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Diego Maradona: Behandlungsfehler? Leibarzt Leopoldo Luque beteuert unter Tränen seine Unschuld

Der Tod von Diego Maradona gibt weiter Rätsel auf. Nachdem der Fußballer am vergangenen Mittwoch im Alter von 60 Jahren verstorben ist, hat die Polizei jetzt Ermittlungen gegen seinen Leibarzt eingeleitet. Der wiederum verteidigte sich unter Tränen bei einer Pressekonferenz.

Der Tod von Diego Maradona sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Bild: dpa

Die Schlagzeilen um Diego Maradona reißen auch Tage nach seinem Tod nicht ab. Nachdem der argentinische Fußballgott am vergangenen Mittwoch an einem Herzinfarkt verstorben ist, hat die Polizei vier Tage später das Haus von Maradonas-Leibarzt Leopoldo Luque untersucht. Wie die britische "The Sun" berichtete, werde derzeit wegen fahrlässiger Tötung gegen den Arzt ermittelt.

Rätsel um Diego Maradonas Tod: Polizei durchsucht Haus von Leibarzt

Die Durchsuchungen auf dem Anwesen des Leibarztes sollen dem Bericht nach bereits am Sonntagmorgen begonnen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollte man so herausfinden, ob die Fußballlegende möglicherweise Opfer eines Behandlungsfehlers wurde. Zuvor wurden Berichte laut, Maradona habe vor seinem Tod am vergangenen Mittwoch mit seinem Leibarzt Leopoldo Luque gestritten. Augenzeugen sollen eine Auseinandersetzung zwischen Maradona und seinem Arzt beobachtet haben.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung! Wurde Maradona Opfer eines fatalen Behandlungsfehlers?

Die Durchsuchungen wurden angeordnet, nachdem Maradonas Töchter Dalma und Giannina am Samstag die Behandlung ihres verstorbenen Vaters infrage gestellt hatten. Dabei warfen sie auch die Frage auf, ob die Medikamente, die ihr Vater erhielt, angemessen waren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gebe es jedoch keinen Hinweis darauf, dass Luque in diesem Stadium der Untersuchung eines Verbrechens angeklagt wird.

Maradona-Leibarzt verteidigt sich unter Tränen bei Pressekonferenz

Leopoldo Luque stellte sich unterdessen bei einer Pressekonferenz in Buenos Aires nach den Durchsuchungen den Fragen der Journalisten. Unter Tränen verteidigte er sich, beteuerte seine Unschuld und erklärte, dass man aus ihm einen Sündenbock machen wolle. Er fühle sich als Opfer einer Hexenjagd. "Ich war geschockt, als die Polizei vor meiner Tür auftauchte", so der Leibarzt Maradonas.

Gleichzeitig machteLuque noch einmal auf Maradonas Alkohol- und Drogenproblem aufmerksam. Er sei ein schwieriger Patient gewesen. "Wir konnte keine Maßnamen unternehmen, die Diego nicht wollte. Er hasste Ärzte. Bei mir war das anders. Ich war ehrlich zu ihm. Wir waren Freunde."

Maradona-Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Maradona-Arzt

Zuvor hatte Maradonas Anwalt Matias Morla vergangene Woche weitere Untersuchungen zum Tod von Maradona gefordert. Matias Morla behauptet unter anderem, dass der erste Krankenwagen mehr als eine halbe Stunde gebraucht habe, um das Haus nördlich von Buenos Aires zu erreichen, wo der ehemalige Fußball-Star einen Herzinfarkt erlitten hatte. Er nannte die Verspätung eine "kriminelle Idiotie". Morla beklagte sich auch darüber, dass Maradona in den 12 Stunden vor seinem Tod nicht ärztlich untersucht worden war, was den persönlichen Arzt des ehemaligen Fußballers, Leopoldo Luque, noch mehr unter Druck setzen könnte.

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sba/news.de