23.03.2021, 14.00 Uhr

Mit einem Smart Home zu mehr Nachhaltigkeit: So funktionierts

Wer kennt es nicht? Schon wieder ist das Schlafzimmer hell erleuchtet, obwohl sich kein Mensch darin aufhält. Smart Home kann Teil der Lösung sein und das eigene Zuhause nachhaltiger machen.

Auch die Beleuchtung lässt sich per Smart Home Technologie genau auf den eigenen Bedarf zuschneiden, so dass weniger Energie verbraucht wird. Bildquelle: @ Stephan Bechert / Unsplash.com Bild: Bildquelle: @ Stephan Bechert / Unsplash.com

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger - und während Wärmedämmung eher das Metier von Eigentümern und Vermietern ist, können Wohnungsbewohner in den Innenräumen nachhelfen. Das Smart Home kann auf unterschiedliche Weise helfen. Vorab: Keine Sorge, es ist weniger kompliziert, als viele denken.

Nachhaltigkeit: Große Ziele und viele Ansatzpunkte

Das Wort Nachhaltigkeit betrifft die unterschiedlichsten Bereiche. Je nach persönlicher Situation können auch verschiedene Bereiche verbessert werden. Hier ist klar: ein Hauseigentümer hat mehr Möglichkeiten als der Mieter. Aber welche Optionen stehen dem allgemeinen Bürger stets zur Verfügung? Bei net4energy werden interessante Ratgeber rund um Nachhaltigkeit und Energiewende zur Verfügung gestellt.

Diese behandeln unter anderem folgende Themen:

  • Erneuerbare Energien – je nach Haus haben Mieter natürlich keinen Eingriff in die Heizungsanlage. Sie können also nicht unbedingt auf erneuerbare Energien setzen, da sie die Zulieferungsverträge nicht abschließen. Doch haben sie immer noch die Möglichkeit, den Stromvertrag auf erneuerbare Energien abzustimmen.
  • Dämmung – dies ist größtenteils Eigentümersache. Eine gute Dämmung des Hauses spart letztlich Kosten. Aber auch Mieter können mithelfen, indem sie beispielsweise Thermovorhänge verwenden oder entsprechende Klemmrollos für die Fenster nutzen. Schon bleibt die Wärme innen und die Sommerhitze draußen.
  • Smart Home – wer smarte Technologien integriert, der kann die Nachhaltigkeit durchaus fördern. Die typischen Anfangstechnologien sind, anders als geahnt, nicht Alexa und Co., sondern Heizung, Licht und Alarm. Welche Möglichkeiten tatsächlich realisiert werden können, hängt allerdings vom Budget ab. Es ist mühelos möglich, dass sich der Strom an speziellen Orten abschaltet, wenn der Bewohner das Haus verlässt, doch die Schaltung und Integration der einzelnen Geräte und Schaltkreise ist mitunter kostspielig.

Nachhaltigkeit ist aber auch, getragene Kleidung weiterzugeben und allgemein achtsam mit den eigenen Anschaffungen umzugehen. Manchmal ist es schon nachhaltig, wenn schlichtweg der Jutebeutel aus der Handtasche gezogen wird, damit keine Plastiktüte genutzt werden muss. Und wenn eine Plastiktüte notwendig ist, wird diese anderweitig wiederverwendet. Gerade als Müllbeutel eignet sie sich.

Smart Home: Intelligente Heizungssteuerung als Kernstück

Vorab: Es gibt vollends ins Haus integrierte Smart Home Systeme, die das Haus bis ins kleinste Detail steuern. Von diesen ist hier nicht die Rede, da diese Option vielen Menschen gar nicht offensteht. Kein Mieter hat die Möglichkeit, den Heizkessel smart zu machen oder massiv in das Haus einzugreifen.

Doch auch als Mieter oder Hauseigentümer, der nicht zu tief in die Materie hinein will, gibt es in Bezug auf die Heizungssteuerung traumhafte smarte Elemente:

  • Heizungsregler – in der Regel sind das Funkregler, die mit einer Basis im Haus verbunden sind. Die smarte Eigenschaft ermöglicht eine Anbindung in Alexa und Co. sowie die Steuerung über die Smartphone-App von unterwegs. Die Regler bieten meistens die Option, verschiedene Heizprofile für jede einzelne Heizung anzulegen. Dies spart Heizenergie, denn die Heizung wärmt nun beispielsweise, sobald das Büro verlassen wird. Zugleich sorgen die Regler dafür, dass die Temperatur nicht unter einen bestimmten Wert fällt – auch das spart dauerhaft Energie, da der Raum nicht mehr vollständig geheizt werden muss.
  • Fenstersensoren – sie sind praktisch und wichtig. Heizkörperregler erkennen meist zu spät, dass Fenster oder Terrassentüren geöffnet sind. Über den Sensor, der am Rahmen angebracht wird, wird die Heiztemperatur nach einer selbst bestimmten Zeit automatisch geregelt. Beispiel: Fenster ist zum Lüften auf, nach 10 Sekunden stellt sich die Heizung auf 5 Grad.
  • Thermostate – die meisten Menschen mit einer Affinität fürs Smart Home nutzen zugleich Wandthermostate. Sie messen genauer als ein Heizkörperregler und bieten meist etliche Zusatzfunktionen.
  • Basis und Anbindung – es gibt verschiedene Modelle. Manche greifen ausschließlich auf das WLAN zurück, andere nutzen dieses zur Kommunikation mit der App, verbinden aber Regler und Thermostat per Funk. Letzteres ist nützlich, da die Heizungen so auch ohne eine WLAN-Anbindung funktionieren. Die Anbindung ins Smart Home funktioniert über Apps auf Tablets oder Smartphones. Diese können wiederum mit Alexa kombiniert werden. Es ist also möglich zu sagen: Alexa, stell die Temperatur im Wohnzimmer auf zwanzig Grad.

Diese Option ist natürlich nicht die, die Profi-Smart-Home-Bastler nutzen. Dafür ist sie allgemein verständlich und für Mieter mühelos zu realisieren. Der Austausch der Heizregler funktioniert in zwei Minuten.

Weitere nachhaltige Smart Home Technologien

Ein Smart Home hilft dabei, unnötig Strom zu verbrauchen und ist zugleich noch praktisch:

  • Automatische Lichtsteuerung – über Routinen lässt sich im Handumdrehen festlegen, wann welche Lampe für welche Zeit angehen soll. Dafür sind allerdings WLAN-Lampen oder aber WLAN-Steckdosen notwendig. Wer das Licht mit dem Sonnenstand steuert, der braucht nicht einmal im Frühjahr nachbessern. Zehn Minuten vor Sonnenuntergang bleibt das ganze Jahr über gleich.
  • Vergessene Lichter – mit Bewegungssensoren lassen sich auch Lichter wieder ausschalten. Auch sie sind mittlerweile smart und bieten die Einbindung von Routinen an. Wird ständig das Licht im Schlafzimmer vergessen, kann der Bewegungsmelder das Licht ausschalten, wenn er für eine gewisse Zeit keine Bewegung mehr feststellte.
  • Praktische Funktionen – sind ständig Geräte auf Stand-by oder wird die Kaffeemaschine jeden Morgen vergessen? Mit WLAN-Steckdosen lässt sich das Problem zuverlässig lösen. Das Smart Home schaltet die Steckdose nun schlichtweg aus, wenn ein bestimmter Fall eintritt. Wer das Haus noch mit einem smarten Türschloss versieht, der kann beispielsweise den Fall erstellen, dass die Steckdosen ausgehen, sobald Person X das Haus verlässt.

Vieles beim Smart Home ist Versuch und Irrtum. Jeder muss für sich entscheiden, was passt und was nicht. Das bezieht sich jedoch weniger auf Geräte, sondern auf die Nutzung derselben.

Fazit – smarte Nachhaltigkeit

Smart Home Technologien können die eigene Nachhaltigkeit stark verbessern. Es kommt natürlich darauf an, was und wie die Möglichkeiten eingebunden werden, doch gerade in Bezug auf Licht und Heizung ist das Potenzial enorm. Ganz nebenbei bieten die smarten Optionen aber auch viel Komfort. Ist das Badezimmer morgens zum perfekten Zeitpunkt schon warm, ist das natürlich ein guter Start in den Tag. Ebenso, wenn die Kaffeemaschine den Morgenmuffel schon mit einer frischen Tasse Kaffee begrüßt.

lic/news.de

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