06.02.2017, 17.16 Uhr

"Neben der Spur" in der Wiederholung: Noethen und Zehrfeld duellieren sich in "Dein Wille geschehe"

Mit Ulrich Noethen als Psychiater "Joe" Jessen hat das ZDF einen idealen Hauptdarsteller für die Krimireihe "Neben der Spur" gefunden. Der Clou liegt darin, ihm einen ebenbürtigen Gegenpart zur Seite zu stellen. Das ist für die neue Folge in doppelter Hinsicht gelungen.

Ruiz (Juergen Maurer), Joe (Uli Noethen) und Anna (Marie Leuenberger) sind ebenfalls im Spiel des Mörders gefangen. Bild: ZDF/Marion von der Mehden

Überdurchschnittlich intelligent, erbarmungslos, brutal, sadistisch - Psychiater Johannes "Joe" Jessen lässt keinen Zweifel daran, dass der Täter es bitter ernst meint. Seine Motive: Rache, Wut, Befriedigung. Zwei Frauen hat er schon in den Suizid getrieben. Die eine sprang von einer Brücke, die andere lief barfuß auf die Autobahn und wurde von einem Auto erfasst. Beide wähnten ihre Kinder in den Fängen eines Anrufers, in den Händen des Sadisten. "Es hat zweimal funktioniert", sagt Jessen. "Warum sollte er aufhören?"

"Dein Wille geschehe" verpasst? Neue Folge von "Neben der Spur" als Wiederholung online in der kostenlosen ZDF-Mediathek

Sie haben "Neben der Spur - Dein Wille geschehe" verpasst oder wollen den Thriller einfach noch einmal sehen? Dann ist das der perfekte Zeitpunkt, um sich in der ZDF-Mediathek umzusehen. Hier finden Sie zahlreiche TV-Formate direkt nach Ausstrahlung als Video on Demand - völlig kostenlos! Eine Wiederholung im TV ist hingegen leider nicht geplant.

TV-Vorschau: Das passiert in "Neben der Spur - Dein Wille geschehe"

In der Folge "Dein Wille geschehe" bekommen Jessen (Ulrich Noethen) und das Ermittlerteam um Kommissar Vincent Ruiz (Juergen Maurer) es mit einem ehemaligen Soldaten zu tun. Der will wieder

Kontakt zu seiner Tochter - und geht dafür über Leichen. Er manipuliert die früheren Schulfreundinnen der Mutter seines Kindes, um diese aus ihrem Versteck zu locken.

Die Hauptdarsteller Noethen und Maurer haben mit Ronald Zehrfeld einen ebenbürtigen Kontrahenten - auf schauspielerischer Ebene wie auch im Film selbst. Und der freut sich über die Rolle des psychisch Kranken: "Die Zuschauer bekommen eine ganz neue Facette zu sehen. Ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, solch' einen fiesen Charakter zu spielen", sagt Zehrfeld alias Ex-Soldat Gedeon Tauber.

Kalt, berechnend, manipulativ ist Tauber auf der einen Seite. Sagt: "Den schwächsten Punkt, den finde ich." Auf die Frage, ob er Frauen hasse, antwortet er: "Wie meinen Sie das? Intellektuell, physisch oder als Unterart?" Auf der anderen Seite ist seine Tochter Taubers schwächster Punkt - und dort ist er höchst empfindlich, emotional, angreifbar. Zehrfeld spielt den Zwiespalt überzeugend.

Für Jessen eskaliert die Lage, als der Wahnsinnige seine Familie unter Kontrolle bringt. Im Vergleich zu den ersten Taten - als die Kinder nie wirklich entführt waren - ist es diesmal ernster. Wie der Hamburger Psychiater die Situation am Ende löst, geht da fast etwas zu schnell - als hätte Autor Mathias Klaschka die Handlung schnell noch in den verfügbaren eineinhalb Stunden abschließen müssen.

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