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Digitalisierung: Datensicherheit im Netz bleibt aktuell

Die letzten beiden turbulenten Jahre mit steigenden Homeoffice-Arbeitern hat gezeigt, dass fast alles über das Netz möglich ist. Große Datenmengen werden verschickt, egal ob mit privaten oder beruflichen sensiblen Daten. Damit man auch in 2022 sicher im Internet agieren kann, und das Risiko von Hackern und Datenklau reduziert wird, sollten einige Tipps beachtet werden.

Computerkriminalität für das Presseportal; Quelle: Adobe Stock / REDPIXEL Bild: Adobe Stock / REDPIXEL

Tipp 1: Sparsam mit Daten umgehen

Je weniger persönliche Daten man selbst preisgibt, desto weniger Angriffsfläche bietet man Hackern. Man sollte also immer genau abwägen, welche Informationen für einen bestimmten Prozess absolut notwendig sind. Anbieter, die zu viele private Daten verlangen, kann man auch einfach ignorieren.

Ähnliches gilt für die Veröffentlichung von Fotos. Man sollte immer im Hinterkopf die Frage behalten "Habe ich ein Problem, wenn die ganze Welt das Foto sieht?". Alle Daten, die einmal ins Netz geladen wurden, sind nicht wieder zu entfernen.

Tipp 2: Achtung bei unverschlüsselten Kommunikationswegen

Es gibt mittlerweile einige Formen, sicher mit den online Plattformen zu interagieren. Eine gültige und aktuelle Verschlüsselungstechnologie ist absolut entscheidend, bevor man sich auf eine Webseite bewegt. Dabei ist es egal, um welche Form von Plattform es sich handelt. Finanzdienstleister, Online Casino, Social Media oder Reiseportal, alle sollten die modernen Verschlüsselungen nutzen, sodass persönliche Daten nicht abgefangen werden können.

Tipp 3: Überprüfung der Browsereinstellungen

Bei einigen Einstellungen auf PC und Smartphone lohnt es sich, genauer hinzuschauen. In den Einstellungen des Browsers kann beispielsweise untersagt werden, dass Suchverläufe gespeichert werden. Im gleichen Atemzug sollten die Cookies immer wieder gelöscht werden. Diejenigen, die ganz sichergehen wollen, aktivieren die Option, mit der alle Daten, Cookies und Passwörter gelöscht werden, sobald der Browser geschlossen wird.

Tipp 4: Minimale Berechtigungen für Apps

Ein ähnliches Thema betrifft die Apps. Jeder hat auf dem Smartphone eine Vielzahl an Apps, die man immer wieder benutzt. Dabei reihen sich Finanz-, Foto- oder Social Media-Apps aneinander. Je weniger Befugnisse die einzelnen Apps besitzen, desto weniger sensible Daten können fälschlicherweise im Netz langen. Es sollten nur die Rechte eingeräumt werden, die unbedingt notwendig sind für die korrekte Funktionsweise der App.

Tipp 5: Alternative Suchmaschinen

Google ist die am häufigsten verwendete Suchmaschine weltweit. Doch wer dieses Programm benutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Vielzahl an Daten zum Nutzer erhoben werden. Google schaut zu, was wann gesucht wird und zieht daraus Schlüsse wie beispielsweise die Werbeschaltung etc.

Andere Suchmaschinen verzichten auf die intensive Datenerfassung und bringen ebenfalls Top-Suchergebnisse. Einige Suchmaschinen bieten bestimmte Masken an, mit denen zwar bei den großen Suchmaschinen gesucht wird, aber ohne das diese auf die persönlichen Daten Zugriff hat. Interessante Optionen sind beispielsweise StartPage oder DuckDuckGo. Andere diskrete Suchmaschinen sind Qwant aus Frankreich oder Metager aus Deutschland. Letztere läuft sogar mit Ökostrom.

Tipp 6: Das OK für Cookies

Jede Webseite, die aufgerufen wird, blendet automatisch die Cookie-Genehmigung ein. Doch wer liest diese durch? Die wenigsten tun dies wahrscheinlich. Viele klicken einfach auf das OK und erlauben damit, dass für Marketingzwecke oder statistische Erhebungen die persönlichen Daten verwendet werden können. Man kann auch hier das OK auf die essenziellen Cookies beschränken oder komplett ablehnen, wenn die Bedingungen nicht klar ersichtlich sind.

Tipp 7: Privatsphäre respektieren

Gerade bei den sozialen Netzwerken sollte man bei den Einstellungen zur Privatsphäre genau hinschauen. Muss die ganze Welt alles sehen können oder sollen Fotos und Interaktionen nur für Freunde sichtbar sein.

Tipp 8: Passwörter

Sicherer Passwörter, ist wohl eine der einfachsten Möglichkeiten, die Sicherheit für das digitale Postfach zu erhöhen. Am besten wählt man für jedes Konto ein eigenen Passwort. Sollte eines dieser Passwörter geknackt werden, sind alle anderen Anwendungen noch sicher. Groß- und Kleinbuchstaben und keine zu offensichtlichen Kombinationen sind Pflicht.

lic/news.de