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22.08.2017, 12.13 Uhr

"Verräter - Tod am Meer" als Wiederholung: Das geheime Geflecht von Stasi, RAF und BND nochmals entwirren

Die Stasi hat sich um RAF-Aussteiger gekümmert. Doch was, wenn sie die Ziele der Terroristen beeinflusst hat - und der Westen sogar davon wusste? Das ZDF hat ein Gedankenexperiment verfilmt. So sehen Sie die Wiederholung.

Nina (Hannah Herzsprung) und Martin (Albrecht Schuch) sind auf der Flucht. Bild: ZDF/Bella Halben

"Wenn das wirklich wahr ist, was du sagst, na dann stimmt ja nichts mehr." Fassungslos reagiert Volkspolizist Martin Franzen, als Nina ihm von den Verknüpfungen zwischen der Roten Armee Fraktion (RAF) und der Staatssicherheit (Stasi) erzählt. Mitten in der Nacht in einem Auto. In der DDR. 1988.

Auch für manche Zuschauer mag es eher wie eine Verschwörungstheorie anmuten, was das ZDF am Montagabend (20.15 Uhr) als "Fernsehfilm der Woche" präsentiert. Doch "Verräter - Tod am Meer" ist nicht nur reine Fiktion. "Der Film ist ein Gedankenexperiment, das historische Fakten mit Spekulationen mischt", sagt Produzentin Rima Schmidt. Er basiert auf dem Roman "Innere Sicherheit" von Christa Bernuth, der laut Piper-Verlag rund 25.000 Mal verkauft wurde.

"Verräter - Tod am Meer" verpasst? Wiederholung online in der ZDF-Mediathek

Sie haben "Verräter - Tod am Meer" am Montagabend aus welchen Gründen auch immer nicht sehen können und möchten gern eine Wiederholung schauen? Im ZDF suchen Sie leider vergebens nach einer nochmaligen TV-Ausstrahlung. Das ist aber kein Grund zum Verzweifeln. Denn in der ZDF-Mediathek finden Sie zahlreiche Sendungen nach ihrer Ausstrahlung als kostenloses Video on Demand - so auch "Verräter - Tod am Meer", den Sie bis einschließlich 28. August 2017 jederzeit und so oft Sie mögen anschauen können.

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TV-Vorschau zu "Verräter - Tod am Meer" am 20.08.2017: ZDF zeigt spannendes Gedankenexperiment

Von Marco Krefting

Erzählt wird die Geschichte von Grenzschützer Franzen, der eine Frauenleiche aus der Ostsee zieht. Die These einer missglückten Republikflucht ist nicht stimmig. Und als dann ein mysteriöser Brief der Toten auftaucht, fährt Franzen nach Berlin, wo er Nina trifft, eine im Osten untergetauchte RAF-Terroristin. Die Hintergründe kommen nur nach und nach raus, und unter den Bedingungen des DDR-Regimes schwankt das Verhältnis der beiden zwischen Anziehung und Distanz. Einig sind sie sich, Richtung Polen abhauen zu wollen. In den Hauptrollen überzeugen Albrecht Schuch und Hannah Herzsprung.

Dass die Stasi RAF-Aussteigern ein neues Leben in der DDR ermöglicht hat, ist bekannt. Doch die Romanvorlage und damit auch der Film gehen weiter: Die Stasi könnte Einfluss auf die Ziele der RAF genommen und der Bundesnachrichtendienst im Westen davon gewusst haben. Beweisen lasse sich das nicht, macht Produzentin Schmidt deutlich. Und erklärt, dass der Film nicht als Zeitdokument zu verstehen sei.

Nina beschreiben die Autoren Stefanie Veith und Nils Willbrandt als geheimnisvolle, aber vor allem kompromisslose Idealistin, auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Besonders deutlich wird das, als sie auf ihrer Flucht eine mögliche Verräterin erschießt - zum Entsetzen von Franzen. Dessen Mutter hat sich in den Westen abgesetzt. Im Widerspruch dazu ist er Volkspolizist, zerrissen im System.

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