22.05.2021, 08.06 Uhr

"Let's Dance": Impro-Schock im Halbfinale! "Das hatten wir noch nie!"

Sie gilt als Favoritin für den Titel des "Dancing Star 2021". Im Halbfinale wartete jedoch eine unerwartete Hürde: Valentina Pahde musste "blind" auf das Parkett - mit einem Tanz, den sie nie gelernt hatte. Dennoch ist die Schauspielerin im Finale. Ein anderer Star musste gehen.

Groß war der Schock, als Valentina Pahde beim "Impro Dance Even More Extreme" im Losverfahren den einzigen Tanz zieht, den sie nicht gelernt hat: den Langsamen Walzer! Bild: © Getty Images 2021 / Pool

Seit Langem tanzt "Team Valentini", bestehend aus Schauspielerin Valentina Pahde und Profi Valentin Lusin, bei "Let's Dance" (RTL) auf der sicheren Seite: Show um Show besticht das hinreißende Paar mit Leidenschaft, Leichtigkeit und Können. Als Kommentare kommen allenfalls extravagante Beautytricks von Motsi Mabuse ("Du kannst Vaseline auf die Zähne schmieren, dann wird der Mund nicht so trocken") oder didaktische Hinweise von Joachim Llambi ("Wenn der Körper zu hoch ist, werden die Füße flattrig"). Gefahr besteht höchstens in Form von Renata, der zweiten Hälfte des Tanzprofi-Ehepaars Lusin, die ihren Schützling Rúrik Gíslason fest in der zweiten Favoritenrolle verankert hat.

"Let's Dance"-Hablfinale brachte Valentina Pahde aus der Fassung

Doch was sich die "Let's Dance"-Regularien beziehungsweise Fortuna im Halbfinale leisteten, brachte sogar die sonst so unerschütterlich disziplinierte Valentina Pahde aus der Fassung: Für den "Impro Dance Even More Extreme", einem Tanzdurchgang im Schnellverfahren, wählte sie die Los-Kugel "Langsamer Walzer" - der einzige Tanz, den sie und Valentin Lusin im Training ausgelassen hatten.

"Mut zur Lücke": Diesen Tanz hatte Valentina Pahde nicht auf der Rechnung

Im Losverfahren einen der zwölf Standard- und Lateintänze ziehen, in 90 Sekunden umziehen, die Musik hören und eine Choreografie entwickeln, 30 Sekunden Abstimmung und dann auf das Parkett: Als wäre der "Impro Dance Even More Extreme", bei jeder Nennung der Moderatoren von einem Horrorfilm-Soundtrack untermalt, nicht schon furchterregend genug. Aber völlig unvorbereitet in einen neuen Tanz zu gehen: Das schockte selbst ein Talent wie Valentina Pahde.

Auch Moderator Daniel Hartwich wandte sich Hilfe suchend an Oberjuror Joachim Llambi: "Das hatten wir noch nie! Ist das okay?" - "Vielleicht hätte nur "Walzer" in der Kugel stehen können, dann hätte es auch der Wiener sein können", gab Llambi in Erinnerung an den 30-Punkte-Wiener Walzer der Valentinis zu bedenken. Nach kurzer Beratschlagung folgte das Urteil aus der Regie: Sämtliche Tänze hätten geübt werden müssen. "Wir hatten Mut zur Lücke", gab Valentin Lusin zu - und legte anschließend mit seiner Vorzeige-Schülerin eine ordentliche 26-Punkte-Leisung hin. Umsonst gezittert, die Jury war zufrieden, auch Valentina selbst: "Schön war's."

Isländische Granate mit "Tanz für die Ewigkeit"

Schön war's leider oder zum Glück, zumindest für die Zuschauer, auch bei den direkten Konkurrenten der Valentinis: Einen "Tanz für die Ewigkeit" sah Motsi Mabuse im berührenden Contemporary vom oberkörperfreien Ex-Fußballprofi Rúrik Gíslasson, der mit Hitzewallungen, Sprachlosigkeit und Tanzpartnerin Renata Lusin im Arm an einem Tau endete.

"Was hat uns Island da für eine Granate geschickt?", konnte es auch Daniel Hartwich nicht fassen, während Joachim Llambi das Unfassbare in einfache Worte fasst: "Ich habe leider nur 10 Punkte zur Verfügung. Es war beeindruckend. Großartig!" 30 Punkte erhielt das Paar Gíslason-Lusin nicht nur für den Ausdruckstanz, sondern auch den vorherigen Charleston: Eine virtuos lustige Slapstick-Nummer im "Western von Gestern"-Stil, bei der Frauenschwarm Gíslasson den Betrunkenen mimte. Nur beim "Impro Dance Even More Extreme" langte Gíslasson mit 22 Punkten daneben. Seine improvisierte Rumba sei "technisch nichts" gewesen, so Llambi.

Zu wenig Drama?

Noch weniger begeistert zeigte sich das verbale Fallbeil von "Prince Charming", zumindest von dessen Paso Doble zu Ravels "Bolero". Zu wenig stolz und arrogant sei Nicolas Puschmann rübergekommen, als tanze da der "Bi-Ba-Butzemann". "Manchmal dachte ich, du wirfst gleich mit Kölner Karnevals-Kamellen", so der Juror säuerlich: "Der Paso ist bei mir überhaupt nicht angekommen."

"Zu wenig Drama" also, daher nur sechs Punkte vom Oberjuror. Zum Glück retteten die restliche Jury und das Publikum das fulminante Männerpaar bis ins Finale. Dafür mussten sich Boxer Simon Zachenhuber und seine Partnerin Patricija Belousova trotz ihres ungebrochenen Kampfgeistes (Llambi: "Der Angriff war da") geschlagen geben und die Show als Viertplatzierte verlassen. Zachenhubers Fazit und versöhnlicher Abschied vom funkelnden "Dancing Star"-Pokal: "Unter Druck entstehen Diamanten."

Dieser Inhalt wurde news.de von swyrl.tv zur Verfügung gestellt.

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sig/news.de/swyrl.tv

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