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"maischberger. die woche" im Ersten: "Ich glaube an Gott und nicht an den Klimawandel!"

Am Mittwochabend flogen bei "maischberger. die woche" die Fetzen zwischen AfD-Politikerin Beatrix von Storch und Amira Mohamed Ali, der Fraktionsvorsitzenden der Linken. Besonders beim Thema Klimawandel sorgte von Storch dabei für Verblüffung.

An den menschengemachten Klimawandel glaube sie nicht, so Beatrix von Storch. Trotzdem brachte sie Lösungsvorschläge hervor. Bild: ARD

Was passiert, wenn links und rechts aufeinanderprallen? Das schien Sandra Maischberger in ihrer Sendung am Mittwochabend herausfinden zu wollen und lud zu diesem Zweck Amira Mohamed Ali, Fraktionsvorsitzende der Linken, und Beatrix von Storch, stellvertretende Bundessprecherin der AfD, zu sich ins ARD-Studio.

"maischberger. die woche" im Ersten: Das waren die Gäste am 01.09.2021

Während den anderen Gästen des Abends - Ex-US-Sicherheitsberater John Bolton, Politikwissenschaftler Christian Hacke, Kabarettist Jochen Busse, "Welt"-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld und "Spiegel"-Journalistin Ann-Katrin Müller - mehr Sendezeit eingeräumt wurde als dem "Wahlduell" der Politikerinnen, so war es doch letzteres, das in der sonst recht unspektakulären Sendung so einiges an Unterhaltungspotenzial bot.

Konfrontation in der ARD: Sandra Maischberger diskutiert mit AfD und Linken

Ob sie jemals das Gefühl gehabt hätten, der anderen Seite zustimmen zu können, fragte Maischberger gleich zu Beginn der Konfrontation. Mohamed Ali verneinte. Von Storch hingegen erklärte, im Hinblick auf die angespannte Lage in Afghanistan seien sie und die Linken-Politikerin sehr wohl einer Meinung - in nahezu jedem anderen Punkt aber wohl nicht, so von Storch, die schon im nächsten Atemzug auf Angriff ging: Den Menschen würde es unter einer linken Regierung deutlich schlechter gehen, was nicht zuletzt daran läge, dass man "der ganzen Welt 1.200 Netto Euro verspricht", auch Geflüchteten.

Von Storch: "Sie sind schlimmer als die Grünen!"

Mohamed Ali hakte ein: Dass sowohl AfD als auch die Linke sich bei der Abstimmung zur Evakuierung Afghanistans enthalten hatten, habe vollkommen unterschiedliche Gründe gehabt. Auch die Vorwürfe von Storchs, die Bevölkerung würde unter linker Politik leiden, wies Mohamed Ali entschieden zurück. Vielmehr sei es durch das Steuerkonzept ihrer Partei möglich, Menschen mit einem Einkommen unter 6.500 Euro brutto deutlich zu entlasten. Die Ausführungen der Linken-Politikerin wurden jedoch unterbrochen von einer sichtlich angriffslustigen Beatrix von Storch. Linke Politik sei "arbeitsplatzgefährdend", behauptete die AfD-Frau - und warf ihrer Kontrahentin vor: "Sie sind schlimmer als die Grünen!"

Nach weiteren - wie Maischberger klarstellte: haltlosen - Unterstellungen seitens von Storch ("Die Linken wollen 10 Millionen, 20 Millionen, 38 Millionen Afghanen nach Deutschland holen"), bewegte sich die Diskussion in Richtung Corona-Politik. Die AfD-Politikerin positionierte sich klar gegen eine Impf- und Testpflicht. Auch Masken lehne sie ab. Der Nutzen derartiger Schutzmaßnahmen sei wissenschaftlich nicht erwiesen, so von Storch. Mohamed Ali widersprach: Es sei mehrfach festgestellt worden, dass etwa ein Mund-Nasen-Schutz das Infektionsrisiko schmälere. Ihre Partei sei ebenfalls gegen eine Impfpflicht, sehe jedoch das Tragen einer Maske im Supermarkt oder das Vorlegen eines negativen Corona-Tests als mildere Maßnahmen an, so Mohamed Ali.

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Gott statt Klimawandel: Beatrix von Storch verheddert sich in Widersprüchen

Dissens herrschte auch in Bezug auf das Thema Erderwärmung. "Menschgemachter Klimawandel - ja oder nein?", lautete Maischbergers Einstiegsfrage. Während Mohamed Ali dies klar bejahte, beharrte Beatrix von Storch auf einer Meinung, mit der sie bereits in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht hatte: Das menschliche Handeln habe keinen Einfluss auf das Klima. Trotzdem erklärte sie, man könne mithilfe von Kernenergie CO2 einsparen - und verstrickte sich damit in Widersprüche, wie auch eine etwas verblüffte Maischberger feststellte: "Sie glauben doch gar nicht daran, was nutzen solche Maßnahmen denn dann?" Letztendlich positionierte sich von Storch dann aber doch recht deutlich: "Ich glaube an Gott und nicht an den Klimawandel!"

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