Vorgaben teurer

Aufgrund von neuen Hygienevorgaben in der Corona-Krise werden viele Friseurbesuche in Deutschland teurer. Der mit dem neuen Arbeitsschutzstandard einhergehende zeitliche Mehraufwand sowie die Kosten für Schutzausrüstung führten zu einem moderaten Anstieg der Preise, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Männliche Kunden müssten demnach noch tiefer in die Tasche greifen, da der Trockenhaarschnitt vorerst nicht erlaubt sei. Mit dem Schutzstandard soll für die Zeit nach der Öffnung der Friseursalons ab dem 4. Mai das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus verringert werden.

Der Verband Deutscher Friseurunternehmen rechnet mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von ein bis zwei Euro, wie der Radiosender MDR Jump berichtete. Die Betreiberin eines Friseursalons im sächsischen Hoyerswerda sagte dem Sender, dass sie für den zusätzlichen Aufwand eine Pauschale von 1,50 Euro pro Kunde einführen werde.

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loc/news.de/dpa

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