Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. Auch in Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Covid-19. Nach Österreich will nun offenbar auch die erste deutsche Stadt eine Mundschutz-Pflicht erlassen.

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01.04.2020, 17.08 Uhr

Corona-Sport-Ticker: Bundesliga-Pause dauert bis Ende April - Wimbledon fällt komplett aus

Der Coronavirus hält die Sportwelt in Atem. Nach der Absage der Fußball-EM wurden jetzt auch die Olympischen Sommerspiele auf 2021 verschoben. Über das Ende der Bundesliga-Pause herrscht nun ebenfalls Einigkeit. Alle aktuellen Sport-News lesen Sie hier!

Wimbledon fällt 2020 aus. Bild: dpa

Die Folgen der Coronavirus-Epidemie werden in Deutschland, in Europa und weltweit immer spürbarer. Behörden und Unternehmen reagieren teils drastisch. Jetzt hat es mit der Fußball-EM 2020 auch ein Mega-Event getroffen.

Auch bei zahlreichen anderen Sportveranstaltungen stellt sich jetzt die Frage, ob sie noch normal stattfinden, abgesagt oder als Geisterspiele ausgetragen werden. Einen Überblick zu Fußball-Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, Formel 1 und Co. aktuell finden Sie hier:

  • Formel-1-Start abgesagt
  • NBA und NHL Saison unterbrochen
  • Bundesliga-Spiele pausieren
  • Wimbledon fällt aus
  • UEFA stoppt Spielbetrieb in Champions- und Europa League
  • Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein
  • 3. Liga pausiert bis 30. April
  • Fußball-EM auf Sommer 2021 verschoben
  • Frauen-EM verschoben
  • Olympische Spiele in Tokio auf Sommer 2021 verschoben

+++ 01.04.2020: Wimbledon fällt komplett aus! +++

Die Wimbledon-Veranstalter haben das älteste Tennis-Turnier der Welt im Londoner All England Lawn Tennis and Croquet Club abgesagt. Wie die "Bild" schreibt, ist die Saison der ATP- und WTA-World-Tour jetzt bis zum 13. Juli ausgesetzt. Wimbledon wird nicht verschoben, die restlichen Turniere fallen offiziell noch nicht aus, sondern sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

+++ 31.03.2020:Fußball-Bundesliga pausiert bis zum 30. April +++

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu.

+++ 31.03.2020: Eintracht-Trainer Hütter rechnet mit Abbruch der Europa League +++

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Abbruch der Europa League. "Ich bin eher skeptisch, ob man die aktuelle Saison in der Europa League zu Ende spielen kann", sagte der 50 Jahre alte Österreicher der «Bild»-Zeitung (Dienstag).

Der Wettbewerb ist von der UEFA aufgrund der Coronavirus-Pandemie wie die Champions League im Achtelfinale auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden. In einer Videokonferenz mit den 55 Mitgliedsverbänden will die Europäische Fußball-Union an diesem Mittwoch darüber beraten, ob und wie die internationale Saison noch abgeschlossen werden kann.

Sollte es eine Fortsetzung geben, stünde die Eintracht vor dem Aus. Der hessische Fußball-Bundesligist hatte das Hinspiel im Achtelfinale gegen den FC Basel vor leeren Rängen im heimischen Stadion mit 0:3 verloren. "Wenn es so sein sollte, dass gespielt wird, werden wir alles daran setzen, um das fast Unmögliche noch möglich zu machen", sagte Hütter. Neben der Eintracht sind auch die Liga-Rivalen Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg noch im Wettbewerb vertreten.

+++ 31.03.2020:Mehrheit der Deutschen für Absage von Sportveranstaltungen +++

Drei Viertel der Deutschen sind angesichts der unsicheren Zeiten wegen der Corona-Pandemie für die komplette Absage beziehungsweise Verschiebung großer Sportveranstaltungen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Besonders ältere Menschen ab 55 Jahren (82 Prozent) plädieren dafür, teilte YouGov mit. Dagegen sei nur jeder zweite der Befragten (52 Prozent) der Generation Z im Alter zwischen 18 und 24 Jahren für diese gravierenden Maßnahmen.

Lediglich sieben Prozent sind dafür, dass der größte Teil der Sportveranstaltungen stattfinden sollte - wenn auch als "Geisterspiele" ohne Zuschauer. Am häufigsten sprachen sich die jüngeren Menschen bis 34 Jahre (13 und 14 Prozent) für diese Option aus, am seltensten die Gruppe der über 55-Jährigen - nur zwei Prozent. Ein Drittel plädierte für Verschiebung von Sportevents unabhängig vom Zeitpunkt.

Laut YouGov sagten acht Prozent, dass eine Verschiebung oder Absage einer Sportveranstaltung einzeln betrachtet und von Fall zu Fall entschieden werden muss. Etwa ein Drittel (30 Prozent) sprach sich dafür aus, dass ein für mehr als einen Monat pausierender Wettbewerb für diese Saison oder in diesem Jahr abgebrochen werden sollte - auch wenn dann keine Meister/Sieger oder Absteiger/Verlierer ermittelt werden können. Dagegen plädiert knapp ein Fünftel (18 Prozent) dafür, dass bei einer möglichen Absage noch ein fairer Weg gefunden werden sollte, um doch noch einen Meister/Sieger oder Absteiger/Verlierer zu bestimmen.

+++ 30.03.2020: IOC: Olympia in Tokio wird am 23. Juli 2021 eröffnet +++

Die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli eröffnet werden und am 8. August enden. Diesen neuen Termin fast genau ein Jahr nach der eigentlich geplanten Eröffnungsfeier gab das Internationale Olympische Komitee am Montag bekannt.

+++ 29.03.2020: Neuer Olympia-Termin im Juli 2021? +++

Einen neuen Termin für die wegen der Coronavirus-Pandemie auf 2021 verlegten Olympischen Spiele von Tokio zu finden ist so schwer wie der Gewinn einer Goldmedaille. Sollen sie im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres nachgeholt werden? Wie der japanische Sender NHK berichtet, sollen sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die japanischen Organisatoren auf den 23. Juli 2021 als Termin für die Eröffnungsfeier in Tokio einigen. Die Abschlussfeier sei für den 8. August geplant. Ursprünglich waren die Spiele vom 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

+++ 27.03.2020: Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf unbestimmte Zeit verlegt +++

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Pokal-Halbfinalspiele Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verlegt. Die Partien waren ursprünglich am 21./22. April geplant. Für die Vereine sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit aber weder eine Planungssicherheit gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich, teilte der DFB am Freitag mit.

"Gemäß der aktuellen Verfügungslage ist der Spielbetrieb untersagt und ein Trainingsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen", begründete der DFB die Verschiebung.

+++ 27.03.2020: Deutsche Leichtathletik-DM in Braunschweig werden neu terminiert +++

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften werden aufgrund der aktuellen dynamischen Entwicklung in der Coronakrise und der Verschiebung der Olympischen Spiele 2021 neu terminiert. Ursprünglich sollten die Titelkämpfe im Rahmen der Finals am 6./7. Juni in Braunschweig stattfinden. "Die Titelkämpfe wurden für Anfang Juni festgelegt, um unseren Athleten eine Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele in Tokio zu geben", erklärte DLV-Präsident Jürgen Kessing am Freitag. "Nachdem die Spiele jetzt auf 2021 verlegt worden sind, werden wir sie Titelkämpfe im Sinne aller Athleten und Vereine auf einen neuen Termin verschieben." Momentan gebe es wegen der Einschränkung des Trainings keine Chancengleichheit.

+++ 27.03.2020: TSG Hoffenheim setzt Teamtraining für eine weitere Woche aus +++

Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat das Mannschaftstraining wegen der Corona-Krise für eine weitere Woche bis mindestens 5. April ausgesetzt. "In enger Abstimmung mit und in Folge der Empfehlungen der DFL handeln wir weiterhin verantwortungsvoll. Unsere Spieler werden ihr Trainingsprogramm weiterhin individuell, aber nach klaren Vorgaben unseres Trainerteams, absolvieren", sagte Profichef Alexander Rosen am Freitag in einer Vereinsmitteilung.

Die Deutsche Fußball Liga hatte in einem Brief an die 36 Profivereine empfohlen, das Mannschaftstraining wegen der Coronavirus-Pandemie erst ab 6. April wieder aufzunehmen. Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga soll bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Ein entsprechender Beschluss auf der DFL-Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag gilt als sicher.

+++ 27.03.2020: Radprofis fahren virtuelle Tour de Suisse +++

In der durch die Coronavirus-Pandemie erzwungenen Pause verlegen die Radprofis ihre Rennen in die digitale Welt. Vom 22. bis 26. April werden die "Digital Swiss 5" ausgetragen, eine Serie von Eintagesrennen, die teilweise auf dem für die Tour de Suisse geplanten Parcours stattfinden. Profis wie Lombardei-Gewinner Bauke Mollema oder Tour-Etappensieger Michael Matthews nutzen ihre Smarttrainer in den eigenen vier Wänden und treten auf der Plattform Rouvy gegeneinander an. Das teilte die Team-Vereinigung Velon am Freitag mit.

"Wir freuen uns sehr auf diese Gelegenheit. Unsere Fahrer sind mit ganzem Herzen dabei und wir sind gespannt, wohin uns das führen wird", sagte Enrico Poitschke, Sportlicher Leiter des Rennstalls Bora-hansgroha. Neben dem deutschen Team haben bisher Sunweb, Trek-Segafredo und Jumbo-Visma ihre Teilnahme zugesagt. Die Rennen dauern jeweils eine Stunde und werden live im Schweizer Fernsehen übertragen. Pro Mannschaft treten drei Fahrer an, deren Daten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Leistung live übertragen werden.

+++ 27.03.2020: Boulder-Weltcups abgesagt +++

Wegen der Corona-Krise sind sämtliche Weltcups der Sportkletterer in der Disziplin Bouldern vorerst gestrichen worden. Das teilte der Weltverband IFSC am Freitag mit. Nachdem die ersten Events im Bouldern - also dem Klettern von schwierigen Elementen in Absprunghöhe ohne Seilsicherung - schon zuletzt abgesagt worden waren, folgte nun das vorläufige Aus der Wettkämpfe in München am 23. und 24. Mai sowie in Salt Lake City und Innsbruck jeweils im Juni.

Ob und wann die Events in dieser Saison nachgeholt werden, ist unklar. In München hätte rund um den Weltcup eine Aktionswoche zum Bouldern mit Events auch für Amateursportler stattfinden sollen. Diese wurde ebenfalls gestrichen. "Es wird auch eine Zeit nach Corona geben. Und wir hoffen, dieses tolle Event dann auf die Beine stellen zu können", sagte Organisationschefin Julia Zschiesche.

+++ 27.03.2020: DFB sagt Termine der Juniorenteams ab +++

Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen der Coronavirus-Pandemie weitere Termine seiner Junioren-Teams abgesagt. Nach den entsprechenden Maßnahmen für den März können auch im April und Mai sowie teilweise auch im Juni keine Spiele oder Lehrgänge stattfinden. Diese Regelung gilt laut Verbandsmitteilung vom Freitag für alle Mannschaften von der U21 bis zur U15. "An oberster Stelle steht die Gesundheit - nicht nur der jungen Spielerinnen und Spieler sowie Beteiligten, sondern vor allem der gesamten Gesellschaft", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius.

"Vor diesem Hintergrund vertrauen wir weiterhin der Expertise der Gesundheitsbehörden und werden auch in den nächsten Wochen und Monaten mit vernünftigem und sorgfältigem Handeln unseren Beitrag leisten, gemeinsam die Eindämmung des Coronavirus' zu unterstützen", führte Curtius aus. "So sehr wir die Absage der Länderspiele und Lehrgänge unserer weiblichen und männlichen U-Nationalmannschaften für April, Mai und teilweise Juni bedauern, so überzeugt sind wir, dass dies im Moment die einzig richtige Entscheidung ist."

+++ 26.03.2020: Indy 500 wegen Corona-Krise verschoben - neuer Termin 23. August +++

Das legendäre Autorennen Indy 500 kann wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant am 24. Mai stattfinden. Die Veranstalter gaben am Donnerstag eine Verschiebung der Veranstaltung mit traditionell mehreren 100 000 Besuchern auf dem Rundkurs in Indianapolis auf den 23. August bekannt. Das 500-Meilen-Rennen wird seit 1911 ausgerichtet. Es ist Teil der IndyCar-Serie, dem US-Pendant zur Formel 1.

+++ 26.03.2020: Langstrecken-Triathlon in Roth abgesagt +++

Der Langstrecken-Triathlon in Roth, für den sich auch die beiden Ironman-Weltmeister Jan Frodeno und Anne Haug, angemeldet hatten, fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Kultveranstaltung über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen hätte am 5. Juli stattfinden sollen. «Schweren Herzens mussten wir die Entscheidung treffen», hieß es in einer Mitteilung der veranstaltenden Familie Walchshöfer am Donnerstag: "Es bleibt uns nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden keine andere Wahl."

Es sei die schwierigste Entscheidung der vergangenen 19 Jahre gewesen, also seit der Gründung der Challenge 2002. "Wir haben lange gerungen, überlegt und nach möglichen Alternativen gesucht, aber die stetige Ausbreitung dieses schrecklichen Virus in nahezu allen Ländern der Welt hat uns auf schmerzliche Weise einsehen und verstehen lassen, dass eine Absage für dieses Jahr letztlich alternativlos ist", hieß es in der Mitteilung.

Bei der Auflage in diesem Jahr wäre es zu einem Treffen der besten Langstreckenathletinnen und -athleten der Welt gekommen. Auch die jeweiligen Zweit- und Drittplatzierten der Ironman-WM im Oktober vergangenen Jahres wollten antreten.

+++ 26.03.2020: Tischtennis-Weltpräsident Thomas Weikert zu Olympischen Spielen +++

Tischtennis-Weltpräsident Thomas Weikert wünscht sich nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio einen neuen Termin im Frühjahr 2021. "Wir plädieren auf April oder früher", sagte der 58-Jährige am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Juni 2021 sind die Tischtennis-Weltmeisterschaften im Einzel in Houston/USA geplant. Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Einzel-WM im März in Busan/Südkorea verschoben worden. Der Weltverband ITTF nannte den Zeitraum vom 21. bis zum 28. Juni als Ersatztermin. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist offen.

Die 33 Weltverbände und das Internationale Olympische Komitee wollten am Donnerstag (Beginn: 17.00 Uhr) in einer Telefonkonferenz über die Probleme und Herausforderungen der Olympia-Verschiebung beraten. "Wir müssen mit dem IOC auch über die Finanzen reden. Da geht es auch um die schon für Juli und August gebuchten Hotels und ob die Buchungen bestehen bleiben oder nicht", sagte Weikert. Noch wichtiger sei für viele internationale Verbände, ob sie weiter mit den Zuwendungen vom IOC in vollem Umfang rechnen können. "Es gibt Verbände, die sind bis zu 90 Prozent davon abhängig", so Weikert.

+++ 26.03.2020: Schach-WM wegen Corona-Pandemie unterbrochen +++

Das Kandidatenturnier der Schach-Weltmeisterschaft im russischen Jekaterinburg ist wegen der Coronavirus-Pandemie gestoppt worden. Man könne die sichere und rechtzeitige Heimreise der Spieler und Vertreter nicht gewährleisten, teilte der internationale Schachverband (Fide) am Donnerstag mit. Die weiteren Runden sollten zu einem späteren Zeitpunkt mit dem jetzigen Spielstand fortgesetzt werden. Wann das sein soll, war zunächst nicht bekannt. Hintergrund ist die Entscheidung der russischen Regierung, wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Flüge ins Ausland mehr zu erlauben.

Zur Halbzeit des Kandidatenturniers lagen zuletzt der Franzose Maxime Vachier-Lagrave und der Russe Jan Nepomnjaschtschi gemeinsam in Führung. Am Donnerstag hätte die zweite Hälfte des Turniers mit der 8. Runde beginnen sollen. Der Preisfonds beträgt 500 000 Euro. Der Sieger erkämpft sich das Recht, Norwegens Schach-Weltmeister Magnus Carlsen herauszufordern. Die WM soll im Rahmen der Weltausstellung Expo in Dubai Ende des Jahres stattfinden.

+++ 26.03.2020: Bundesliga - Geisterspiele oder gar keine Spiele? +++

Im Bestreben, die Saison in der Fußball-Bundesliga noch zu Ende zu spielen, wären für RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche leere Rängen sekundär. "Geisterspiele sind nicht schön, aber - Stand heute und wohl auch im Mai - nicht zu verhindern", sagte der 39-Jährige in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag). Alle großen europäischen Ligen eine das Ziel, die Spielzeit zu Ende zu bringen. "Ob mit oder ohne Zuschauer ist in diesem Kontext ausnahmsweise zweitrangig", betonte Krösche.

Mindestens bis zum 30. April soll in der Bundesliga auf Empfehlung der Deutschen Fußball Liga wegen der Coronavirus-Pandemie nicht gespielt werden. Beschlossen werden muss das allerdings erst noch durch die die Mitgliederversammlung der 36 Clubs der 1. und 2. Liga am 31. März. In der Champions League, in der die Leipziger im Viertelfinale stehen, ruht der Ball ebenfalls. Wie es dort weitergeht, ist auch offen.

+++ 26.03.2020: Entscheidung über Wimbledon fällt nächste Woche +++

Eine Entscheidung über die Absage oder Verschiebung des Tennis-Grand-Slam-Turniers in Wimbledon wegen der Coronavirus-Pandemie soll in der kommenden Woche auf einem Krisentreffen fallen. Das teilte der Veranstalter AELTC mit. Spiele unter Ausschluss der Publikums werde es bei dem beliebten Rasen-Turnier aber nicht geben.

Man stehe in Kontakt mit den Behörden, hieß es weiter. Die Vorbereitungen auf das am 29. Juni beginnende Turnier starten normalerweise Ende April. Eine Verschiebung des Events wäre «nicht ohne signifikante Risiken und Schwierigkeiten» wegen des Bodenbelags. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat das Grand-Slam-Turnier immer stattgefunden.

+++ 25.03.2020: Möglicher Kanada-Auftakt der Formel 1: Entscheidung nach Ostern +++

Eine Entscheidung über den möglichen Saisonauftakt der Formel 1 am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada soll bis spätestens in drei Wochen fallen. Nach der Absage der ersten acht Saisonrennen wegen der Corona-Pandemie will die Motorsport-Königsklasse versuchen, in Montréal in eine verkürzte Weltmeisterschaft zu starten.

Veranstalter Francois Dumontier sagte dem Online-Portal "Motorsport-Total.com" (Mittwoch): «Wir sind optimistisch, aber auch realistisch." Wenn man sich für eine Verschiebung entscheide, werde das eine gemeinsame Entscheidung mit der Formel 1 nach dem Osterwochenende am 12./13. April sein. Dabei spielen vor allem die Aufbauarbeiten eine große Rolle.

Dumontier sagte, dass er zeitgleich auch an anderen Szenarien wie einer Verschiebung des Rennens arbeite. Er schränkte jedoch ein: «Für uns ist es unmöglich, ab Ende Oktober ein Rennen auszutragen." Es wäre zu kalt.

Die Formel 1 wollte in dieser Saison eigentlich 22 Rennen absolvieren und damit so viele wie noch nie. Nach dem Ausbruch des Virus Sars-CoV-2 planen die Macher der Serie derzeit mit 15 bis 18 Rennen. Weitere Details zu einem überarbeiteten Kalender gibt es noch nicht.

+++ 25.03.2020: Nach Olympia-Absage - auch Fackellauf verschoben +++

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele ist auch der für Donnerstag angesetzte Fackellauf abgesagt worden. Das teilte das Organisationskomitee am Mittwoch mit. Ein neuer Termin für die Zeremonie werde verkündet, wenn die Daten für die Neuansetzung der Spiele feststehen, hieß es in der Mitteilung.

Tags zuvor hatten das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber die Tokio-Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verlegt. Die Sommerspiele sollen auf «ein Datum nach 2020 verlegt werden», aber nicht später als im Sommer 2021 stattfinden, hieß es.

Zudem wurde vereinbart, «dass die Olympische Flamme in Japan bleibt». Ursprünglich sollte der Fackellauf am Donnerstag in der Präfektur Fukushima unter Ausschluss der Öffentlichkeit ohne Fackel, ohne Fackelträger und ohne jegliche Zeremonie starten. Das Organisationskomitee werde nun prüfen, wie diejenigen, die für dieses Jahr als Fackelträger vorgesehen waren, für den neu angesetzten Lauf vorrangig berücksichtigt werden könnten, teilte das OK weiter mit.

+++ 25.03.2020: DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April +++

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Olympische Spiele in Tokio auf 2021 verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gemeinsam am Dienstag beschlossen, wie das IOC und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe mitgeteilt hat. Darüber hat zuerst "n-tv" berichtet.

Verbandschef Weiss: Erwarte keinen Basketball-Meister diese Saison

Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bunds, rechnet im Zuge der Coronavirus-Krise mit einem endgültigen Abbruch der Bundesliga-Saison. "Man hätte sonst eine Verzerrung des Wettbewerbs. Einige Clubs haben ihre Spieler nach Hause geschickt, einige haben schon längst Verträge aufgelöst", sagte der DBB-Chef der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube nicht, dass wir in dieser Saison einen Basketball-Meister küren werden. Meine Hoffnung ist, dass wir die neue Basketball-Saison wie geplant im Oktober starten können und dann wieder alles hochfahren."

Die BBL hat ihren Spielbetrieb derzeit bis auf Weiteres ausgesetzt. Voraussichtlich am Mittwoch wollen Liga und Clubs beraten, wie es weiter geht. Weiss betonte, dass er erwarte, dass die Bundesligaclubs "einen vernünftigen und guten Vorschlag" entwickeln werden. Zahlreiche amerikanische Profis sind in ihre Heimat gereist oder haben bereits ihre Verträge aufgelöst, eine Saisonfortsetzung wird mit jedem Abgang unwahrscheinlicher.

"Wir müssen sehen, dass die Krankenhäuser fit gemacht werden, für das, was noch auf uns zukommt. Wir müssen sehen, dass die Wirtschaft wieder angekurbelt wird, dass unsere Partner und Sponsoren auch für die Zukunft erhalten bleiben", sagte Verbandspräsident Weiss grundsätzlich. "Da ist der Sport - ich sage es ungern - derzeit erstmal in einer Nebenrolle. Der Sport muss sehen, dass er die Gesellschaft zusammenhält."

Olympischer Fackellauf startet ohne Fackel und Öffentlichkeit


Der Fackellauf der Olympischen Spiele in Tokio wird am Donnerstag in der Präfektur Fukushima unter Ausschluss der Öffentlichkeit ohne Fackel, ohne Fackelträger und ohne jegliche Zeremonie starten. Die olympische Flamme, die am 12. März aus Griechenland eingetroffen war, werde in einer Laterne getragen und von einem Fahrzeug entlang der von den Organisatoren erhofften leeren Straßenränder transportiert. Das berichteten der nationale TV-Sender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag.

Die Eröffnung der Olympischen Spiele am 24. Juli in Tokio ist derzeit fraglich, nachdem Thomas Bach als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees erklärt hatte, dass innerhalb von vier Wochen über eine mögliche Verschiebung entschieden werde. Eine Absage der Spiele schloss Bach aus.

Bis Dienstag gab es in Japan 1128 bestätigte Infizierte mit dem Coronavirus und 42 Todesfälle. Tags zuvor hatten - ungeachtet der Sorgen um die Coronavirus-Pandemie - rund 55 000 Japaner in Sendai das Olympische Feuer besichtigt. Das Feuer war am Bahnhof der Stadt in einem goldenen Kessel ausgestellt. Dabei bildeten sich Warteschlangen von bis zu 500 Metern.

IOC-Präsident Bach und Abe reden über Olympia-Verschiebung


IOC-Präsident Thomas Bach und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen einem Bericht zufolge an diesem Dienstag über eine Verschiebung der Olympischen Spiele wegen der Corona-Pandemie reden. In dem Telefongespräch mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees werde Abe sich voraussichtlich dafür aussprechen, dass die Sportveranstaltung aber noch binnen eines Jahres stattfinden sollte, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen nicht näher genannten Regierungsbeamten. Die endgültige Entscheidung treffen jedoch das IOC, die Stadt Tokio als Ausrichterin der Spiele sowie das Japanische Olympische Komitee.

An der Telefonschalte am Dienstag sollen demnach auch der Präsident des Organisationskomitees in Tokio, Yoshiro Mori, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und Japans Olympiaministerin Seiko Hashimoto teilnehmen.

Ministerpräsident Abe hatte am Montag betont, dass eine Absage der Spiele nicht zur Debatte stehe. Er räumte aber ein, dass die Sportveranstaltung unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht stattfinden könne. Das IOC hatte angekündigt, in den kommenden vier Wochen zu entscheiden, ob die Sommerspiele stattfinden sollen.

Für den früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung bereits beschlossene Sache. "Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiß", hatte Pound der Zeitung «USA Today» am Montag gesagt.

Die Olympischen Spiele sollen planmäßig vom 24. Juli bis 9. August in der japanischen Hauptstadt stattfinden. Die Paralympischen Spiele sind für den Zeitraum vom 25. August bis zum 6. September geplant.

Offiziell: UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden.

Bezüglich neuer Spieldaten sei noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die UEFA mit. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit mögliche Optionen, um die Wettbewerbe zum Abschluss zu bringen. In der Vorwoche hatte die UEFA bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.

IOC-Mitglied teilt mit: Olympische Spiele in Tokio werden verschoben

Wie aktuell unter anderem "Focus Online" berichtet, werden die Olympischen Spiele in Tokio offenbar verschoben. Dies habe ein hochrangiges IOC-Mitglied erklärt. Ex-Vizepräsident Dick Pound gegenüber "USA Today" erklärt."Aufgrund der Informationen, die dem IOC vorlegen, wurde eine Verschiebung beschlossen", so Pound.

Die Olympischen Spiele werden verschoben. Bild: dpa

Deutsche Behindertensportverband verlangt eine Verschiebung der Paralympics

Der Deutsche Behindertensportverband verlangt eine Verschiebung der Paralympics in Tokio. Eine entsprechende Forderung richtete der DBS am Montag an das Internationale Paralympische Komitee. "Nach der erneuten Zuspitzung der weltweiten Coronakrise sind wir der Auffassung, dass eine Verlegung der Paralympischen Spiele alternativlos ist. Eine Entscheidung hierzu muss unverzüglich herbeigeführt werden", teilte der DBS mit. Er wandte sich zugleich in einem offenen Brief an die deutschen Athletinnen und Athleten.

Para-Leichtathlet Niko Kappel erneuerte seine Forderung, die Paralympics nicht in diesem Sommer durchzuführen. "Ich bin für eine Verlegung der Paralympics wie selbstverständlich auch der Olympischen Spiele auf einen klar planbaren Termin, am besten ins Jahr 2021", sagte Kappel in der Mitteilung. "Wir Sportler leiden darunter, dass Trainingszentren geschlossen wurden, dass Qualifikationen ausfallen. Die Unsicherheit ist riesig. Das IPC sollte dies jetzt erkennen."

BVB setzt Teamtraining weiter aus

Die Rückkehr von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund in das Teamtraining verzögert sich. "Wir werden auch in dieser Woche und zunächst befristet bis zum kommenden Montag kein Teamtraining haben", teilte Mediendirektor Sascha Fligge mit. Bis dahin sollen die Profis des Tabellenzweiten die von Athletiktrainer-Chef Andreas Beck erstellten Trainingspläne individuell umsetzen. Ursprünglich war am (heutigen) Montag die erste gemeinschaftliche Einheit seit der durch die Corona-Krise verursachten Unterbrechung des Teamtrainings geplant.

VfL Wolfsburg trainiert wieder

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat in der Corona-Krise wieder mit dem Training begonnen. Die Einheiten fanden am Montag allerdings nicht auf dem Rasen statt, sondern folgten wegen der Pandemie strengen Präventions- und Hygieneregeln. So wurde bei allen Spielern Fieber gemessen und der Kader in Kleingruppen unterteilt, die nacheinander in vier verschiedenen Schichten in vier unterschiedlichen Kabinen der Volkswagen Arena ein Krafttraining absolvierten. Jeder Spieler bekam zudem eine eigene Dusche zugewiesen, die nach jeder Benutzung desinfiziert wird.

Aktuell ist der Spielbetrieb in der Bundesliga nur bis zum 2. April ausgesetzt. Niemand glaubt jedoch an eine Fortsetzung der Saison bereits zu diesem Zeitpunkt. Am Dienstag tagt auch das Präsidium der Deutschen Fußball Liga zu diesem Thema. "Aktuell ist der Stand, dass ab dem 2. April wieder gespielt wird. Auch wenn das unrealistisch scheint, müssen wir es annehmen und uns darauf einstellen", sagte der Wolfsburger Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Schweiz plädiert für Verschiebung von Olympia

Die Schweiz hat sich für die Durchführung von Olympischen Spielen erst nach dem Ende der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen. Man habe sich in einem Brief an das Internationale Olympische Komitee "klar auf den Standpunkt gestellt, wonach die Spiele nicht stattfinden sollten, bevor die Coronakrise weltweit unter Kontrolle ist", teilte Swiss Olympic am Montag mit. "Die Gesundheit und das Wohlergehen stehen bei Swiss Olympic über allem."

Man habe dem IOC auch dargelegt, wie schwierig sich in der aktuellen Situation die Trainingssituation für Athleten und Trainer präsentiere. Zudem wolle man in einer Umfrage das Stimmungsbild der Sportler bezüglich der Durchführung der vom 24. Juli bis 9. August geplanten Sommerspiele erfragen. Das Ergebnis wolle man im Anschluss dem IOC mitteilen.

Reit-Dressur-Meisterschaft von Mai auf September verschoben

Die deutschen Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter sind wegen der Corona-Pandemie verlegt worden. Die Veranstaltung im sauerländischen Balve soll nicht wie geplant vom 7. bis 10. Mai, sondern vom 17. bis 20. September stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Montag mit. Diese Entscheidung sei auch zum jetzigen Zeitpunkt getroffen worden, "um den finanziellen Schaden möglichst gering zu halten und um Planungssicherheit zu geben", hieß es in einer Mitteilung. Die Dressur-Meisterschaft war ursprünglich als eine von zwei Olympia-Qualifikationen geplant.

Formel-1: Großer Preis von Aserbaidschan wird vermutlich verschoben

Die Hoffnung auf einen Start der Formel-1-Saison Anfang Juni scheint sich auch zu zerschlagen. Medienberichten zufolge steht der Große Preis von Aserbaidschan vor einer Verschiebung. Der Grand Prix soll eigentlich am 7. Juni in Baku stattfinden. Die Verantwortlichen in Aserbaidschan sollen sich in einer Krisensitzung für die Verschiebung ausgesprochen haben.

Der Aufbau für das Stadtrennen sei aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr zeitlich einzuhalten. Der früheste Saisonstart wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal.

Die Motorsport-Königsklasse musste bereits die Rennen in Australien, Bahrain, China, Vietnam, den Niederlanden, Spanien und Monaco für die geplanten Termine bis Ende Mai absagen. Eigentlich sollten in diesem Jahr erstmals 22 Rennen in einer Saison stattfinden. Wie viele es tatsächlich werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Formel 1 hat für die Fans bereits eine virtuelle Rennserie ins Leben gerufen.

Leichtathletik-Weltverband stimmt eventueller Verschiebung der Sommerspiele zu

Der Leichtathletik-Weltverband ist bereit, mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem gesamten Sport an einem alternativen Termin für die Sommerspiele in Tokio zu arbeiten. Wie World Athletics in der Nacht zum Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, beinhalte dies "auch Termine im Jahr 2021" und damit auch die Leichtathletik-WM im nächsten Jahr in Eugene/USA.

"World Athletics" habe bereits mit dem Organisationskomitee "Oregon 21" über die Möglichkeit diskutiert, die Tokio-Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie auf das nächste Jahr zu verlegen. Die WM-Organisatoren hätten daraufhin versichert, mit ihren Partnern und Interessenvertretern zu beraten, ob Eugene die WM an alternativen Terminen ausrichten könne, "falls sich dies als notwendig erweisen sollte", hieß es.

Japan zieht Verschiebung von Olympischen Spielen in Betracht

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein. "Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat", sagte Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Das IOC will binnen von vier Wochen Klarheit über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio schaffen. Das Internationale Olympische Komitee setzte sich am Sonntag nach einer Telefonkonferenz der Exekutive diese Deadline, schloss aber gleichzeitig eine Komplett-Absage der Sommerspiele aus. Das teilte das IOC am Sonntagabend mit, nachdem der Druck bezüglich einer Entscheidung immer größer geworden war.

Weitere Bundesliga-Zwangspause praktisch fix: Suche nach Optionen

Nach der von Bund und Ländern angeordneten umfassenden Reduzierung sozialer Kontakte zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beginnen die Fußball-Bundesligisten mit der Ausarbeitung des nächsten Notfallplans. Fest steht, dass der ohnehin von der DFL schon als unrealistisch eingestufte Termin am ersten April-Wochenende für eine Saisonfortsetzung nicht mehr haltbar ist. Gerechnet wird mit einer Absage aller Spieltage mindestens bis Ende April.

Die Szenarien für die Saison-Fortsetzung in der Fußball-Bundesliga:

EM-MODELL: Laut einem Medienbericht könnte die Saison im Modus eines EM-Turniers an festen Spielorten in kurzer Zeit zu Ende gespielt werden. Im Rahmen ihrer Überlegungen prüfe die DFL mehrere Austragungsorte in allen Regionen des Landes, an denen dann mehrere Partien pro Tag angesetzt würden, berichtete der «Sportbuzzer». Das würde vor allem die Logistik für die Teams erleichtern und den Personalaufwand in den Stadien minimieren.

EIL-MODELL: Auch ein Saisonende mit den neun verbleibenden Spieltagen und 82 Partien innerhalb von 16 Tagen soll dem Bericht zufolge eine Option sein. Dabei würden in diesem Zeitraum täglich Spiele stattfinden, die Teams müssten alle zwei Tage antreten. Diese Variante kommt in Betracht, wenn erst im Juni wieder gespielt werden kann und die Saison zwingend am 30. Juni wegen vieler dann auslaufender Spielerverträge beendet sein muss. Alternativ könnte eine Sprint-Saison schon im Mai beginnen und dann noch Zeit für DFB-Pokal und Europacup-Wettbewerbe sein - dies allerdings scheint momentan ein theoretisches Szenario zu sein.

ENGLISCHES MODELL: Die Premier League macht sich um den Transfertermin Ende Juni offenbar weniger Gedanken. Wie englische Medien berichten, soll der 1. Juni als Re-Start-Datum ausgewählt sein. Dann soll bis Mitte Juli die Saison durchgezogen werden. Es bliebe sogar noch eine Sommerpause, bevor am 8. August die nächste Saison planmäßig wieder starten würde. In der Bundesliga ist der Anpfiff für die neue Spielzeit sogar erst für den 21. August geplant.

Virologe Drosten: Keine vollen Fußballstadien bis nächstes Jahr

Renommierte Virologen rechnen angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr. Er glaube "überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig", sagte der Berliner Virologe Christian Drosten von der Charité dem Nachrichtenmagazin "Stern". "Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten."

Zuvor hatte auch Virologe Alexander Kekulé den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen gemacht. "Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können", sagte der Experte der ARD-"Sportschau". Die "ganz große Welle" an Infizierten stehe Japan noch bevor, und Olympische Spiele mit mehr als 10 000 Athleten und vielen Tausend Fans seien unverantwortlich. "Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung", betonte Professor Kekulé.

Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale geht zudem davon aus, dass es in diesem Jahr in Deutschland keine Fußballspiele mehr mit Zuschauern geben wird. «Großveranstaltungen, bei denen man 60 000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht», sagte Kekulé. Ähnlich hatte sich schon sein Kollege Jonas Schmidt-Chanasit geäußert, der damit rechnet, dass in diesem Jahr überhaupt nicht mehr Fußball gespielt werde.

Gar so drastisch sieht es Kekulé nicht. "Wenn ich jetzt Berater des Fußballs wäre, dann würde ich sagen, im September irgendwann könnte es sich bessern, aber vorher höchstwahrscheinlich nicht." Die Deutsche Fußball Liga hat zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt.

Bericht: Sieben mögliche Modelle für Saisonende im Europapokal

Die Europäische Fußball-Union UEFA prüft einem Medienbericht zufolge sieben verschiedene Modelle für ein reguläres Ende der laufenden Saison im Europapokal. Das Endspiel der Champions League soll trotz der Folgen der Coronavirus-Pandemie in jedem Fall am 27. Juni in Istanbul und damit rund einen Monat später als geplant stattfinden, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen "Corona-Kalender" der UEFA berichtet. Sowohl die Champions League als auch die Europa League stecken derzeit im Achtelfinale fest und sind von der UEFA bis auf Weiteres ausgesetzt worden.

RB Leipzig steht als einziger Bundesligist bereits sicher im Viertelfinale der Champions League, der FC Bayern muss noch im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea antreten. Für Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und den VfL Wolfsburg stehen in der Europa League noch die Achtelfinal-Rückspiele an. Frühester Wiederaufnahme-Termin für den Europapokal wäre dem Bericht zufolge der 14. April. Anschließend könnten Partien im normalen Modus auch an den Wochenende und parallel zu den nationalen Ligen stattfinden.

Können die Wettbewerbe erst später wieder starten, müsste der Zeitplan weiter gestrafft werden. Mögliche Optionen wären dann ein Final-Four-Turnier in den Finalstädten oder der Verzicht auf Hin- und Rückspiele in den noch ausstehenden K.o.-Runden. Das Heimrecht würde für die betroffenen Partien dann ausgelost werden.

Coronavirus: Ehemaliger Real-Boss Sanz auf Intensivstation gestorben

Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. am Samstagabend in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

Sanz war vor einigen Tagen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit Dienstag auf der Intensivstation des Madrider Krankenhauses Hospital Jiménez Díaz. Die spanische Profiliga sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

"Mein Vater ist jetzt vor Kurzem gestorben. Er hat ein solches Ende nicht verdient", schrieb der älteste Sohn von Sanz in seiner Mitteilung an die Medien. "Eine der besten, mutigsten und fleißigsten Personen, die ich in meinem Leben gesehen habe, geht von uns. Seine Familie und Real Madrid waren sein Leben", fügte er an.

Sanz war Chef der Königlichen zwischen 1995 und 2000. In dieser Zeit errang Real neben anderen Erfolgen zwei Mal die Champions League (1998 und 2000) und auch einen Ligatitel (1997).

Die Fußball-Bundesliga hat den Spielbetrieb vorerst eingestellt. Bild: dpa

Juventus-Profi Dybala gibt positiven Coronavirus-Test bekannt

Fußballprofi Paulo Dybala ist ebenso wie seine Lebensgefährtin eigenen Angaben zufolge positiv auf das Coronavirus gestestet worden. Dies teilten der 26 Jahre alte Argentinier und sein Club am Samstagabend mit. Er ist damit schon der dritte Spieler von Juventus Turin, bei dem das Virus festgestellt wurde.

"Sowohl Oriana als auch ich wurden positiv gestestet. Zum Glück geht es uns perfekt. Danke für Eure Nachrichten", schrieb der Angreifer des italienischen Rekordmeisters bei Twitter und Instagram. Zuvor waren bei Juventus schon die Fälle des französischen Weltmeisters Blaise Matuidi und von Daniele Rugani bekanntgeworden. Italien ist weltweit das derzeit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Auch WM-Testspiele des deutschen Eishockey-Teams abgesagt

Nach der Absage der Eishockey-Weltmeisterschaft hat der deutsche Verband auch sämtliche Vorbereitungsspiele der Nationalmannschaft für das Turnier in der Schweiz offiziell gestrichen. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm hätte am 16. und 18. April in Nürnberg beziehungsweise Heilbronn jeweils gegen Tschechien antreten sollen. Für den 23. und 25. April waren Spiele gegen Weißrussland in Dresden und Crimmitschau geplant. Die WM-Generalprobe sollte am 5. Mai in Mannheim gegen die USA steigen. Ziel sei es, diese Spiele in das Jahr 2021 zu verschieben, teilte der Deutsche Eishockey-Bund am Samstag mit.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte der Eishockey-Weltverband zuvor beschlossen, die WM vom 8. bis 24. Mai in Zürich und Lausanne nicht auszutragen. «Die Vorfreude auf das gesamte Vorbereitungsprogramm der Nationalmannschaft und die Eishockey-WM in der Schweiz war riesengroß. Nach der kompletten Absage des nationalen deutschen Spielbetriebs ist die Absage des internationalen nur nachvollziehbar konsequent», sagte DEB-Präsident Franz Reindl. Der Eishockeysport trage mit ganzer Kraft zum weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bei.

Brasiliens Olympisches Komitee spricht sich für Tokio-Spiele 2021 aus

Das Brasilianische Olympische Komitee (COB) hat wegen der Coronavirus-Pandemie zur Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr aufgerufen. In einer Erklärung am Samstag begründete das COB seine Position mit der Verschlimmerung der Pandemie und der daraus resultierenden Schwierigkeit der Athleten, ihr bestes Niveau aufrechtzuerhalten. "Als Judoka und Ex-Trainer habe ich gelernt, dass der Traum eines jeden Sportlers ist, die Olympischen Spiele unter den besten Voraussetzungen zu bestreiten", schrieb COB-Präsident Paulo Wanderley, der den brasilianischen Judoka Rogério Sampaio in Barcelona 1992 zu Gold geführt hatte. Die Spiele sollten im gleichen Zeitraum im Jahr 2021 stattfinden.

"Es ist klar, dass in diesem Moment die Aufrechterhaltung der Spiele für dieses Jahr verhindern würde, dass dieser Traum in seiner Fülle verwirklicht wird." Das COB hob in der Erklärung jedoch auch hervor, dass die Empfehlung zur Verschiebung nichts an dem Vertrauen in das Internationale Olympische Komitee (IOC) ändern würde. Das IOC habe schon immense Probleme wie die Absagen der Spiele 1916, 1940 und 1944 und den jeweiligen Boykott von Moskau 1980 und Los Angeles 1984 hinter sich gebracht, ergänzte Wanderley. Er sei sich sicher, dass Thomas Bach, Goldmedaillengewinner von Montreal 1976, bestens für diesen schwierigen Moment vorbereitet sei. Brasilien organisierte in Rio de Janeiro 2016 die ersten Olympischen Spiele in Südamerika.

Coronavirus: Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Weltverband am Samstag mit.

Virologe Kekulé: Kein Olympia, keine Fußballspiele mit Fans in 2020

Auch der Virologe Alexander Kekulé macht den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen. "Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können", sagte der Experte der ARD-«Sportschau». Die "ganz große Welle" an Infizierten stehe Japan noch bevor, und Olympische Spiele mit mehr als 10 000 Athleten und vielen Tausend Fans seien unverantwortlich. "Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung", betonte Professor Kekulé.

Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale geht zudem davon aus, dass es in diesem Jahr in Deutschland keine Fußballspiele mehr mit Zuschauern geben wird. "Großveranstaltungen, bei denen man 60 000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht", sagte Kekulé. Ähnlich hatte sich schon sein Kollege Jonas Schmidt-Chanasit geäußert, der damit rechnet, dass in diesem Jahr überhaupt nicht mehr Fußball gespielt werde.

Gar so drastisch sieht es Kekulé nicht. "Wenn ich jetzt Berater des Fußballs wäre, dann würde ich sagen, im September irgendwann könnte es sich bessern, aber vorher höchstwahrscheinlich nicht." Die Deutsche Fußball Liga hat zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt.

Goretzka und Kimmich starten Initiative und spenden eine Million Euro

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich setzen in der Corona-Krise ein vorbildliches Zeichen. Die beiden 25 Jahre alten Profis des FC Bayern München gründen die Initative "We kick Corona" und spenden privat eine Million Euro für soziale und karitative Einrichtungen, wie sie am Freitag bekanntgaben. "Auf dem Platz können wir jeden schlagen. Aber Corona schlagen wir nur gemeinsam!", betitelte Goretzka die Aktion.

Von immer mehr Seiten erreicht das Internationale Olympische Komitee die Bitte, die Olympischen Spiele erst dann stattfinden zu lassen, wenn die Coronakrise überstanden ist. Bild: katafree/AdobeStock

Keine weiteren positiven Corona-Tests bei Hertha - Quarantäne hält an

Bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC gibt es keine weiteren positiven Befunde auf das Coronavirus. "Alle Tests unserer Spieler des Lizenzspielerkaders sowie des Trainer- und Funktionsteams sind negativ ausgefallen", teilten die Berliner am Freitag mit. "Dennoch muss an der angeordneten zweiwöchigen Quarantäne bis Ende März festgehalten werden."

Am Dienstag waren nach einem positiven Befund auf das Coronavirus bei einem Spieler Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam unter eine zweiwöchige häusliche Quarantäne gestellt worden. Ursprünglich war für diesen Tag wieder eine Trainingseinheit angesetzt gewesen. Seitdem halten sich die Spieler individuell fit, mehrere Profis zeigten sich in kurzen Internetvideos auf Spinningrädern. Der positiv getestete Spieler, dessen Namen die Berliner nicht bekanntgaben, habe über die üblichen Symptome geklagt. Er sei dann umgehend von der Gruppe getrennt worden.

Während die Deutsche Fußball Liga zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt hat, darf in Berlin bis zum 19. April nicht gespielt werden. Das hatte der Senat im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen.

Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet, dass wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in diesem Jahr Profifußball gespielt wird. "Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang", sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im "Sportclub" des NDR-Fernsehens.

Die Deutsche Fußball Liga hat die 1. und 2. Bundesliga vorerst bis zum 2. April ausgesetzt. Gerechnet wird aber damit, dass frühestens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. "Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagte Schmidt-Chanasit. "Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht."

Selbst wenn es Deutschland nicht so schlimm treffen sollte wie Italien, "wir es durch diese Maßnahmen schaffen, die Fallzahlen auf einem Niveau halten, das Deutschland verträgt, was wir behandeln können auf den Intensivstationen", hieße das längst noch nicht, dass der Fußball wieder anfangen dürfe. "Das hieße, das würde wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen." Der Fußball werde erst ganz zum Schluss kommen, "weil er einen starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung hat."

Athleten Deutschland: IOC fährt stur mit Planung für Olympia fort

Der Verein Athleten Deutschland kritisiert das Internationale Olympische Komitee für seine strikte Haltung im Umgang mit einer möglichen Olympia-Absage, die viele Athleten in Bedrängnis bringe. "Wir verstehen, in welcher misslichen Lage Ihr Euch - insbesondere jene, die sich auf die Olympischen und Paralympischen Spiele vorbereiten - gerade befindet", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. "Ihr kämpft an zwei Fronten: gegen das Virus und für eine Aufrechterhaltung Eurer Fitness."

Ein Grund für diese Hängepartie sei die Haltung des IOC und des Internationalen Paralympischen Komitees, "die stur mit der Planung der Spiele fortfahren» würden. In der Telefonkonferenz des IOC mit 220 Athletenvertretern am Mittwoch habe "große Unsicherheit" geherrscht. "Das IOC unterband jegliche Spekulationen über Alternativszenarien und kommunizierte auf Nachfrage auch keine Deadline für eine endgültige Entscheidung", hieß es weiter.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte dagegen von einem "konstruktiven" Austausch gesprochen und betont, dass noch mehr als vier Monate Zeit bis zu den Olympischen Spielen vom 24. Juli bis 9. August sei.

Coronavirus: England verlängert Fußballpause bis zum 30. April

Die durch die Coronakrise bedingte Fußballpause in England wird verlängert. Der englische Fußballverband FA gab am Donnerstag bekannt, dass der Ball bis mindestens zum 30. April ruhen werde. Darauf einigte sich die FA mit der Premier League, der für die unteren Ligen zuständigen EFL sowie der Professionellen Spielergewerkschaft und dem englischen Trainerverband.

"Die Entwicklung von Covid-19 bleibt unklar, und wir können jedem versichern, dass die Gesundheit und das Wohlergehen von Spielern, Mitarbeitern und Fans für uns Priorität haben", hieß es in der Mitteilung. "Wir werden weiterhin den Ratschlägen der Regierung folgen und zusammenarbeiten, um die Situation im Blick zu behalten und alle verfügbaren Möglichkeiten zu prüfen, damit wir Wege finden, die Saison wieder aufzunehmen, sobald die Bedingungen es erlauben."

BVB-Kapitän Reus zur Corona-Krise: "Bleibt zu Hause"

Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat an die Bundesbürger appelliert, die Anweisungen der Behörden in der Coronakrise zu befolgen. "Wir alle sollten zusammenhalten. Also bleibt zu Hause", forderte der Kapitän von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund in einem Internet-Chat am Donnerstag mit Fans. Daran würde sich auch seine Familie halten: "Wir sind die ganze Zeit zu Hause. Mit unserer Tochter haben wir aber keine Langeweile. Sie hält uns bei Laune."

Der Kapitän von Borussia Dortmund hatte sich am 4. Februar im DFB-Pokalspiel bei Werder Bremen (2:3) eine Muskelverletzung zugezogen und war seitdem nicht mehr für den Bundesliga-Zweiten zum Einsatz gekommen. "Ich ziehe ganz normal mein Programm durch, so gut es geht. Ich hoffe, dass ich im Laufe der Zeit auch wieder auf den Platz zurückkehren kann. Wann, kann ich noch nicht sagen", antwortete der 30-Jährige auf eine Frage nach seinen gesundheitlichen Fortschritten.

Deutscher Bundes-Basketball-Präsident, Ingo Weiss rechnet mit Absage der Bundesliga-Saison. Bild: picture alliance/Ingo Wagner/dpa

Auch KSC-Profis verzichten in Coronavirus-Krise auf Gehalt

In der Coronavirus-Krise zeigen sich auch die Profis des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC mit einem Gehaltsverzicht solidarisch. "Für uns als Mannschaft steht es außer Frage, dass wir zurzeit im Verein noch näher zusammenrücken und unseren Teil dazu beitragen wollen, damit der KSC die aktuelle Situation bestmöglich durchstehen kann", sagte Kapitän David Pisot.

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, verzichten die Spieler in den Monaten März, April und Juni auf einen Teil ihres Gehalts, um mögliche Einnahmeverluste des Vereins abzumildern. Auch Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach und Torwart Rafael Gikiewicz vom 1. FC Union Berlin hatten im Zuge der Coronavirus-Krise einen Gehaltsverzicht angekündigt.

Bayern-Stars starten mit erstem "Cyber-Training"

Die Stars des FC Bayern München haben in der Coronavirus-Krise ihre erste Einheit unter den neuartigen Bedingungen absolviert. "Gestern hatten wir um elf Uhr erstmals unser "Cyber-Training". Alle waren motiviert, alle haben das sehr gut macht", erklärte Trainer Hansi Flick am Donnerstag. "Es wird wichtig sein, dass wir täglich in Kontakt stehen. Es wird die Gesamtgruppe für das Training geben. Darüber hinaus habe ich aber auch schon angefangen, mich mit kleinen Spieler-Gruppen über Video-Calls auszutauschen", sagte Flick.

Auf der Internetseite des deutschen Fußball-Rekordmeister schilderte Flick, dass das Trainerteam unterschiedlich lange Einheiten geplant habe, abgängig vom Trainingsschwerpunkt. "Alle können den Trainer auf ihrem Tablet sehen, um so auch alle Übungen durchführen zu können, die wir von der Säbener Straße aus übertragen", sagte Flick. "Wir sind auch vorbereitet für eine denkbare Ausgangssperre, dafür haben wir Home-Office-Lösungen erarbeitet. Wir sind gut präpariert für alles, was kommen könnte - auf die neuen Aufgaben, welche die sich ständig verändernde Lage mit sich bringt. Wir müssen das annehmen, wie alle anderen Menschen in unserem Land auch."

BVB-Boss Joachim Watzke bietet Gehaltsverzicht an

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) ist angeblich bereit, auf ein Drittel seines Gehalts zu verzichten. Damit will er Borussia Dortmund in Zeiten von Corona finanziell entlasten, bis die Bundesliga wieder stattfinden kann. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Donnerstag.

BVB-Star Marco Reus spricht über Corona-Krise. Bild: dpa

1 Mio Euro pro Monat! Gladbach spart bei Spielergehältern

Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportchef Max Eberl am Donnerstag. Nach Informationen der "Rheinischen Post" soll der Club monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Coronakrise und der Spielpause deswegen in der Bundesliga anderen Angestellten des Clubs Jobs und Einkommen sichern.

"Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte Eberl weiter. "Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen." Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers hatte zuletzt eingeräumt, dass jedes Heimspiel, das wie das 2:1 gegen den 1. FC Köln vor gut einer Woche ohne Zuschauer durchgeführt werden muss, dem Verein rund zwei Millionen Euro netto kostet. Sollte die Bundesliga gar nicht mehr spielen können, drohen den Clubs wegen möglicher fehlender TV-Einnahmen sogar noch größere Einbußen.

Schippers bekräftigte, wie ernst die Lage allgemein sei: "Ziel ist es, dass Borussia Mönchengladbach diese Coronakrise übersteht. Ziel ist es, dass wir das schaffen, ohne betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen." Denkbar sei in dem Zusammenhang auch, Kurzarbeit zu beantragen. "Wir sind dabei, das zu prüfen."

Zehnkampf-Weltmeister Kaul zu Olympia: "Ich fände das schwierig"

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul steht dem Festhalten an der Austragung der Olympischen Spielen in Tokio mit großer Skepsis gegenüber. "Ich fände das schwierig. Alleine schon aus dem Fairness-Gedanken heraus", sagte der 22 Jahre alte Mainzer im Interview der "Allgemeinen Zeitung Mainz" (Donnerstag). Zu unvorhersehbar sei die Entwicklung der Coronavirus-Krise, zu unterschiedlich wahrscheinlich die Bedingungen, in denen sich die Athleten vorbereiten könnten. Kaul selbst tut jedoch sein Bestes, um annähernd in Wettkampf-Form und fokussiert zu bleiben.

Ex-Real-Boss Lorenzo Sanz ist tot. Bild: dpa

Ehemaliger Real-Präsident auf der Intensivstation nach positivem Test

Lorenzo Sanz, der frühere Club-Präsident von Real Madrid, ist positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das berichtete sein Sohn Fernando Sanz der spanischen Zeitung "Marca".

Der 76 Jahre alte Lorenzo Sanz war Ende der 90iger Jahre Chef der Königlichen. "Wir wünschen Lorenzo Sanz, Ex-Präsident von Real Madrid, all unsere Unterstützung und alles Gute", hieß es bei Real auf Twitter. "Die gesamte Familie Real Madrid sendet ihre Stärke und Ermutigung."

Fernando Sanz sagte, dass sich der Gesundheitszustand seines Vaters verbessert habe. "Es geht ihm gut, und er hatte eine gute Nacht", schrieb er in den sozialen Medien. Sein Vater habe mehrere Tage isoliert zu Hause verbracht, weil er Fieber bekommen hatte. Als weitere Symptome hinzukamen, wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Coronavirus: Handball-Nationspieler der MT Melsungen in Quarantäne

Drei Handball-Nationalspieler der MT Melsungen haben sich in häusliche Quarantäne begeben. Wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte, wurde diese Maßnahme notwendig, da bei einem Lehrgang des deutschen Nationalteams vom 9. bis 13. März in der Nähe von Magdeburg ein Spieler einen positiven Coronavirus-Testbefund hatte. Von der MT Melsungen betrifft dies Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann. "Diese Spieler zeigen aktuell keinerlei Symptome, wurden aber vorsorglich auch von MT-Mannschaftsarzt Bernd Sostmann in die häusliche Isolation geschickt", hieß es in einer Mitteilung.

Nur noch individuelles Training im Deutschland-Achter

Der Deutschland-Achter muss wegen der Corona-Pandemie vorerst auf gemeinschaftliches Training am Dortmunder Stützpunkt verzichten. "Ein neuer Erlass des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund verbietet das gemeinsame Training", teilte die Ruder-Crew am Mittwoch mit. Demnach ist "jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Sportanlagen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17. März 2020 einzustellen."

"Damit ist klar, dass wir bis auf Weiteres nur noch individuell trainieren können», sagte Achtertrainer Uwe Bender. Die Weltmeister aus dem DRV-Paradeboot wurden deshalb mit Ergometern für das Heimtraining versorgt. Sie waren am Montag vorzeitig aus dem Trainingslager in Portugal zurückgekehrt.

Wirtschaftliche Einschnitte: RB Leipzig verhängt Einstellungs-Stopp

Die Coronavirus-Pandemie und die Spielpause der Fußball-Bundesliga zieht bei RB Leipzig wirtschaftliche Einschnitte nach sich. Der Club hat ein internes Maßnahmenpaket verabschiedet, um die Arbeitsplatzerhaltung der über 400 Mitarbeiter zu gewährleisten, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Mittwoch. «Dabei geht es um die Streichung von Investitionen und Kampagnen. Zudem werden wir 2020 keine Neu-Einstellungen vornehmen. Das gibt uns etwas Luft", sagte Mintzlaff und betonte die Dramatik der Situation: "Wir können sicherlich noch im übernächsten Monat alle Gehälter zahlen. Aber irgendwann können wir das wirtschaftlich nicht mehr auffangen."

Die Mannschaft soll sich wie geplant am Freitag wieder zum Training treffen. "Das wird sicherlich kein normales Training. Wie wir das abhalten, wird gerade diskutiert", sagte Mintzlaff. Man habe eine Verantwortung den Spielern und ihren Familien gegenüber und gehe nicht leichtfertig mit der Situation um.

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft spendet 2,5 Millionen Euro

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet und ihre Fans aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren. "Wir müssen in solchen Zeiten aufeinander schauen - wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht und spenden für einen guten Zweck 2,5 Millionen Euro", sagte Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuner (33) am Mittwoch in einem Instagram-Video der DFB-Auswahl. "Wir alle sind ein ganz großes Team, nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in unserer Gesellschaft. Das merkt man in Zeiten wie diesen", ergänzte der Keeper des FC Bayern München.

Neben ihm riefen auch seine Münchner Kollegen Joshua Kimmich (25), Leon Goretzka sowie der Gladbacher Matthias Ginter (26), der Leipziger Lukas Klostermann (23), die beiden Freiburger Robin Koch (27) und Luca Waldschmidt (23) sowie Jonathan Tah (24/Leverkusen) die Fans zu Spenden auf. "Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und gerade jetzt Solidarität zeigen", sagte Kimmich, der sich bei denen bedankte, die sich bereits engagieren. Vor allem der medizinischen Abteilung, aber auch bei den Menschen, "die dafür sorgen, dass die Versorgungsketten weiter aufrecht erhalten bleiben".

Neuer zeigte sich beeindruckt von dem Bild, was "unsere Gesellschaft im Moment abgibt, wir helfen uns gegenseitig, wir bieten Unterstützung an." Das sehe man unter anderen in Krankenhäusern, Altenheimen und Supermärkten.

"Der Fußball steht momentan still und die Gesundheit über allem. Und das ist auch gut so. Wir stehen vor einem großen gesellschaftlichen Problem, das betrifft uns alle und eben nicht nur die ältere Generation", sagte Goretzka. Er hoffe, dass «viele von euch uns folgen werden, da zählt jede Geste», sagte der 25-Jährige mit Verweis auf die Plattform "wirhelfen.eu". "Bleibt gesund und vor allem zu Hause und ich hoffe, wir sehen uns bald auf dem Fußball-Platz wieder." Ginter ergänzte: "Lasst uns ein Zeichen setzen, indem wir in der schwierigen Zeit zusammenstehen."

DFB-Klassiker gegen Spanien und Italien könnten nachgeholt werden

Nach der Verlegung der Fußball-EM in den Sommer 2021 ist aktuell offen, wann die deutsche Nationalmannschaft ihr nächstes Länderspiel bestreitet. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind alle Spiele der Auswahlteams (Männer und Frauen) "bis auf Weiteres" ausgesetzt, wie die UEFA nach der Entscheidung für die Verschiebung der Europameisterschaft um zwölf Monate mitgeteilt hatte.

"Die Playoffs zur EURO 2020 und die Freundschaftsländerspiele, die Ende März angesetzt waren, werden nun vorbehaltlich einer Lagebeurteilung in der Länderspielperiode Anfang Juni ausgetragen", berichtete die Europäische Fußball-Union (UEFA) zudem. Das heißt im Falle der deutschen Mannschaft, dass die aktuell abgesagten Länderspiel-Klassiker gegen Spanien (26. März in Madrid) und Italien (31. März in Nürnberg) noch in dieser Saison nachgeholt werden könnten.

Ursprünglich hatte der DFB für die Phase der EM-Vorbereitung ein Testspiel am 31. Mai in Basel gegen die Schweiz vereinbart. Geplant war außerdem am Ende des inzwischen hinfälligen EM-Trainingslagers im österreichischen Seefeld ein weiteres Testspiel am 8. Juni in Sinsheim gegen einen noch nicht benannten Gegner. In der zweiten Jahreshälfte soll die Nationalelf sechs Partien in der Nations League austragen, die erste am 3. September gegen Spanien. Drei Tage später steht ein Auswärtsspiel gegen die Schweiz an.

Pferdesport: Auch das Pfingstturnier in Wiesbaden abgesagt

Das traditionsreiche Pfingstturnier in Wiesbaden fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Organisatoren sagten am Mittwoch die vom 29. Mai bis zum 1. Juni geplante Reit-Veranstaltung in der hessischen Landeshauptstadt ab. "Es war für uns eine sehr schwierige Entscheidung", sagte Kristina Dyckerhoff als Präsidentin des veranstaltenden Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs. "Großveranstaltungen wurden hier in Hessen bereits am 12. März untersagt. Keiner weiß, wie lange dieses Verbot bestehen bleibt."

Ein Turnier ohne Zuschauer sei nicht in Frage gekommen, meinte Dyckerhoff. "Ein leerer Park, leere Tribünen - das wäre nicht das Pfingstturnier, zumal für uns und unsere Partner das Turnier ohne Zuschauer auch finanziell nicht tragbar wäre", sagte sie. Zu dem Turnier kommen jährlich rund 60 000 Besucher.

Wegen Coronavirus: Radklassiker Eschborn-Frankfurt abgesagt

Der Frankfurter Radklassiker findet wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant am 1. Mai statt. Die Veranstalter sagten das World-Tour-Rennen Eschborn-Frankfurt am Mittwoch ab und wollen nun die Möglichkeit einer Verlegung auf einen späteren Termin prüfen. Das Traditionsrennen musste 2015 schon einmal abgesagt werden. Damals verhinderte eine Terrorwarnung die Austragung.

"Mit dieser Entscheidung leisten wir unseren Beitrag, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, denn der 1. Mai steht seit über 50 Jahren für den Fahrradfeiertag. Aber derzeit ist ein unbeschwertes, gemeinsames Feiern des Fahrrades nicht möglich", begründete Renn-Chef Claude Rach die Entscheidung.

Von der Absage der 59. Auflage des Profi-Rennens sind auch 17 weitere Veranstaltungen innerhalb des Rahmenprogramms betroffen. Die Organisatoren prüfen derzeit mit den zuständigen Behörden und dem Radsport-Weltverband UCI, ob und wann das Event im September oder Oktober dieses Jahres durchgeführt werden kann.

Weitere Corona-Fälle bei Rhein-Neckar Löwen - Team in Quarantäne

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