Von Roland Siegloff - 12.06.2017, 11.58 Uhr

Trotz Wegfall der Roaming Gebühren:  Volumen für Telefonieren und Internet-Surfen: Nutzer von Prepaid-Karten sollten aufpassen

Handynutzer sollen bei Reisen in andere EU-Länder vom 15. Juni 2017 an ohne zusätzliche Gebühren telefonieren, SMS senden oder im Netz surfen können. Bild: Daniel Naupold/dpa

Verbraucherschützer erwarten, dass die Anbieter sich überlegen, wie sie die neuen Regeln anwenden. Probleme könnten demnach die Nutzer von Prepaid-Karten bekommen: Die enthielten kein festes Volumen für Telefonate und Internet-Surfen, das entsprechend auch im Ausland nutzbar wäre. Außerdem gebe es immer mehr Deutschlandtarife, bei denen die Nutzung jenseits der Grenzen technisch ausgeschlossen sei.

Fair-use-Regelung: Vodafone behält sich Aufschläge vor

Und dann ist da noch die sogenannte Fair-use-Regelung. Die soll verhindern, dass sich Verbraucher einfach den billigsten Anbieter in Europa aussuchen und mit dessen SIM-Karten grenzenlos günstig telefonieren. Vodafone behalte sich Aufschläge gemäß dieser Regelung vor, erklärt Unternehmenssprecherin Roetzer. Die vzbv-Expertin Buscke bestätigt mögliche Kontrollen einer exzessiven Auslandsnutzung: "Ab einer gewissen Schwelle können die Anbieter aufmerksam werden."

Obwohl die Verbraucherschützerin etliche Wermutstropfen, Stolpersteine und das Kleingedruckte beklagt, hält sie die neue Roaming-Verordnung letztlich für einen Fortschritt: "Das ist ein Meilenstein für die Verbraucher." Bis zur tatsächlichen Abschaffung der Roaminggebühren habe es auch zehn Jahre gedauert.

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lid/kad/news.de/dpa

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