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Formel 1 2020 Grand Prix von Portugal: Hamilton ist Sieg-Rekordhalter! Alle Ergebnisse aus Portimão

Am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober 2020 kämpfen die Formel-1-Rennfahrer beim Großen Preis auf der unbekannten Strecke von Portimão in Portugal um den Sieg. Alle F1-Ergebnisse aus Trainings, Qualifying und Rennen finden Sie hier.

Wer schnappt sich den Sieg beim Großen Preis von Portugal? Bild: dpa

Sebastian Vettel ist nicht allein. "Ich bin nie in Portimão Rennen gefahren", sagt der 33 Jahre alte viermalige Formel-1-Weltmeister: "Aber ich finde es sehr stimulierend, auf einer neuen Strecke zu fahren." Kann er an diesem Wochenende. Schauplatz: Das Autódromo Internacional do Algarve in Portugal. Eine Notlösung mit dem Charme des Unbekannten. Das zwölfte Rennen der aktuellen Formel-1-Saison steht am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober 2020 an. Beim Großen Preis von Portimao in Portugal fahren die F1-Piloten um den Sieg.

Formel 1 in Portugal: Großer Preis von Portimao mit Zeitplan und TV-Zeiten

Datum Beginn (MESZ) Durchlauf Live-Stream / TV-Übertragung
Freitag, 23.10.2020 12 Uhr 1. Freies Training

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Freitag, 23.10.2020 16 Uhr 2. Freies Training

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Samstag, 24.10.2020 12 Uhr 3. Freies Training

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Highlights bei RTL (ab 13.45 Uhr)

Samstag, 24.10.2020 15 Uhr Qualifying

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Sonntag, 25.10.2020 14.10 Uhr Rennen

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Formel 1 aktuell: Alle Ergebnisse der Saison 2020 im Überblick

Alle Grand-Prix-Informationen, Vorberichte und Ergebnisse der Formel-1-Saison 2020 erfahren Motorsportfans hier immer aktuell im Überblick. Wie Sie das Formel-1-Event beim Großen Preis der Eifel in TV und Live-Stream erleben können, erfahren Sie hier.

Formel 1 2020 mit dem Großen Preis von Portugal: Alle Ergebnisse und Renn-Infos auf einen Blick

+++ 25.10.2020: Hamilton alleiniger Sieg-Rekordhalter in der Formel 1 +++

Lewis Hamilton ist mit dem 92. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere alleiniger Rekordhalter in der Formel 1. Der 35 Jahre alte Brite überholte mit seinem Sieg am Sonntag beim Großen Preis von Portugal Michael Schumacher (91).

+++ 24.10.2020: Hamilton rast auf Startplatz eins in Portugal - Vettel nur 15. +++

Lewis Hamilton hat sich in einer packenden Qualifikation die Pole Position für die Formel-1-Premiere in Portimão gesichert. Der sechsmalige Weltmeister verwies am Samstag seinen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Platz. Für den 35 Jahre alten Briten ist es die 97. Pole seiner Karriere und die neunte von bislang zwölf möglichen in diesem Jahr. Dritter wurde Max Verstappen im Red Bull.

Für Sebastian Vettel endete die K.o.-Ausscheidung in Portugal wieder vor der finalen Runde. Der viermalige Weltmeister wurde enttäuschender 15. Teamkollege Charles Leclerc steuerte den Ferrari indes auf Position vier. Die Qualifikation hatte mit einer halben Stunde Verspätung begonnen, nachdem sich im Freien Training vorher ein Gullideckel gelöst hatte und dieser erst wieder befestigt und abgesichert werden musste.

Hamilton kann mit einem Sieg am Sonntag (14.10 Uhr MEZ/Sky und RTL) alleiniger Grand-Prix-Rekordhalter werden. Er liegt mit 91 Erfolgen derzeit gleichauf mit Michael Schumacher.

+++ 24.10.2020:Auch im dritten Training: Bottas top - Knapp vor Hamilton +++

Valtteri Bottas hat auch im letzten Freien Training vor der Qualifikation zum Großen Preis von Portugal die schnellste Runde gedreht. Der 31 Jahre alte Finne verwies am Samstag auf dem knapp 4,7 Kilometer langen Kurs im Autódromo Internacional do Algarve seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton um 26 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz.

Der Brite kann bei der Formel-1-Premiere in Portimão mit dem 92. Grand-Prix-Erfolg im Rennen an diesem Sonntag (14.10 Uhr MEZ/Sky und RTL) alleiniger Rekordhalter mit den meisten Siegen werden.

Hinter dem Mercedes-Duo reihte sich bei optimalen Bedingungen mit 19 Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein Max Verstappen im Red Bull ein. Der WM-Dritte war 0,158 Sekunden langsamer als Bottas, der im WM-Klassement Dritter ist. Dort führt Hamilton mit deutlichem Vorsprung.

Sebastian Vettel kam beim letzten Einfahren für die K.o.-Ausscheidung im Ferrari auf den elften Platz mit über einer Sekunde Rückstand, Teamkollege Charles Leclerc war rund eine halbe Sekunden schneller und landete auf Rang sechs.

+++ 23.10.2020: Rote Flaggen und Flammen aus dem Heck: Action-Auftakt an der Algarve +++

Hochbetrieb auf der Strecke, viele auf Drift-Kurs, ein Wagen lichterloh in Flammen und ein Rückkehrer hilflos im Kiesbett: Schon zum Auftakt der Grand-Prix-Premiere von Portimão ging es an der Algarve hoch her. Die Fahrer kämpften mit den Tücken der noch rutschigen Achterbahn-Strecke. Kaum einer kam am Freitag ohne Dreher über die Runden, die Bestzeit des Tages stellte Valtteri Bottas im zweiten Freien Training am Nachmittag auf, als der WM-Zweite in 1:17,940 Minuten mehr als eine halbe Sekunde schneller war als der WM-Dritte Max Verstappen im Red Bull.

Lewis Hamilton, WM-Spitzenreiter und sechsmaliger Champion, der mit einem Sieg am Sonntag (14.10 Uhr/Sky und RTL) alleiniger Rekordhalter mit den meisten Grand-Prix-Erfolgen - es wären dann 92 - werden kann, kam nach Platz zwei hinter Bottas im Mittagstraining nicht über Rang acht hinaus. Sebastian Vettel verbesserte sich im Ferrari nach Position elf im ersten auf Platz sechs im zweiten Freien Training vor ein paar Tausend Zuschauern - maximal 27 500 sind jeweils an den drei Tagen auf dem Autódromo Internacional do Algarve erlaubt.

Die, die schon da waren, bekamen einiges geboten. Die anderthalbstündige Session hatte gleich zweimal für einige Zeit unterbrochen werden müssen: Am Alpha Tauri von Pierre Gasly schlugen plötzlich heftige Flammen aus dem Heck. Der Franzose sprang aus dem Wagen und rief die Streckenposten herbei, die den Brand löschten. Das Auto war nicht mehr fahrtauglich und musste an den Abschlepphaken.

+++ 23.10.2020: Auftakt auf unbekannter Strecke: Bottas vor Hamilton - "Tokio-Drift" +++

Auch im Formel-1-Rennneuland an der Algarve haben die Silberpfeile gleich zum Auftakt das Tempo vorgegeben. Im ersten Freien Training auf dem knapp 4,7 Kilometer langen Kurs bei Portimão verwies WM-Verfolger Valtteri Bottas WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton am Freitagmittag auf den zweiten Platz.

Der 31 Jahre alte Finne war auf seiner schnellsten Runde in 1:18,410 Minuten 0,339 Sekunden schneller als der 35 Jahre alte Brite, der beim Großen Preis von Portugal an diesem Sonntag (14.10 Uhr/Sky und RTL) mit einem Sieg alleiniger Rekordhalter mit den meisten Grand-Prix-Erfolgen werden kann. Bislang gewann der sechsmalige Champion 91 Formel-1-Rennen wie Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Dritter in der ersten anderthalbstündigen Session wurde Max Verstappen im Red Bull vor Charles Leclerc im Ferrari. Sebastian Vettel kam im zweiten Wagen der Scuderia nicht über Rang elf hinaus, mit über 1,7 Sekunden Rückstand auf Bottas.

Mit dabei war auch Lance Stroll, der zuletzt im Rennen auf dem Nürburgring hatte passen müssen. Er war vor knapp zwei Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Befunde in dieser Woche fielen bei dem kanadischen Racing-Point-Piloten negativ aus.

Alle Teams nutzten das Auftakttraining auf dem Kurs, der 2008 gebaut wurde, aber nie zum Formel-1-Kalender gehörte, um sich mit der Strecke und dem neuen Asphalt vertraut zu machen. Vor allem zu Beginn hatten die Fahrer erhebliche Probleme, ihre Autos auf dem äußerst hügeligen Kurs unter Kontrolle zu halten. "Das ist Tokio-Drift", funkte McLaren-Pilot Carlos Sainz Junior an seine Box: "Das ist unglaublich."

+++ 22.10.2020: Hülkenberg als Ersatz für Racing Point in Portugal +++

Nico Hülkenberg steht bei der Formel-1-Premiere in Portimão erneut als Ersatz für den Formel-1-Rennstall Racing Point bereit. Das bestätigte Teamchef Otmar Szafnauer am Donnerstag in einer Videokonferenz. "Nico ist hier als Vorsichtsmaßnahme", sagte der 56-Jährige. Hülkenberg (33) war unter anderem zuletzt auf dem Nürburgring für Lance Stroll eingesprungen.

Der 21 Jahre alte Kanadier hatte über Magenbeschwerden geklagt und nun vor dem Großen Preis von Portugal berichtet, dass er vor knapp zwei Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Tests zu Beginn dieser Woche seien aber negativ ausgefallen. "Ich bin zuversichtlich, dass Lance im Auto sitzen wird", sagte Szafnauer mit Blick auf das zwölfte Rennen der Corona-Notsaison an diesem Sonntag (14.10 Uhr MEZ/Sky und RTL).

Teamkollege Sergio Perez hatte sich in diesem Jahr ebenfalls schon mit dem Virus infiziert. Auch da war Hülkenberg, der nach seinem Ende bei Renault keinen Vertrag als Stammfahrer in diesem Jahr mehr bekommen hatte, eingesprungen. Auch andere Teams hätten Ersatzpiloten mit an die Strecke an der Algarve gebracht, berichtete Szafnauer angesichts eines möglichen Ausfalls bei einer Coronavirus-Infektion.

+++ Hamilton vor möglichem Team-Titel in Portugal - Greift er sich Schumis-Bestmarke? +++

Lewis Hamilton hat das Mercedes-Team für die Erfolge seit seinem Wechsel in höchsten Tönen gelobt. Der deutsche Werksrennstall kann zumindest rechnerisch schon an diesem Wochenende beim Großen Preis von Portugal den siebten Titelgewinn in der Konstrukteursweltmeisterschaft der Formel 1 in Serie schaffen. "Das ist eine unglaubliche Leistung", sagte der 35 Jahre alte Hamilton im Fahrerlager von Portimão. Er sei stolz, Teil des Teams zu sein.

Die Silberpfeile treten mit einem Vorsprung von 180 Punkten auf Verfolger Red Bull bei der Premiere an der Algarve an. Beträgt das Polster nach dem zwölften von geplanten 17 Rennen 220 Zähler, ist Mercedes der Team-Triumph nicht mehr zu nehmen. Dazu müssten Hamilton, der zur Saison 2013 von McLaren als Nachfolger von Michael Schumacher zu Mercedes kam, und Stallkollege Valtteri Bottas aus Finnland mindestens den Sieg und Platz drei schaffen, der Niederländer Max Verstappen und der thailändisch-britische Pilot Alexander Albon dürften in dem Fall gar keinen Punkt holen. Zudem kann Hamilton mit einem Sieg am Sonntag (14.10 Uhr MEZ/Sky und RTL) alleiniger Rekordhalter bei der Anzahl von Grand-Prix-Siegen werden. Zuletzt auf dem Nürburgring war er mit seinem 91. Erfolg mit Michael Schumacher gleichgezogen.

+++Das muss man zum Großen Preis von Portugal wissen +++

Sebastian Vettel ist nicht allein. "Ich bin nie in Portimão Rennen gefahren", sagt der 33 Jahre alte viermalige Formel-1-Weltmeister: "Aber ich finde es sehr stimulierend, auf einer neuen Strecke zu fahren." Kann er an diesem Wochenende. Schauplatz: Das Autódromo Internacional do Algarve in Portugal. Eine Notlösung mit dem Charme des Unbekannten.

Wie ist die Corona-Lage in Portugal?

Die Situation ist in einigen Landesteilen angespannt. Der Süden ist allerdings aktuell noch nicht so stark von den steigenden Infektionszahlen betroffen. Daher hat das Robert Koch-Institut derzeit auch nur die Region Norte und Lissabon als Risikogebiete eingestuft, den Süden nicht. Dort liegt die Strecke etwa 20 Kilometer landeinwärts in einem wenig besiedelten Gebiet.

Warum fährt die Formel 1 in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Kurs an der Algarve?

Auf der Suche nach Rennstrecken für den Corona-Notkalender mussten die Formel-1-Bosse auch Zugeständnisse machen. Nur deswegen kehrte die Motorsport-Königsklasse vor knapp zwei Wochen auf den Nürburgring zurück. Nur deswegen kehrt die Formel 1 nun nach 24 Jahren zurück nach Portugal und feiert ihre Renn-Premiere in Portimão. Die 2008 für 195 Millionen Euro erbaute Strecke erfüllt alle Kriterien, es scheiterte aber bislang immer am Antrittsgeld - der Prämie, die ein Veranstalter der Formel 1 zahlen muss.

Was sind die größten Herausforderungen auf einem Kurs, den praktisch kaum einer kennt?

Das Problem ist, dass den Teams keinerlei Daten vorliegen, was die Abstimmung des Autos betrifft. "Wenn man sich das Layout anschaut, fallen die Höhenunterschiede auf und einige blinde Kurven, die schwer einzuschätzen sein werden", sagt Noch-Ferrari-Pilot Vettel. Hinzu kommt, dass der rund 4,7 Kilometer lange Kurs auch noch neu asphaltiert wurde.

Wie verhalten sich die Reifen? Wieviel Abtrieb ist nötig, um den Wagen möglichst schnell in die Kurven fahren zu lassen? Wie wenig Abtrieb ist möglich, um das Auto für die Geraden maximal schnell zu machen? Auf die Fahrer und Ingenieure kommt in und nach den insgesamt drei Freien Trainings viel Arbeit zu: Es gilt, so viel wie möglich zu fahren und anschließend die Daten auszuwerten.

Für wen ist die Situation ein Vorteil?

Prinzipiell sind die Voraussetzungen für alle gleich. Wer aber ohnehin mit dem Wagen zu kämpfen hat - wie Ferrari -, der dürfte sich eher schwer tun. Wer - wie Mercedes - die Saison bisher so klar dominiert -, der dürfte auch diese Herausforderung meistern.

Sind Zuschauer erlaubt?

Ja. Der Plan sah eigentlich mal vor, dass rund 50.000 Besucher pro Tag an die Strecke kommen dürfen. Am Mittwoch teilte die portugiesische Regierung mit, dass es höchstens 27.500 Fans sein dürfen. Alle auf Sitzplätzen.

+++ Schlaglichter zum Autódromo Internacional do Algarve +++

Die Strecke: die Achterbahn an der Algarve. 2008 wurde der Kurs gebaut, gekostet hat die moderne Anlage 195 Millionen Euro. Aber weder MotoGP noch Formel 1 machten bis zu diesem Jahr einen Rennstopp im Süden Portugals. Die Coronakrise macht es nun möglich. Erst die Formel 1, dann Ende November die MotoGP mit dem Saisonfinale auf der rund 4,7 Kilometer langen Strecke, die sich vor allem durch ihre Höhenunterschiede auszeichnet. 6,2 Prozent Steigung und zwölf Prozent Gefälle sind es in der Spitze. Am Ende jeder Runde wartet eine lange Rechtskurve, 16 Kurven sind es insgesamt.

Die Lage: Im Süden Portugals an der Algarve liegt der Kurs. Gut 20 Kilometer sind es bis Portimão, rund 80 Kilometer bis Faro. Urban ist die Gegend um den Kurs nicht unbedingt, was bei der Auswahl der Rennstrecken für den Corona-Notkalender der Formel 1 sicher auch eine Rolle gespielt haben dürfte.

Die Statistik: Da gibt es nicht viel, aber immerhin: Auf dem Kurs fanden 2009 zu Jahresbeginn mal Testfahrten statt. Die schnellste Runde drehte damals Sebastien Buemi (Schweiz) im Toro Rosso (jetzt Alpha Tauri) in 1:27,987 Minuten. Spitzengeschwindigkeit: 352,9 Stundenkilometer.

Die Geschichte: Ganz ohne Formel 1 musste Portugal auch ansonsten nicht auskommen. 16 Grand Prix wurden im äußersten Südwesten des europäischen Festlandes schon gestartet. 1958 und 1960 wurde in Porto gefahren, dazwischen in Monsanto, danach von 1984 bis 1996 in Estoril. Einziger deutscher Gewinner: Michael Schumacher 1993.

+++ Darüber wird auch noch gesprochen im Fahrerlager von Portimão +++

Sebastian Vettel will seine missglückte Ferrari-Ära mit Würde hinter sich bringen. Auf große Gefühlswallungen macht er sich nicht gefasst. "Ich denke, ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass irgendwann Dinge zu Ende gehen", sagt er am Rande des Großen Preises von Portugal. Rennen 12 von 17 in diesem Jahr steht an, und Gesprächsstoff gibt es im Formel-1-Fahrerlager von Portimão genug

CORONA-VORSICHT: Die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden noch mal verstärkt. Binnen 24 Stunden nach der Ankunft an der Strecke an der Algarve musste der erste Test erfolgen. Auch, weil es zuletzt auf dem Nürburgring zum Corona-Fall Lance Stroll gekommen war. Er hatte dabei unter anderem gegen Hygiene-Protokolle verstoßen, als er im Privatflieger in die Schweiz zurückflog und sich dort testen ließ. Ergebnis: Positiv. Sein Vater, Racing-Point-Mitbesitzer Lawrence Stroll, war ebenfalls positiv getestet worden.

CORONA-BLÜTEN: Die Pandemie verändert das Leben auch des weltreisenden PS-Trosses. Daniil Kwijat, russischer Pilot von Alpha Tauri, berichtete, dass er Wasserkisten zuhause mit Gel reinigt. Ansonsten mache er nichts Verrücktes, betonte er. Einen kompletten Schutz gibt es aber nicht nur nach Ansicht von McLaren-Pilot Carlos Sainz Junior nicht. "Wir haben es in anderen Sportarten gesehen", meinte der Spanier mit Blick auf Corona-Fälle beispielsweise im Radsport oder Fußball. "Es liegt ja nicht dran, dass sie nicht vorsichtig gewesen wäre", sagte Sainz. "Du kannst es dir auch beim Tanken holen", meinte Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden. "Wir können einfach kein Risiko eingehen", erklärte Pierre Gasly von Alpha Tauri: "Aufregend ist das nicht."

SIMULATOR: Mehr als sich per Simulator mit dem knapp 4,7 Kilometer langen Kurs im Autódromo Internacional do Algarve vertraut zu machen, blieb den Piloten vor dem Formel-1-Debüt im Süden Portugals nicht. Zumindest berichtete unter anderen der Italiener Antonio Giovinazzi von entsprechenden Übungen. Sein finnischer Alfa-Romeo-Teamkollege, Kimi Räikkönen, erklärte allerdings in gewohnter "Iceman"-Manier, den Kurs geben es im Simulatorprogramm gar nicht.

VETTELS HELM: Daniel Riccardo sammelt Helme. Der von Sebastian Vettel fehlt ihm aber noch. Dabei fuhren beide einst sogar zusammen bei Red Bull. Würde Vettel nach dieser Saison aufhören, käme er wohl schneller dran, meinte Ricciardo. Vettel, noch bei Ferrari, hört aber noch nicht auf, fährt ab 2021 bei Aston Martin. Also will Ricciardo ihn vorher mal nach einem Helm fragen.

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rut/news.de/dpa