29.08.2017, 14.19 Uhr

Nach Insolvenz: Air Berlin streicht Langstreckenflüge ab September

Die Fluggesellschaft Air Berlin, die Mitte August Insolvenz anmelden musste, streicht bereits ab September ihre Langstreckenflüge. Die Verbindungen sollen künftig von anderen Gesellschaften bedient werden.

Bis 15. September werden Kaufangebote für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin angenommen. Bild: dpa

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin streicht alle Langstreckenflüge, die ab Berlin starten. Das berichtet die "Bild" am Dienstag (29.08.2017).

Air Berlin streicht Langstreckenflüge bereits ab 18. September

Betroffen sind hiervon Flüge nach Abu Dhabi, Chicago, San Francisco, Los Angeles sowie die Verbindung Düsseldorf-Boston, die nur noch bis 1. Oktober bedient werden. Andere Verbindungen werden sogar schon ab 18. September gestrichen. Informationen der "Bild" zufolge sollen die Langstreckenflüge durch andere Gesellschaften übernommen werden. Passagiere, die bereits ein Ticket gekauft haben, sollen umgebucht werden. Demnach will die Lufthansa laut "Bild" etwa zwölf der 17 Langstreckenflüge von Air Berlin übernehmen, dazu gehören auch Verbindungen von Berlin und Düsseldorf.

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Kaufangebote werden bis Mitte September angenommen

Air Berlin hatte am 15. August 2017 Insolvenz angemeldet. Kaufinteressenten können nach Unternehmensangaben bis zum 15. September Angebote abgeben. Eine Gläubigerversammlung werde es zu einem späteren Zeitpunkt geben, sagte der Sprecher. Informationen, laut denen die Bieterfrist schon am 13. September ende und das Gremium zwei Tage später bereits erste Entscheidungen treffen könne, konnten nicht bestätigt werden.

Lufthansa, Easyjet und Condor haben Interesse an Air Berlin

Als Interessenten für Teile der Air Berlin gelten neben der Lufthansa die britische Easyjet und die Thomas-Cook-Tochter Condor. An diesem Mittwoch ist ein Gespräch mit dem Nürnberger Unternehmen Hans Rudolf Wöhrl geplant, der die Fluggesellschaft als Ganzes übernehmen will. Lufthansa ist vor allem an der Touristik-Tochter Niki interessiert und bietet auch für die Langstreckenflotte der Air Berlin. Nach Informationen aus Eurowings-Kreisen bietet der Konzern für den Fall eines Zuschlags an, mindestens zwei dieser Jets in Berlin zu stationieren und von dort Fernziele anzufliegen.

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kad/rut/news.de/dpa

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