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12.03.2020, 15.46 Uhr

Rundfunkbeitrag steigt 2021: GEZ-Hammer! Radio und Fernsehen wird teurer

Auf Haushalte in Deutschland wird ein höherer Rundfunkbeitrag zukommen. Das haben die Ministerpräsidenten am Donnerstag entschieden. Was Sie jetzt über die Erhöhung der GEZ-Gebühren wissen müssen, erfahren Sie hier.

Verbraucher müssen sich ab 2021 auf eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags einstellen. Bild: dpa

Jetzt ist es offiziell: Radio und Fernsehen wird für Verbraucher in Deutschland teurer. Bereits 2021 soll der Rundfunkbeitrag um 86 Cent erhöht werden. Die Ministerpräsidenten fassten am Donnerstag einen entsprechenden Beschluss zu einem Entwurf, wie die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz mitteilte. Nun sollen die Länderparlamente zunächst vorunterrichtet werden, später müssen sie auch noch zustimmen.

Rundfunkbeitrag soll auf 18,36 Euro pro Monat steigen

Demnach würden die GEZ-Gebühren von 17,50 Euro auf 18,36 Euro steigen.Die Regierungschefs folgten dabei einer entsprechenden Empfehlung der sogenannten Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarf der Rundfunkanstalten (KEF) vom Februar.Diese hatten in der Sache das letzte Wort über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags für ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Die Kommission erstellt ihren Bericht auf Grundlage des Finanzbedarfs, den die Sender bei der Kommission zuvor angemeldet haben. So ist es im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festgehalten. Bereits in einem Entwurf vor einigen Monaten hatte das Gremium den Betrag 18,36 Euro genannt und ist in der Abschlussbetrachtung dabei geblieben.

GEZ-Gebühr wird erstmals nach 11 Jahren erhöht

"Der Beitrag ist elf Jahre lang nicht erhöht worden", erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsentin Malu Dreyer (SPD). Sie ist derzeit die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer. Die Landesregierung hätten von den öffentlich-rechtlichen Sendern "große Sparmaßnahmen" eingefordert. Die Anstalten stünden zugleich wegen der digitalen Transformation vor "großen Herausforderungen". Die Gebührenerhöhung soll bereits ab dem 1. Januar 2021 in Kraft treten. 

Gebühren für ARD, ZDF und Co. - Komission empfiehlt Erhöhung

Die Kommission hat nach eigenen Angaben in ihrem Bericht errechnet, dass es eine Finanzlücke in den Jahren 2021 bis 2024 von rund 1,5 Milliarden Euro geben wird. ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten davor einen rund doppelt so hohen ungedeckten Finanzbedarf angemeldet. Umgerechnet hätte das laut KEF bedeutet, dass der Rundfunkbeitrag auf 19,24 Euro steigen müsste.

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sba/loc/news.de/dpa

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