03.02.2017, 11.44 Uhr

Krankenstand steigt enorm: Beamte sind doppelt so oft krank wie Arbeitnehmer

Diese Zahlen sind erschreckend: Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sind doppelt so oft krank wie normale Arbeitnehmer. Der Beamtenbund hat dafür eine merkwürdige Begründung.

Im öffentlichen Dienst gibt es die meisten Fehltage durch Krankheit. Bild: dpa

Während sich der Krankenstand im Bundesdurchschnitt auf einem niedrigen Niveau bewegt, sind Beamte besonders häufig krank. Doch woran liegt das? Der Beamtenbund hat eine einfache Erklärung.

Polizisten sind am meisten krank

Spitzenreiter im Krankenstand sind die Polizisten in Sachsen-Anhalt. Pro Beamten verzeichnet die Polizeidirektion Nord 2015 40,5 Fehltage wegen Krankheit, schreibt "Focus Online". Durchschnittlich waren die Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt nur 18,6 Tage krank. Grund für den Anstieg bei den Ordnungshütern sei die Zunahme der Einzelbelastung.

Und auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist der Krankenstand hoch. So fehlten Beamte in den Straßenmeistereien 36,6 Tage, im Justizvollzug rund 30 Tage und in der Landesverwaltung 28 Tage pro Mitarbeiter.

Arbeitsbelastung steigt enorm

Der hohe Krankenstand sei vor allem dem steigenden Altersdurchschnitt in den Behörden geschuldet, ist sich Gewerkschafter Ulrich Stock sicher. "Die Leute werden nicht häufiger krank, aber wenn, dann länger", sagt Stock gegenüber "Focus Online". Als weiteren Grund nennt er den massiven Stellenabbau und die höhere Arbeitsbelastung. Der Beamtenbund fordere daher eine bessere Gesundheitsvorsorge für Beamte.

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bua/fka/news.de

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