01.04.2017, 16.46 Uhr

"Ostfriesenkiller" als ZDF-Wiederholung: "Ostfriesenkiller" im ZDF: Lohnt sich das Einschalten?

Die Ermittler Weller (Christian Erdmann, l.), Rupert (Barnaby Metschurat, M.) und Ann Kathrin Klaasen (Christiane Paul, r.) auf der Spur des Täters. Bild: ZDF/Christine Schroeder

Das Handyklingeln der Kommissarin ist das Heulen eines Seehundes, was auf die Dauer etwas nervt, genau wie das ständige "Moin", auch wenn man das in Ostfriesland den ganzen Tag lang sagen darf. Ihre Familie zerbricht. Sie trinkt ganz gerne mal einen Schnaps und stößt mit ihrem toten Vater an - das ist der ältere Mann vom Filmanfang, der öfters neben ihr auftaucht, den nur sie sehen kann und den sie als ihren besten Freund bezeichnet. Ihr Kollege Weller ist heimlich in sie verliebt, während sich der andere Kollege Rupert in puren Zynismus flüchtet ("Der liebe Gott weiß alles, aber Ann Kathrin Klaasen weiß natürlich alles besser").

Die spannende Story basiert auf dem Roman von Klaus-Peter Wolf, der soeben seinen elften Roman rund um das Ermittlerteam vorgelegt hat. Im ZDF-Interview sagt er: "In meinen Büchern ist praktisch alles echt. Die Lokale, die Cafés, die Straßen - es gibt das alles. Ich erzähle mein Ostfriesland. Auch viele Figuren meiner Bücher existieren wirklich, heißen so, reden so, sind so wie beschrieben."

Jetzt könnten es glatt noch ein paar Fans mehr werden, auch wenn Sven Bohse eine ganz eigene, atmosphärisch dichte Version von Wolfs Geschichte vorlegt. Unter seiner Regie überzeugen nicht zuletzt die Darsteller der behinderten Menschen im Film - vor allem Svenja Jung als Sylvia, die eine zentrale Rolle und eine absolut glaubhafte Figur spielt.

Bleibt allein die Frage, warum Kommissare oder Kommissarinnen nahezu immer auch privat dicke Probleme an der Backe haben müssen. Egal: Das ZDF rechnet offenbar mit einer guten Einschaltquote, denn mit diesem Krimi soll eine neue Samstagabend-Reihe aufgelegt werden - die Dreharbeiten zu den Folgen "Ostfriesenblut" und "Ostfriesenangst" sind bereits für den Spätsommer oder Herbst 2017 geplant. Der Norden - siehe die Krimireihe "Friesland" - ist offenbar bestens geeignet für schaurige Geschichten.

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grm/kad/news.de/dpa

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