09.04.2017, 16.16 Uhr

Franken-"Tatort" als Wiederholung: Kommissar Felix Voss undercover unter Flüchtlingen

Doofe Nazis, gierige Bauunternehmer, kleinkriminelle Ausländer: Im neuen "Tatort" aus Franken werden so einige Vorurteile zum Thema Flüchtlinge bestätigt, andere hinterfragt. So sehen Sie "Am Ende geht man nackt" als Wiederholung.

Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) ermittelt im neuen "Tatort" undercover. Bild: BR/Rat Pack Filmproduktion GmbH/ Bernd Schuller

Ein Brandsatz fliegt durch das Dachfenster, eine Gasflasche explodiert und schnell steht die halbe Küche in Flammen. Eine junge Frau aus Kamerun stirbt, ein Mann erleidet schwerste Brandverletzungen. Auch der neue Franken-"Tatort" beschäftigt sich mit dem Thema Flüchtlinge - wie schon mehrere "Tatort"-Krimis zuvor. Dabei schlägt sich der in Bamberg und Nürnberg gedrehte Krimi jedoch auf keine Seite - in diesem Flüchtlings-"Tatort" kriegt so ziemlich jeder sein Fett weg.

"Am Ende geht man nackt" verpasst? "Tatort" als Wiederholung online (ARD-Mediathek) und im TV

Sie haben den Sonntagabend nicht vor dem Fernseher verbracht oder möchten den neuen "Tatort" einfach noch einmal anschauen? Kein Problem. In der Dagmar Manzel: Tickt sie anders als die Kommissarin, die sie spielt?

In der dritten Ausgabe des ARD-Kultkrimis aus Nordbayern mit dem Titel "Am Ende geht man nackt" an diesem Sonntag um 20.15 Uhr gibt es Neonazis mit dumpfem Fremdenhass und geldgierige Bauunternehmer, die aus dem Elend der Geflüchteten noch Profit schlagen wollen. Der Film erzählt aber auch von kleinkriminellen Flüchtlingen und von Polizisten, die lieber dem deutschen Nazi glauben als dem Zuwanderer aus Syrien.

Und genau das sei die große Stärke des Films, sagt Darstellerin Dagmar Manzel. Die 58-Jährige spielt im Franken-"Tatort" Hauptkommissarin Paula Ringelhahn. Beim Thema Flüchtlinge gebe es so viele verschiedene Reaktionen, Verhaltensweisen und Ansichten, sagt Manzel. "Das Wichtigste war, aus vielen verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema zu schauen. Dass man es eben nicht Schwarz und Weiß sieht - dort die Guten und da die Bösen." Mit Schwarzweißdenken beginne nämlich das Problem. "Das ist eine Vorstufe von Hass."

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