26.03.2019, 18.36 Uhr

"Das Ding des Jahres 2019" Rückblick Folge 6:       "Das Ding des Jahres" hat sich auch in Folge 2 noch nicht eingegroovt

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Grundsätzlich muss allerdings gesagt werden, dass die Show nach wie vor nicht richtig zünden mag. Der Sinn der Jury, die wirklich gar nichts entscheiden darf, erschließt sich zu keiner Sekunde. Die Kombination aus Einspielfilm UND Produkt-Pitch bremst die Sendung aus. Beschleunigende Schnitte lassen ausgerechnet Wortmeldungen der ohnehin unterforderten Jury wegfallen. Kurzum: Die Show kommt einfach nicht auf Kurs.

Gaadi, der Fahrradschlauch mit zwei Enden, hat das Potential den Markt zu revolutionieren

Zumindest hielt "Das Ding des Jahres" diesmal auch wirklich interessante Erfindungen bereit. Highlight war ganz klar der Fahrradschlauch "Gaadi", der letzten Endes auch die Show gewann und ins große Staffelfinale einzog. Der Fahrradschlauch mit zwei Enden hat das Potential, den Markt zu revolutionieren. In wenigen Minuten kann mit dem "Gaadie" ein platter Reifen wieder flott gemacht werden. Etwas Know-How benötigt man dennoch, wer sich allerdings schon einmal mit dem Tausch eines platten Reifens abgequält hat, der staunte bei dem Produkt-Pitch echte Bauklötze.

Doch so neu, wie geglaubt, ist der "Gaadi" gar nicht. Die Firma Fischer bietet schon seit einiger Zeit den sogenannten Schnellmontage-Schlauch an, der offenkundig nach demselben Prinzip wie der "Gaadi" funktioniert. Man darf gespannt sein, wie sich diese Information auf den Finalshow-Auftritt der "Gaadi"-TüftlerGabriel Petrovan undDana Fischer auswirken wird.

Weitere interessante Erfindungen aus der zweiten Folge "Das Ding des Jahres 2019"

Für die kommende Hitze-Saison boten sich zudem zwei weitere interessante Erfindungen an: Das "CoolDownDrinkGlas" machte genau das, was der Name ankündigte: Es kühlte innerhalb weniger Minuten ein viel zu warmes Bier auf 7 Grad, später gar auf 2 Grad herunter. Noch etwas nützlicher erschien allerdings "Blinos", ein via Klicksystem einfach zu installierendes Rollo, das die Sonnenstrahlen VOR dem Fenster aufhält und so ein Aufheizen der Wohnung verhindert.

Wer braucht denn bitte so etwas? Die unnützen Erfindungen der Show

Diesen echten Innovationen standen Erfindungen gegenüber, die mit unnütz noch schmeichelhaft umschrieben waren. Ein Krümelschutz namens "Clean Tab" beispielsweise. Juror Joko Winterscheidt konnte gar nicht glauben, dass für dieses Produkt gleich drei Männer ihre sicheren Jobs gekündigt hatten, um die "Idee" groß zu machen. Ein anderer Erfinder bot eine Mappe feil, in der man alle möglichen Büroutensilien verstauen konnte. Dass das "Officebook 2.0" an der Zeit vorbei sei, fand nicht nur Joko Winterscheidt.

Auch "Clip It", eine magnetische Wand-Halterung für Shampoos und Duschbäder, wirkte nicht so wirklich zu Ende gedacht. Dagegen wirkte die Kaffeekanne "Empot" geradezu weltverändernd, obgleich sie es nicht einmal ins Finale der Show schaffte. Ein Autodach-Zelt und zwei multifunktionale Topf-Untersetzer rundeten das Erfindungs-Portfolio der 2. Folge ab.

Unser Fazit: Folge zwei von "Das Ding des Jahres 2019" bot zumindest einige echt interessante Ideen. Nach der vergurkten ersten Folge konnte es aber auch fast nicht mehr schlimmer kommen.

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