11.05.2020, 17.09 Uhr

Corona-Sport-News im Ticker: Neue Termine für 3. Liga und DFB-Pokal sind fix

Der Coronavirus hält auch die Sportwelt in Atem. Nachdem der Bundesliga-Start für den 16. Mai bekanntgegeben wurde, geht es nun auch in der 3. Liga und im DFB-Pokal weiter. Alle aktuellen Sport-News lesen Sie hier!

Die Fußball-Bundesliga hat den Spielbetrieb vorerst eingestellt. Bild: dpa

Die Folgen der Coronavirus-Epidemie werden in Deutschland, in Europa und weltweit immer spürbarer. Behörden und Unternehmen reagieren teils drastisch. Jetzt hat es mit der Fußball-EM 2020 auch ein Mega-Event getroffen.

Auch bei zahlreichen anderen Sportveranstaltungen stellt sich jetzt die Frage, ob sie noch normal stattfinden, abgesagt oder als Geisterspiele ausgetragen werden. Einen Überblick zu Fußball-Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, Formel 1 und Co. aktuell finden Sie hier:

  • Formel-1-Start abgesagt
  • NBA und NHL Saison unterbrochen
  • Bundesliga-Spiele pausieren
  • Wimbledon fällt aus
  • UEFA stoppt Spielbetrieb in Champions- und Europa League
  • Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein
  • 3. Liga pausiert bis 30. April
  • Fußball-EM auf Sommer 2021 verschoben
  • Frauen-EM verschoben
  • Olympische Spiele in Tokio auf Sommer 2021 verschoben

+++ 11.05.2020: Frauen-Bundesliga soll fortgesetzt werden - Start für 29. Mai geplant +++

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die Bundesliga der Frauen ab dem 29. Mai fortsetzen. Dies teilte der Verband am Montag nach einer Präsidiumssitzung mit. Um die verbleibenden sechs Spieltage absolvieren zu können, bedarf es aber noch einer Genehmigung durch die Politik.

Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche zunächst nur die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisierten Wettbewerbe Bundesliga und 2. Bundesliga genehmigt und den DFB explizit aufgefordert, ein Konzept für die weiteren Wettbewerbe zu erarbeiten.

In der Frauen-Bundesliga führt derzeit der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg vor dem FC Bayern München und der TSG 1899 Hoffenheim. "Da es nach und nach in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens deutliche Lockerungen gibt, halte ich es nach dem Startschuss für die DFL-Ligen auch unter dem Aspekt der Gleichberechtigung für angemessen, dass auch in der Frauen-Bundesliga unter Auflagen der Ball wieder rollen darf", wurde Siegfried Dietrich, der Vorsitzende des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, in der Mitteilung zitiert.

Die Liga würde am 29. Mai mit dem 17. Spieltag fortgesetzt werden, das Saisonfinale ist für den 28. Juni 2020 geplant. Im DFB-Pokalwettbewerb der Frauen würde das Viertelfinale am 3. Juni gespielt. Das Halbfinale könnte am 10. und 11. Juni 2020, das Endspiel in Köln am 4. Juli 2020 stattfinden. Der Außerordentliche Bundestag des DFB muss am 25. Mai über die Empfehlungen entscheiden.

+++ 11.05.2020:DFB beschließt Neustart der 3. Liga am 26./27. Mai +++

Die 3. Fußball-Liga soll frühestens am 26./27. Mai fortgesetzt werden. Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf seiner Sitzung am Montag, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Die Saison war aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mitte März unterbrochen worden.

+++ 11.05.2020:DFB-Pokal soll im Juni fortgesetzt werden - Finale am 4. Juli +++

Der Spielbetrieb im DFB-Pokal soll in der derzeitigen Corona-Krise im Juni fortgesetzt werden. Vorbehaltlich einer politischen Erlaubnis sind die beiden Halbfinals für den 9. und 10. Juni geplant und das Finale in Berlin für den 4. Juli, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag nach einer Präsidiumssitzung mitteilte.

+++ 07.05.2010: Fußball-Bundesliga startet am 16. Mai +++

Die Fußball-Bundesliga nimmt die Saison am 16. Mai wieder auf. Die 36 Profivereine entschieden sich am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga dafür, den Spielbetrieb wie von Bund und Ländern vorgegeben erst in der zweiten Mai-Hälfte fortzusetzen und nicht schon am 15. Mai, wie zuvor vom Präsidium beschlossen. Zuerst hatte der "Sportbuzzer" darüber berichtet.

Die Fußball-Bundesliga setzt ihre Saison mit dem 26. Spieltag ohne Partie am Freitagabend fort. Am Samstag, 16. Mai, finden fünf Partien um 15.30 Uhr statt, darunter das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Am Samstagabend um 18.30 Uhr treffen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aufeinander.

Nach zwei Partien am Sonntag endet der erste Spieltag seit der Unterbrechung wegen der Corona-Krise am Montagabend (20.30 Uhr) mit der Begegnung zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen. Damit trage die DFL auch der Tatsache Rechnung, dass Werder Bremen als einer der letzten Clubs mit dem Teamtraining beginnen konnte, sagte DFL-Boss Christian Seifert. Der letzte Spieltag soll in der 1. und 2. Liga am 27. und 28. Juni stattfinden. 

+++ 06.05.2020: Bundesliga startet ab 15. Mai +++

Am 15 Mai will die Deutsche Fußball Liga die Saison der 1. und 2. Bundesliga fortsetzen. Der Dachverband bestätigte den Beschluss des DFL-Präsidiums am Mittwochabend. Die 36 Proficlubs seien bereits über den Start informiert worden.

+++ 05.05.2020: Bundesliga soll offenbar am 15. Mai wieder starten +++

Bund und Länder werden am Mittwoch mit großer Wahrscheinlichkeit den Weg für Geisterspiele der Fußball-Bundesliga freimachen. Höchstwahrscheinlich werde ein Start der Bundesliga zum 15. Mai möglich werden, erfuhr Reuters von mehreren mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Gleichzeitig solle für den Amateurbereich der Sport unter freiem Himmel wieder erlaubt werden.

+++ 03.05.2020: Sportmediziner Sörgel: Bundesliga-Neustart Chance für Corona-Studie +++

Der Sportmediziner Fritz Sörgel hat sich aus wissenschaftlichen Gründen für eine Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. Der Pharmakologe sieht in dem Spielbetrieb die Chance, eine bislang so nicht mögliche Studie über das Coronavirus anfertigen zu können. "Macht man sich frei davon, dass da ein sportlicher Wettkampf stattfindet, erfüllen diese Geisterspiele im Ansatz die Kriterien für eine wissenschaftliche Studie", schrieb Sörgel in einem Beitrag für den "Tagesspiegel".

Im Augenblick gäbe es nur "viele kleine Studien, die keinen definierten Beginn, ein ungewisses Ende und keinen richtigen Versuchsplan haben", monierte Sörgel. Nach dem Plan der Deutschen Fußball Liga würden etwa 1.500 relativ junge Menschen in einem räumlich festgelegten Umfeld regelmäßig aufeinandertreffen. "Die Frage wäre nun, ob es an diesem Arbeitsplatz zu Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus kommt", meinte der 69-Jährige. Daraus könnten Rückschlüsse auf andere Arbeitsumfelder gezogen werden.

"Wo gibt es eine Studie, die an 18 Spielplätzen über das Land verstreut je 300 Beteiligte und ihr direktes Umfeld so genau untersucht?", fragte Sörgel. Dies sei nicht einmal in Krankenhäusern der Fall. Durch die Vielzahl an Proben könnte auch Antikörpertests zu einem späteren Zeitpunkt in großer Zahl vorgenommen werden, sofern die Proben eingefroren werden. Letztlich könnte eine solche Studie eine gute Grundlage für weitere Untersuchungen in den Hallensportarten und der Unterhaltungsindustrie sein.

+++ 02.05.2020: Hausding nach EM-Verschiebung: "Saison eigentlich beendet"

Die Verlegung der Schwimm-EM ins kommende Jahr zwingt die Athleten um Wassersprung-Rekordeuropameister Patrick Hausding zu weiteren Planänderungen. "Für uns Sportler bedeutet die Verschiebung, dass unsere Saison eigentlich beendet ist. Jetzt wird intern der weitere Trainingsverlauf abgesteckt und geschaut, ob wir uns interne Wettkämpfe und Ziele setzen", sagte Hausding der Deutschen Presse-Agentur.

Die EM hätte ursprünglich im Mai in Budapest stattfinden sollen, wurde dann wegen der Coronavirus-Pandemie auf den August geschoben. Auch dieser Termin ist laut des Ausrichterverbandes nicht mehr möglich. Der 15-malige Europameister Hausding hatte die Verschiebung der EM als «richtige Entscheidung» eingestuft.

Im kommenden Jahr stehen die Olympischen Spiele in Tokio als Saisonhöhepunkt an. Für den 31-Jährigen werden es die vierten und letzten Sommerspiele. "Wir müssen überlegen, wie wir das Training gestalten bis zum Sommer und bis Richtung Weltcup im nächsten Jahr", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Er kann nun weitere Trainingsplanungen für dieses und das noch wichtigere nächste Jahr vorantreiben.

Der Weltcup in Tokio wäre in diesem Jahr die letzte Chance auf Olympia-Startplätze gewesen. Ein neuer Termin für diese Veranstaltung könnte nun im kommenden Frühjahr sein. Nach der EM-Absage werde man versuchen, Wettkämpfe auf nationaler Ebene als Leistungsüberprüfungen durchzuführen, sagte Buschkow.

Seine Sportler sind gespannt auf die weiteren Wochen und Monate. "Es muss sorgfältig geplant werden, wann man pausiert. Wir hatten zwar zuletzt schon körperliche Erholung, aber man sollte den Sportlern auch einen richtigen Urlaub zur psychischen Erholung geben", sagte Hausding. "Ich würde natürlich gerne nach Kroatien zur Familie meiner Freundin reisen, wenn das wieder erlaubt ist."

+++ 01.05.2020: Drei positive Corona-Tests beim 1. FC Köln +++

Beim 1. FC Köln sind drei positive Corona-Tests aufgetreten. Wie der Fußball-Bundesligist am Freitagabend auf seiner Homepage mitteilte, wurde das Trio in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt. "Alle sind symptomfrei", hieß es. Laut der "Bild"-Zeitung sind zwei Spieler und ein Physiotherapeut betroffen.

"Der 1. FC Köln wird aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen keine Namen bestätigen", erklärte der Club. Mannschaft, Trainer- und Betreuerstab waren am Donnerstag getestet worden.

Der Trainingsbetrieb könne aufgrund der bereits seit dem 6. April praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen im Gruppentraining aber wie geplant weiterlaufen, hieß es weiter. Abgestimmt sei das Verfahren unter anderem auch mit dem Taskforce-Vorsitzenden Tim Meyer. "Die bisherigen Maßnahmen sowie die Strategie regelmäßiger Tests haben sich dahingehend bewährt, dass wir jetzt mit individuellen Lösungen reagieren können", sagte Kölns Geschäftsführer Horst Heldt.

+++ 01.05.2020: Badminton-WM verschoben - neuer Termin am Jahresende 2021 +++

Die ursprünglich für August 2021 geplanten Badminton-Weltmeisterschaften im spanischen Huelva sind auf das Jahresende 2021 verschoben worden. Das Turnier soll am 29. November beginnen und am 5. Dezember enden, wie der Weltverband BWF am Freitag mitteilte. Grund für die Verschiebung ist die durch die Corona-Krise bedingte Verlegung der Olympischen Spiele aus diesem Sommer in das nächste Jahr. Das Großereignis in Tokio ist für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 8. August terminiert.

+++ 01.05.2020: Ski-WM in Cortina soll "Symbol der Wiedergeburt" nach Corona werden +++

Trotz der weltweiten Corona-Krise arbeitet Cortina d'Ampezzo weiter an den Vorbereitungen für die alpine Ski-WM 2021 und hofft nach schlimmen Wochen und Monaten auf ein Happy End. Italien ist eines der am heftigsten von Covid-19 betroffenen Länder der Welt und beginnt inzwischen nur ganz langsam, die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu lockern. Die Weltmeisterschaften in den Dolomiten sind für Februar 2021 geplant. "Wir hoffen, dass Cortina 2021 das erste große Sportevent wird, das nach der Covid-Pandemie stattfinden darf, als ein Symbol der Wiedergeburt und des Auferstehens eines ganzen Landes", sagte WM-Chef Valerio Giacobbi.

Nach Angaben des Weltverbandes FIS vom Freitag wurden bei einer Planungssitzung von WM-Machern, Verbänden und Rechteinhabern auch Möglichkeiten erörtert, sollte die Corona-Krise in gut neun Monaten wieder oder weiterhin zu starken Einschränkungen führen. Dann wollen die Organisatoren auch auf mögliche Wettkämpfe vor weniger Zuschauern vorbereitet sein, wie es in der FIS-Mitteilung hieß.

+++ 30.04.2020: Bundesliga muss warten: Politik vertagt Entscheidung über Neustart +++

Der deutsche Profifußball muss weiter auf ein klares Signal für die Fortsetzung der aktuellen Spielzeit warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der wegen der Corona-Krise ausgesetzten Bundesliga und des Vereinssports am Donnerstag vertagt. Bis zu den nächsten Beratungen am 6. Mai soll es dazu eine Beschlussvorlage von Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzleichefs der Länder geben.

+++ 30.04.2020: DFL bestätigt: Ab diesem Donnerstag Corona-Tests bei Bundesligisten +++

Die Fußballprofis der Bundesliga und der 2. Bundesliga werden ab diesem Donnerstag flächendeckend auf das Coronavirus getestet. Die Tests bei den 36 Proficlubs bestätigte die Deutsche Fußball Liga (DFL). Die Tests gehören zum Sicherheits- und Hygienekonzept, das die DFL für die erhoffte Fortsetzung des Spielbetriebs erstellt hat. Vor einer Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings sollen zwei Tests erfolgen, damit eine Ansteckung im Training verhindert werden soll. Zuvor hatte der "Kicker" darüber berichtet.

Die Bundesliga ist derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt. Sollte die Saison dann fortgesetzt werden, wäre dies nur mit Geisterspielen möglich. DFL und Vereine streben weiter einen Saisonabschluss bis zum 30. Juni an.

+++ 27.04.2020: Clubs der 3. Liga votieren für Saison-Fortsetzung +++

Die Vereine der 3. Liga haben sich auf eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison geeinigt. Nach dpa-Informationen stimmten am Montag während einer Videokonferenz zehn Vereine dafür und acht dagegen, zwei Clubs enthielten sich.

+++ 27.04.2020: Basketball-Bundesliga will Spielbetrieb mit zehn Clubs fortsetzen +++

Die Basketball-Bundesliga will ihre Saison anders als die deutschen Top-Ligen im Handball und Eishockey fortsetzen. In einer Videoschalte am Montag verständigten sich nach dpa-Informationen zehn Clubs darauf, den Spielbetrieb trotz der Coronavirus-Pandemie wieder aufzunehmen, wenn die Politik dies erlaubt. Zuvor hatte das Fachmagazin "BIG" darüber berichtet.

+++ 27.04.2020: Formel 1 plant Saisonstart in Österreich am 5. Juli +++

Die Formel 1 will ihre wegen der Corona-Pandemie verschobene Saison mit einem Rennen in Österreich am 5. Juli starten. Das teilte die Rennserie am Montag mit. Die Wunschvorstellung sei weiter ein Rennkalender mit 15 bis 18 Veranstaltungen. Dieser solle so schnell wie möglich finalisiert und veröffentlicht werden. Die Saison solle nach einem Start in Europa im besten Fall im Dezember mit den Rennen in Bahrain und Abu Dhabi enden. Ursprünglich war das Saisonfinale bereits für Ende November geplant gewesen. Die ersten Rennen sollen definitiv ohne Fans stattfinden, jedoch hofft die Formel 1, dass sich dieser Zustand im Jahresverlauf ändern kann.

Klar ist auch, dass das aktuell für den 19. Juli geplante Heimspiel von Weltmeister Lewis Hamilton in Silverstone aufgrund der Corona-Krise nur als Geisterrennen stattfinden kann. Darüber informierten die Veranstalter am Montag die Ticketkäufer des Großen Preises von Großbritannien.

+++ 24.04.2020: Formel-1-Auftakt mit zwei Rennen in Österreich wird konkreter +++

Der Formel-1-Auftakt nach der Corona-Zwangspause nimmt laut Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko konkretere Formen an. Wie der 76-Jährige dem österreichischen Radiosender Ö3 bestätigte, könnten alle behördlichen Auflagen für Geisterrennen in Spielberg schon jetzt erfüllt werden. Geplant seien "zwei Rennen, jeweils am Sonntag, den 5. und den 12. Juli", sagte Marko. Nur eine zweite Corona-Infektionswelle könne diese Pläne angeblich noch verhindern. Zuvor hatte auch die BBC schon von einem möglichen ersten Grand Prix des Jahres auf dem Kurs in Österreich berichtet.

Gemeinsam mit den Formel-1-Organisatoren sei ein Konzept mit weniger als 2000 anwesenden Personen ausgearbeitet worden. Laut Ö3-Angaben seien keine Fans und keine Journalisten zugelassen. Alle Teammitglieder müssten negativ auf Corona getestet werden.

Österreich war auch im ursprünglichen Rennkalender für den 5. Juli als Gastgeber eingeplant. Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatte bereits gesagt, dass die Regierung einem Geisterrennen "zumindest nicht im Wege stehe". Auch die Formel-1-Verantwortlichen von Red Bull halten eine Veranstaltung ohne Zuschauer auf dem hauseigenen Kurs in der Steiermark für machbar, sofern es bis dahin die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie zulassen.

Marko ist zuversichtlich, dass es anschließend weitere Rennen gibt. "Es laufen Gespräche mit weiteren europäischen Veranstaltern", sagte er. Die ersten neun Saisonläufe bis Mitte Juni wurden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Formel 1 hofft, mit einem neuen Kalender noch bis zu 18 Rennen in diesem Jahr fahren zu können.

+++ 24.04.2020: DFB-Pokalfinale nicht am 23. Mai in Berlin - Termin offen +++

Das DFB-Pokalfinale kann aufgrund der Corona-Krise nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag nach einer Videokonferenz des Präsidiums mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen. Im Wettbewerb stehen zuvor noch die Halbfinals mit den Partien FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer 04 Leverkusen an. Auch für diese beiden Begegnungen gibt es zunächst noch keine Termine.

Es sei "überaus bedauerlich, dass auch dieses besondere Spiel aller Voraussicht nach ohne Zuschauer im Stadion stattfinden muss, wobei wir selbstverständlich zunächst die generellen behördlichen Entscheidungen und Vorgaben abzuwarten haben", sagte DFB-Präsident Fritz Keller und ergänzte: "Unter der Voraussetzung, dass das Spiel genehmigt wird, blicken wir dann erstmals in der Geschichte des DFB-Pokals sozusagen einem Wohnzimmer-Finale entgegen." Ziel sei es unverändert, die Saison 2019/2020 bis zum 30. Juni zu beenden.

Eine normale Durchführung des Endspiels im Olympiastadion ist ohnehin nicht möglich. Wie der Berliner Senat am Dienstag beschloss, dürfen öffentliche Sportveranstaltungen in der Hauptstadt bis zum 24. Oktober nur ohne Zuschauer stattfinden.

Seit 1985 wird das Pokalfinale jährlich in Berlin ausgetragen, bis 1984 wurde der Endspielort noch mehr oder weniger kurzfristig festgelegt. Schnell etablierte sich der Schlachtruf "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" unter den Fans, die regelmäßig für eine ausverkaufte Arena sorgten. Das 3:0 des FC Bayern gegen RB Leipzig sahen Ende Mai vergangenen Jahres 74.322 Zuschauer.

+++ 24.04.2020:Wegen Corona: Damen-Tennisturnier in Berlin ins Jahr 2021 verlegt +++

Die Premiere des Damen-Rasentennisturniers in Berlin soll aufgrund der Coronavirus-Pandemie erst im Juni 2021 stattfinden. Das eigentlich vom 13. Juni an geplante Weltklasse-Event soll nun vom 12. bis 20. Juni 2021 stattfinden, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. "Die weltweite Entwicklung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen und Beschränkungen macht eine Durchführung (...) in diesem Jahr (..) unmöglich", sagte Turnierdirektorin Barbara Rittner. Erstmals seit 2008 sollte dieses Jahr wieder eine große Veranstaltung der WTA-Damentour in der Hauptstadt stattfinden.

Die Veranstalter arbeiten nach eigenen Angaben zurzeit an einer Lösung für bereits erworbene Tickets. Karten sollten einerseits ihre Gültigkeit für das Turnier im nächsten Jahr behalten, andererseits solle es auch die Möglichkeit einer Rückerstattung geben.

+++ 24.04.2020: Konzept für Bundesliga-Fortsetzung steht - Was plant die DFL noch? +++

Die Deutsche Fußball Liga bereitet sich intensiv auf eine Fortsetzung der Bundesligasaison vor. Grundlage ist ein von der Task Force "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" erarbeitetes Konzept, das die medizinischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Geisterspiele in der Corona-Krise vorgibt. Für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes, über den die Politik und die Gesundheitsexperten noch entscheiden müssen, gibt es aber weitere Dinge zu beachten.

MANNSCHAFTSTRAINING: Die Vereine gehen davon aus, dass die Spieler zur Vorbereitung mindestens zwei Wochen lang regulär trainieren müssen. "Es gibt den Gedanken, dass man eine Mindesttrainingszeit benötigt, um Verletzungen zu vermeiden", sagte Tim Meyer, Chef der Task Force. Da eine Rückkehr ins Mannschaftstraining momentan noch nicht absehbar ist - die DFL hat keinen konkreten Termin dafür festgelegt - kann sich Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann nur schwer vorstellen, dass die Bundesliga den Spielbetrieb bereits in zwei Wochen wieder aufnimmt. "Ich persönlich bin skeptisch, dass am 9. Mai Bundesligaspiele stattfinden", sagte er.

SPIELPLAN: Sollte es grünes Licht von der Politik geben, behält sich die DFL vor, mit welchem Spieltag sie die Saison fortsetzt. "Das ist noch nicht entschieden", sagte Seifert. Man wolle dies auch davon abhängig machen, wann der Ball möglicherweise erstmals wieder rollen darf. Terminkollisionen mit den europäischen Wettbewerben seien nicht zu befürchten, da die UEFA die Fortsetzung der Champions League und Europa League erst im August plant.

SAISONENDE: Ziel bleibt es, die Spielzeit 2019/20 bis zum 30. Juni abzuschließen. "Wir glauben nach wie vor, dass dies auch unter dem Aspekt der Vertragsstabilität, insbesondere was Arbeitsverträge angeht, der beste Termin wäre", betonte Seifert. Eine Verlängerung über dieses Datum hinaus schließt der DFL-Boss jedoch nicht aus: "Wenn die Saison bis in den Juli reichen würde, wäre das auch abbildbar." Dies sei auch mit den Medienpartnern so besprochen worden.

+++ 24.04.2020:Wegen Corona-Krise: Auch Leichtathletik-EM in Paris abgesagt +++

Die für die letzte Augustwoche 2020 in Paris geplanten Leichtathletik-Europameisterschaften sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Wie der Kontinentalverband European Athletics am Donnerstagabend weiter mitteilte, wurde die Entscheidung aufgrund "einer beispiellosen Gesundheitskrise" getroffen.

Die mit der Pandemie verbundenen Risiken seien "noch lange nicht unter Kontrolle". Deshalb habe die Gesundheit der Menschen und der Kampf gegen die Pandemie absolute Priorität und stehe "vor jeder anderen Überlegung". Ein möglicher neuer EM-Termin wurde in dem Statement nicht genannt.

Die Absage kommt alles andere als überraschend. Dutzende Veranstaltungen waren in den vergangenen Wochen weltweit verlegt oder abgesagt worden - damit steht auch die Leichtathletik vor einem heiklen Kalender-Puzzle: Welt-, Europa-, nationale Veranstaltungen und Wettkampfserien müssen neu abgestimmt und unter einen Hut gebracht werden. Dazu kommt die Verlegung von Mega-Events wie Olympia (jetzt Sommer 2021 in Tokio) und der Fußball-Europameisterschaften (jetzt im Juni/Juli 2021 in mehreren Ländern).

Bereits Ende März hatte die EA bei den Organisatoren in der französischen Hauptstadt eine Machbarkeitsstudie für "alternative Szenarien" angefordert. Diese sollten auch eine mögliche Verschiebung der EM beinhalten. Die Hallen-EM soll vom 5. bis 7. März 2021 im polnischen Torun ausgetragen werden.

Auch die für August 2021 geplanten Weltmeisterschaften in Eugene im US-Bundesstaat Oregon wurden kürzlich um ein knappes Jahr verschoben: Sie sollen nun vom 15. bis 24. Juli 2022 stattfinden. Wegen des Coronavirus hatte der Weltverband World Athletics Ende Januar bereits die Hallen-WM im chinesischen Nanjing um ein Jahr verschoben. Die für den 13. bis 15. März 2020 vorgesehenen Titelkämpfe sollen nun vom 19. bis 21. März 2021 stattfinden.

In der Diamond League - nach der WM das Premium-Produkt von World Athletics - sind bereits die ersten neun Meetings bis Ende Juni abgesagt worden, zuletzt die Veranstaltungen in Eugene/USA (7. Juni), Oslo (11. Juni) und Paris (13. Juni). Die nächstfolgende Station wäre am 4. Juli in London.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte kürzlich die nationalen Meisterschaften in allen Altersklassen und Bereichen bis zum 19. Juli abgesagt. Darunter sind auch die Titelkämpfe der Aktiven, die für 6./7. Juni in Braunschweig angesetzt waren und bereits auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben wurden. Angepeilt wird derzeit das Wochenende 8./9. August - zur Not auch als Geister-Meisterschaften.

+++ 23.04.2020: IMK-Chef Maier skeptisch bei Bundesliga-Neustart Anfang Mai +++

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), hat sich gegen einen vorschnellen Neustart der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. "Wir haben in Thüringen keine Erst- und Zweitligavereine; insofern bin ich nicht direkt betroffen und muss auf niemanden Rücksicht nehmen", sagte der 52-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). "Doch auch abgesehen davon sehe ich eine Fortsetzung der Saison schon ab dem 9. Mai mit Skepsis. Denn beim Fußball kommen sich die Spieler nahe, sie atmen gerade in Zweikämpfen und Laufduellen tief ein und aus."

Die Deutsche Fußball Liga berät an diesem Donnerstag das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Ein konkreter Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Geisterspielen wird aber nicht festgelegt werden können. Es sei "grundsätzlich so, dass wirtschaftliche Interessen dem Bevölkerungsschutz nachgeordnet sein müssen", sagte Maier. "Und eine Beschränkung der Kontakte bleibt in dieser Krise das beste Mittel."

Das Konzept der DFL, das bereits am Dienstagabend öffentlich wurde, müsse deshalb überzeugend sein. "Das Testen der Spieler allein reicht meines Erachtens nicht aus, denn wir wissen, dass Corona-Tests bei Menschen ohne Symptome wenig aussagekräftig sind", sagte Maier. Mecklenburg-Vorpommers Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte dem RND dagegen: "Ich unterstütze den Vorschlag, dass man unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften auch wieder Fußballspiele durchführen kann - allerdings bis auf weiteres ohne Zuschauer."

+++ 23.04.2020:Ex-Verbandschef Prokop: "Jahr ohne Leichtathletik wäre schrecklich" +++

Der frühere Verbandschef Clemens Prokop hofft, dass zumindest die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig noch stattfinden können. "Ein Jahr ohne Leichtathletik wäre schrecklich. Mein Wunsch wäre, dass sie irgendeiner Form stattfinden", sagte der 63-jährige Regensburger, der von 2001 bis 2017 Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes war, der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn eine Möglichkeit gefunden würde, könnten es auch Geister-Meisterschaften ohne Zuschauer sein."

Der DLV hat die für den 6./.7. Juni geplanten deutschen Meisterschaften in Braunschweig wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Im Gespräch ist als neuer Termin der 8./9. August. Der Weltverband World Athletics hatte dieses Zeitfenster im Zusammenhang mit der Harmonisierung des internationalen Kalenders und den zu koordinierenden Planungen der Diamond League für nationale Titelkämpfe Meisterschaften vorgeschlagen.

+++ 22.04.2020: Spahn offen für Fußball-Geisterspiele mit Schutzvorkehrungen +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich erneut offen für Fußball-Geisterspiele ohne Publikum unter besonderen Schutzvorkehrungen wegen der Coronavirus-Pandemie gezeigt. "Wenn das gelingen kann bei minimiertem und so gut wie möglich ausgeschlossenem Infektionsrisko, dann kann das sicherlich gehen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Dies sei nun zu bewerten.

Spahn verwies darauf, dass es für Millionen Fans in Deutschland wichtig und auch ein Stück Normalität wäre, wenn man am Fernsehen Spiele miteinander zu Hause in der Familie verfolgen könnte - allerdings nicht in größeren Gruppen. Dies könne für Fußball gelten, aber auch für andere Sportarten.

Die Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren bis mindestens zum 30. April. An diesem Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten.

+++ 22.04.2020: WTS-Triathlon und Mixed-Staffel-WM in Hamburg verschoben +++

Die Internationale Triathlon-Union hat die Absage des WTS-Rennens und der Mixed-Staffel-WM in Hamburg bestätigt. Die Rennen waren für den 11. und 12. Juli vorgesehen, sie können wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden. Die örtlichen Veranstalter, der nationale und der internationale Verband versuchen nun, einen Austragungsort und ein Alternativdatum zu sichern, um die Rennen noch in diesem Jahr austragen zu können. Der für den 21. Juni geplante Ironman Hamburg hatte ebenfalls bereits abgesagt werden müssen. Auch hier hoffen die Verantwortlichen auf einen möglichen neuen Termin.

+++ 22.04.2020: Reitturnier CHIO Aachen findet wegen Corona 2020 nicht statt +++

Der CHIO in Aachen fällt in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Ursprünglich sollte das bedeutendste Reitturnier der Welt vom 29. Mai bis zum 7. Juni stattfinden. Wegen der Corona-Krise war die Veranstaltung zunächst auf einen unbestimmten Termin verlegt worden. Am Mittwoch erklärten die Organisatoren dann die endgültige Absage des Turnierklassikers.

"Die Gesundheit der Menschen steht über allem", sagte Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), in einer Mitteilung. Die Veranstalter begründeten die Entscheidung mit "nationalen und internationalen Entwicklungen sowie der von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen". So sind unter anderen vorerst bis zum 31. August Großveranstaltungen untersagt.

Es ist die erste Absage des Turniers nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach Angaben der Veranstalter kommen jährlich an zehn Tagen etwa 350.000 Besucher nach Aachen.

"Das war für uns alle eine sehr emotionale und schwere Entscheidung", meinte Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART). Die Situation sei eine Herausforderung, auch wenn das Turnier dank seiner Partner und Zuschauer gut aufgestellt sei. Für die Pferdesport-Fans soll es in den nächsten Tagen als Ersatz ein digitales CHIO Aachen im Internet geben, kündigte Mronz an. Derzeit finden beinahe weltweit keine Reitturniere statt.

+++ 22.04.2020: UEFA-Entscheidung zum Termin der Frauen-EM steht kurz bevor +++

Die Fußball-Europameisterschaft der Frauen steht vor einer Verlegung um ein Jahr in den Sommer 2022. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA wird nach dpa-Informationen am Donnerstag einen neuen Termin festlegen, laut der britischen BBC geht es um den Zeitraum vom 6. bis zum 31. Juli.

Die Verschiebung der Endrunde in England, die ursprünglich vom 7. Juli bis 1. August 2021 hätte ausgetragen werden sollen, ist nötig geworden, weil die Herren-EM in zwölf Ländern wegen der Coronavirus-Pandemie in den Sommer 2021 verlegt worden war.

Offen ist auch noch, wann genau die U21-EM stattfinden soll, die noch für Juni 2021 terminiert ist. Dass beide Wettbewerbe nicht im Sommer 2021 stattfinden, stand bereits nach der Absage der EM in diesem Sommer fest.

+++ 21.04.2020: 3. Liga: Clubs einigen sich auf "sachlich, konstruktive" Diskussion +++

Nach dem öffentlich ausgetragenen Disput über die Fortsetzung der Saison wollen die Fußball-Drittligisten künftig wieder sachlicher diskutieren. Darauf verständigten sich die Club während einer Videokonferenz am Dienstag, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte. "Ungeachtet zum Teil unterschiedlicher Auffassungen unter den Clubs ist es das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, eine tragfähige Lösung zu finden, um die 3. Liga in ihrer bewährten Struktur zu erhalten und ihre Zukunft als Profiliga zu sichern", hieß es in der Mitteilung.

Clubvertreter und DFB einigten sich den Angaben zufolge auf "eine versachlichte, konstruktive und vor allem zielführende Diskussion". Dies sei "unerlässlich für eine sachgerechte Entscheidungsfindung. Öffentliche Konfrontationen beschädigen - völlig unabhängig vom Inhalt der einzelnen Meinungen - die 3. Liga und ihre Vereine. Darüber hinaus tragen sie nicht zu Lösungen bei, sondern erschweren sie nur", sagte Tom Eilers, der Vorsitzende des Ausschusses 3. Liga.

Das DFB-Präsidium werde sich am Freitag "mit den Rahmenbedingungen für eine gegebenenfalls mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Bundesspielklassen" befassen, teilte der Verband mit. Es bestehe Einigkeit darüber, "dass weitergehende Entscheidungen in Bezug auf den Spielbetrieb der 3. Liga zwingend von den behördlichen Verfügungsgrundlagen abhängig sind und unter strikter Beachtung der gesundheitspolitischen Vorgaben erfolgen werden".

+++ 21.04.2020: UEFA rät Verbänden zum Abschluss der Saison - Notfallpläne in Arbeit +++

Die Europäische Fußball-Union hat ihren 55 Mitgliedsverbänden erneut dringend empfohlen, die derzeit ausgesetzte Saison zu beenden. Der Dachverband erarbeitet einer Mitteilung zufolge aber Richtlinien, die im Falle eines Saisonabbruchs die Frage der Europapokal-Qualifikation klären sollen. Den Verbänden seien während einer Telefonkonferenz am Dienstag "verschiedene" Varianten des Terminkalenders vorstellt worden, "die sowohl die Nationalmannschafts- als auch die Club-Wettbewerbe abdecken".

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind derzeit alle UEFA-Wettbewerbe, darunter die Champions League und Europa League, bis auf Weiteres ausgesetzt. Die UEFA hatte den nationalen Ligen Vorrang eingeräumt. Die EM 2020 ist bereits in den Sommer 2021 verschoben. Wann in den jeweiligen Ländern wieder gespielt werden kann, ist aber völlig offen. Die Deutsche Fußball Liga berät am Donnerstag das weitere Vorgehen. Am Montagabend war ein Neustart am 9. Mai ins Spiel gebracht worden, was tags darauf aber bereits zu deutlicher Kritik führte.

"Es gibt keine spezifische Deadline", hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zuletzt der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" gesagt. "Wir loten verschiedene Optionen aus, wann die Wettbewerbe enden könnten, immer basierend auf den Daten, wann es wieder losgeht." Die Saison zwischen September und Oktober oder später abzuschließen, sei jedoch sehr schwierig. "Das hätte einen großen Einfluss auf den Kalender der Saison 2020/21", sagte der 52-Jährige.

+++ 21.04.2020: Berlin-Marathon im September muss wegen Coronavirus ausfallen +++

Der Berlin-Marathon muss in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Der Senat beschloss am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober. Der Marathon sollte am 27. September stattfinden, im vergangenen Jahr waren 47.Teilnehmer an den Start gegangen.

Berlin ist eine der schnellsten Marathonstrecken. Am 16. September 2018 war der Kenianer Eliud Kipchoge in 2:01:39 Stunden den noch heute gültigen Weltrekord gelaufen. Im Vorjahr fehlten dem Äthiopier Kenenisa Bekele nur zwei Sekunden, um diese Marke zu verbessern. Im Zuge der Coronakrise waren zuletzt auch zahlreiche andere Marathons abgesagt worden.

+++ 21.04.2020: Saison in Handball-Bundesliga abgebrochen +++

Die Spielzeiten in der 1. und 2. Handball-Bundesliga sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Clubs am Dienstag mit großer Mehrheit beschlossen. Zum deutschen Meister wurde der THW Kiel erklärt.

+++ 21.04.2020:Japan zur anteiligen Kostenübernahme wegen Olympia-Verlegung bereit +++

Olympia-Gastgeber Japan will seinen Anteil an den Zusatzkosten wegen der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio ins nächste Jahr übernehmen. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike erklärte am Dienstag, die japanische Regierung, die Stadtregierung von Tokio und die Olympiaorganisatoren prüften, wie sie die zusätzlichen Kosten handhaben.

Koike nahm damit Bezug auf eine am Vortag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abgegebene Erklärung, wonach Japans Regierungschef Shinzo Abe zugestimmt habe, den eigenen Anteil an den Kosten gemäß Auflagen zu tragen. Japanische Medien hatten dies zunächst so dargestellt, als übernehme Japan alle anfallenden Zusatzkosten. Ein Regierungssprecher in Tokio dementierte dies aber.

Abe habe zugestimmt, dass Japan weiterhin die Kosten decke, wie es Japan gemäß der Auflagen der bestehenden Vereinbarung für 2020 getan habe, heißt es in auf der Webseite des IOC. "Und das IOC wird weiter verantwortlich für seinen Anteil der Kosten sein", heißt es weiter. Für das IOC sei dabei klar, dass sich dieser Betrag auf "mehrere Hundert Millionen Dollar an Zusatzkosten belaufen wird". Es gibt Schätzungen, wonach sich die Extra-Kosten auf rund 300 Milliarden Yen (2,5 Mrd Euro) belaufen.

Die Sommerspiele in Tokio sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August ausgetragen werden, waren aber wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verschoben worden. Neuer Eröffnungstermin ist der 23. Juli 2021. Einen genauen Fahrplan für die Organisation und Austragung der Spiele wollen die Olympia-Macher bis Mai vorlegen.

+++ 20.04.2020: Söder und Laschet: Bundesliga-Geisterspiele ab 9. Mai denkbar +++

Geisterspiele der Fußball-Bundesliga sollen ab dem 9. Mai möglich sein. Das sagten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Montag im Live-Programm der "Bild". "Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt", sagte Laschet. "Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können."

Söder sagte: "Das ist schon eine Gratwanderung. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Spiele mit Zuschauerbeteiligung sind völlig undenkbar. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung. Es ist denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können."

Die Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren bis mindestens zum 30. April. Am Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten. "Das sind positive Signale, die ausgesendet wurden. Das gibt beiden Ligen eine wichtige Perspektive", sagte DFL-Chef Christian Seifert zu dem Datum, warnte aber auch: "Die Politik vertraut uns, und wir und vor allem die Spieler müssen jetzt Vorbild sein."

Kurz zuvor hatte die Sportministerkonferenz mitgeteilt, Bundesliga-Fußball vor leeren Rängen "nach derzeitigem Diskussionsstand" ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar zu halten. Auf ein genaues Datum hätten sich die für Sport zuständigen Ministerinnen und Minister bei einer Telefonschalte am Montag noch nicht festgelegt, hieß es in einer Mitteilung.

+++ 20.04.2020: Sportminister: Geisterspiele frühestens ab Mitte Mai vertretbar +++

Die Sportministerkonferenz hält Bundesliga-Fußball vor leeren Rängen "nach derzeitigem Diskussionsstand" ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar. Auf ein genaues Datum hätten sich die für Sport zuständigen Ministerinnen und Minister bei einer Telefonschalte am Montag noch nicht festgelegt, heißt es in einer Mitteilung. Eine abschließende Einigung steht noch aus. Sollten sich die Konzepte für sogenannte Geisterspiele bewähren, könne der Spielbetrieb zu einem späteren Zeitpunkt auf die 3. Liga, die Bundesliga der Frauen und den DFB-Pokal ausgeweitet werden.

"Die Deutsche Fußball-Liga muss dabei strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen", sagte die Bremer Sportsenatorin und SMK-Vorsitzende Anja Stahmann (Grüne). So müsse die Fernsehproduktion bei den Partien mit geringstmöglichem Personal und unter strengen hygienischen Auflagen stattfinden. Zudem müssten die DFL und die Vereine ihren Beitrag dazu leisten, dass sich auch rund um die Stadien keine Fangruppen versammeln. Auch in anderen Sportarten könnten Spiele ohne Zuschauer möglich werden, sollten die Ligen entsprechende Konzepte erarbeiten.

Die Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren bis mindestens zum 30. April. Am Donnerstag will die DFL über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten.

+++ 20.04.2020: Niedersachsens Sportminister: Ende Mai könnte es Geisterspiele geben +++

Der niedersächsische Sportminister Boris Pistorius hält Fußball-Geisterspiele Ende Mai für möglich. Die Partien vor leeren Rängen könnten durchgeführt werden, wenn die Einhaltung strenger medizinischer Konzepte gewährleistet ist, heißt es in einer Mitteilung des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport am Montag. Zuvor hatten sich die Sportminister der Bundesländer im Rahmen einer Sonder-Konferenz ausgetauscht. Die Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren bis mindestens zum 30. April. Am Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga (DFL) über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten.

+++ 20.04.2020: Infektionsexperte hält Olympia 2021 in Japan für unrealistisch +++

Olympische Spiele in Tokio im Sommer 2021 sind nach Ansicht eines japanischen Gesundheitsexperten unrealistisch. "Um ehrlich zu sein, ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass die Olympischen Spiele nächstes Jahr ausgetragen werden", sagte der Fachmann für Infektionskrankheiten von der Universität Kobe, Kentaro Iwata, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten am Montag.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten Japan und das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ende März nach langem Zögern die für diesen Sommer geplanten Spiele in Tokio verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

Für die Durchführung von Olympia müssen Iwata zufolge zwei Voraussetzungen gegeben sein: "Covid-19 in Japan unter Kontrolle zu haben und Covid-19 überall unter Kontrolle zu haben." Laut Iwata könnte es Japan bis zum Sommer 2021 schaffen, die Coronavirus-Ausbreitung in den Griff zu bekommen. Aber er glaube nicht, dass dies allen Ländern der Welt bis dahin gelinge, sagte er.

Olympische Spiele seien daher nur unter völlig anderen Bedingungen vorstellbar - "etwa ohne Zuschauer oder mit einer nur sehr begrenzten Teilnahme", sagte der Professor. "Man muss so viele Athleten aus vielen, vielen Orten einladen, das ist nicht sehr kompatibel mit dieser Covid-19-Infektion, die eine Pandemie ausgelöst hat".

+++ 20.04.2020: Ruder-EM in Poznan soll im Oktober stattfinden +++

Die Europameisterschaft im Rudern soll vom 9. bis zum 11. Oktober im polnischen Poznan stattfinden. Das teilte der Weltverband Fisa am Montag mit. Zunächst waren die Wettkämpfe für Anfang Juni angesetzt. Damit ist die EM in diesem Jahr die einzige Regatta, die ausgetragen werden soll. Die WM in Slowenien ist auf 2021 verschoben worden. Auch bei den Junioren soll die EM in Belgrad (26./27. September) stattfinden.

+++ 20.04.2020: DFB-Präsident Keller betont Notwendigkeit von Geisterspielen +++

DFB-Präsident Fritz Keller wirbt nach der Kritik aus Fankreisen um Verständnis für die angestrebten Geisterspiele. Er könne die Bedenken zwar nachvollziehen. Die Konsequenz eines Verzichts darauf "wäre aber, dass einige Fans vielleicht nie wieder ein Spiel ihres Clubs besuchen können, weil es ihn schon bald nicht mehr geben könnte", schrieb der 63-Jährige in einem Gastbeitrag für den "Kicker" (Montag). "Wir möchten aber keinen Verein verloren geben."

Zuletzt hatte sich der Zusammenschluss "Fanszenen Deutschland" vehement gegen eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer ausgesprochen. "Wir sind uns dabei sehr bewusst, dass dem Fußball ohne Fans sein Herz fehlt", schrieb Keller. "Aus Gesprächen und Rückmeldungen von Fanorganisationen weiß ich, wie sehr es die Fans schmerzt, ihre Vereine nicht im Stadion unterstützen zu können."

Am kommenden Donnerstag wollen die 36 Profi-Vereine der Deutschen Fußball Liga das weitere Vorgehen während der Coronavirus-Pandemie besprechen. Bislang ist der Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. "In dieser Woche werden wichtige Weichen gestellt, wie es in den ersten drei Profiligen in Deutschland weitergeht. Dies wird auch positive Auswirkungen auf den Amateurfußball haben", sagte Keller, der für die unteren Spielklassen bundeseinheitliche Regelungen anstrebt, die "schnell und unbürokratisch helfen".

Auch mit Blick auf den avisierten Bundesliga-Neustart im Mai betonte der frühere Präsident des SC Freiburg erneut: "Wir garantieren, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs, zunächst noch ohne Fans in den Stadien, nicht zulasten des Gesundheitssystems gehen wird." Der Fußball beanspruche "keine Sonderrolle", schrieb er. "Es werden keine Testkapazitäten für Sportlerinnen und Sportler beansprucht, die an anderer Stelle fehlen würden."

+++ 17.04.2020: Wegen Corona: DBB sagt Basketball-Supercup und Länderspiel ab +++

Wegen des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende August im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat der Deutsche Basketball Bund den Supercup in Hamburg und das Länderspiel gegen Puerto Rico in Bremen abgesagt. Das Traditionsturnier in Hamburg hatte eigentlich am 13./14. Juni stattfinden sollen, der Vergleich mit Puerto Rico am 17. Juni.

Die beiden Veranstaltungen waren ursprünglich als Vorbereitung auf das olympische Qualifikationsturnier Ende Juni geplant. Wegen der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 war aber auch die Qualifikation um ein Jahr verlegt worden. Davon betroffen ist auch die Europameisterschaft mit einer Vorrunde in Köln und der Endrunde in Berlin, die nun 2022 stattfinden soll.

+++ 17.04.2020: BBC: Formel 1 will am 5. Juli in Österreich starten +++

Die Formel 1 steuert nach der Corona-Zwangspause angeblich einen Saisonstart ohne Zuschauer in Österreich an. Auf das Rennen in Spielberg am 5. Juli könnten dann zwei WM-Läufe vor leeren Rängen in Silverstone folgen, berichtete die BBC unter Berufung auf einen vorläufigen Plan der Rennserie. Die Formel-1-Spitzen hatten am Donnerstag in einer Video-Schalte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten, Beschlüsse aber zunächst vertagt.

Österreich war auch im ursprünglichen Rennkalender für den 5. Juli als Gastgeber eingeplant. Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatte zuletzt gesagt, dass die Regierung einem Geisterrennen "zumindest nicht im Wege stehe". Auch die Formel-1-Verantwortlichen von Red Bull halten eine Veranstaltung ohne Zuschauer auf dem hauseigenen Kurs in der Steiermark für machbar, sofern es bis dahin die Beschränkungen in der Corona-Pandemie zulassen.

Die ersten neun Saisonläufe der Königsklasse bis Mitte Juni wurden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Formel 1 hofft dennoch, mit einem umgebauten Kalender noch bis zu 18 Rennen in diesem Jahr fahren zu können.

Noch kein Ergebnis gab es beim Online-Treffen der Bosse auch in der Debatte um eine weitere Reduzierung der für 2021 beschlossenen Budgetgrenze. Einig sind sich die Teams zwar darin, statt rund 161 Millionen Euro pro Jahr künftig nur 138 Millionen als Ausgabenlimit anstreben zu wollen. Doch vor allem kleinere Rennställe drängen auf eine noch niedrigere Summe. Im Raum stehe nun eine stufenweise Absenkung von 133 Millionen Euro im nächsten Jahr auf rund 120 Millionen Euro in der Saison 2022, berichteten Fachmedien.

+++ 17.04.2020: Eiskunstlauf-WM und Shorttrack-Titelkämpfe endgültig abgesagt +++

Die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf und Shorttrack fallen in dieser Saison endgültig aus. Der Eislauf-Weltverband ISU sagte die bereits verschobenen Titelkämpfe am Donnerstag wegen der Coronavirus-Pandemie ab. Im Eiskunstlauf sollten ursprünglich vom 16. bis 22. März in Montreal die WM-Medaillen vergeben werden, im Shorttrack vom 13. bis 15. März in Seoul. Die Entscheidung über die ersatzlose Streichung fiel nun auf einer Sitzung des ISU-Councils. Zuletzt hatte es 1961 keine Eiskunstlauf-WM gegeben, nachdem Mitglieder des US-Teams bei der Anreise durch einen Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Die ISU will am 28. April über die Auswirkungen der Pandemie auf die kommende Saison beraten.

+++ 17.04.2020: Tennis ohne Fans? Wimbledon-Siegerinnen sprechen sich dagegen aus +++

Die beiden Grand-Slam-Turniersiegerinnen Simona Halep und Petra Kvitova haben sich gegen Tennis-Turniere ohne Publikum ausgesprochen. "Ich glaube nicht, dass Tennis ohne Fans funktioniert", sagte die rumänische Wimbledonsiegerin Halep der Deutschen Presse-Agentur. "Die Atmosphäre würde so anders sein. Der Grund, warum wir die großen Bühnen alle so lieben, ist die unglaubliche Leidenschaft, die die Fans mitbringen. Ohne sie wäre Tennis ein anderer Sport."

Die Tennis-Tour pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 13. Juli, auch der Rogers Cup in Kanada im August ist bereits abgesagt. Auch der zweimaligen Wimbledonsiegerin Kvitova gefällt die Idee nicht, ohne Zuschauer zu spielen. "Ich denke, die Fans sind zu wichtig für den Sport. Es ist eine Einzel-Sportart, darum nehmen die Fans wirklich einen Einfluss bei uns", sagte die Tschechin.

+++ 16.04.2020: Corona-Krise: Hamburger Cyclassics suchen nach Ausweichtermin +++

Die Hamburger Cyclassics finden in diesem Jahr wegen der verlängerten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie nicht wie geplant am 16. August statt. Man arbeite jedoch mit Hochdruck daran, "einen neuen Renntermin bestätigen zu können", teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

"Die unvorhersehbaren und weltweit herausfordernden Zeiten" würden alle auf eine große Probe stellen, weshalb die Veranstalter verstehen könnten, dass die Entscheidung "eine Enttäuschung darstellt", hieß es. Die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten hätten jedoch höchste Priorität.

Im vergangenen Jahr hatte der italienische Sprintstar Elia Viviani das Rennen für sich entschieden - zum dritten Mal in Folge.

+++ 16.04.2020: Formel E-Lauf in Berlin findet nicht im Juni statt +++

Der Motorsportweltverband Fia und Veranstalter ABB haben alle für den Monat Mai und Juni angesetzten WM-Läufe der elektrischen Rennserie Formel E abgesagt. Darunter fällt auch das für den 21. Juni auf dem Gelände des ehemalien Flughafens Tempelhof terminierte Rennen in Berlin, wie die ABB am Donnerstagabend mitteilte.

Die beiden Organisationen prüfen nun alle verfügbaren Optionen, um so viele Rennen wie möglich auszutragen. Darunter fallen auch die Möglichkeiten, WM-Läufe ohne Publikum zu veranstalten. Bisher war die Rennserie bemüht, ihre Läufe zentral in großen Städten auszutragen, um so den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Auch die Verlängerung der Saison bleibt dabei eine Option. Ob dann das Rennen in Berlin nachgeholt wird, ist noch unklar.

+++ 16.04.2020: Grand-Prix-Kommission verschiebt geplante Änderungen für MotoGP +++

Die Grand-Prix-Kommission (GPC) hat aufgrund der Coronavirus-Krise Regeländerungen auf das kommende Jahr verschoben. Demnach müssen alle Hersteller und Teams ihre Spezifikationen für Motor und Karosserie bis zum ersten Rennen der nächsten Saison einfrieren. Damit sollen Kosten reduziert und Gleichheit gewahrt werden, teilte die GPC am Donnerstag am Sitz der veranstaltenden Dorna in Barcelona mit.

Bisher durften einige Hersteller die Motorhomologisierung während des Jahres ändern und auch pro Saison mehrere Karosserien benutzen. Die Änderungen gelten auch für die unteren Klassen Moto2 und Moto3 - dort aber für die kommenden beiden Saisons.

+++ 16.04.2020: Nach Tour-Verschiebung: Sorge in Italien vor kürzerem Giro d'Italia +++

Die Organisatoren des Giro d'Italia haben sich gegen eine mögliche Kürzung der Radrundfahrt im Zuge der Corona-Krise ausgesprochen. Die Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport", die das Radspektakel 1909 ins Leben gerufen hatte, kritisierte am Donnerstag zugleich, dass der Radsportweltverband UCI neue Daten für die Tour de France, nicht aber für den Italien-Klassiker festgelegt habe. "Mit dem Beginn der Tour (de France) am 29. August droht dem Giro eine Kürzung", schrieb das Blatt. In Italien gibt es die Sorge, dass die Rundfahrt auf drei statt der für gewöhnlich vier Wochenenden gestutzt werden könnte.

UCI hatte am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit Verantwortlichen des Radsports mitgeteilt, dass der Start der Tour de France vom 27. Juni auf den 29. August verschoben und das prestigeträchtigste Radrennen der Welt am 20. September enden werde. Die 103. Ausgabe des Giro sollte ursprünglich vom 9. bis 31. Mai stattfinden.

Giro-Direktor Mauro Vegni sagte, er habe das Gefühl, dass die Italien-Rundfahrt bestraft werde, um die Wünsche der Amaury Sport Organisation (ASO) zu befriedigen, die die Tour de France und die Vuelta a España ausrichtet. "Die vergangenen zwei Monate gab es nur Gespräche darüber, wie der Giro getroffen werden könnte - der einzig wahre und starke Konkurrent der Tour", sagte Vegni weiter. "Die Franzosen sprachen ganz offen darüber, den Giro auf drei Wochenenden statt vier zu reduzieren, um freie Termine am Ende der Saison zu haben. Wir müssen uns verteidigen."

+++ 16.04.2020: Neuer Zeitpunkt für deutsche Rad-Meisterschaft wohl nicht haltbar +++

Der seit Mittwoch neu beschlossene Termin für die deutsche Straßenrad-Meisterschaft ist wohl durch das langfristige Verbot von Großveranstaltungen schon wieder hinfällig. Gemeinsam mit der Tour de France waren die nationalen Titelkämpfe am Mittwoch wegen der Coronavirus-Pandemie auf das Wochenende vom 21. bis 23. August verschoben worden. "Ich gehe davon aus, dass in Stuttgart vor dem 31. August keine Deutsche Meisterschaft stattfinden kann. Dafür wird in Stuttgart sicher keine Genehmigung zu bekommen sein", sagte der Stuttgarter Ausrichter Albrecht Röder dem Fachportal "radsport-news.com".

Die Radsport-Verantwortlichen hatten sich am Mittwoch auf einen neuen Rahmenplan geeinigt, der bis zum 1. August keine World-Tour-Rennen vorsieht. Ab Mitte August sollen dann nach derzeitigem Stand die drei großen Rundfahrten Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta sowie fünf bedeutende Frühjahrsklassiker und die Straßenrad-WM durchgezogen werden.

Die nationale Straßenradmeisterschaft würde derzeit zur gleichen Zeit wie die Deutschland-Tour (20. bis 23. August) ausgetragen werden. Von den Organisatoren hieß es am Donnerstag, man prüfe, "welche potenziellen Auswirkungen die beschlossenen Maßnahmen haben und werden darüber so schnell wie möglich informieren".

+++ 16.04.2020: Handball-Bundesliga stimmt über Saison-Abbruch ab +++

Die Vereine der Handball-Bundesliga wollen über einen Abbruch der Saison abstimmen. Das ist das Ergebnis einer Videoschalte am Donnerstag mit allen Vereinen der beiden obersten Handball-Spielklassen. Die Abstimmung soll in den nächsten Tagen erfolgen. "Es sind sich alle einig, dass wir das zeitnah machen", sagte Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin. Erforderlich ist eine Dreiviertel-Mehrheit.

Entweder wird die Saison beendet, oder die Vereine entscheiden sich für eine alternative Lösung. "Ich bin persönlich ein Freund des Weiterspielens und sehe dafür auch Möglichkeiten", sagte Hanning. "Ich habe der Liga einen Vorschlag unterbreitet, wie ein Szenario aussehen könnte." Über die Inhalte behielt er Stillschweigen.

+++ 16.04.2020: Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring droht Verschiebung +++

Dem Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring droht eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt. Ursprünglich sollten die WM-Läufe auf dem sächsischen Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal am Wochenende vom 19. bis 21. Juni stattfinden. Dieser Termin wird allerdings nicht mehr zu halten sein. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder, dass Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August grundsätzlich untersagt bleiben.

Zu den Läufen der Motorrad-Weltmeisterschaft waren im vergangenen Jahr mehr als 200 000 Zuschauer an den Sachsenring gekommen. Der ADAC als Veranstalter, die Dorna als WM-Rechtevermarkter und der Motorrad-Weltverband FIM haben sich bislang noch nicht zu einer Entscheidung für den Großen Preis von Deutschland geäußert. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurden weltweit bereits acht MotoGP-Rennen verschoben.

+++ 16.04.2020: Basketball-Bundesliga erwägt Saison-Fortsetzung an wenigen Orten +++

Die Basketball-Bundesliga erwägt im Falle einer Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Saison Spiele an nur wenigen Orten. "Wenn wir die Saison beenden, dann sicher nur an einigen Hubs", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Wegen der Folgen der Corona-Krise sei eine Durchführung des regulären Spielplans "mit Reisen quer durch die Republik" nicht denkbar. "Man würde sich dann wohl einen Ort im Norden, einen in der Mitte und einen im Süden Deutschlands suchen", sagte Holz.

Dass die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden müssten, sei den Verantwortlichen nicht erst seit der Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch, dass in Deutschland bis zum 31. August alle Großveranstaltungen verboten sind, klar gewesen. "Das hat uns nicht zu einem Prozent überrascht", sagte Holz. Die Frage sei nun, wie das "komplexe Thema" Geisterspiele umsetzbar sei. Man orientiere sich da auch an den Plänen der Deutschen Fußball Liga.

Die BBL-Verantwortlichen planen im Fall von Geisterspielen mit rund 80 bis 100 Personen bei den Partien. Eine große Herausforderung seien die Hygienevorschriften und die dann notwendigen Testverfahren für alle Beteiligten. "Das wäre sicherlich der größte Kostenpunkt", sagte Holz.

Ende des Monats wollen sich die Clubs wieder zusammenschalten, um zu entscheiden, ob die Spielzeit beendet werden kann oder abgebrochen werden muss. Sollte weitergespielt werden, müssten zwei Wochen Quarantäne für die zurückkehrenden Spieler und zwei Wochen Vorbereitung berücksichtigt werden, erklärte Holz.

+++ 16.04.2020: Tischtennis-Bundesliga setzt Playoffs bis zum 31. Mai aus +++

Die Tischtennis-Bundesliga der Männer hat die Playoff-Spiele um die deutsche Meisterschaft vorerst bis zum 31. Mai ausgesetzt. Eine Ansetzung der beiden Halbfinal-Duelle sowie des Endspiels sei derzeit wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie nicht möglich, gab die TTBL am Donnerstag bekannt. "Wir hoffen, die Spielzeit mit einer Meisterschaftsentscheidung zu Ende zu bringen." Das werde aber nur "unter der Maßgabe stattfinden, dass die Gesundheit aller Beteiligter keinem erhöhten Risiko ausgesetzt wird", sagte TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle.

Der Deutsche Tischtennis-Bund hatte die komplette Mannschafts-Saison von der Frauen-Bundesliga bis zu den untersten Kreisklassen bereits am 1. April für beendet erklärt. Die Männer-Bundesliga wird allerdings von der eigenständigen TTBL organisiert. Die gibt sich noch bis zum 30. Juni Zeit, die Saison abzuschließen - notfalls auch ohne Zuschauer. Einen Spieltag vor dem Ende der aktuell unterbrochenen Hauptrunde stehen Tabellenführer 1. FC Saarbrücken, Rekordmeister Borussia Düsseldorf, Titelverteidiger TTF Ochsenhausen sowie Werder Bremen bereits als Playoff-Teilnehmer fest.

+++ 16.04.2020: Olympia-Macher wollen gleichen Zeitplan für verlegte Tokio-Spiele +++

Olympia 2021 in Tokio soll dem gleichen Zeitplan folgen wie die eigentlich für dieses Jahr geplanten Spiele. Diesen Beschluss fassten die Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees und die Organisatoren in einer Sitzung am Donnerstag. Auf dieser Basis sollen auch die Wettkampfstätten wie ursprünglich geplant zur Verfügung stehen, hieß es in einer Mitteilung. Die Tokio-Organisatoren sollen nun mit den Inhabern der Arenen entsprechende Verhandlungen aufnehmen.

Die Sommerspiele in Tokio sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August ausgetragen werden, waren wegen der Coronavirus-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben worden. Neuer Eröffnungstermin ist der 23. Juli 2021. Einen genauen Fahrplan für die Organisation und Austragung der Spiele wollen die Olympia-Macher bis Mai vorlegen. Dabei werde der Fokus auch auf die Reduzierung von Kosten gelegt, die durch die Verschiebung entstehen, sagte der Präsident der IOC-Koordinierungskommission, John Coates.

+++ 16.04.2020: Red-Bull-Teamchef: Geisterrennen in Österreich "machbar" +++

Formel-1-Teamchef Christian Horner hält einen Saisonstart ohne Zuschauer auf dem Red-Bull-Ring in Österreich für "machbar". Die Strecke in Spielberg in der Steiermark sei dafür bereit und könne in "sehr kurzer Zeit" die dafür erstellten Kriterien des Weltverbandes Fia erfüllen, sagte der Chef des Red-Bull-Teams dem britischen Sender Sky Sports. Der Grand Prix von Österreich war im ursprünglichen Kalender für den 5. Juli angesetzt. Die bis Mitte Juni geplanten ersten neun Saisonläufe wurden wegen der Corona-Pandemie bereits abgesagt oder verschoben.

Österreichs Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler hatte am Mittwoch gesagt, dass die Regierung einem Geisterrennen "zumindest nicht im Wege stehe". Als größtes Problem nannte der Grünen-Politiker die Ein- und Ausreise der zehn internationalen Teams. In Österreich gilt ein generelles Verbot für alle Veranstaltungen bis zum 30. Juni. Es wird spekuliert, dass die Formel 1 danach den Auftakt ihrer Saison in Spielberg planen könnte.

"Es wird einen schrittweisen Weg zurück zu kompletten Grand Prix' geben", sagte Red-Bull-Teamchef Horner. Zunächst gebe es Gespräche mit einigen Strecken über Rennen ohne Fans und mit einer begrenzten Zahl von Personal, um die WM zu beginnen. Als Vorteil der Formel 1 nannte Horner mit Blick auf das Infektionsrisiko eine natürliche Distanz zwischen den Piloten, die zudem Helme tragen würden.

Der 46-Jährige hält ähnlich wie Formel-1-Sportchef Ross Brawn eine WM mit bis zu 18 Rennen in diesem Jahr noch für möglich. "Es wird hart, aber wenn wir loslegen, dann wird es schnell und reichlich sein. Das wird eine riesige Herausforderung", sagte Horner.

+++ 16.04.20202: Sportrechtler Summerer: Corona könnte Vertragslaufzeit verlängern +++

Die Corona-Krise könnte in der Fußball-Bundesliga Auswirkungen auf die Vertragslaufzeiten einiger Stars haben. Falls die Saison wegen der Pandemie erst nach dem 30. Juni endet, könnten Spielerverträge verlängert werden. "Zahlreiche Spielerverträge enden am 30. Juni, da deren Dauer an das Ende einer Saison gekoppelt ist. Allerdings hat der DFB zugunsten größtmöglicher Flexibilität die Spielordnung geändert, so dass die Saison über den 30. Juni hinaus fortgesetzt und das neue Spieljahr 2020/21 zu einem späteren Zeitpunkt begonnen werden kann", sagte Sportrechts-Experte Thomas Summerer im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

"Da die Corona-Pandemie zu einer Störung der Geschäftsgrundlage geführt hat, können die Spielerverträge angepasst, also entsprechend verlängert werden", erklärte der Rechtsanwalt. In der Bundesliga sind mehr als 100 Spieler betroffen. Bei über 70 Profis aus der deutschen Spitzenklasse endet der Vertrag, bei knapp 40 Spielern hört eine Leihe zum 30. Juni auf.

Die Bundesliga pausiert zumindest bis Ende dieses Monats. Am 23. April steht erneut eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga an. Die Vereine hoffen darauf, die Spielzeit mit Geisterspielen bis zum 30. Juni zu beenden.

Falls die Saison allerdings doch nicht zu Ende gespielt werden kann, sollte nach Ansicht von Summerer die aktuelle Tabelle "als maßgeblich herangezogen werden, um die Teilnehmer an den europäischen Wettbewerben festzulegen, was freilich mit der UEFA abzustimmen wäre", sagte Summerer. "Dies gilt konsequenterweise auch für die Kür des deutschen Meisters; vielleicht würde dieser als Akt der Solidarität darauf sogar verzichten. Absteiger sollte es möglichst keine geben, Aufsteiger schon, was zu einer Aufstockung der Bundesliga für eine Saison führen würde."

+++ 15.04.2020: Formel 1: Auch Belgien-Rennen Ende August nun mit großem Fragezeichen +++

Der Große Preis von Belgien wird in der ohnehin durcheinander gewirbelten Formel-1-Saison 2020 auch nicht wie geplant stattfinden können. In Belgien wurden Großveranstaltungen wegen des Coronavis am Mittwoch bis zum 31. August untersagt - das Rennen auf dem legendären Ardennen-Kurs ist eigentlich für den 30. August geplant.

Ob ein Grand Prix ohne Zuschauer eine Möglichkeit wäre, blieb zunächst offen. Das Rennen gilt als einer der Publikumsmagneten, vor allem durch den niederländischen Red-Bull-Piloten Max Verstappen.

"In den nächsten Tagen werden wir viele Fragen stellen und unsere Optionen prüfen", sagte Verkaufsdirektor Stijn de Boever dem Onlineportal Motorsport.com am Mittwoch.

Ein anderes Datum, ein Rennen hinter verschlossenen Türen? "Selbst ohne Zuschauer wären viele Menschen an der Strecke. Was bedeutet Massenveranstaltung? Sind es 500, 3.000 oder 5.000 Menschen?", fragte er. Klar sei nun lediglich, dass das Rennen mit einer großen Zahl von Menschen am geplanten Datum nicht stattfinden werde.

Wegen der Pandemie mussten bereits die ersten neun Saisonrennen der Motorsport-Königsklasse abgesagt oder verschoben werden. Der einstige Rennkalender ist von der offiziellen Formel-1-Homepage verschwunden. An einem neuen wird gearbeitet. Der Wunsch wäre ein Beginn im Juli mit bis zu 18 oder 19 Rennen.

+++ 15.04.2020: Hamburger Tennis-Organisatoren: Turnier möglicherweise im September +++

Das Hamburger Tennis-Turnier European Open könnte womöglich im September ausgetragen werden, nachdem Großveranstaltungen in Deutschland wegen des Coronavirus bis 31. August verboten sind. Das Sandplatzevent ist eigentlich vom 11. bis 19. Juli geplant gewesen. "Wir stehen mit allen unseren Partnern in engem Kontakt und prüfen alle möglichen Szenarien", sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel am Mittwoch in einer Mitteilung.

"Dabei diskutieren wir mit der ATP vor allem über die Möglichkeit einer Verschiebung auf einen Termin im September." Zudem gehe man auch mit der Freien und Hansestadt Hamburg in den intensiven Austausch. Man werde sich in jeder Beziehung eng abstimmen, versicherte Reichel. Sie kündigte für diesen Donnerstag eine weitere Erklärung an.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen am Mittwoch unter anderem, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August grundsätzlich untersagt sind.

+++ 15.04.2020: DFB-Co-Trainer Sorg: EM-Verschiebung kein Vorteil für DFB-Elf +++

Die Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt auch die Arbeit in der Fußball-Nationalmannschaft erheblich. "Gegner beobachten, Spielanalysen - unser täglich Brot ist aktuell nur bedingt möglich. Das Salz in der Suppe ist die Arbeit mit der Mannschaft - und die haben wir jetzt leider nicht und da sind schon alle traurig drüber", sagte Joachim Löws Co-Trainer Marcus Sorg im SWR-Sport-Podcast "Steil".

Die Verschiebung der EM auf das Jahr 2021 sei sehr schade und habe keinen positiven Effekt auf die in den letzten beiden Jahren verjüngte deutsche Auswahl. Vielleicht tue es dem ein oder anderen Spieler, der lange verletzt war, gut, "vor allem wie Leroy Sané oder Niklas Süle. Aber als Mannschaft würde uns die Verschiebung nur dann weiterhelfen, wenn wir spätestens im September unseren Stamm zusammen haben können über den Oktober, November hinaus, damit wir Abläufe trainieren und sie im Spiel umsetzen können. Dann würde es uns helfen. Aber wenn dem wieder so ist, wie im vergangenen Jahr, dann nicht", sagte Sorg, seit März 2016 Co-Trainer der DFB-Elf.

Der 54-Jährige erwartet zwar weitere Auswirkungen der Corona-Krise auf den Profifußball - aber nicht, was Ablösesummen und Gehälter auf Spitzenniveau betrifft. "In den Top-Ligen und bei den Top-Vereinen glaube ich nicht unbedingt, das sich was regulieren wird. Top-Spieler werden immer top bezahlt und werden immer gesucht sein", meinte der frühere Stürmer. Eher könnte es bei Spielern, die ohnehin schon Probleme hatten, ihren Lebensunterhalt vom Fußball zu bestreiten, "vielleicht schwieriger» werden. "Aus der Erfahrung heraus war bisher die Nachhaltigkeit, wenn irgendwas vorgefallen ist, nicht so lang und nicht so groß", meinte Sorg.

+++ 15.04.2020: Offiziell: Tour de France 2020 in den August verschoben +++

Die 107. Tour de France der Radprofis ist wegen der derzeitigen Coronavirus-Pandemie nach hinten verschoben worden und soll nun vom 29. August bis 20. September stattfinden. Das teilte der Veranstalter ASO am Mittwoch über die vom 27. Juni bis 19. Juli geplante Rundfahrt mit. "Nach der Ansprache des Präsidenten am Montagabend und im Rahmen des Kampfes gegen die Verbreitung von Covid-19 stimmten die Organisatoren der Tour de France mit dem Radsport-Weltverband überein, die Tour zu verschieben", hieß es in einem Statement der ASO.

Die Tour soll nun am 29. August in Nizza starten und nach 3.287 Kilometern in Paris enden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Ostermontag verkündet, dass "Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden" könnten. Während Fußball-EM, Olympia und Wimbledon-Turnier in den vergangenen Wochen schon abgesagt oder verlegt wurden, hatten die Organisatoren des Prestige-Events lange um eine Austragung des größten Radrennens der Welt gekämpft.

In ihrer 117-jährigen Geschichte ist die Tour de France bisher nur wegen der beiden Weltkriege (1915 bis 1918 und 1940 bis 1946) ausgefallen. "Ich möchte, dass die Tour de France im Sommer stattfindet - und zwar nicht im Interesse der Tour. Findet sie nicht statt, bedeutet es, dass das Land in einer katastrophalen Situation ist", hatte Tour-Chef Christian Prudhomme zuletzt mitgeteilt. Vorerst konnte er eine Absage verhindern.

Zuvor waren bereits eine ganze Reihe Frühjahrsklassiker dem Coronavirus zum Opfer gefallen und verschoben worden, auch der Giro d'Italia mit Beginn im Mai war schon im März verlegt worden. Viele Rennen sind einfach abgesagt und werden erst im nächsten Jahr wieder stattfinden.

+++ 15.04.2020: Magdeburg-Trainer Wiegert gegen Abbruch der Handball-Saison +++

Trainer Bennet Wiegert vom Handball-Bundesligisten SC Magdeburg plädiert trotz der Corona-Krise für eine Fortsetzung des Spielbetriebes. "Anhand der aktuellen Tabelle dann Entscheidungen über Teilnahmen an den europäischen Wettbewerben sowie den Auf- und Abstieg zu treffen, halte ich nicht für fair. Aber in der aktuellen Lage geht es vielleicht auch nicht um fair oder unfair", sagte Wiegert der "Magdeburger Volksstimme" (Mittwoch). Am 20. April will die Liga über die Fortsetzung oder den Abbruch der Saison entscheiden.

+++ 15.04.2020: Hanning glaubt nicht mehr an Handball-Bundesliga in dieser Saison +++

Manager Bob Hanning von den Füchsen Berlin hat nur wenig Hoffnung, dass die Saison in der Handball-Bundesliga (HBL) noch einmal fortgesetzt wird. "Ich rechne nicht mehr damit", sagte Hanning der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell ist der Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Krise unterbrochen. Die Beteiligten der HBL werden sich am 20. April verständigen, wie und ob es weitergehen kann.

Aber der Liga läuft die Zeit davon. Denn bereits zuvor wurde erklärt, dass die Saison aus rechtlichen Gründen spätestens am 16. Mai wieder beginnen müsste, um sie bis Ende Juni noch beenden zu können. Hanning sieht darin vor allem für die Spieler ein Problem. "Die brauchen vier bis sechs Wochen Vorbereitung, um das Verletzungsrisiko zu minimieren", sagte er. Aktuell trainiert aber jeder Spieler noch individuell, ein Mannschaftstraining ist nicht möglich.

Hanning sieht weitere organisatorische Schwierigkeiten. "Großveranstaltungen werden sicherlich erst als allerletztes wieder genehmigt", sagte er. Und auch mögliche Geisterspiele sieht er eher skeptisch. "Weil wir von den Zuschauereinnahmen abhängig sind", betonte Hanning.

+++ 15.04.2020: Alba-Manager skeptisch wegen Saisonfortsetzung: "Weit davon entfernt" +++

Geschäftsführer Marco Baldi von Bundesligist Alba Berlin kämpft zwar weiter um eine Fortsetzung der Basketball-Saison, ist sich aber auch der Schwierigkeit der Situation bewusst. "Momentan sind wir weit davon entfernt, dass es klappt", sagte Baldi der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell ruht der Ligabetrieb wegen der anhaltenden Coronavirus-Krise bis mindestens Ende April. "Um den 30. April wollen wir uns wieder telefonisch zusammenschließen, dann werden wir hoffentlich mehr wissen", sagte Baldi mit Blick auf ein Gespräch der Clubs aus Deutschlands höchster Liga.

+++ 15.04.2020: Virologe Dittmer sieht Probleme bei Geisterspielen +++

Der Virologe Ulf Dittmer sieht dem Vorhaben der Fußball-Bundesliga, die Saison in der anhaltenden Corona-Krise mit Geisterspielen zu beenden, mit gemischten Gefühlen entgegen. Für unproblematisch hält er Pläne, nur rund 250 Beteiligte pro Partie in das Stadion zu lassen. Andere angeblich angedachte Maßnahmen bewertet der Direktor des Essener Instituts für Virologie in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur jedoch kritisch.

So äußerte er Zweifel, ob die angeblich alle drei Tage geplanten Tests von Profis und Betreuern auf das Corona-Virus "ethisch vertretbar" sind: "Wir haben keine unendlichen Testkapazitäten. Wir müssen unsere Tests so vernünftig einsetzen, dass sie denjenigen Personen, die sie wirklich benötigen, zugute kommen. Das sehe ich sehr kritisch, wenn sich die Ressourcen für die Tests nicht deutlich verbessern", sagte Dittmer.

Die größten Probleme sieht er für den Fall eines positiv getesteten Profis. "Wenn man 90 Minuten Fußball spielt, gibt es so viele enge Kontakte, dass man sagen müsste, dass die Personen aus der Kontaktgruppe 1 eines Infizierten - so nennt man die Gruppe mit der höchsten Gefährdung - in Quarantäne gehen. Das ist das Vorgehen der allermeisten Gesundheitsämter", sagte Dittmer.

+++ 14.04.2020: Fecht-EM in Minsk muss wegen Corona-Krise verschoben werden +++

Auch die Fecht-EM in Minsk kann aufgrund der Coronavirus-Krise nicht wie geplant in diesem Juni stattfinden. Der Weltverband FIE teilte am Dienstag mit, dass wegen der Pandemie alle für April, Mai und Juni geplanten Wettbewerbe abgesagt werden. Das EM-Turnier in der Republik Belarus (Weißrussland) sollte am 16. Juni beginnen und am 21. Juni enden. Der europäische Dachverband EFC bestätigte die EM-Absage auf Anfrage zunächst nicht - auf der EFC-Internetseite wird die EM aber nicht mehr als anstehendes Turnier geführt.

Betroffen sind auch die noch ausstehenden Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele im Sommer 2021 in Tokio. Die "Rangliste ist momentan 'eingefroren' und wird reaktiviert, sobald die Möglichkeit besteht, alle noch ausstehenden Olympia-Qualifikations-Wettkämpfe durchzuführen", schrieb der Deutsche Fechter-Bund auf seiner Internetseite. Neue Termine stehen noch nicht fest. Vom DFeB hatten sich bereits die Säbel- und Florett-Herren jeweils im Team für Olympia qualifiziert.

+++ 14.04.2020: "Könnten Stadion abbauen": Timo Werner sehnt Geisterspiele herbei +++

Fußball-Nationalspieler Timo Werner hat sich für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison mit Geisterspielen ausgesprochen. "Es wäre doch jeder froh, wenn einfach wieder ein Spiel stattfindet. Da könnte man das Stadion drumherum auch abbauen. Hauptsache, die TV-Kameras sind dabei und die Leute können sich vor dem Fernseher versammeln und zuschauen", sagte Werner am Dienstag in einem E-Sport-Stream des DFB. Der Angreifer von RB Leipzig sollte eigentlich im Konsolenspiel "FIFA 20" für Deutschland gegen Frankreich antreten. Sein virtuelles DFB-Debüt scheiterte jedoch an Serverproblemen.

Der 24-Jährige berichtete zudem, wie sich Leipzig auf das kurzfristig abgesagte Geisterspiel gegen den SC Freiburg Mitte März vorbereitet hatte. "Wir haben extra im leeren Stadion trainiert, um uns daran zu gewöhnen. Dann haben wir unter der Dusche erfahren, dass das Spiel abgesagt wird", sagte Werner. Wenige Tage zuvor war Leipzig noch vor Zuschauern mit einem 3:0 gegen Tottenham Hotspur in das Viertelfinale der Champions League eingezogen.

Der 29-malige Nationalspieler sprach zudem über seine Ambitionen bei der in das kommende Jahr verlegten EM. "Wir wollen es als neue Generation besser machen. Wir wären bereit gewesen, ein gutes Turnier zu spielen. Wir haben einen sehr guten Kader, haben uns gefunden", meinte der Stürmer.

+++ 14.04.2020: Berichte: Champions League möglicherweise im August als Final 8 +++

Um die Champions League trotz der Corona-Krise doch noch zeitnah zu Ende zu spielen, denken die Europäische Fußball-Union UEFA und die Club-Vereinigung ECA spanischen Medienberichten zufolge über ein Final-8-Turnier im August nach. Es werde nach einem neutralen Ort gesucht, an dem die Teams und alle Begleiter während des Wettbewerbs isoliert leben könnten, berichtete unter anderem die Zeitung "Mundo Deportivo" am Dienstag. Auch müsse es dabei strenge ärztliche Kontrollen geben.

Die Viertel- und Halbfinals sollen demnach jeweils in einem einzelnen Spiel ausgetragen werden, statt wie üblich in Hin- und Rückspiel. Allerdings sind noch nicht alle Achtelfinales beendet. Auch das Rückspiel des FC Bayern München nach dem 3:0-Hinspielsieg beim FC Chelsea ist noch offen. Der Spielbetrieb in der Königsklasse war wegen der Covid-19-Pandemie Mitte März auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Das Finale hätte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul stattfinden sollen.

+++ 14.04.2020: Leichtathletik-Verband denkt über Geister-Meisterschaften nach +++

Angesichts der Corona-Krise schließt auch der Deutsche Leichtathletik-Verband Geister-Meisterschaften nicht mehr aus. "Wie viele andere Sport-Veranstalter auch hoffen wir darauf, im Rahmen einer Late Season Titelkämpfe mit Zuschauern durchführen zu können. Sollte dies nicht möglich sein, denken wir darüber nach, eine DM ohne Zuschauer mit reduzierter Anzahl an Mitarbeitern auszurichten", sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

Im Verband werden "derzeit verschiedene Optionen diskutiert", wann die ursprünglich für Anfang Juni in Braunschweig geplanten deutschen Meisterschaften stattfinden könnten. Laut Gonschinska sei momentan das Wochenende 8./9. August als Termin für die Titelkämpfe im Gespräch. "Aber auch hier ist es momentan noch zu früh, um einen konkreten Plan zu nennen", sagte er.

"Für einen neuen Termin müssen auf der Basis behördlicher Festlegungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes entsprechende Abstimmungen mit der Stadt Braunschweig, dem Niedersächsischen Leichtathletik-Verband und dem Fernsehen getroffen werden", erklärte der Generaldirektor. Entscheidend sei "letztlich die aktuelle Entwicklung in der Coronakrise", sagte Gonschinska.

+++ 14.04.2020: Sportökonom: Zeitweise Aussetzen von Auf- und Abstieg überlegenswert +++

Sportökonom Christoph Breuer hält in Zeiten der Corona-Krise das Aussetzen von Auf- und Abstieg für "zwei, drei Spielzeiten" in der Fußball-Bundesliga für einen überlegenswerten Ansatz. "Vielleicht um die Effekte abzumildern, die Ligen geringfügig aufzustocken, dass noch ein Aufstieg möglich ist am Ende der Saison, aber den Abstieg zu vermeiden", sagte der Professor der Sporthochschule in Köln am Dienstag im TV-Sender Sky Sport News. Denn Clubs, die es derzeit trotz der widrigen Rahmenbedingungen geschafft hätten, ihre Vereinsfinanzen so zu regeln, dass sie noch liquide sind, "werden den Abstieg als brutalen Nackenschlag verspüren".

+++ 14.04.2020: UEFA spricht kommende Woche über weiteres Vorgehen +++

Die europäische Fußball-Union UEFA wird in der kommenden Woche bei einer erneuten Konferenz das weitere Vorgehen in der Corona-Krise besprechen. Das UEFA-Exekutivkomitee werde am 23. April in einer Video-Konferenz die aktuelle Lage erörtern, bestätigte die UEFA am Dienstag auf Anfrage. Zuvor dürften Beratungen mit den 55 UEFA-Mitgliedsverbänden und Vertretern des Vereinsfußballs anstehen.

Vorrang hat für die UEFA der Abschluss der nationalen Liga- und Pokalwettbewerbe. Ein Notfallplan sieht vor, dass die Spiele bis Juli oder August gehen könnten, die über die Teilnahme an der Champions und Europa League in der nächsten Saison entscheiden.

Die Spiele in der Königsklasse und der Europa League könnten in dieser Saison wieder aufgenommen werden, sobald die nationalen Titel entschieden sind.

Das UEFA-Exekutivkomitee hatte im März die Europameisterschaft um ein Jahr auf 2021 verschoben. Von der Coronavirus-Pandemie sind auch Spiele in den WM-Qualifikationsgruppen, das Finale der Nations League 2021 und das Frauen-Euro-2021-Turnier in England betroffen.

+++ 14.04.2020: Bericht: Tour-de-France-Start am 29. August 2020 +++

Die diesjährige Tour de France soll nach einem Medienbericht aus Frankreich am 29. August in Nizza gestartet und am 20. September auf dem Champs-Élysées in Paris beendet werden. Das berichtet die Zeitung "Le Dauphiné" am Dienstag auf ihrer Internetseite.

Zuvor hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gesagt, dass wegen der Coronavirus-Pandemie "Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden" könnten. Das Vorhaben der Veranstalter, die Tour wie geplant vom 27. Juni bis zum großen Finale in Paris am 19. Juli trotz aller Widrigkeiten mit Fans an der Strecke stattfinden zu lassen, war somit hinfällig geworden.

+++ 14.04.2020: FIFA: Großteil der Länderspiele erst 2021 - Nations League gefährdet +++

Ein großer Teil der geplanten Länderspiele des Fußball-Jahres wird möglicherweise erst 2021 ausgetragen werden können. Diese Meinung vertritt der Vizepräsident des Weltverbandes FIFA, Victor Montagliani, weil damit zu rechnen sei, dass die Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie länger ausdauern würden.

Betroffen davon wären dann auch die ab 3. September 2020 geplanten Spiele der Nations League. Sogar die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar müsse nach seiner Auffassung möglicherweise verkürzt werden, da der Zeitrahmen für das im November 2022 beginnende Turnier enger werde.

Der Kanadier Montagliani, der zugleich Präsident des Verbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf) ist, leitet eine FIFA-Arbeitsgruppe, die Pläne formuliert, um die Herausforderungen des Sars-CoV-2-Virus zu meistern. Seit dem vergangenen Monat ruht in nahezu allen Teilen der Welt der Spielbetrieb.

Die FIFA hatte schon alle für März und Juni angesetzten Länderspiele abgesagt. Montagliani glaubt nun, dass auch die vorgesehenen Fenster für Spiele der Nationalmannschaften im Herbst gestrichen werden müssten. "Ich persönlich denke, dass dies eine Herausforderung sein könnte, sowohl wegen der Gesundheitsprobleme auf der ganzen Welt, als auch wegen internationaler Reisen", sagte Montagliani in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.

Der nationale Fußball habe jetzt Priorität. Die Ländervergleiche im September stünden noch im Kalender, "aber ich möchte sagen, dass ich da nicht sicher bin, wie sich die Dinge derzeit entwickeln." Die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien könnte davon abhängen, dass ein Impfstoff gegen die Covid-19-Krankheit gefunden werde - und das sei möglicherweise erst 2021. Eine vollständige Wiederaufnahme des Fußballs im Jahr 2020 ist in Teilen der von der Pandemie am stärksten betroffenen Welt, einschließlich Europa und Nordamerika, möglicherweise nicht möglich, befürchtet der FIFA-Funktionär.

+++ 14.04.2020: Organisatoren: Tour-de-France-Start am 27. Juni nicht möglich +++

Die Organisatoren der Tour de France arbeiten an einer Verschiebung des Rad-Klassikers. Ein Start wie geplant am 27. Juni in Nizza sei nicht mehr möglich, teilten die Veranstalter der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Zuvor hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gesagt, dass wegen der Coronavirus-Pandemie "Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden" könnten. Das Vorhaben der Veranstalter, die Tour wie geplant vom 27. Juni bis zum großen Finale in Paris am 19. Juli trotz aller Widrigkeiten mit Fans an der Strecke stattfinden zu lassen, war somit hinfällig geworden.

+++ 14.04.2020: Leopoldina-Präsident: Stadionbesuche erst in vielen Monaten +++

Der Präsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina rechnet über einen langen Zeitraum mit Geisterspielen im Fußball. "Es wird sicherlich viele Monate dauern, es kann bis zu eineinhalb Jahre sein", sagte Gerald Haug den ARD-"Tagesthemen" auf die Frage, wie lange auf Besuche in Fußballstadien verzichtet werden sollte. Der 52-Jährige verwies darauf, dass die Corona-Pandemie erst ende, wenn ein Impfstoff gegen das Virus gefunden sei. Bis dahin sei es "sicherlich klug", nicht ins Fußballstadion zu gehen.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Montag eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich mit Schritten zur Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise beschäftigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet. Am Mittwoch wollen die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten über die weiteren Maßnahmen beraten.

Die Deutsche Fußball Liga hat für den Freitag eine außerordentliche Mitgliederversammlung angesetzt. Dann soll über eine mögliche Fortsetzung der Saison in den Bundesligen im Mai entschieden werden. Die DFL plant vorerst mit Geisterspielen, um zumindest große Teil der noch ausstehenden TV-Gelder und Sponsoren-Einkünfte in Höhe von rund 750 Millionen Euro zu retten.

Leopoldina-Präsident Haug verwies darauf, dass die Stellungnahme der Wissenschaftler nur eine Empfehlung sei. "Der Fahrplan muss ganz klar von der Politik kommen", sagte der Klimaforscher. Ob es bis zur Öffnung der Stadien für die Fans wirklich eineinhalb Monate dauere, müsse man abwarten. Es gebe auch "optimistischere Prognosen", wann ein Impfstoff bereitstehen könnte.

+++ 14.04.2020: Ex-Weltverbandschef Mosley: Formel 1 sollte Saison absagen +++

Der frühere Weltverbandschef Max Mosley hat seinem Nachfolger Jean Todt zur Absage der Formel-1-Saison geraten. "Dann hätten die Teams und die Rennveranstalter Sicherheit, um planen und Maßnahmen ergreifen zu können. Zurzeit sind sie in der Schwebe und viele verlieren Geld", sagte der frühere Präsident des Internationalen Automobilverbands Fia der Deutschen Presse-Agentur. Der 80 Jahre alte Mosley verwies auf die völlig unklare Situation durch die Coronavirus-Pandemie. "Mit Abwarten riskiert man, die Lage zu verschlimmern, ohne die Sicherheit zu haben, dass man etwas gewinnt", erklärte der Brite.

Mosley hatte die Fia von 1993 bis 2009 geführt, ehe der Franzose Todt seine Nachfolge antrat. Todt hatte zuletzt mit den Formel-1-Spitzen über die Optionen für einen Neustart der Saison verhandelt und betont, er hoffe sogar auf Rennen mit Zuschauern noch in diesem Jahr. Derzeit pausiert die Königsklasse, die ersten neun der 22 geplanten WM-Läufe wurden bereits abgesagt oder verschoben.

"Es gibt keine Garantie, dass die Rennen im Juli wieder starten können, und es wirkt eigentlich zunehmend unwahrscheinlicher", sagte Mosley. Es sei daher besser für die Fia und die Rechteinhaber "jetzt zu handeln und die Chance zu nutzen, die Formel 1 neu zu organisieren und zu strukturieren, um sie auf eine viel solidere finanzielle Basis für die Zukunft zu stellen".

Die vorgeschlagenen Geisterrennen ohne Fans lehnt Mosley ab. "Das wäre eine finanzielle Katastrophe für die meisten Rennveranstalter", sagte der Jurist, der neben Ex-Geschäftsführer Bernie Ecclestone als einer der Väter der modernen Formel 1 gilt. Auch der 89 Jahre alte Ecclestone hatte geraten, diese Saison ausfallen zu lassen. Mosley verwies allerdings darauf, dass er seit Jahren nicht mehr selbst an der Rennstrecke war. Daher besitze er aktuell "kein Insiderwissen".

+++ 14.04.2020:Olaf Ludwig glaubt trotz "Nationalfeierwochen" nicht an Tour-Start +++

Radsport-Olympiasieger Olaf Ludwig glaubt nicht an eine Austragung der diesjährigen Tour de France. "Die Tour wartet eben noch. Ich glaube nicht, dass sie stattfindet, und eine Tour ohne Publikum ist keine Alternative", sagte der 60-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind derzeit alle Radrennen bis 1. Juni abgesagt oder verschoben, darunter auch zahlreiche Frühjahrsklassiker wie Paris-Roubaix sowie der Giro d'Italia.

Die Tour soll eigentlich am 27. Juni in Nizza beginnen und am 19. Juli in Paris enden. Die Verantwortlichen haben sich derzeit Zeit bis zum 15. Mai erbeten. Da zahlreiche Teams von den Sponsoreneinnahmen abhängig sind, die bei der Frankreich-Rundfahrt besonders hoch sind, gilt eine Verschiebung nach hinten zunächst als erste Alternative.

"Die Tour sagt, für uns und für Frankreich sind das Nationalfeierwochen", betonte Ludwig. Auch deshalb warte der Veranstalter mit einer Absage oder einer Verschiebung. Tour-Boss Christian Prudhomme hatte bereits erklärt, dass das Rennen ohne Zuschauer keine Option sei.

+++ 10.04.2020: "Bild": Tendenz geht zu Bundesliga-Start am 9. Mai

Die Tendenz für eine Fortsetzung der Fußball-Saison in der Bundesliga und 2. Bundesliga geht nach "Bild"-Informationen zum 9. Mai. Dieser Termin sei wahrscheinlicher als ein Start schon am 2. Mai, sollen DFB-Vertreter in einer Videositzung am Donnerstag gesagt haben. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen, hieß es.

Zuständig für eine Terminierung der Spieltage in den beiden höchsten deutschen Spielklassen ist ohnehin die Deutsche Fußball Liga (DFL). In der Videositzung ging es vorrangig um die 3. Liga, für die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verantwortlich ist. Die 3. Liga überlegt demnach, am 16. Mai ihre Saison fortzusetzen.

Die "Bild" zitierte einen DFB-Sprecher: "Bei den Planungen orientiert sich der DFB mit der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga auch an der DFL und ihren Modellen für den Spielbetrieb der Bundesligen. Dies sind momentan allerdings nur Planspiele, die von vielen äußeren Faktoren abhängig sind."

Die Bundesligen haben ihren Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April unterbrochen. Als Ziel wird anvisiert, die Saison bis zum 30. Juni abzuschließen - eine Fortsetzung wäre auf unbestimmte Zeit nur mit Geisterspielen ohne Zuschauer im Stadion möglich.

+++ 09.04.2020: Veranstalter: Absage der Motorrad-WM nur letzte Option +++

Eine Absage der Motorrad-WM-Saison 2020 ist für die Veranstalter nur die letzte aller Optionen. Der Rechteinhaber Dorna Sports teilte am Donnerstag mit: "Wenn die Pandemie unser Leben und den Sport länger auf Eis legt, als wir alle vorhersehen können und Reisebeschränkungen bestehen bleiben, würde Dorna Sports nur als letzten Ausweg in Erwägung ziehen, die Absage der Saison 2020 mit der FIM, der IRTA und der MSMA zu diskutieren." Geplant ist aber, so viele Rennen wie möglich zu veranstalten.

Ausgefallen sind bereits drei Rennen, die aber schon neue Termine erhalten haben: im thailändischen Isan (4. Oktober), im texanischen Austin (15. November) und in Termas de Río Hondo in Argentinien (22. November). Die Grand Prix von Frankreich in Le Mans (15. Mai), Italien (31. Mai) und Katalonien (7. Mai) sind auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben worden. Nach dem aktuellen Rennkalender würde am 21. Juni auf dem Sachsenring in Deutschland gefahren werden.

In der MotoGP-Klasse ist in diesem Jahr noch kein Rennen ausgetragen worden. Die Auftaktrennen der Moto2- und Moto3-Klasse konnten Anfang März in Katar noch gestartet werden.

+++ 09.04.2020:Corona-Pandemie: Saison in der Tennis-Bundesliga abgesagt +++

Die Tennis-Saison in der Herren-Bundesliga und in den beiden 2. Bundesligen fällt 2020 aus. Der Deutsche Tennis Bund (DTB) sagte am Donnerstag die Spiele wegen der Corona-Pandemie ab. In der Bundesliga seien insgesamt zehn Mannschaften betroffen, in den 2. Bundesligen Nord und Süd jeweils neun.

Saisonstart wäre in der Bundesliga am 5. Juli gewesen, eine Woche später hätten die beiden 2. Bundesligen mit ihrem Spielbetrieb begonnen. Die Spiele in der 1. und 2. Bundesliga der Damen waren schon am 23. März abgesagt worden.

+++ 07.04.2020: Leichtathletik-Weltverband setzt Olympia-Quali bis Ende November aus +++

Der Leichtathletik-Weltverband setzt die Qualifikation für die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele wegen der Corona-Pandemie vom 6. April bis zum 30. November aus. "Während dieses Zeitraums werden die bei einem Wettbewerb erzielten Ergebnisse nicht für die Zulassungsstandards für Tokio 2020 oder die Weltrangliste berücksichtigt, deren Veröffentlichung ebenfalls ausgesetzt wird", teilte World Athletics am Dienstag mit. Wenn sich die globale Situation normalisiere, werde die Qualifikationsperiode am 1. Dezember 2020 neu beginnen.

Die Ergebnisse künftiger Wettkämpfe sollen lediglich für statistische Zwecke aufgezeichnet werden - Weltrekorde sind möglich. Die olympischen Qualifikationszeiträume enden damit am 31. Mai 2021 (für 50 Kilometer Gehen und Marathon) oder am 29. Juni für alle anderen Disziplinen.

"Die Aussetzung der Olympia-Qualifikation während dieses Zeitraums bringt mehr Sicherheit für die Planung und die Vorbereitung der Athleten" sagte World-Athletics-Präsident Sebastian Coe in dem Statement. Dies sei "der beste Weg (...), um die Qualifikation angesichts der Herausforderungen internationaler Reisen und der ungleichen Wettkampfmöglichkeiten auf der ganzen Welt für die Athleten fair zu gestalten", erklärte der Brite.

World Athletics teilte zudem mit, vorübergehend 50 Prozent seiner Mitarbeiter am Hauptsitz in Monaco "mit Wirkung vom heutigen Tag zu beurlauben, um langfristig Arbeitsplätze zu sichern". Alle Mitarbeiter bekämen aber weiterhin ihr volles Gehalt.

+++ 07.04.2020: Armin Laschet - bis mindestens zum Sommer keins Spiele mit Publikum +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sieht keine Chance, in den nächsten Wochen zu einem normalen Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga zurückzukehren. "Eines ist klar: Ich kann mir für diese Saison keine Spiele mit Publikum mehr vorstellen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. "Bis zum Sommer - Minimum - werden wir Spiele ohne Publikum haben - wenn wir überhaupt Spiele haben."

Ob es Spiele in Zeiten der Corona-Pandemie geben könne, werde derzeit zwischen der Deutschen Fußball Liga und den Ländern besprochen, sagte Laschet. Dabei sei das Einvernehmen der Länder, die Bundesligavereine haben, wichtig. "Insofern geht natürlich nur ein Konsens von mindestens 18 Vereinen, die unter gleichen Regeln dann auch den Spielbetrieb wieder aufnehmen sollten - wenn denn diese Entscheidung gefällt wird."

+++ 07.04.2020: Als Kontaktpersonen: Hertha-Profis Stark und Wolf vorerst zu Hause +++

Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss vorerst auf Nationalspieler Niklas Stark (24) und Marius Wolf (24) verzichten. Beide Profis gelten als Kontaktpersonen eines Coronavirus-Infizierten und müssen daher die nächsten Tage individuell zu Hause trainieren. Das teilte der Berliner Club am Dienstag auf seiner Internetseite mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Wegen eines positiven Coronavirus-Tests bei einem Spieler musste sich das Team zuletzt zeitweise für zwei Wochen in eine häusliche Quarantäne begeben. Nach mehr als drei Wochen Pause wegen der Coronavirus-Krise war Hertha erst am Montag in Kleingruppen ins Training zurückgekehrt. Dabei fehlten Stark und Wolf bereits.

+++ 07.04.2020: "Bild": DFL plant Geisterspiele - mit nur 239 Personen im Stadion +++

Bei möglichen Geisterspielen in der Bundesliga will die Deutsche Fußball Liga einem "Bild"-Bericht zufolge nur noch 239 Menschen ins Stadion lassen. Zu den Partien, die nach der Unterbrechung der laufenden Saison frühestens Anfang Mai stattfinden könnten, dürften dann unter anderen 30 Ordner und vier Balljungen in den Innenraum einer Arena, schreibt die Zeitung, der nach eigenen Angaben entsprechende Planungen der DFL vorliegen.

Beim bis dato einzigen Geisterspiel der Bundesliga - am 11. März beim Mönchengladbacher 2:1 gegen Köln - durften noch 600 Menschen in den Borussia-Park: die Spieler, Trainer, wenige Journalisten, Ordner und Sanitäter. Die Zuschauerränge blieben leer.

Künftig dürfen nur noch 126 Personen in den Innenraum: Die Mannschaften in kompletter Stärke, pro Team sind nur noch acht Trainer, Betreuer und Ärzte zugelassen. Dazu kommen 113 Personen auf den Tribünen - darunter 30 Journalisten. Statt bislang zwölf werden nur noch vier Balljungen dabei sein. Die stärkste Gruppe im Innenraum stellt laut "Bild" das Fernsehen mit insgesamt 36 Personen.

VIP-Gäste und Clubmitarbeiter ohne Funktion dürfen nicht auf die Ränge. Nur acht Mitglieder pro Delegation sind erlaubt. Zu trinken und zu essen gibt es nichts. Vor dem Stadion sind nochmals 50 Ordner geplant, um Fan-Ansammlungen zu verhindern.

In der Bundesliga und in der 2. Liga wird aufgrund der Coronavirus- Pandemie mindestens bis zum 30. April kein Fußball gespielt. Das hatten die 36 Profi-Clubs Ende März auf einer virtuellen Mitgliederversammlung auf Empfehlung des DFL-Präsidiums beschlossen. Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März in Mönchengladbach statt - das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten.

+++ 06.04.2020: Ironman-EM verschoben +++

Die Ironman-EM der Triathleten in Frankfurt findet wegen der Corona-Krise nicht am 28. Juni statt. Das Top-Event in der hessischen Mainmetropole wurde am Montag wie 13 weitere im Juni geplante Wettbewerbe in Europa und Südafrika - darunter die deutschen Rennen im Kraichgau und in Hamburg - auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die EM-Veranstalter prüfen nun die Möglichkeit einer späteren Austragung des Traditionsrennens über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den Marathonlauf über 42,195 Kilometer. Als Ausweichtermin soll der 27. September im Gespräch sein.

Der späte Termin würde jedoch mit der WM auf Hawaii am 10. Oktober kollidieren und somit wohl dazu führen, dass die Veranstaltung ohne Profis über die Bühne gehen müsste. Zwei Starts innerhalb von zwei Wochen sind für die Athleten wegen der körperlichen Strapazen ausgeschlossen.

+++ 06.04.2020: Bis Ende Juni keine Sportveranstaltungen vor Publikum in Österreich +++

In Österreich dürfen aufgrund der Coronavirus-Krise bis Ende Juni keine Sportveranstaltungen vor Publikum stattfinden. Die österreichische Bundesregierung verkündete am Montag ein allgemeines Verbot für öffentliche Veranstaltungen bis Ende Juni - Sportveranstaltungen sind dabei inbegriffen. Ob es Geisterspiele in Österreichs Fußball-Bundesliga geben könne, sei noch nicht klar, teilte eine Sprecherin des Sportministeriums der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Zunächst werde es Ausnahmeregelungen wie etwa Trainingsmöglichkeiten für Profisportler geben. Diese hatte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) "in den nächsten Wochen" in Aussicht gestellt.

Österreich will ab dem 14. April kleine Schritte in Richtung Normalität gehen. Kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen dann wieder öffnen. Im Gegenzug sind aber Veranstaltungen länger nicht erlaubt, zudem wird das Tragen eines Mundschutzes nicht nur in Supermärkten sondern auch im öffentlichen Nahverkehr zur Pflicht.

+++ 04.04.2020: Coronavirus: Länderspiele der DFB-Frauen in den USA abgesagt +++

Die für Anfang Juni geplanten Länderspiele der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft bei Weltmeister USA sind wegen der Coronavirus-Pandemie erwartungsgemäß abgesagt worden. Das teilte der DFB am Samstag mit.

"Die Gesundheit hat absoluten Vorrang. Deshalb ist die Absage richtig, auch wenn wir uns sehr auf die Spiele gegen die Weltmeisterinnen als wichtige Schritte im Entwicklungsprozess unseres jungen Teams gefreut hatten", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Zuvor war bereits das Endspiel um den Algarve-Cup gegen Italien am 11. März abgesagt worden. Auch die für Anfang April angesetzten EM-Qualifikationsspiele gegen Irland und Montenegro mussten verschoben werden.

+++ 03.04.2020: UEFA rät Mitgliedsverbänden von Saisonabbruch der nationalen Ligen ab +++

Die UEFA hat ihren Mitgliedsverbänden in der Corona-Krise von einem Abbruch der nationalen Fußballligen zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten. In einem Brief der Europäischen Fußball-Union, aus dem die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag zitierte, heißt es, man sei "zuversichtlich, dass Fußball in den kommenden Monaten zu den Bedingungen der Behörden wieder starten kann und jede Entscheidung, die inländischen Wettkämpfe aufzugeben, zu diesem Zeitpunkt, verfrüht und nicht gerechtfertigt ist".

Die UEFA arbeitet derzeit daran, mit den europäischen Ligen eine Lösung für das Saisonende zu finden. Europa League und Champions League stecken in der K.o.-Phase fest. Möglicherweise sollen die Wettbewerbe im Juli oder August beendet werden.

In Belgien war am Donnerstag die Entscheidung gefallen, die Saison nach 29 der 30 Hauptrunden-Spieltage abzubrechen und auf die Playoffs zu verzichten. Der FC Brügge soll demnach zum Meister proklamiert werden. In der Bundesliga hofft man auf einen Neustart Anfang Mai.

+++ 03.04.2020: DEL-Chef Tripcke: Saisonstart ohne Zuschauer "macht keinen Sinn" +++

Ein Spielbetrieb in der neuen Saison ohne Zuschauer ist für die Deutsche Eishockey Liga nicht darstellbar. Sollten wegen der Coronavirus-Pandemie auch im September noch keine Spiele mit Publikum möglich sein, könnte dies zum Zusammenbruch der DEL führen. "Der Spielbetrieb wäre dann nicht refinanzierbar. Das kann nur übergangsweise und kurzzeitig ein Szenario sein", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur.

Die DEL hatte die laufende Saison wegen der Corona-Krise nach dem Ende der Hauptrunde und vor dem Start der Playoffs abgebrochen. Anders als im Fußball, wo die Bundesliga die laufende Saison ab Mai ohne Zuschauer zu Ende spielen will, mache dies im Eishockey "wirtschaftlich keinen Sinn", meinte Tripcke: "Wir haben im Eishockey wesentlich geringere TV-Einnahmen als im Fußball. Ohne Zuschauer und die in den Arenen engagierten Sponsoren hätten wir nur ungefähr ein Drittel der normalen Einnahmen."

Bereits durch den Saison-Abbruch seien die Einbußen verheerend. "Für die DEL-Gruppe rechne ich mit rund 15 bis 20 Millionen Euro an Umsatz-Verlust durch die Absage der Playoffs", sagte Tripcke, der mit der Liga eigentlich am 18. September regulär wieder in die neue Saison starten will. Sollte dies mit Zuschauern nicht möglich sein, würde der Saisonstart sehr wahrscheinlich verschoben.

"Wenn es soweit kommen sollte, dass es nur die Option gibt, die neue Saison zu verschieben oder zu verkürzen, dann besprechen wir das natürlich mit den Clubs. Man muss dann sehen, was wirtschaftlich darstellbar ist. Aber bei einer Profiliga ohne Zuschauer, entfällt das Geschäftsmodell", sagte der 52-Jährige weiter.

Tripcke betonte indes, dass die Planungen aktuell auf einen normalen Saisonstart im September ausgelegt seien. Die Lizenzprüfung soll wie geplant in der zweiten Mai-Hälfte stattfinden.

+++ 02.04.2020: Auch Motorrad-Grand Prix in Le Mans verschoben +++

Der Motorrad-Grand Prix von Frankreich in Le Mans muss wegen der Coronavirus-Pandemie ebenfalls verschoben werden. Ursprünglich sollte das WM-Wochenende vom 15. bis 17. Mai stattfinden. Ein neues Datum muss noch benannt werden, hieß es vom Weltverband FIM am Donnerstag. Auch der Nachholtermin der Rennen in Jerez ist weiter offen. Der für Anfang Mai geplante Grand Prix in Spanien war in der vergangenen Woche vorerst abgesagt worden.

Neben Le Mans und Jerez wurden bereits die Rennen im thailändischen Isan (4. Oktober), im texanischen Austin (15. November) und in Termas de Río Hondo in Argentinien (22. November) verlegt. Es wird damit gerechnet, dass auch der Große Preis von Italien am 31. Mai in Mugello auf einen anderen Termin gelegt wird.

In der MotoGP-Klasse ist in diesem Jahr noch kein Rennen ausgetragen worden. Die Auftaktrennen der Moto2- und Moto3-Klasse konnten Anfang März in Katar noch gestartet werden.

+++ 02.04.2020: Tour de France nicht ohne Zuschauer - Verschiebung möglich +++

Die Tour de France findet in diesem Jahr nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Entsprechenden Gedankenspielen, die jüngst Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu aufgeworfen hatte, erteilte Tourchef Christian Prudhomme eine Absage. In der Diskussion sei vielmehr eine Verschiebung des Rennens. Noch wollen die Veranstalter aber am Starttermin 27. Juni in Nizza festhalten, als Deadline für eine Entscheidung hat sich der Veranstalter ASO den 15. Mai gesetzt.

"Im Namen Tour de France ist das wichtigste Wort 'Frankreich'. Die Gesundheitssituation im Land ist das, was zählt. Ich möchte, dass die Tour de France im Sommer stattfindet - und zwar nicht im Interesse der Tour. Findet sie nicht statt, bedeutet es, dass das Land in einer katastrophalen Situation ist", sagte Prudhomme dem Internetportal "Sports-Auvergne.fr".

Für die Teams wäre eine Austragung des Prestigerennens extrem wichtig. "Sofern die Tour de France stattfindet, kommen wir mit einem blauen Auge davon. Die Tour ist das wichtigste Event im Jahr, nicht nur für uns, auch für unsere Sponsoren. Wenn das stattfindet, kann man über alles andere großzügig hinwegschauen", sagte Ralph Denk als Teamchef des deutschen Rennstalls Bora-hansgrohe der Deutschen Presse-Agenur.

Am Mittwoch hatte der Radsport-Weltverband in einem Krisengespräch mit den Teams und den Veranstaltern entschieden, die Saison bis zum 1. Juni auszusetzen. Im Gespräch sind auch drei mögliche Szenarien für einen Neustart: der 1. Juli, der 15. Juli oder der 1. August. UCI-Vizepräsident Renato Di Rocco ließ gegenüber mehreren italienischen Medien durchblicken, dass nach der Bekanntgabe des neuen Saisonstarts den Fahrern eine 30-tägige Vorbereitungszeit mit kleineren Rennen eingeräumt werden soll. Anschließend könnte die Tour beginnen, also womöglich im August.

+++ 02.04.2020: Medien: Golf-Fans müssen wegen Corona auf British Open verzichten +++

Auch die British Open können nach Informationen des Magazins "Golf Digest" wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden und stehen vor der Absage. Die 149. Ausgabe des traditionsreichen Turniers hätte am 16. Juli im Royal St. George's Golf Club im Südosten Englands ausgetragen werden sollen. Wie das US-Magazin am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf anonyme Quellen schrieb, könnte die Entscheidung schon im Laufe des Donnerstags offiziell werden. Es wäre die erste Absage seit dem Zweiten Weltkrieg.

Laut Artikel wollten die Verantwortlichen die Entscheidung zum Tennisturnier in Wimbledon abwarten. Der Grand Slam in London war am Mittwoch abgesagt worden. Wie Wimbledon sollen auch die British Open für den Fall einer Absage wegen einer Pandemie versichert sein. Große Golfturniere wie das Masters in Augusta und das PGA Championship sind bislang nur verschoben, aber nicht abgesagt.

+++ 02.04.2020:Nach Wimbledon-Absage: US Open halten noch an Austragung fest +++

Die Organisatoren der US Open halten ungeachtet der erstmaligen Absage des Tennis-Klassikers in Wimbledon seit dem Zweiten Weltkrieg noch an der Austragung ihrer Veranstaltung im Spätsommer fest. "Zum jetzigen Zeitpunkt hat die USTA weiter vor, die US Open wie geplant stattfinden zu lassen und wir setzen die Vorbereitungen, das Turnier auszutragen, verschärft fort", hieß es in einem Statement des US-Tennis-Verbandes vom Mittwoch (Ortszeit). Natürlich verfolge man die rapide wechselnde Entwicklung rund um die Covid-19-Pandemie aber sehr genau und bereite sich auf alle Eventualitäten vor.

Die Veranstalter von Wimbledon hatten am Mittwoch ihre diesjährige Veranstaltung wegen der Corona-Krise abgesagt. Die komplette Tennis-Tour pausiert bis zum 13. Juli. Zuvor waren bereits die French Open vom Mai in den September verschoben worden, eine Woche nach den vom 31. August bis 13. September geplanten US Open.

Allerdings ist derzeit völlig unklar, ob die beiden Grand-Slam-Events auch tatsächlich stattfinden. New York ist in den USA ein Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Demnächst sollen auf der Anlage in Flushing Meadows 350 temporäre Krankenhausbetten für die von der Pandemie hart getroffenen Bewohner der Millionen-Metropole aufgebaut werden. Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center zur Zubereitung von 25 000 Essenspaketen täglich genutzt werden.

+++ 01.04.2020: Wimbledon fällt komplett aus! +++

Die Wimbledon-Veranstalter haben das älteste Tennis-Turnier der Welt im Londoner All England Lawn Tennis and Croquet Club abgesagt. Wie die "Bild" schreibt, ist die Saison der ATP- und WTA-World-Tour jetzt bis zum 13. Juli ausgesetzt. Wimbledon wird nicht verschoben, die restlichen Turniere fallen offiziell noch nicht aus, sondern sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

+++ 31.03.2020:Fußball-Bundesliga pausiert bis zum 30. April +++

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu.

+++ 31.03.2020: Eintracht-Trainer Hütter rechnet mit Abbruch der Europa League +++

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Abbruch der Europa League. "Ich bin eher skeptisch, ob man die aktuelle Saison in der Europa League zu Ende spielen kann", sagte der 50 Jahre alte Österreicher der "Bild"-Zeitung (Dienstag).

Der Wettbewerb ist von der UEFA aufgrund der Coronavirus-Pandemie wie die Champions League im Achtelfinale auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden. In einer Videokonferenz mit den 55 Mitgliedsverbänden will die Europäische Fußball-Union an diesem Mittwoch darüber beraten, ob und wie die internationale Saison noch abgeschlossen werden kann.

Sollte es eine Fortsetzung geben, stünde die Eintracht vor dem Aus. Der hessische Fußball-Bundesligist hatte das Hinspiel im Achtelfinale gegen den FC Basel vor leeren Rängen im heimischen Stadion mit 0:3 verloren. "Wenn es so sein sollte, dass gespielt wird, werden wir alles daran setzen, um das fast Unmögliche noch möglich zu machen", sagte Hütter. Neben der Eintracht sind auch die Liga-Rivalen Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg noch im Wettbewerb vertreten.

+++ 31.03.2020:Mehrheit der Deutschen für Absage von Sportveranstaltungen +++

Drei Viertel der Deutschen sind angesichts der unsicheren Zeiten wegen der Corona-Pandemie für die komplette Absage beziehungsweise Verschiebung großer Sportveranstaltungen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Besonders ältere Menschen ab 55 Jahren (82 Prozent) plädieren dafür, teilte YouGov mit. Dagegen sei nur jeder zweite der Befragten (52 Prozent) der Generation Z im Alter zwischen 18 und 24 Jahren für diese gravierenden Maßnahmen.

Lediglich sieben Prozent sind dafür, dass der größte Teil der Sportveranstaltungen stattfinden sollte - wenn auch als "Geisterspiele" ohne Zuschauer. Am häufigsten sprachen sich die jüngeren Menschen bis 34 Jahre (13 und 14 Prozent) für diese Option aus, am seltensten die Gruppe der über 55-Jährigen - nur zwei Prozent. Ein Drittel plädierte für Verschiebung von Sportevents unabhängig vom Zeitpunkt.

Laut YouGov sagten acht Prozent, dass eine Verschiebung oder Absage einer Sportveranstaltung einzeln betrachtet und von Fall zu Fall entschieden werden muss. Etwa ein Drittel (30 Prozent) sprach sich dafür aus, dass ein für mehr als einen Monat pausierender Wettbewerb für diese Saison oder in diesem Jahr abgebrochen werden sollte - auch wenn dann keine Meister/Sieger oder Absteiger/Verlierer ermittelt werden können. Dagegen plädiert knapp ein Fünftel (18 Prozent) dafür, dass bei einer möglichen Absage noch ein fairer Weg gefunden werden sollte, um doch noch einen Meister/Sieger oder Absteiger/Verlierer zu bestimmen.

Die Basketball-Bundesliga will Spielbetrieb mit zehn Clubs fortsetzen. Bild: dpa

+++ 30.03.2020: IOC: Olympia in Tokio wird am 23. Juli 2021 eröffnet +++

Die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli eröffnet werden und am 8. August enden. Diesen neuen Termin fast genau ein Jahr nach der eigentlich geplanten Eröffnungsfeier gab das Internationale Olympische Komitee am Montag bekannt.

+++ 29.03.2020: Neuer Olympia-Termin im Juli 2021? +++

Einen neuen Termin für die wegen der Coronavirus-Pandemie auf 2021 verlegten Olympischen Spiele von Tokio zu finden ist so schwer wie der Gewinn einer Goldmedaille. Sollen sie im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres nachgeholt werden? Wie der japanische Sender NHK berichtet, sollen sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die japanischen Organisatoren auf den 23. Juli 2021 als Termin für die Eröffnungsfeier in Tokio einigen. Die Abschlussfeier sei für den 8. August geplant. Ursprünglich waren die Spiele vom 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

+++ 27.03.2020: Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf unbestimmte Zeit verlegt +++

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Pokal-Halbfinalspiele Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verlegt. Die Partien waren ursprünglich am 21./22. April geplant. Für die Vereine sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit aber weder eine Planungssicherheit gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich, teilte der DFB am Freitag mit.

"Gemäß der aktuellen Verfügungslage ist der Spielbetrieb untersagt und ein Trainingsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen", begründete der DFB die Verschiebung.

+++ 27.03.2020: Deutsche Leichtathletik-DM in Braunschweig werden neu terminiert +++

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften werden aufgrund der aktuellen dynamischen Entwicklung in der Coronakrise und der Verschiebung der Olympischen Spiele 2021 neu terminiert. Ursprünglich sollten die Titelkämpfe im Rahmen der Finals am 6./7. Juni in Braunschweig stattfinden. "Die Titelkämpfe wurden für Anfang Juni festgelegt, um unseren Athleten eine Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele in Tokio zu geben", erklärte DLV-Präsident Jürgen Kessing am Freitag. "Nachdem die Spiele jetzt auf 2021 verlegt worden sind, werden wir sie Titelkämpfe im Sinne aller Athleten und Vereine auf einen neuen Termin verschieben." Momentan gebe es wegen der Einschränkung des Trainings keine Chancengleichheit.

+++ 27.03.2020: TSG Hoffenheim setzt Teamtraining für eine weitere Woche aus +++

Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat das Mannschaftstraining wegen der Corona-Krise für eine weitere Woche bis mindestens 5. April ausgesetzt. "In enger Abstimmung mit und in Folge der Empfehlungen der DFL handeln wir weiterhin verantwortungsvoll. Unsere Spieler werden ihr Trainingsprogramm weiterhin individuell, aber nach klaren Vorgaben unseres Trainerteams, absolvieren", sagte Profichef Alexander Rosen am Freitag in einer Vereinsmitteilung.

Die Deutsche Fußball Liga hatte in einem Brief an die 36 Profivereine empfohlen, das Mannschaftstraining wegen der Coronavirus-Pandemie erst ab 6. April wieder aufzunehmen. Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga soll bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Ein entsprechender Beschluss auf der DFL-Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag gilt als sicher.

+++ 27.03.2020: Radprofis fahren virtuelle Tour de Suisse +++

In der durch die Coronavirus-Pandemie erzwungenen Pause verlegen die Radprofis ihre Rennen in die digitale Welt. Vom 22. bis 26. April werden die "Digital Swiss 5" ausgetragen, eine Serie von Eintagesrennen, die teilweise auf dem für die Tour de Suisse geplanten Parcours stattfinden. Profis wie Lombardei-Gewinner Bauke Mollema oder Tour-Etappensieger Michael Matthews nutzen ihre Smarttrainer in den eigenen vier Wänden und treten auf der Plattform Rouvy gegeneinander an. Das teilte die Team-Vereinigung Velon am Freitag mit.

"Wir freuen uns sehr auf diese Gelegenheit. Unsere Fahrer sind mit ganzem Herzen dabei und wir sind gespannt, wohin uns das führen wird", sagte Enrico Poitschke, Sportlicher Leiter des Rennstalls Bora-hansgroha. Neben dem deutschen Team haben bisher Sunweb, Trek-Segafredo und Jumbo-Visma ihre Teilnahme zugesagt. Die Rennen dauern jeweils eine Stunde und werden live im Schweizer Fernsehen übertragen. Pro Mannschaft treten drei Fahrer an, deren Daten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Leistung live übertragen werden.

+++ 27.03.2020: Boulder-Weltcups abgesagt +++

Wegen der Corona-Krise sind sämtliche Weltcups der Sportkletterer in der Disziplin Bouldern vorerst gestrichen worden. Das teilte der Weltverband IFSC am Freitag mit. Nachdem die ersten Events im Bouldern - also dem Klettern von schwierigen Elementen in Absprunghöhe ohne Seilsicherung - schon zuletzt abgesagt worden waren, folgte nun das vorläufige Aus der Wettkämpfe in München am 23. und 24. Mai sowie in Salt Lake City und Innsbruck jeweils im Juni.

Ob und wann die Events in dieser Saison nachgeholt werden, ist unklar. In München hätte rund um den Weltcup eine Aktionswoche zum Bouldern mit Events auch für Amateursportler stattfinden sollen. Diese wurde ebenfalls gestrichen. "Es wird auch eine Zeit nach Corona geben. Und wir hoffen, dieses tolle Event dann auf die Beine stellen zu können", sagte Organisationschefin Julia Zschiesche.

+++ 27.03.2020: DFB sagt Termine der Juniorenteams ab +++

Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen der Coronavirus-Pandemie weitere Termine seiner Junioren-Teams abgesagt. Nach den entsprechenden Maßnahmen für den März können auch im April und Mai sowie teilweise auch im Juni keine Spiele oder Lehrgänge stattfinden. Diese Regelung gilt laut Verbandsmitteilung vom Freitag für alle Mannschaften von der U21 bis zur U15. "An oberster Stelle steht die Gesundheit - nicht nur der jungen Spielerinnen und Spieler sowie Beteiligten, sondern vor allem der gesamten Gesellschaft", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius.

"Vor diesem Hintergrund vertrauen wir weiterhin der Expertise der Gesundheitsbehörden und werden auch in den nächsten Wochen und Monaten mit vernünftigem und sorgfältigem Handeln unseren Beitrag leisten, gemeinsam die Eindämmung des Coronavirus' zu unterstützen", führte Curtius aus. "So sehr wir die Absage der Länderspiele und Lehrgänge unserer weiblichen und männlichen U-Nationalmannschaften für April, Mai und teilweise Juni bedauern, so überzeugt sind wir, dass dies im Moment die einzig richtige Entscheidung ist."

+++ 26.03.2020: Indy 500 wegen Corona-Krise verschoben - neuer Termin 23. August +++

Das legendäre Autorennen Indy 500 kann wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant am 24. Mai stattfinden. Die Veranstalter gaben am Donnerstag eine Verschiebung der Veranstaltung mit traditionell mehreren 100 000 Besuchern auf dem Rundkurs in Indianapolis auf den 23. August bekannt. Das 500-Meilen-Rennen wird seit 1911 ausgerichtet. Es ist Teil der IndyCar-Serie, dem US-Pendant zur Formel 1.

+++ 26.03.2020: Langstrecken-Triathlon in Roth abgesagt +++

Der Langstrecken-Triathlon in Roth, für den sich auch die beiden Ironman-Weltmeister Jan Frodeno und Anne Haug, angemeldet hatten, fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Kultveranstaltung über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen hätte am 5. Juli stattfinden sollen. "Schweren Herzens mussten wir die Entscheidung treffen", hieß es in einer Mitteilung der veranstaltenden Familie Walchshöfer am Donnerstag: "Es bleibt uns nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden keine andere Wahl."

Es sei die schwierigste Entscheidung der vergangenen 19 Jahre gewesen, also seit der Gründung der Challenge 2002. "Wir haben lange gerungen, überlegt und nach möglichen Alternativen gesucht, aber die stetige Ausbreitung dieses schrecklichen Virus in nahezu allen Ländern der Welt hat uns auf schmerzliche Weise einsehen und verstehen lassen, dass eine Absage für dieses Jahr letztlich alternativlos ist", hieß es in der Mitteilung.

Bei der Auflage in diesem Jahr wäre es zu einem Treffen der besten Langstreckenathletinnen und -athleten der Welt gekommen. Auch die jeweiligen Zweit- und Drittplatzierten der Ironman-WM im Oktober vergangenen Jahres wollten antreten.

+++ 26.03.2020: Tischtennis-Weltpräsident Thomas Weikert zu Olympischen Spielen +++

Tischtennis-Weltpräsident Thomas Weikert wünscht sich nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio einen neuen Termin im Frühjahr 2021. "Wir plädieren auf April oder früher", sagte der 58-Jährige am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Juni 2021 sind die Tischtennis-Weltmeisterschaften im Einzel in Houston/USA geplant. Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Einzel-WM im März in Busan/Südkorea verschoben worden. Der Weltverband ITTF nannte den Zeitraum vom 21. bis zum 28. Juni als Ersatztermin. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist offen.

Die 33 Weltverbände und das Internationale Olympische Komitee wollten am Donnerstag (Beginn: 17.00 Uhr) in einer Telefonkonferenz über die Probleme und Herausforderungen der Olympia-Verschiebung beraten. "Wir müssen mit dem IOC auch über die Finanzen reden. Da geht es auch um die schon für Juli und August gebuchten Hotels und ob die Buchungen bestehen bleiben oder nicht", sagte Weikert. Noch wichtiger sei für viele internationale Verbände, ob sie weiter mit den Zuwendungen vom IOC in vollem Umfang rechnen können. "Es gibt Verbände, die sind bis zu 90 Prozent davon abhängig", so Weikert.

+++ 26.03.2020: Schach-WM wegen Corona-Pandemie unterbrochen +++

Das Kandidatenturnier der Schach-Weltmeisterschaft im russischen Jekaterinburg ist wegen der Coronavirus-Pandemie gestoppt worden. Man könne die sichere und rechtzeitige Heimreise der Spieler und Vertreter nicht gewährleisten, teilte der internationale Schachverband (Fide) am Donnerstag mit. Die weiteren Runden sollten zu einem späteren Zeitpunkt mit dem jetzigen Spielstand fortgesetzt werden. Wann das sein soll, war zunächst nicht bekannt. Hintergrund ist die Entscheidung der russischen Regierung, wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Flüge ins Ausland mehr zu erlauben.

Zur Halbzeit des Kandidatenturniers lagen zuletzt der Franzose Maxime Vachier-Lagrave und der Russe Jan Nepomnjaschtschi gemeinsam in Führung. Am Donnerstag hätte die zweite Hälfte des Turniers mit der 8. Runde beginnen sollen. Der Preisfonds beträgt 500 000 Euro. Der Sieger erkämpft sich das Recht, Norwegens Schach-Weltmeister Magnus Carlsen herauszufordern. Die WM soll im Rahmen der Weltausstellung Expo in Dubai Ende des Jahres stattfinden.

+++ 26.03.2020: Bundesliga - Geisterspiele oder gar keine Spiele? +++

Im Bestreben, die Saison in der Fußball-Bundesliga noch zu Ende zu spielen, wären für RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche leere Rängen sekundär. "Geisterspiele sind nicht schön, aber - Stand heute und wohl auch im Mai - nicht zu verhindern", sagte der 39-Jährige in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag). Alle großen europäischen Ligen eine das Ziel, die Spielzeit zu Ende zu bringen. "Ob mit oder ohne Zuschauer ist in diesem Kontext ausnahmsweise zweitrangig", betonte Krösche.

Mindestens bis zum 30. April soll in der Bundesliga auf Empfehlung der Deutschen Fußball Liga wegen der Coronavirus-Pandemie nicht gespielt werden. Beschlossen werden muss das allerdings erst noch durch die die Mitgliederversammlung der 36 Clubs der 1. und 2. Liga am 31. März. In der Champions League, in der die Leipziger im Viertelfinale stehen, ruht der Ball ebenfalls. Wie es dort weitergeht, ist auch offen.

+++ 26.03.2020: Entscheidung über Wimbledon fällt nächste Woche +++

Eine Entscheidung über die Absage oder Verschiebung des Tennis-Grand-Slam-Turniers in Wimbledon wegen der Coronavirus-Pandemie soll in der kommenden Woche auf einem Krisentreffen fallen. Das teilte der Veranstalter AELTC mit. Spiele unter Ausschluss der Publikums werde es bei dem beliebten Rasen-Turnier aber nicht geben.

Man stehe in Kontakt mit den Behörden, hieß es weiter. Die Vorbereitungen auf das am 29. Juni beginnende Turnier starten normalerweise Ende April. Eine Verschiebung des Events wäre "nicht ohne signifikante Risiken und Schwierigkeiten" wegen des Bodenbelags. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat das Grand-Slam-Turnier immer stattgefunden.

+++ 25.03.2020: Möglicher Kanada-Auftakt der Formel 1: Entscheidung nach Ostern +++

Eine Entscheidung über den möglichen Saisonauftakt der Formel 1 am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada soll bis spätestens in drei Wochen fallen. Nach der Absage der ersten acht Saisonrennen wegen der Corona-Pandemie will die Motorsport-Königsklasse versuchen, in Montréal in eine verkürzte Weltmeisterschaft zu starten.

Veranstalter Francois Dumontier sagte dem Online-Portal "Motorsport-Total.com" (Mittwoch): "Wir sind optimistisch, aber auch realistisch." Wenn man sich für eine Verschiebung entscheide, werde das eine gemeinsame Entscheidung mit der Formel 1 nach dem Osterwochenende am 12./13. April sein. Dabei spielen vor allem die Aufbauarbeiten eine große Rolle.

Dumontier sagte, dass er zeitgleich auch an anderen Szenarien wie einer Verschiebung des Rennens arbeite. Er schränkte jedoch ein: "Für uns ist es unmöglich, ab Ende Oktober ein Rennen auszutragen." Es wäre zu kalt.

Die Formel 1 wollte in dieser Saison eigentlich 22 Rennen absolvieren und damit so viele wie noch nie. Nach dem Ausbruch des Virus Sars-CoV-2 planen die Macher der Serie derzeit mit 15 bis 18 Rennen. Weitere Details zu einem überarbeiteten Kalender gibt es noch nicht.

+++ 25.03.2020: Nach Olympia-Absage - auch Fackellauf verschoben +++

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele ist auch der für Donnerstag angesetzte Fackellauf abgesagt worden. Das teilte das Organisationskomitee am Mittwoch mit. Ein neuer Termin für die Zeremonie werde verkündet, wenn die Daten für die Neuansetzung der Spiele feststehen, hieß es in der Mitteilung.

Tags zuvor hatten das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber die Tokio-Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verlegt. Die Sommerspiele sollen auf "ein Datum nach 2020 verlegt werden", aber nicht später als im Sommer 2021 stattfinden, hieß es.

Zudem wurde vereinbart, "dass die Olympische Flamme in Japan bleibt". Ursprünglich sollte der Fackellauf am Donnerstag in der Präfektur Fukushima unter Ausschluss der Öffentlichkeit ohne Fackel, ohne Fackelträger und ohne jegliche Zeremonie starten. Das Organisationskomitee werde nun prüfen, wie diejenigen, die für dieses Jahr als Fackelträger vorgesehen waren, für den neu angesetzten Lauf vorrangig berücksichtigt werden könnten, teilte das OK weiter mit.

+++ 25.03.2020: DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April +++

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Olympische Spiele in Tokio auf 2021 verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gemeinsam am Dienstag beschlossen, wie das IOC und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe mitgeteilt hat. Darüber hat zuerst "n-tv" berichtet.

Verbandschef Weiss: Erwarte keinen Basketball-Meister diese Saison

Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bunds, rechnet im Zuge der Coronavirus-Krise mit einem endgültigen Abbruch der Bundesliga-Saison. "Man hätte sonst eine Verzerrung des Wettbewerbs. Einige Clubs haben ihre Spieler nach Hause geschickt, einige haben schon längst Verträge aufgelöst", sagte der DBB-Chef der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube nicht, dass wir in dieser Saison einen Basketball-Meister küren werden. Meine Hoffnung ist, dass wir die neue Basketball-Saison wie geplant im Oktober starten können und dann wieder alles hochfahren."

Die BBL hat ihren Spielbetrieb derzeit bis auf Weiteres ausgesetzt. Voraussichtlich am Mittwoch wollen Liga und Clubs beraten, wie es weiter geht. Weiss betonte, dass er erwarte, dass die Bundesligaclubs "einen vernünftigen und guten Vorschlag" entwickeln werden. Zahlreiche amerikanische Profis sind in ihre Heimat gereist oder haben bereits ihre Verträge aufgelöst, eine Saisonfortsetzung wird mit jedem Abgang unwahrscheinlicher.

"Wir müssen sehen, dass die Krankenhäuser fit gemacht werden, für das, was noch auf uns zukommt. Wir müssen sehen, dass die Wirtschaft wieder angekurbelt wird, dass unsere Partner und Sponsoren auch für die Zukunft erhalten bleiben", sagte Verbandspräsident Weiss grundsätzlich. "Da ist der Sport - ich sage es ungern - derzeit erstmal in einer Nebenrolle. Der Sport muss sehen, dass er die Gesellschaft zusammenhält."

Olympischer Fackellauf startet ohne Fackel und Öffentlichkeit


Der Fackellauf der Olympischen Spiele in Tokio wird am Donnerstag in der Präfektur Fukushima unter Ausschluss der Öffentlichkeit ohne Fackel, ohne Fackelträger und ohne jegliche Zeremonie starten. Die olympische Flamme, die am 12. März aus Griechenland eingetroffen war, werde in einer Laterne getragen und von einem Fahrzeug entlang der von den Organisatoren erhofften leeren Straßenränder transportiert. Das berichteten der nationale TV-Sender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag.

Die Eröffnung der Olympischen Spiele am 24. Juli in Tokio ist derzeit fraglich, nachdem Thomas Bach als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees erklärt hatte, dass innerhalb von vier Wochen über eine mögliche Verschiebung entschieden werde. Eine Absage der Spiele schloss Bach aus.

Bis Dienstag gab es in Japan 1128 bestätigte Infizierte mit dem Coronavirus und 42 Todesfälle. Tags zuvor hatten - ungeachtet der Sorgen um die Coronavirus-Pandemie - rund 55 000 Japaner in Sendai das Olympische Feuer besichtigt. Das Feuer war am Bahnhof der Stadt in einem goldenen Kessel ausgestellt. Dabei bildeten sich Warteschlangen von bis zu 500 Metern.

IOC-Präsident Bach und Abe reden über Olympia-Verschiebung


IOC-Präsident Thomas Bach und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen einem Bericht zufolge an diesem Dienstag über eine Verschiebung der Olympischen Spiele wegen der Corona-Pandemie reden. In dem Telefongespräch mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees werde Abe sich voraussichtlich dafür aussprechen, dass die Sportveranstaltung aber noch binnen eines Jahres stattfinden sollte, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen nicht näher genannten Regierungsbeamten. Die endgültige Entscheidung treffen jedoch das IOC, die Stadt Tokio als Ausrichterin der Spiele sowie das Japanische Olympische Komitee.

An der Telefonschalte am Dienstag sollen demnach auch der Präsident des Organisationskomitees in Tokio, Yoshiro Mori, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und Japans Olympiaministerin Seiko Hashimoto teilnehmen.

Ministerpräsident Abe hatte am Montag betont, dass eine Absage der Spiele nicht zur Debatte stehe. Er räumte aber ein, dass die Sportveranstaltung unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht stattfinden könne. Das IOC hatte angekündigt, in den kommenden vier Wochen zu entscheiden, ob die Sommerspiele stattfinden sollen.

Für den früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung bereits beschlossene Sache. "Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiß", hatte Pound der Zeitung "USA Today" am Montag gesagt.

Die Olympischen Spiele sollen planmäßig vom 24. Juli bis 9. August in der japanischen Hauptstadt stattfinden. Die Paralympischen Spiele sind für den Zeitraum vom 25. August bis zum 6. September geplant.

Offiziell: UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden.

Bezüglich neuer Spieldaten sei noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die UEFA mit. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit mögliche Optionen, um die Wettbewerbe zum Abschluss zu bringen. In der Vorwoche hatte die UEFA bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.

IOC-Mitglied teilt mit: Olympische Spiele in Tokio werden verschoben

Wie aktuell unter anderem "Focus Online" berichtet, werden die Olympischen Spiele in Tokio offenbar verschoben. Dies habe ein hochrangiges IOC-Mitglied erklärt. Ex-Vizepräsident Dick Pound gegenüber "USA Today" erklärt."Aufgrund der Informationen, die dem IOC vorlegen, wurde eine Verschiebung beschlossen", so Pound.

Der Formel-1-Auftakt mit zwei Rennen in Österreich wird konkreter. Bild: picture alliance/James Ross/AAP/dpa

Deutsche Behindertensportverband verlangt eine Verschiebung der Paralympics

Der Deutsche Behindertensportverband verlangt eine Verschiebung der Paralympics in Tokio. Eine entsprechende Forderung richtete der DBS am Montag an das Internationale Paralympische Komitee. "Nach der erneuten Zuspitzung der weltweiten Coronakrise sind wir der Auffassung, dass eine Verlegung der Paralympischen Spiele alternativlos ist. Eine Entscheidung hierzu muss unverzüglich herbeigeführt werden", teilte der DBS mit. Er wandte sich zugleich in einem offenen Brief an die deutschen Athletinnen und Athleten.

Para-Leichtathlet Niko Kappel erneuerte seine Forderung, die Paralympics nicht in diesem Sommer durchzuführen. "Ich bin für eine Verlegung der Paralympics wie selbstverständlich auch der Olympischen Spiele auf einen klar planbaren Termin, am besten ins Jahr 2021", sagte Kappel in der Mitteilung. "Wir Sportler leiden darunter, dass Trainingszentren geschlossen wurden, dass Qualifikationen ausfallen. Die Unsicherheit ist riesig. Das IPC sollte dies jetzt erkennen."

BVB setzt Teamtraining weiter aus

Die Rückkehr von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund in das Teamtraining verzögert sich. "Wir werden auch in dieser Woche und zunächst befristet bis zum kommenden Montag kein Teamtraining haben", teilte Mediendirektor Sascha Fligge mit. Bis dahin sollen die Profis des Tabellenzweiten die von Athletiktrainer-Chef Andreas Beck erstellten Trainingspläne individuell umsetzen. Ursprünglich war am (heutigen) Montag die erste gemeinschaftliche Einheit seit der durch die Corona-Krise verursachten Unterbrechung des Teamtrainings geplant.

VfL Wolfsburg trainiert wieder

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat in der Corona-Krise wieder mit dem Training begonnen. Die Einheiten fanden am Montag allerdings nicht auf dem Rasen statt, sondern folgten wegen der Pandemie strengen Präventions- und Hygieneregeln. So wurde bei allen Spielern Fieber gemessen und der Kader in Kleingruppen unterteilt, die nacheinander in vier verschiedenen Schichten in vier unterschiedlichen Kabinen der Volkswagen Arena ein Krafttraining absolvierten. Jeder Spieler bekam zudem eine eigene Dusche zugewiesen, die nach jeder Benutzung desinfiziert wird.

Aktuell ist der Spielbetrieb in der Bundesliga nur bis zum 2. April ausgesetzt. Niemand glaubt jedoch an eine Fortsetzung der Saison bereits zu diesem Zeitpunkt. Am Dienstag tagt auch das Präsidium der Deutschen Fußball Liga zu diesem Thema. "Aktuell ist der Stand, dass ab dem 2. April wieder gespielt wird. Auch wenn das unrealistisch scheint, müssen wir es annehmen und uns darauf einstellen", sagte der Wolfsburger Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Schweiz plädiert für Verschiebung von Olympia

Die Schweiz hat sich für die Durchführung von Olympischen Spielen erst nach dem Ende der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen. Man habe sich in einem Brief an das Internationale Olympische Komitee "klar auf den Standpunkt gestellt, wonach die Spiele nicht stattfinden sollten, bevor die Coronakrise weltweit unter Kontrolle ist", teilte Swiss Olympic am Montag mit. "Die Gesundheit und das Wohlergehen stehen bei Swiss Olympic über allem."

Man habe dem IOC auch dargelegt, wie schwierig sich in der aktuellen Situation die Trainingssituation für Athleten und Trainer präsentiere. Zudem wolle man in einer Umfrage das Stimmungsbild der Sportler bezüglich der Durchführung der vom 24. Juli bis 9. August geplanten Sommerspiele erfragen. Das Ergebnis wolle man im Anschluss dem IOC mitteilen.

Reit-Dressur-Meisterschaft von Mai auf September verschoben

Die deutschen Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter sind wegen der Corona-Pandemie verlegt worden. Die Veranstaltung im sauerländischen Balve soll nicht wie geplant vom 7. bis 10. Mai, sondern vom 17. bis 20. September stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Montag mit. Diese Entscheidung sei auch zum jetzigen Zeitpunkt getroffen worden, "um den finanziellen Schaden möglichst gering zu halten und um Planungssicherheit zu geben", hieß es in einer Mitteilung. Die Dressur-Meisterschaft war ursprünglich als eine von zwei Olympia-Qualifikationen geplant.

Formel-1: Großer Preis von Aserbaidschan wird vermutlich verschoben

Die Hoffnung auf einen Start der Formel-1-Saison Anfang Juni scheint sich auch zu zerschlagen. Medienberichten zufolge steht der Große Preis von Aserbaidschan vor einer Verschiebung. Der Grand Prix soll eigentlich am 7. Juni in Baku stattfinden. Die Verantwortlichen in Aserbaidschan sollen sich in einer Krisensitzung für die Verschiebung ausgesprochen haben.

Der Aufbau für das Stadtrennen sei aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr zeitlich einzuhalten. Der früheste Saisonstart wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal.

Die Motorsport-Königsklasse musste bereits die Rennen in Australien, Bahrain, China, Vietnam, den Niederlanden, Spanien und Monaco für die geplanten Termine bis Ende Mai absagen. Eigentlich sollten in diesem Jahr erstmals 22 Rennen in einer Saison stattfinden. Wie viele es tatsächlich werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Formel 1 hat für die Fans bereits eine virtuelle Rennserie ins Leben gerufen.

Leichtathletik-Weltverband stimmt eventueller Verschiebung der Sommerspiele zu

Der Leichtathletik-Weltverband ist bereit, mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem gesamten Sport an einem alternativen Termin für die Sommerspiele in Tokio zu arbeiten. Wie World Athletics in der Nacht zum Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, beinhalte dies "auch Termine im Jahr 2021" und damit auch die Leichtathletik-WM im nächsten Jahr in Eugene/USA.

"World Athletics" habe bereits mit dem Organisationskomitee "Oregon 21" über die Möglichkeit diskutiert, die Tokio-Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie auf das nächste Jahr zu verlegen. Die WM-Organisatoren hätten daraufhin versichert, mit ihren Partnern und Interessenvertretern zu beraten, ob Eugene die WM an alternativen Terminen ausrichten könne, "falls sich dies als notwendig erweisen sollte", hieß es.

Japan zieht Verschiebung von Olympischen Spielen in Betracht

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein. "Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat", sagte Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Das IOC will binnen von vier Wochen Klarheit über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio schaffen. Das Internationale Olympische Komitee setzte sich am Sonntag nach einer Telefonkonferenz der Exekutive diese Deadline, schloss aber gleichzeitig eine Komplett-Absage der Sommerspiele aus. Das teilte das IOC am Sonntagabend mit, nachdem der Druck bezüglich einer Entscheidung immer größer geworden war.

Weitere Bundesliga-Zwangspause praktisch fix: Suche nach Optionen

Nach der von Bund und Ländern angeordneten umfassenden Reduzierung sozialer Kontakte zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beginnen die Fußball-Bundesligisten mit der Ausarbeitung des nächsten Notfallplans. Fest steht, dass der ohnehin von der DFL schon als unrealistisch eingestufte Termin am ersten April-Wochenende für eine Saisonfortsetzung nicht mehr haltbar ist. Gerechnet wird mit einer Absage aller Spieltage mindestens bis Ende April.

Die Szenarien für die Saison-Fortsetzung in der Fußball-Bundesliga:

EM-MODELL: Laut einem Medienbericht könnte die Saison im Modus eines EM-Turniers an festen Spielorten in kurzer Zeit zu Ende gespielt werden. Im Rahmen ihrer Überlegungen prüfe die DFL mehrere Austragungsorte in allen Regionen des Landes, an denen dann mehrere Partien pro Tag angesetzt würden, berichtete der "Sportbuzzer". Das würde vor allem die Logistik für die Teams erleichtern und den Personalaufwand in den Stadien minimieren.

EIL-MODELL: Auch ein Saisonende mit den neun verbleibenden Spieltagen und 82 Partien innerhalb von 16 Tagen soll dem Bericht zufolge eine Option sein. Dabei würden in diesem Zeitraum täglich Spiele stattfinden, die Teams müssten alle zwei Tage antreten. Diese Variante kommt in Betracht, wenn erst im Juni wieder gespielt werden kann und die Saison zwingend am 30. Juni wegen vieler dann auslaufender Spielerverträge beendet sein muss. Alternativ könnte eine Sprint-Saison schon im Mai beginnen und dann noch Zeit für DFB-Pokal und Europacup-Wettbewerbe sein - dies allerdings scheint momentan ein theoretisches Szenario zu sein.

ENGLISCHES MODELL: Die Premier League macht sich um den Transfertermin Ende Juni offenbar weniger Gedanken. Wie englische Medien berichten, soll der 1. Juni als Re-Start-Datum ausgewählt sein. Dann soll bis Mitte Juli die Saison durchgezogen werden. Es bliebe sogar noch eine Sommerpause, bevor am 8. August die nächste Saison planmäßig wieder starten würde. In der Bundesliga ist der Anpfiff für die neue Spielzeit sogar erst für den 21. August geplant.

Virologe Drosten: Keine vollen Fußballstadien bis nächstes Jahr

Renommierte Virologen rechnen angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr. Er glaube "überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig", sagte der Berliner Virologe Christian Drosten von der Charité dem Nachrichtenmagazin "Stern". "Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten."

Zuvor hatte auch Virologe Alexander Kekulé den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen gemacht. "Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können", sagte der Experte der ARD-"Sportschau". Die "ganz große Welle" an Infizierten stehe Japan noch bevor, und Olympische Spiele mit mehr als 10.000 Athleten und vielen Tausend Fans seien unverantwortlich. "Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung", betonte Professor Kekulé.

Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale geht zudem davon aus, dass es in diesem Jahr in Deutschland keine Fußballspiele mehr mit Zuschauern geben wird. "Großveranstaltungen, bei denen man 60.000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht", sagte Kekulé. Ähnlich hatte sich schon sein Kollege Jonas Schmidt-Chanasit geäußert, der damit rechnet, dass in diesem Jahr überhaupt nicht mehr Fußball gespielt werde.

Gar so drastisch sieht es Kekulé nicht. "Wenn ich jetzt Berater des Fußballs wäre, dann würde ich sagen, im September irgendwann könnte es sich bessern, aber vorher höchstwahrscheinlich nicht." Die Deutsche Fußball Liga hat zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt.

Bericht: Sieben mögliche Modelle für Saisonende im Europapokal

Die Europäische Fußball-Union UEFA prüft einem Medienbericht zufolge sieben verschiedene Modelle für ein reguläres Ende der laufenden Saison im Europapokal. Das Endspiel der Champions League soll trotz der Folgen der Coronavirus-Pandemie in jedem Fall am 27. Juni in Istanbul und damit rund einen Monat später als geplant stattfinden, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen "Corona-Kalender" der UEFA berichtet. Sowohl die Champions League als auch die Europa League stecken derzeit im Achtelfinale fest und sind von der UEFA bis auf Weiteres ausgesetzt worden.

RB Leipzig steht als einziger Bundesligist bereits sicher im Viertelfinale der Champions League, der FC Bayern muss noch im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea antreten. Für Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und den VfL Wolfsburg stehen in der Europa League noch die Achtelfinal-Rückspiele an. Frühester Wiederaufnahme-Termin für den Europapokal wäre dem Bericht zufolge der 14. April. Anschließend könnten Partien im normalen Modus auch an den Wochenende und parallel zu den nationalen Ligen stattfinden.

Können die Wettbewerbe erst später wieder starten, müsste der Zeitplan weiter gestrafft werden. Mögliche Optionen wären dann ein Final-Four-Turnier in den Finalstädten oder der Verzicht auf Hin- und Rückspiele in den noch ausstehenden K.o.-Runden. Das Heimrecht würde für die betroffenen Partien dann ausgelost werden.

Coronavirus: Ehemaliger Real-Boss Sanz auf Intensivstation gestorben

Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. am Samstagabend in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

Sanz war vor einigen Tagen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit Dienstag auf der Intensivstation des Madrider Krankenhauses Hospital Jiménez Díaz. Die spanische Profiliga sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

"Mein Vater ist jetzt vor Kurzem gestorben. Er hat ein solches Ende nicht verdient", schrieb der älteste Sohn von Sanz in seiner Mitteilung an die Medien. "Eine der besten, mutigsten und fleißigsten Personen, die ich in meinem Leben gesehen habe, geht von uns. Seine Familie und Real Madrid waren sein Leben", fügte er an.

Sanz war Chef der Königlichen zwischen 1995 und 2000. In dieser Zeit errang Real neben anderen Erfolgen zwei Mal die Champions League (1998 und 2000) und auch einen Ligatitel (1997).

Wegen Corona: CHIO Aachen findet 2020 nicht statt Bild: dpa

Juventus-Profi Dybala gibt positiven Coronavirus-Test bekannt

Fußballprofi Paulo Dybala ist ebenso wie seine Lebensgefährtin eigenen Angaben zufolge positiv auf das Coronavirus gestestet worden. Dies teilten der 26 Jahre alte Argentinier und sein Club am Samstagabend mit. Er ist damit schon der dritte Spieler von Juventus Turin, bei dem das Virus festgestellt wurde.

"Sowohl Oriana als auch ich wurden positiv gestestet. Zum Glück geht es uns perfekt. Danke für Eure Nachrichten", schrieb der Angreifer des italienischen Rekordmeisters bei Twitter und Instagram. Zuvor waren bei Juventus schon die Fälle des französischen Weltmeisters Blaise Matuidi und von Daniele Rugani bekanntgeworden. Italien ist weltweit das derzeit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Auch WM-Testspiele des deutschen Eishockey-Teams abgesagt

Nach der Absage der Eishockey-Weltmeisterschaft hat der deutsche Verband auch sämtliche Vorbereitungsspiele der Nationalmannschaft für das Turnier in der Schweiz offiziell gestrichen. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm hätte am 16. und 18. April in Nürnberg beziehungsweise Heilbronn jeweils gegen Tschechien antreten sollen. Für den 23. und 25. April waren Spiele gegen Weißrussland in Dresden und Crimmitschau geplant. Die WM-Generalprobe sollte am 5. Mai in Mannheim gegen die USA steigen. Ziel sei es, diese Spiele in das Jahr 2021 zu verschieben, teilte der Deutsche Eishockey-Bund am Samstag mit.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte der Eishockey-Weltverband zuvor beschlossen, die WM vom 8. bis 24. Mai in Zürich und Lausanne nicht auszutragen. "Die Vorfreude auf das gesamte Vorbereitungsprogramm der Nationalmannschaft und die Eishockey-WM in der Schweiz war riesengroß. Nach der kompletten Absage des nationalen deutschen Spielbetriebs ist die Absage des internationalen nur nachvollziehbar konsequent", sagte DEB-Präsident Franz Reindl. Der Eishockeysport trage mit ganzer Kraft zum weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bei.

Brasiliens Olympisches Komitee spricht sich für Tokio-Spiele 2021 aus

Das Brasilianische Olympische Komitee (COB) hat wegen der Coronavirus-Pandemie zur Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr aufgerufen. In einer Erklärung am Samstag begründete das COB seine Position mit der Verschlimmerung der Pandemie und der daraus resultierenden Schwierigkeit der Athleten, ihr bestes Niveau aufrechtzuerhalten. "Als Judoka und Ex-Trainer habe ich gelernt, dass der Traum eines jeden Sportlers ist, die Olympischen Spiele unter den besten Voraussetzungen zu bestreiten", schrieb COB-Präsident Paulo Wanderley, der den brasilianischen Judoka Rogério Sampaio in Barcelona 1992 zu Gold geführt hatte. Die Spiele sollten im gleichen Zeitraum im Jahr 2021 stattfinden.

"Es ist klar, dass in diesem Moment die Aufrechterhaltung der Spiele für dieses Jahr verhindern würde, dass dieser Traum in seiner Fülle verwirklicht wird." Das COB hob in der Erklärung jedoch auch hervor, dass die Empfehlung zur Verschiebung nichts an dem Vertrauen in das Internationale Olympische Komitee (IOC) ändern würde. Das IOC habe schon immense Probleme wie die Absagen der Spiele 1916, 1940 und 1944 und den jeweiligen Boykott von Moskau 1980 und Los Angeles 1984 hinter sich gebracht, ergänzte Wanderley. Er sei sich sicher, dass Thomas Bach, Goldmedaillengewinner von Montreal 1976, bestens für diesen schwierigen Moment vorbereitet sei. Brasilien organisierte in Rio de Janeiro 2016 die ersten Olympischen Spiele in Südamerika.

Coronavirus: Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Weltverband am Samstag mit.

Virologe Kekulé: Kein Olympia, keine Fußballspiele mit Fans in 2020

Auch der Virologe Alexander Kekulé macht den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen. "Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können", sagte der Experte der ARD-"Sportschau". Die "ganz große Welle" an Infizierten stehe Japan noch bevor, und Olympische Spiele mit mehr als 10 000 Athleten und vielen Tausend Fans seien unverantwortlich. "Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung", betonte Professor Kekulé.

Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale geht zudem davon aus, dass es in diesem Jahr in Deutschland keine Fußballspiele mehr mit Zuschauern geben wird. "Großveranstaltungen, bei denen man 60 000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht", sagte Kekulé. Ähnlich hatte sich schon sein Kollege Jonas Schmidt-Chanasit geäußert, der damit rechnet, dass in diesem Jahr überhaupt nicht mehr Fußball gespielt werde.

Gar so drastisch sieht es Kekulé nicht. "Wenn ich jetzt Berater des Fußballs wäre, dann würde ich sagen, im September irgendwann könnte es sich bessern, aber vorher höchstwahrscheinlich nicht." Die Deutsche Fußball Liga hat zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt.

Goretzka und Kimmich starten Initiative und spenden eine Million Euro

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich setzen in der Corona-Krise ein vorbildliches Zeichen. Die beiden 25 Jahre alten Profis des FC Bayern München gründen die Initative "We kick Corona" und spenden privat eine Million Euro für soziale und karitative Einrichtungen, wie sie am Freitag bekanntgaben. "Auf dem Platz können wir jeden schlagen. Aber Corona schlagen wir nur gemeinsam!", betitelte Goretzka die Aktion.

UEFA-Entscheidung zum Termin der Frauen-EM steht kurz bevor. Bild: dpa

Keine weiteren positiven Corona-Tests bei Hertha - Quarantäne hält an

 

Bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC gibt es keine weiteren positiven Befunde auf das Coronavirus. "Alle Tests unserer Spieler des Lizenzspielerkaders sowie des Trainer- und Funktionsteams sind negativ ausgefallen", teilten die Berliner am Freitag mit. "Dennoch muss an der angeordneten zweiwöchigen Quarantäne bis Ende März festgehalten werden."

Am Dienstag waren nach einem positiven Befund auf das Coronavirus bei einem Spieler Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam unter eine zweiwöchige häusliche Quarantäne gestellt worden. Ursprünglich war für diesen Tag wieder eine Trainingseinheit angesetzt gewesen. Seitdem halten sich die Spieler individuell fit, mehrere Profis zeigten sich in kurzen Internetvideos auf Spinningrädern. Der positiv getestete Spieler, dessen Namen die Berliner nicht bekanntgaben, habe über die üblichen Symptome geklagt. Er sei dann umgehend von der Gruppe getrennt worden.

Während die Deutsche Fußball Liga zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt hat, darf in Berlin bis zum 19. April nicht gespielt werden. Das hatte der Senat im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen.

Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet, dass wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in diesem Jahr Profifußball gespielt wird. "Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang", sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im "Sportclub" des NDR-Fernsehens.

Die Deutsche Fußball Liga hat die 1. und 2. Bundesliga vorerst bis zum 2. April ausgesetzt. Gerechnet wird aber damit, dass frühestens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. "Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagte Schmidt-Chanasit. "Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht."

Selbst wenn es Deutschland nicht so schlimm treffen sollte wie Italien, "wir es durch diese Maßnahmen schaffen, die Fallzahlen auf einem Niveau halten, das Deutschland verträgt, was wir behandeln können auf den Intensivstationen", hieße das längst noch nicht, dass der Fußball wieder anfangen dürfe. "Das hieße, das würde wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen." Der Fußball werde erst ganz zum Schluss kommen, "weil er einen starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung hat."

Athleten Deutschland: IOC fährt stur mit Planung für Olympia fort

Der Verein Athleten Deutschland kritisiert das Internationale Olympische Komitee für seine strikte Haltung im Umgang mit einer möglichen Olympia-Absage, die viele Athleten in Bedrängnis bringe. "Wir verstehen, in welcher misslichen Lage Ihr Euch - insbesondere jene, die sich auf die Olympischen und Paralympischen Spiele vorbereiten - gerade befindet", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. "Ihr kämpft an zwei Fronten: gegen das Virus und für eine Aufrechterhaltung Eurer Fitness."

Ein Grund für diese Hängepartie sei die Haltung des IOC und des Internationalen Paralympischen Komitees, "die stur mit der Planung der Spiele fortfahren" würden. In der Telefonkonferenz des IOC mit 220 Athletenvertretern am Mittwoch habe "große Unsicherheit" geherrscht. "Das IOC unterband jegliche Spekulationen über Alternativszenarien und kommunizierte auf Nachfrage auch keine Deadline für eine endgültige Entscheidung", hieß es weiter.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte dagegen von einem "konstruktiven" Austausch gesprochen und betont, dass noch mehr als vier Monate Zeit bis zu den Olympischen Spielen vom 24. Juli bis 9. August sei.

Coronavirus: England verlängert Fußballpause bis zum 30. April

Die durch die Coronakrise bedingte Fußballpause in England wird verlängert. Der englische Fußballverband FA gab am Donnerstag bekannt, dass der Ball bis mindestens zum 30. April ruhen werde. Darauf einigte sich die FA mit der Premier League, der für die unteren Ligen zuständigen EFL sowie der Professionellen Spielergewerkschaft und dem englischen Trainerverband.

"Die Entwicklung von Covid-19 bleibt unklar, und wir können jedem versichern, dass die Gesundheit und das Wohlergehen von Spielern, Mitarbeitern und Fans für uns Priorität haben", hieß es in der Mitteilung. "Wir werden weiterhin den Ratschlägen der Regierung folgen und zusammenarbeiten, um die Situation im Blick zu behalten und alle verfügbaren Möglichkeiten zu prüfen, damit wir Wege finden, die Saison wieder aufzunehmen, sobald die Bedingungen es erlauben."

BVB-Kapitän Reus zur Corona-Krise: "Bleibt zu Hause"

Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat an die Bundesbürger appelliert, die Anweisungen der Behörden in der Coronakrise zu befolgen. "Wir alle sollten zusammenhalten. Also bleibt zu Hause", forderte der Kapitän von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund in einem Internet-Chat am Donnerstag mit Fans. Daran würde sich auch seine Familie halten: "Wir sind die ganze Zeit zu Hause. Mit unserer Tochter haben wir aber keine Langeweile. Sie hält uns bei Laune."

Der Kapitän von Borussia Dortmund hatte sich am 4. Februar im DFB-Pokalspiel bei Werder Bremen (2:3) eine Muskelverletzung zugezogen und war seitdem nicht mehr für den Bundesliga-Zweiten zum Einsatz gekommen. "Ich ziehe ganz normal mein Programm durch, so gut es geht. Ich hoffe, dass ich im Laufe der Zeit auch wieder auf den Platz zurückkehren kann. Wann, kann ich noch nicht sagen", antwortete der 30-Jährige auf eine Frage nach seinen gesundheitlichen Fortschritten.

Die Tour de France soll angeblich erst im August 2020 starten. Bild: dpa

Auch KSC-Profis verzichten in Coronavirus-Krise auf Gehalt

In der Coronavirus-Krise zeigen sich auch die Profis des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC mit einem Gehaltsverzicht solidarisch. "Für uns als Mannschaft steht es außer Frage, dass wir zurzeit im Verein noch näher zusammenrücken und unseren Teil dazu beitragen wollen, damit der KSC die aktuelle Situation bestmöglich durchstehen kann", sagte Kapitän David Pisot.

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, verzichten die Spieler in den Monaten März, April und Juni auf einen Teil ihres Gehalts, um mögliche Einnahmeverluste des Vereins abzumildern. Auch Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach und Torwart Rafael Gikiewicz vom 1. FC Union Berlin hatten im Zuge der Coronavirus-Krise einen Gehaltsverzicht angekündigt.

Bayern-Stars starten mit erstem "Cyber-Training"

Die Stars des FC Bayern München haben in der Coronavirus-Krise ihre erste Einheit unter den neuartigen Bedingungen absolviert. "Gestern hatten wir um elf Uhr erstmals unser "Cyber-Training". Alle waren motiviert, alle haben das sehr gut macht", erklärte Trainer Hansi Flick am Donnerstag. "Es wird wichtig sein, dass wir täglich in Kontakt stehen. Es wird die Gesamtgruppe für das Training geben. Darüber hinaus habe ich aber auch schon angefangen, mich mit kleinen Spieler-Gruppen über Video-Calls auszutauschen", sagte Flick.

Auf der Internetseite des deutschen Fußball-Rekordmeister schilderte Flick, dass das Trainerteam unterschiedlich lange Einheiten geplant habe, abgängig vom Trainingsschwerpunkt. "Alle können den Trainer auf ihrem Tablet sehen, um so auch alle Übungen durchführen zu können, die wir von der Säbener Straße aus übertragen", sagte Flick. "Wir sind auch vorbereitet für eine denkbare Ausgangssperre, dafür haben wir Home-Office-Lösungen erarbeitet. Wir sind gut präpariert für alles, was kommen könnte - auf die neuen Aufgaben, welche die sich ständig verändernde Lage mit sich bringt. Wir müssen das annehmen, wie alle anderen Menschen in unserem Land auch."

BVB-Boss Joachim Watzke bietet Gehaltsverzicht an

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) ist angeblich bereit, auf ein Drittel seines Gehalts zu verzichten. Damit will er Borussia Dortmund in Zeiten von Corona finanziell entlasten, bis die Bundesliga wieder stattfinden kann. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Donnerstag.

Offiziell: UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe. Bild: dpa

1 Mio Euro pro Monat! Gladbach spart bei Spielergehältern

Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportchef Max Eberl am Donnerstag. Nach Informationen der "Rheinischen Post" soll der Club monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Coronakrise und der Spielpause deswegen in der Bundesliga anderen Angestellten des Clubs Jobs und Einkommen sichern.

"Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte Eberl weiter. "Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen." Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers hatte zuletzt eingeräumt, dass jedes Heimspiel, das wie das 2:1 gegen den 1. FC Köln vor gut einer Woche ohne Zuschauer durchgeführt werden muss, dem Verein rund zwei Millionen Euro netto kostet. Sollte die Bundesliga gar nicht mehr spielen können, drohen den Clubs wegen möglicher fehlender TV-Einnahmen sogar noch größere Einbußen.

Schippers bekräftigte, wie ernst die Lage allgemein sei: "Ziel ist es, dass Borussia Mönchengladbach diese Coronakrise übersteht. Ziel ist es, dass wir das schaffen, ohne betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen." Denkbar sei in dem Zusammenhang auch, Kurzarbeit zu beantragen. "Wir sind dabei, das zu prüfen."

Zehnkampf-Weltmeister Kaul zu Olympia: "Ich fände das schwierig"

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul steht dem Festhalten an der Austragung der Olympischen Spielen in Tokio mit großer Skepsis gegenüber. "Ich fände das schwierig. Alleine schon aus dem Fairness-Gedanken heraus", sagte der 22 Jahre alte Mainzer im Interview der "Allgemeinen Zeitung Mainz" (Donnerstag). Zu unvorhersehbar sei die Entwicklung der Coronavirus-Krise, zu unterschiedlich wahrscheinlich die Bedingungen, in denen sich die Athleten vorbereiten könnten. Kaul selbst tut jedoch sein Bestes, um annähernd in Wettkampf-Form und fokussiert zu bleiben.

Der Motorrad-Grand Prix von Frankreich in Le Mans muss wegen der Coronavirus-Pandemie ebenfalls verschoben werden. Bild: dpa

Ehemaliger Real-Präsident auf der Intensivstation nach positivem Test

Lorenzo Sanz, der frühere Club-Präsident von Real Madrid, ist positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das berichtete sein Sohn Fernando Sanz der spanischen Zeitung "Marca".

Der 76 Jahre alte Lorenzo Sanz war Ende der 90iger Jahre Chef der Königlichen. "Wir wünschen Lorenzo Sanz, Ex-Präsident von Real Madrid, all unsere Unterstützung und alles Gute", hieß es bei Real auf Twitter. "Die gesamte Familie Real Madrid sendet ihre Stärke und Ermutigung."

Fernando Sanz sagte, dass sich der Gesundheitszustand seines Vaters verbessert habe. "Es geht ihm gut, und er hatte eine gute Nacht", schrieb er in den sozialen Medien. Sein Vater habe mehrere Tage isoliert zu Hause verbracht, weil er Fieber bekommen hatte. Als weitere Symptome hinzukamen, wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Coronavirus: Handball-Nationspieler der MT Melsungen in Quarantäne

Drei Handball-Nationalspieler der MT Melsungen haben sich in häusliche Quarantäne begeben. Wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte, wurde diese Maßnahme notwendig, da bei einem Lehrgang des deutschen Nationalteams vom 9. bis 13. März in der Nähe von Magdeburg ein Spieler einen positiven Coronavirus-Testbefund hatte. Von der MT Melsungen betrifft dies Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann. "Diese Spieler zeigen aktuell keinerlei Symptome, wurden aber vorsorglich auch von MT-Mannschaftsarzt Bernd Sostmann in die häusliche Isolation geschickt", hieß es in einer Mitteilung.

Nur noch individuelles Training im Deutschland-Achter

Der Deutschland-Achter muss wegen der Corona-Pandemie vorerst auf gemeinschaftliches Training am Dortmunder Stützpunkt verzichten. "Ein neuer Erlass des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund verbietet das gemeinsame Training", teilte die Ruder-Crew am Mittwoch mit. Demnach ist "jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Sportanlagen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17. März 2020 einzustellen."

"Damit ist klar, dass wir bis auf Weiteres nur noch individuell trainieren können", sagte Achtertrainer Uwe Bender. Die Weltmeister aus dem DRV-Paradeboot wurden deshalb mit Ergometern für das Heimtraining versorgt. Sie waren am Montag vorzeitig aus dem Trainingslager in Portugal zurückgekehrt.

Wirtschaftliche Einschnitte: RB Leipzig verhängt Einstellungs-Stopp

Die Coronavirus-Pandemie und die Spielpause der Fußball-Bundesliga zieht bei RB Leipzig wirtschaftliche Einschnitte nach sich. Der Club hat ein internes Maßnahmenpaket verabschiedet, um die Arbeitsplatzerhaltung der über 400 Mitarbeiter zu gewährleisten, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Mittwoch. "Dabei geht es um die Streichung von Investitionen und Kampagnen. Zudem werden wir 2020 keine Neu-Einstellungen vornehmen. Das gibt uns etwas Luft", sagte Mintzlaff und betonte die Dramatik der Situation: "Wir können sicherlich noch im übernächsten Monat alle Gehälter zahlen. Aber irgendwann können wir das wirtschaftlich nicht mehr auffangen."

Die Mannschaft soll sich wie geplant am Freitag wieder zum Training treffen. "Das wird sicherlich kein normales Training. Wie wir das abhalten, wird gerade diskutiert", sagte Mintzlaff. Man habe eine Verantwortung den Spielern und ihren Familien gegenüber und gehe nicht leichtfertig mit der Situation um.

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft spendet 2,5 Millionen Euro

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet und ihre Fans aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren. "Wir müssen in solchen Zeiten aufeinander schauen - wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht und spenden für einen guten Zweck 2,5 Millionen Euro", sagte Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuner (33) am Mittwoch in einem Instagram-Video der DFB-Auswahl. "Wir alle sind ein ganz großes Team, nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in unserer Gesellschaft. Das merkt man in Zeiten wie diesen", ergänzte der Keeper des FC Bayern München.

Neben ihm riefen auch seine Münchner Kollegen Joshua Kimmich (25), Leon Goretzka sowie der Gladbacher Matthias Ginter (26), der Leipziger Lukas Klostermann (23), die beiden Freiburger Robin Koch (27) und Luca Waldschmidt (23) sowie Jonathan Tah (24/Leverkusen) die Fans zu Spenden auf. "Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und gerade jetzt Solidarität zeigen", sagte Kimmich, der sich bei denen bedankte, die sich bereits engagieren. Vor allem der medizinischen Abteilung, aber auch bei den Menschen, "die dafür sorgen, dass die Versorgungsketten weiter aufrecht erhalten bleiben".

Neuer zeigte sich beeindruckt von dem Bild, was "unsere Gesellschaft im Moment abgibt, wir helfen uns gegenseitig, wir bieten Unterstützung an." Das sehe man unter anderen in Krankenhäusern, Altenheimen und Supermärkten.

"Der Fußball steht momentan still und die Gesundheit über allem. Und das ist auch gut so. Wir stehen vor einem großen gesellschaftlichen Problem, das betrifft uns alle und eben nicht nur die ältere Generation", sagte Goretzka. Er hoffe, dass "viele von euch uns folgen werden, da zählt jede Geste", sagte der 25-Jährige mit Verweis auf die Plattform "wirhelfen.eu". "Bleibt gesund und vor allem zu Hause und ich hoffe, wir sehen uns bald auf dem Fußball-Platz wieder." Ginter ergänzte: "Lasst uns ein Zeichen setzen, indem wir in der schwierigen Zeit zusammenstehen."

DFB-Klassiker gegen Spanien und Italien könnten nachgeholt werden

Nach der Verlegung der Fußball-EM in den Sommer 2021 ist aktuell offen, wann die deutsche Nationalmannschaft ihr nächstes Länderspiel bestreitet. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind alle Spiele der Auswahlteams (Männer und Frauen) "bis auf Weiteres" ausgesetzt, wie die UEFA nach der Entscheidung für die Verschiebung der Europameisterschaft um zwölf Monate mitgeteilt hatte.

"Die Playoffs zur EURO 2020 und die Freundschaftsländerspiele, die Ende März angesetzt waren, werden nun vorbehaltlich einer Lagebeurteilung in der Länderspielperiode Anfang Juni ausgetragen", berichtete die Europäische Fußball-Union (UEFA) zudem. Das heißt im Falle der deutschen Mannschaft, dass die aktuell abgesagten Länderspiel-Klassiker gegen Spanien (26. März in Madrid) und Italien (31. März in Nürnberg) noch in dieser Saison nachgeholt werden könnten.

Ursprünglich hatte der DFB für die Phase der EM-Vorbereitung ein Testspiel am 31. Mai in Basel gegen die Schweiz vereinbart. Geplant war außerdem am Ende des inzwischen hinfälligen EM-Trainingslagers im österreichischen Seefeld ein weiteres Testspiel am 8. Juni in Sinsheim gegen einen noch nicht benannten Gegner. In der zweiten Jahreshälfte soll die Nationalelf sechs Partien in der Nations League austragen, die erste am 3. September gegen Spanien. Drei Tage später steht ein Auswärtsspiel gegen die Schweiz an.

Pferdesport: Auch das Pfingstturnier in Wiesbaden abgesagt

Das traditionsreiche Pfingstturnier in Wiesbaden fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Organisatoren sagten am Mittwoch die vom 29. Mai bis zum 1. Juni geplante Reit-Veranstaltung in der hessischen Landeshauptstadt ab. "Es war für uns eine sehr schwierige Entscheidung", sagte Kristina Dyckerhoff als Präsidentin des veranstaltenden Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs. "Großveranstaltungen wurden hier in Hessen bereits am 12. März untersagt. Keiner weiß, wie lange dieses Verbot bestehen bleibt."

Ein Turnier ohne Zuschauer sei nicht in Frage gekommen, meinte Dyckerhoff. "Ein leerer Park, leere Tribünen - das wäre nicht das Pfingstturnier, zumal für uns und unsere Partner das Turnier ohne Zuschauer auch finanziell nicht tragbar wäre", sagte sie. Zu dem Turnier kommen jährlich rund 60 000 Besucher.

Wegen Coronavirus: Radklassiker Eschborn-Frankfurt abgesagt

Der Frankfurter Radklassiker findet wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant am 1. Mai statt. Die Veranstalter sagten das World-Tour-Rennen Eschborn-Frankfurt am Mittwoch ab und wollen nun die Möglichkeit einer Verlegung auf einen späteren Termin prüfen. Das Traditionsrennen musste 2015 schon einmal abgesagt werden. Damals verhinderte eine Terrorwarnung die Austragung.

"Mit dieser Entscheidung leisten wir unseren Beitrag, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, denn der 1. Mai steht seit über 50 Jahren für den Fahrradfeiertag. Aber derzeit ist ein unbeschwertes, gemeinsames Feiern des Fahrrades nicht möglich", begründete Renn-Chef Claude Rach die Entscheidung.

Von der Absage der 59. Auflage des Profi-Rennens sind auch 17 weitere Veranstaltungen innerhalb des Rahmenprogramms betroffen. Die Organisatoren prüfen derzeit mit den zuständigen Behörden und dem Radsport-Weltverband UCI, ob und wann das Event im September oder Oktober dieses Jahres durchgeführt werden kann.

Weitere Corona-Fälle bei Rhein-Neckar Löwen - Team in Quarantäne

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