12.12.2016, 16.15 Uhr

"Die Glasbläserin" in der Wiederholung: ZDF kombiniert Weihnachtsstimmung mit Emanzipation

Historische Stoffe im deutschen Fernsehen erfreuen sich großer Beliebtheit. Das gilt erst recht für die Weihnachtszeit. Jetzt kommt ein TV-Film, der noch dazu im tiefen Winter spielt. So sehen Sie "Die Glasbläserin" online als Wiederholung.

Frauen bei der Arbeit: Marie Steinmann (Maria Ehrich, links) und ihre Schwester Johanna (Luise Heyer). Bild: ZDF

Eine Geschichte über zwei Schwestern im Thüringer Wald gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Sie müssen sich allein behaupten - als Frauen, in ihrem Beruf, in der Gesellschaft. Das ist schon ein etwas diffizilerer Stoff als "Die Wanderhure" oder auch "Die Hebamme". Wie es den beiden Frauen ergeht, kann man im TV-Drama "Die Glasbläserin" verfolgen.

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"Die Glasbläserin" vom 12. Dezember als Wiederholung online sehen (ZDF-Mediathek)

Sie haben "Die Glasbläserin" am Montag, den 12.12.2016, verpasst oder wollen sich den Film noch einmal ansehen? Dann empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle die Nutzung der ZDF Mediathek, in der zahlreiche Sendungen auch nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand zur Verfügung stehen. Eine Wiederholung im TV wird es leider nicht geben.

TV-Vorschau zu "Die Glasbläserin": Ein Stück Geschichte

"Das ist eine absolut fiktive Geschichte, die einfach gut in die Weihnachtszeit passt", sagt Marie Steinmann-Drstellerin Maria Ehrich (23, "Ku'damm '56", "Smaragdgrün") im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Vielleicht gab es mal eine Frau, die Marie ähnlich gewesen ist. Aber sie hat sicher nicht die Weihnachtskugel erfunden."

Schade eigentlich - das passt im Film so schön. "Vielleicht hat es ganz vereinzelt solche Frauen gegeben, über die man jedoch nichts weiß. Und wenn, dann hatten sie es bestimmt schwer. Das Frauenbild damals war sehr verschwurbelt. Und diese beiden Schwestern im Film sind ja doch sehr modern für ihre Zeit."

Der warmherzige Film, der passenderweise auch zu Weihnachten spielt, zeigt ein Stück Geschichte, wie es sich ereignet haben könnte. Aber natürlich ist er vor allem ein Märchen. Und natürlich endet er auch märchenhaft gut. Aber das geht schon in Ordnung.

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mie/lid/news.de/dpa

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