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Coronavirus stoppt Bundesliga: Bundesligisten trotz Spiel-Sperre wieder im Training

In dieser Woche wollen weitere Bundesligisten auf den Trainingsplatz zurückkehren. Wegen der Corona-Krise müssen von den Fußballclubs jedoch strenge Auflagen eingehalten werden. Die sind aber unterschiedlich.

Die Profis des FC Bayern München starten trotz Coronavirus-Spielabsagen mit dem Training in Kleingruppen. Bild: Matthias Balk / picture alliance / dpa

An normales Mannschaftstraining ist im deutschen Profifußball längst noch nicht zu denken. Wenn ab dem 6. April weitere Bundesligisten auf denTrainingsplatz zurückkehren, wird das Programm von allerlei Merkwürdigkeiten geprägt sein. Keine Zweikämpfe, Einzel-Umkleiden und verschlossene Duschen - und schon gar keine Kiebitze am Rand, die jeden Fehlschuss argwöhnisch kommentieren. Das Coronavirus schränkt auch den Alltag der Profi-Fußballer drastisch ein.

Fußball-Bundesliga nimmt nach Corona-Zwangspause Training wieder auf - aber mit Einschränkungen

"Es hat sich alles verändert, wir betreten alle zusammen Neuland", sagte David Wagner, Trainer des FC Schalke 04, der "Bild am Sonntag" zu den Auswirkungen der Krise. Die Schalker dürfen von heute an aufgrund behördlicher Genehmigungen in Gruppen von bis zu sieben Profis trainieren. Umziehen müssen sich diese aber einzeln, zudem ist ein gewisser Mindestabstand vorgeschrieben.

Trainingsstart für Bundesligisten unter strengen Auflagen

Auch beim Tabellenführer FC Bayern gelten strenge Auflagen. Einem Bericht des "kicker" zufolge sollen die Spieler in vier Gruppen aufgeteilt werden, die in zeitlichen Abständen in der Tiefgarage am Vereinsgelände abgeholt werden. Trainiert werden soll auf verschiedenen Plätzen, geduscht zu Hause. Zuletzt hatten sich die Profis des Rekordmeisters mit Cyber-Training, also per Video-Schaltung, fitgehalten.

Bayern-Profis in Corona-Krise wieder im Training - Lewandowski dabei

Der FC Bayern hat in der Corona-Krise erstmals wieder ein Teamtraining abgehalten. Nach drei Wochen individueller Arbeit daheim durften die Fußballer am Montag an der Säbener Straße auf den Platz. Ein normales Training ist aber weiterhin nicht möglich, weil die Spieler nach Behördenanweisungen so wenig Kontakt wie möglich haben sollen. Deshalb wurden die Sportler in mehrere Kleingruppen und auf unterschiedliche Trainingsplätze aufgeteilt. Zunächst standen unter anderem Fitnessübungen oder Torschusstraining auf dem Programm.

Zuvor waren die Profis von Cheftrainer Hansi Flick einzeln und mit Abstand in die Tiefgarage gefahren. Nach dem Training war vorgesehen, dass alle direkt wieder heimfahren und zuhause duschen und essen.

Nach seiner Knieverletzung aus dem Champions-League-Spiel beim FC Chelsea im Februar gab auch Torjäger Robert Lewandowski ein Comeback auf dem Platz und machte die Einheiten regulär mit. Verteidiger Niklas Süle, der in der Reha nach einem Kreuzbandriss ist, trainierte ebenso mit dem Ball, wenn auch dosierter als seine Teamkollegen.

Noch kein Training in Gruppen: SV Werder Bremen fürchtet Wettbewerbsnachteil

Der SV Werder Bremen darf im Gegensatz zu anderen Clubs der Fußball-Bundesliga an diesem Montag noch nicht wieder mit dem Training in Kleingruppen beginnen und fürchtet deshalb Nachteile gegenüber der Konkurrenz. "Wir werden weiterhin die Vorgaben der Behörden in allen Bereichen vollumfänglich umsetzen, befinden uns aber weiterhin in dem Spannungsfeld, dass Mitkonkurrenten an anderen Standorten bereits seit längerem im Gruppentraining arbeiten", sagte Trainer Florian Kohfeldt einer Mitteilung des Vereins. "Wir hoffen hierbei keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, sondern würden eine bundesweit einheitliche Lösung begrüßen."

Werder hat beim Bremer Senat einen Antrag gestellt, ab diesem Montag wieder in Kleingruppen trainieren zu dürfen. Über diesen Antrag wurde noch nicht entschieden, weil der Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in dieser Frage auf eine bundesweit einheitliche Regelung setzt. Solange noch keine Ausnahmegenehmigung vorliegt, trainieren die Werder-Profis wie schon in den vergangenen Wochen weiter individuell. Allerdings sind bis zum vergangenen Donnerstag alle von ihnen nach Bremen zurückgekehrt. "Die Spieler haben einzelne Trainingstermine, an denen sie mit einem Trainer entweder auf dem Platz oder im Kraftraum individuell arbeiten", erklärte Kohfeldt. "Darüber hinaus haben sie ein individuelles Laufprogramm zu absolvieren."

Bundesliga pausiert bis mindestens Ende April wegen Coronavirus

"Wir wollen keine Extrawurst, das ziemt sich auch nicht in diesen Zeiten", hatte Christian Seifert, der Geschäftsführer und Präsidiumssprecher der Deutschen Fußball Liga, gesagt. "Aber wir sind ein Wirtschaftsunternehmen wie viele andere. Training ist auch Teil des Berufes. Und die Vereine versuchen, sich durch diese Zeit zu navigieren."

Die Mitgliederversammlung der DFL hatte sich auf den vergangenen Sonntag als Stichtag geeinigt, ab dem wieder in erhöhtem Maße trainiert werden soll. Der Spielbetrieb ist derzeit bis mindestens zum 30. April unterbrochen. Das erklärte Ziel aller Vereine ist, im Mai wieder zu spielen und die Saison möglichst bis zum 30. Juni abzuschließen. Einigermaßen reguläres Training ist deshalb notwendig.

Einige der 18 Bundesligisten hatten bereits vorher mit dem Training auf dem Platz begonnen. Der Tabellenzweite Borussia Dortmund ist schon seit einer Woche wieder dabei, allerdings auch nur in festen Zweiergruppen und ohne die Möglichkeit, im großen Team zusammenzukommen.

Der VfL Wolfsburg trainiert bereits seit dem 23. März, ebenfalls ausschließlich in Kleingruppen, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten des Innenbereichs der Volkswagen Arena arbeiten. Für eine Rückkehr auf den Trainingsplatz hat aber auch der VfL eine Ausnahmegenehmigung.

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loc/news.de/dpa