12.11.2020, 15.15 Uhr

Homeoffice: Neue Webcam fürs Homeoffice: Worauf man achten sollte

Wer eine neue Webcam benötigt, etwa fürs Homeoffice oder private Video-Chats, der bekommt im Einzelhandel und in Online-Shops eine riesige Auswahl geboten. Doch was ist beim Kauf wichtig?

Eine junge Frau während eines Video-Chats. Bild: My Agency/Shutterstock.com/spot on news

Gibt die Laptop-Kamera langsam den Geist auf oder wird es Zeit, sich eine Webcam für den Desktop-Computer anzuschaffen? In Online-Shops und im Einzelhandel vor Ort können Verbraucher sich zwischen zahlreichen Alternativen entscheiden. Dies kann die Wahl schwierig machen. Hier einige grundsätzliche Punkte, auf die man bei der Anschaffung einer neuen Webcam achten sollte.

Hier gibt es eine reichhaltige Auswahl an Webcams.

Die Bildqualität

Was die sogenannte Auflösung betrifft, kann man heutzutage eigentlich wenig falsch machen. Grundsätzlich gilt: Mehr Pixel, bessere Qualität. Die meisten Webcams bieten 1080p, also 1920x1080 Pixel. Das entspricht dem seit Jahren unter anderem bei Smartphones, am PC-Monitor und auch Fernsehern oftmals genutzten Mindeststandard. Vor allem günstigere Modelle haben meist jedoch nur 720p (1280x720 Pixel) zu bieten, was aber im Regelfall ebenso ausreichen sollte, wenn man beispielsweise mit der Kamera nicht gerade auf Portalen wie Twitch streamen möchte. 4K-Alternativen (3840x2160 Pixel), so wie man das seit einiger Zeit etwa auch von TV-Geräten und PC-Monitoren kennt, sind in vielen Fällen kein Muss.

Zudem sollten Verbraucher auf die Bildwiederholrate achten, damit das übertragene Videosignal auch flüssig beim Gegenüber erscheint. Faustregel: Umso höher, umso flüssiger. 30 Bilder pro Sekunde sollten es schon sein, 60 Bilder pro Sekunde sind natürlich besser. Auch auf das Sichtfeld sollte man achten. Wird etwa eine Webcam für einen Konferenzraum benötigt, sollte dieses möglichst weit sein, damit auch jeder am Tisch oder im Raum zu sehen ist.

Nicht bewegen?

Wichtig ist zudem, dass eine Kamera eine Autofokus-Funktion bietet. Tut sie dies nicht, sollte ein Nutzer sich nur wenig bewegen, da er sonst unscharf dargestellt werden könnte. Ständig manuell nachjustieren zu müssen, kann ein Graus sein. Mit Autofokus passt die Webcam sich von selbst an. Nach kurzer Zeit wird das Gesicht eines Users automatisch fokussiert und nicht etwa die Topfpflanze im Hintergrund, während man selbst nur verschwommen zu erkennen ist.

Ich kann Sie nicht hören!

Nicht zuletzt sollten Nutzer darauf achten, ob eine Webcam auch ein Mikrofon und einen Lautsprecher zu bieten hat. Die Videoübertragung bringt einem schließlich nichts, wenn man nicht zu hören ist oder sein Gegenüber nicht versteht. Da die kleinen Geräte aber im Regelfall nur wenig Platz für vernünftige Lautsprecher bieten und es je nach Setup auch zu Rückkopplungen kommen kann, sollte man sich überlegen, etwa auf externe Mikrofone und Kopfhörer beziehungsweise Headsets zu setzen. Dies kann dem Gesprächsklima äußerst zuträglich sein.

Wie wird die Webcam montiert?

Je nach vorhandenem Platz müssen Nutzer darauf achten, wie eine Webcam befestigt wird. Viele Modelle werden etwa über entsprechende Vorrichtungen am Monitor angebracht. Da sich die meisten Geräte dann aber nur neigen und nicht drehen lassen, kann es von Vorteil sein, beispielsweise auf eine Webcam zu setzen, die einen Standfuß oder ein Stativ besitzt. Gerade hochwertigere Modelle bieten derartige Alternativen.

Ist die Webcam kompatibel?

Vor dem Kauf sollten Nutzer unbedingt darauf achten, dass die Webcam mit den meisten gängigen Programmen für Videotelefonie und -chats sowie dem genutzten Betriebssystem des Computers kompatibel ist. Ist dies nicht der Fall, kann es entweder zu Übertragungsproblemen kommen oder die Kamera funktioniert womöglich überhaupt nicht. Hersteller geben im Regelfall an, welche Betriebssysteme und Anwendungen unterstützt werden.

Wie gut ist die Kamera verarbeitet?

Höherpreisige Geräte haben im Regelfall auch mehr zu bieten und sind meist robust verbaut. Bei namhaften Herstellern wie Logitech oder Microsoft muss man sich oftmals keine Sorgen machen. Dafür muss man bei der Anschaffung eines Markengeräts aber auch tiefer in die Tasche greifen. Es gibt bereits gute Webcams ab rund 25 bis 30 Euro, es kann aber auch in den dreistelligen Preisbereich gehen.

Keine unwillentliche Übertragung

Damit ein Nutzer nicht versehentlich Inhalte überträgt, die niemanden etwas angehen, bieten viele Modelle etwa auch Abdeckblenden, die sich herunterklappen oder vor die Linse schieben lassen. So kann niemand, auch kein Hacker, sehen, was gerade im Zuhause eines Nutzers vor sich geht. Außerdem schützen die Blenden die Linse, wenn die Webcam nicht in Gebrauch ist.

Nachfragen!

Ist man sich unsicher über einzelne Spezifikationen, Funktionen oder die Qualität einer Webcam, sollte man sich unbedingt zuvor im Netz schlau machen. Dort gibt es etwa unzählige Testberichte zu spezifischen Modellen oder auch Foren, in denen Nutzer nachfragen können. Einfacher und weniger zeitaufwendig kann es sein, den Fachverkäufer seines Vertrauens vor Ort zu befragen und das Gerät dann auch dort zu kaufen.

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