28.07.2019, 16.37 Uhr

Tour de France 2019 Live-Stream und TV + Ergebnisse:    Ausführliche Ergebnisse der Tour de France sowie alle aktuellen Geschehnisse lesen Sie HIER

Die Tour de France 2019 ist im vollen Gange. Bild: dpa

+++ 27.07.2019: Kolumbianer Bernal fährt in Gelb nach Paris - Buchmann Gesamt-Vierter +++

Der Kolumbianer Egan Bernal steht vor seinem ersten Gesamtsieg bei der Tour de France. Nach 20 von 21 Etappen der Frankreich-Rundfahrt trägt der 22 Jahre alte Rad-Profi vom Team Ineos das Gelbe Trikot des Gesamtführenden, auf der Schlussetappe nach Paris an diesem Sonntag (18.10 Uhr/One und Eurosport) wird der Spitzenreiter traditionell nicht mehr angegriffen. Bernal wäre der erste Kolumbianer, der das bedeutendste Radrennen der Welt gewinnt.

Der Ravensburger Emanuel Buchmann steht nach dem wegen Unwetterwarnungen und Erdrutschen auf nur 59 Kilometer verkürzten Teilstück nach Val Thorens in den Alpen auf Gesamtrang vier und würde damit für das beste deutsche Tour-Resultat seit 2006 sorgen, als Andreas Klöden Zweiter wurde. Die Ränge zwei und drei in der Gesamtwertung belegen Vorjahressieger Geraint Thomas aus Großbritannien und der Niederländer Steven Kruijswijk.

Der Tagessieg am Samstag ging an den Italiener Vincenzo Nibali vor den beiden Spaniern Alejandro Valverde und Mikel Landa.

+++ 26.07.2019: Nach Abbruch der Tour-Etappe: Tagessieg wird nicht an Bernal vergeben +++

Nach dem wetterbedingten Abbruch der 19. Etappe der Tour de France wird es für das Teilstück von Saint-Jean-de-Maurienne nach Tignes keinen Etappensieger geben. Dies teilten die Veranstalter am Freitagnachmittag bei Twitter mit. Für die Gesamtwertung werden zwar die Zeiten vom Gipfel des Col de L'Iseran herangezogen, einen Etappensieg bekommt der Gelb-Träger Egan Bernal wegen der besonderen Umstände aber nicht zugeschrieben. Auch der aggressivste Fahrer des Tages wurde nach heftigen Regen- und Hagelschauern sowie einer Schlammlawine diesmal nicht gekürt.

Vor den letzten beiden Etappen führt der Kolumbianer Bernal im Gesamtklassement vor dem Franzosen Julian Alaphilippe und Titelverteidiger Geraint Thomas aus Großbritannien. Emanuel Buchmann hat sich nach der Aufgabe von Thibaut Pinot von Rang sechs auf Rang fünf verbessert.

+++ 26.07.2019: Sportlicher Leiter Poitschke: Buchmann muss nichts mehr absichern +++

Nach dem witterungsbedingten Abbruch der 19. Etappe bei der Tour de France kann Emanuel Buchmann bei der letzten Alpenetappe am Samstag voll auf Angriff fahren. Dies sagte der Sportliche Leiter von Bora-hansgrohe, Enrico Poitschke, am Samstag. "Am Samstag wird Emanuel ans Limit gehen. Wir werden sehen, wozu es reicht. Jetzt muss er keine Kraft mehr sparen und nichts mehr absichern. Jetzt kann er das fahren, was der Körper hergibt", sagte Poitschke dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Im Gesamtklassement rutschte Buchmann am Samstag nach der Aufgabe von Thibaut Pinot wieder unter die besten Fünf. Das Podium scheint auf dem Weg nach Val Thorens durchaus greifbar.

Die Etappe war zuvor wegen heftigen Regen- und Hagelschauers sowie einer Schlammlawie in der Abfahrt vom Col de L'Iseran abgebrochen worden. "Wenn man die Bilder sieht, war es eine klare Entscheidung. Es war definitiv kein Weiterfahren möglich. Es war die beste Entscheidung", erklärte Poitschke.

+++ 26.07.2019: Bora-Teamchef Denk: Abbruch der Etappe war richtige Entscheidung +++

Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk beurteilt den Abbruch der 19. Etappe bei der Tour de France als einzig richtige Entscheidung. "Es wäre zu gefährlich gewesen. Man hat eine gute Lösung gefunden, die Zeit oben am Izoard zu nehmen", sagte Denk am Freitagnachmittag in der ARD. Heftige Regen- und Hagelschauer hatten die Abfahrt vom Col de L'Iseran (2770 Meter) unmöglich gemacht.

Neuer Gelb-Träger ist Ineos-Profi Egan Bernal, der mit einer Attacke die weiteren Favoriten distanziert hatte. Für die Wertung wurden die Zeiten am Iseran herangezogen, eine Weiterfahrt zum Zielort Tignes hatten die Wassermassen unmöglich gemacht. Der Franzose Julian Alaphilippe verlor zwei Tage vor dem Finale in Paris das begehrte "Maillot Jaune". Emanuel Buchmann fuhr mit den Favoriten über den vorletzten Berg und hat damit weiterhin Chancen auf das Podest.

+++ 26.07.2019: Rennen abgebrochen! 19. Etappe von Saint-Jean-de-Maurienne – Tignes nach Hagelschauer vorzeitig beendet +++

Die 19. Etappe der Tour de France ist am Freitag wegen miserabler Wetterbedingungen auf der Abfahrt des Col de L'Iseran abgebrochen worden. Dies teilten die Veranstalter am Freitagnachmittag mit und stoppten das Rennen etwa 30 Kilometer vor dem Ziel mit sofortiger Wirkung. Gewertet wurden stattdessen die Zeiten, die die Fahrer auf dem Gipfel des Iseran eingefahren hatten. Demnach ist der Kolumbianer Egan Bernal nach einer Attacke nun im Gelben Trikot, das der französische Lokalmatador Julian Alaphilippe nach einem Einbruch beim Anstieg am Iseran verlor.

Der Abbruch der Etappe kam ganz plötzlich. Auf der rasanten Abfahrt brachen Alaphilippe, Bernal und die weiteren Favoriten um den Deutschen Emanuel Buchmann plötzlich ihr hohes Tempo ab, als ihnen per Funk mitgeteilt wurde, dass das Teilstück vorzeitig endet.

Ein Weiterfahren zwischen dem Col de L'Iseran nach Tignes erwies sich als unmöglich, große Räumfahrzeuge mussten den Berg von Wassermassen, Schnee und Hagel befreien. «Es wäre zu gefährlich gewesen. Man hat eine gute Lösung gefunden, die Zeit oben am Iseran zu nehmen», sagte Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk in der ARD.

Bernal wird damit auch als Etappensieger gewertet. Buchmann fuhr zeitgleich mit den weiteren Favoriten Geraint Thomas und Steven Kruijswijk über den Pass und wahrte damit seine Chancen auf einen Podestplatz in Paris. Alaphilippe hatte rund eine Minute auf die Gruppe eingebüßt, etwa zwei Minuten waren es auf Bernal.

"Tolle Leistung von Emanuel. Jetzt gibt es halt morgen die große Finalschlacht. Morgen wird jeder alles in die Waagschale werfen. Emanuel ist nicht weit weg vom Podium", sagte Denk. Noch wenige Stunden zuvor hatte am Col de L'Iseran, der mit 2770 Metern das Dach dieser Tour darstellt, die Sonne geschienen. Zahlreiche Hobby-Radler quälten sich den Anstieg hinauf und fuhren im Anschluss wieder nach unten. Letzteres war nach einem Wettereinbruch am späten Nachmittag für die Profis nicht mehr möglich.

Der 22 Jahre junge Bernal ist nach seiner Attacke und dem plötzlichen Abbruch der klare Top-Favorit auf den Triumph bei der 106. Tour de France. Er wird in Gelb die 20. Etappe nach Val Thorens, bei der es am Ende zu einem 33,4 Kilometer langen Schlussanstieg kommt, bestreiten. Sein Co-Kapitän Thomas, Kruijswijk, Alaphilippe und Buchmann sind weiter in Lauerstellung. Der Franzose Thibaut Pinot musste schon im ersten Teil der Etappe aussteigen, ihn plagt ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel.

+++ 26.07.2019: Muskelfaserriss bei Pinot - Frankreichs Hoffnung gibt weinend auf +++

Alle Träume von Frankreichs großem Hoffnungsträger Thibaut Pinot endeten auf dem Beifahrersitz seines Teamwagens. Bitterlich weinend und komplett enttäuscht musste der 29-Jährige an diesem Freitag während der 19. Etappe das Rennen aufgeben. Sein Rennstall Groupama-FDJ teilte später auf Twitter mit, Pinot habe sich bereits am Donnerstag einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Sein Zustand am Freitag habe sich demnach nicht gebessert, er konnte schon vor dem Start nur schlecht laufen. Mit seinem Start versuchte der verletzte Radprofi offenbar zu retten, was nicht mehr zu retten war.

Auf der schweren Alpen-Etappe wurde Pinot dann frühzeitig abgehängt. Schon während des Rennens war Pinot den Tränen nah, den Anschluss an das hohe Tempo im Hauptfeld konnte er schnell nicht mehr halten. Der FDJ-Fahrer, der unmittelbar vor Emanuel Buchmann auf dem fünften Platz im Gesamtklassement lag, musste bereits frühzeitig am linken Bein behandelt werden und gab schließlich 85 Kilometer vor dem Ziel unter Tränen auf.

Pinot hinterließ bei der diesjährigen Tour vor allem in den Bergen einen bärenstarken Eindruck. Der Lokalmatador hatte am vergangenen Wochenende bei der Bergankunft zum Tourmalet hinauf mit einer Attacke auf dem Steilstück kurz vor dem Ziel triumphiert und galt danach bei vielen Experten als großer Favorit auf den Toursieg. Auch am Sonntag nach Foix Prat d'Albis hatte er erneut geglänzt und die französischen Hoffnungen auf den ersten Tour-Sieg seit Bernard Hinault 1985 befeuert.

Mit dem Ausstieg zwei Tage vor dem Finale in Paris bleibt Pinot der große Pechvogel in der Radsport-Szene. Der Tour-Dritte von 2014, der noch nie in seiner Karriere das Gelbe Trikot getragen hatte, musste bei seiner siebten Teilnahme bereits zum vierten Mal die Rundfahrt vorzeitig aufgeben. 2016 stoppte ihn eine Bronchitis. Besonders bitter war sein Aus beim Giro d'Italia 2018, als er zwei Etappen vor Schluss Gesamtdritter war, ehe ihn eine Lungenentzündung stoppte.

+++ 26.07.2019: Tour de France endet in Paris: Letzte Siegchance für die Sprinter +++

Der Gesamtsieger und die Plätze sind ausgefahren, jetzt geht es um einen letzten prestigeträchtigen Tageserfolg auf den Champs-Élysées der französischen Hauptstadt. Die 21. Etappe ist an diesem Sonntag (18.10 Uhr/One und Eurosport) das große Finale der 106. Tour de France. Auf den 128 Kilometern von Rambouillet nach Paris lauern keine großen Tücken mehr, das Gelbe Trikot wird traditionell nicht mehr angegriffen. Stattdessen sind ein letztes Mal die Sprinter gefragt: Dylan Groenewegen von Tony Martins Jumbo-Visma gilt genauso als Favorit wie Caleb Ewan von Lotto-Soudal. Der Deutsche André Greipel hat höchstens Außenseiter-Chancen.

+++ 26.07.2019: Großes Berg-Finale nach Val Thorens entscheidet über Tour-Sieger +++

Viel mehr Drama geht nicht. Die Entscheidung über den Tour-de-France-Sieger 2019 fällt an diesem Samstag (13.45 Uhr/One und Eurosport) auf einem 33,5 Kilometer langen Anstieg nach Val Thorens. Bei der Bezwingung dieses Bergs der höchsten Kategorie bewältigen Emanuel Buchmann und die weiteren Favoriten mehr als 1800 Höhenmeter. Schon zuvor muss das Peloton auf der 20. Etappe von Albertville nach Val Thorens einen Berg der zweithöchsten Kategorie meistern. Wer nach den Alpen-Qualen am Samstagabend das Gelbe Trikot trägt, wird am Sonntag auf der Schlussetappe nach Paris traditionell nicht mehr angegriffen.

+++ 26.07.2019: Zahl des Tages: 101,5 Kilometer pro Stunde +++

101,5 Kilometer pro Stunde - diese Geschwindigkeit wurde am Donnerstag bei dem Kölner Radprofi Nils Politt während der 18. Tour-Etappe auf der Abfahrt vom Col de Vars gemessen. Er ist damit der erste Fahrer, der bei der 106. Tour de France mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde unterwegs war.

+++ 25.07.2019: Nächstes Bergspektakel: Dach der Tour wartet auf Buchmann und Co. +++

Bei der Tour de France wartet am Freitag (13.55 Uhr/One und Eurosport) die nächste ganz große Prüfung in den Alpen. Auf der 19. Etappe erklimmen die Favoriten um die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann unter anderem das Dach der Tour, den 2770 Meter hohen Col de L'Iseran. Der Berg der höchsten Kategorie ist 37,5 Kilometer vor dem Ziel zu überwinden. Zuvor stehen bereits drei mittelschwere Bergprüfungen an. Nach rasanter Abfahrt vom L'Iseran geht es unmittelbar ins schwere Finale nach Tignes. Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe möchte einen weiteren Tag das Gelbe Trikot verteidigen, seine Verfolger dürften mehr denn je attackieren.

+++ 25.07.2019: Ausreißer Quintana gewinnt 18. Etappe der Tour de France +++

Radprofi Nairo Quintana hat als Ausreißer die 18. Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 29 Jahre alte Kolumbianer konnte sich am Donnerstag nach 208 Kilometern von Embrun nach Valloire als Solist durchsetzen und den dritten Tour-Etappensieg seiner Karriere einfahren.

Auf der ersten Alpen-Etappe der Frankreich-Rundfahrt 2019 standen mit dem legendären Col du Galibier (2.645 Meter), dem Col d'Izoard (2.360 Meter) und dem Col de Vars (2.109 Meter) drei Berge über 2.000 Meter auf dem Programm.

Auf der 19. Etappe am Freitag (13.55 Uhr/One und Eurosport) steht auf dem 126,5 Kilometer langen Tagesabschnitt mit dem 2.770 Meter hohen Col de L'Iseran das Dach der diesjährigen Tour auf dem Etappenplan. Der Berg der höchsten Kategorie ist 37,5 Kilometer vor dem Ziel zu überwinden.

+++ 24.07.2019: Radprofi Tony Martin von 106. Tour de France ausgeschlossen +++

Für Radprofi Tony Martin ist die 106. Tour de France vorzeitig beendet. Der 34 Jahre alte Cottbuser wurde wie der Brite Luke Rowe vom Ineos-Rennstall am Mittwochabend nach Ende der 17. Etappe in Gap wegen unsportlichen Verhaltens von der Rennjury ausgeschlossen.

Martin hatte Rowe rund 20 Kilometer vor dem Ziel mit einem riskanten Fahrmanöver fast von der Straße gedrängt. Der 29 Jahre alte Rowe soll den viermaligen Zeitfahrweltmeister vom niederländischen Team Jumbo-Visma danach zur Rede gestellt haben. Dabei soll es zu heftigen Gesten und einer Berührung zwischen den beiden Radprofis gekommen sein. Rund zwei Stunden nach Etappenende wurden beide Fahrer dann von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen.

Beide Teams müssen in den restlichen vier Tagen auf wichtige Helfer im Kampf um den Tour-Sieg verzichten. Bei Jumbo-Visma rangiert der Niederländer Steven Kruijswijk mit 1:47 Minuten Rückstand auf den Franzosen Julian Alaphilippe auf Platz drei. Das britische Ineos-Team hat mit dem walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas (2. Platz/+1:35) und dem Kolumbianer Egan Bernal (5./+2:02) sogar noch zwei Fahrer mit Chancen auf den Gesamtsieg in seinen Reihen.

+++ 24.07.2019: Italiener Trentin gewinnt 17. Etappe der Tour de France +++

Radprofi Matteo Trentin hat die 17. Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 29 Jahre alte Italiener konnte sich am Mittwoch nach 200 Kilometern von Pont du Gard nach Gap als Solist durchsetzen. Zweiter wurde mit rund einer halben Minute Rückstand Kasper Asgreen aus Dänemark, gefolgt vom belgischen Olympiasieger Greg Van Avermaet.

Bester Deutscher wurde als 23. der Kölner Nils Politt mit einem Rückstand von drei Minuten auf Europameister Trentin. Weiter im Gelben Trikot des Gesamtführenden fährt der Franzose Julian Alaphilippe, der das Maillot Jaune somit auch mit die Alpen nimmt.

Am Donnerstag geht es für die Anwärter um den Gesamtsieg und die Podiumsplätze auf der 18. Etappe in die vorentscheidende Phase. Auf den 208 Kilometern von Embrun nach Valloire müssen die Favoriten um den Deutschen Emanuel Buchmann auf der Königsetappe neben dem legendären Col du Galibier (2645 Meter) auch den Col d'Izoard (2360 Meter) und den Col de Vars (2109 Meter) überwinden.

+++ 24.07.2019: Galibier und zwei weitere Riesen: Kletterer in den Alpen gefordert +++

Zwei Anstiege der höchsten Kategorie, dreimal auf über 2000 Meter Höhe Klettern, dazu eine rasante Abfahrt ganz zum Schluss: Die 18. Etappe von Embrun nach Valloire ist die Königsetappe der diesjährigen Tour de France. Am Donnerstag (11.25 Uhr/One und Eurosport) müssen die Favoriten um den Deutschen Emanuel Buchmann neben dem legendären Col du Galibier (2645 Meter) auch den Col d'Izoard (2360 Meter) und den Col de Vars (2109 Meter) überwinden. Nach dem Galibier wartet eine 19 Kilometer lange Abfahrt ins Ziel. Für die Kletterer wie Buchmann und den Vorjahressieger Geraint Thomas geht es auf den 208 Kilometern um alles.

+++ 23.07.2019: Australier Ewan gewinnt 16. Etappe der Tour de France +++

Caleb Ewan hat die 16. Etappe der Tour de France gewonnen. Der 24 Jahre alte Australier setzte sich am Dienstag in einem Massensprint in Nimes durch und feierte damit seinen zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Die Plätze zwei und drei belegten nach 177 Kilometer mit Start und Ziel in Nimes Elia Viviani aus Italien und der Niederländer Dylan Groenewegen.

Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigte problemlos das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Beendet ist das Rennen indes für Mitfavorit Jakob Fuglsang. Nach einem Sturz etwa 30 Kilometer vor dem Ziel stieg der auf Gesamtrang neun liegende Däne ins Begleitauto und gab die Frankreich-Rundfahrt 2019 vorzeitig auf.

Am Mittwoch wird die Tour mit 200 Kilometern vom Pont du Gard nach Gap fortgesetzt. Es ist das letzte machbare Teilstück, bevor ab Donnerstag die Favoriten um den Deutschen Emanuel Buchmann bei drei sehr schweren Alpen-Etappen gefordert sind.

+++ 23.07.2019: Mitfavorit Fuglsang steigt nach Sturz bei Tour de France aus +++

Mitfavorit Jakob Fuglsang ist bei der Tour de France nach einem Sturz auf der 16. Etappe mit Start und Ziel in Nimes ausgestiegen. Der 34 Jahre alte Radprofi aus Dänemark kam am Dienstag im Peloton etwa 30 Kilometer vor dem Ziel zu Fall, nahm anschließend seinen Helm ab und beendete das Rennen. Die Bilder deuteten daraufhin, dass sich Fuglsang schwerer am Schlüsselbein verletzt hat. In der Gesamtwertung lag der Kapitän des Astana-Teams auf dem neunten Platz, der Rückstand auf Gelb-Träger Julian Alaphilippe betrug 5:27 Minuten. Fuglsang war schon beim Tour-Auftakt in Brüssel gestürzt, konnte das Rennen da aber noch fortsetzen.

+++ 23.07.2019: Schachmann nach Hand-OP optimistisch - Deutschland-Tour kommt zu früh +++

Der deutsche Straßenrad-Meister Maximilian Schachmann blickt nach einer Hand-Operation zuversichtlich auf die kommenden Monate. "Die OP ist super verlaufen. Jetzt sitze ich natürlich vor dem Fernseher und feuere meine Teamkollegen an", sagte Schachmann am Dienstag der ARD. Der 25-Jährige hatte sich bei einem Sturz bei der Tour de France am Freitag drei Knochenbrüche in der linken Mittelhand zugezogen und reiste vorzeitig in seine Heimat Berlin ab. Angriffslustig sagte Schachmann: "Ich will wieder Erfolge und tolle Momente erleben."

Die Deutschland-Tour (29. August bis 1. September) wird nach den erlittenen Verletzungen aber wohl kein Thema sein. "Der Knochen braucht voraussichtlich sechs Wochen. Wenn man davor fährt, riskiert man, dass die Hand wieder bricht", sagte Schachmann. Dieses Risiko wolle er nicht eingehen. Seinem Zimmerkollegen Emanuel Buchmann, derzeit Gesamtsechster, traut er bei der Tour weiter jede Menge zu. "Wenn er weiter so fährt, ist das Podium durchaus drin."

+++ 23.07.2019: Titelverteidiger Thomas mit Sturzserie bei der Tour de France +++

Vom Tour-Champion zum Bruchpiloten: Für Geraint Thomas läuft die 106. Tour de France alles andere als wunschgemäß. Der Titelverteidiger kam am Dienstag auf der Etappe rund um Nimes bereits zum dritten Mal während der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt zu Fall. In einer Rechtskurve stürzte der Waliser, konnte aber das Rennen mit ein paar Schrammen fortsetzen und den Anschluss zum Hauptfeld wieder herstellen. Schon zum Auftakt in Brüssel und in Saint-Étienne hatte es Thomas erwischt.

Es ist die Fortsetzung einer bislang schmerzhaften Sturzserie in diesem Jahr. Schon seine Generalprobe bei der Tour de Suisse endete nach einem Sturz vorzeitig auf dem Asphalt. Nicht ein Rennen konnte er seit dem Tour-Sieg gewinnen, so reichte es in diesem Jahr gerade einmal zu 26 Renntagen bis zum Tour-Start.

Vielleicht auch ein Grund, dass der Ineos-Kapitän nicht an die Glanzvorstellungen aus dem Vorjahr anknüpfen konnte. Sowohl am Tourmalet als auch beim Anstieg nach Foix Prat d'Albis wurde der 33-Jährige abgehängt. In der Gesamtwertung liegt er mit 1:35 Minuten Rückstand noch auf Platz zwei, doch in den Alpen muss schon eine Leistungssteigerung her, sonst wird es mit dem Unternehmen Titelverteidigung nichts.

+++ 23.07.2019: Rasante Abfahrt ins Ziel: Tour-Fahrer kämpfen in Gap um Sieg  +++

Die 17. Etappe der Tour de France ist wie gemacht für mutige Ausreißergruppen - und für den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan vom deutschen Team Bora-hansgrohe. Auf den 200 Kilometern von Pont du Gard nach Gap müssen die Radprofis am Mittwoch (12.40 Uhr/One und Eurosport) jeweils einen Anstieg der vierten und der dritten Kategorie bewältigen. Letzterer endet 8,5 Kilometer vor dem Ziel, die darauffolgende Abfahrt führt direkt ins Ziel nach Gap. Kommt keine Fluchtgruppe durch, ist der Slowake Sagan klarer Favorit. Die weiteren Sprinter dürften nicht über den letzten Berg kommen. Für Emanuel Buchmann und Co. ist es der letzte Tag vor dem Alpen-Start.

+++ 23.07.2019: Deutsche Tour-Hoffnung Buchmann: "Mir wurde nie Doping angeboten" +++

Die deutsche Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann ist nach eigenen Angaben nie mit illegalen Substanzen konfrontiert worden. "Doping wurde mir nie angeboten. Ich denke, wenn ich so weit vorn mitfahre, dann zeigt das, dass es so schlecht um die Sauberkeit des Radsports nicht stehen kann", erklärte der 26 Jahre alte Buchmann der "Bild-Zeitung" (Dienstag). Der Deutsche liegt derzeit bei der Tour de France auf Gesamtplatz sechs und befindet sich nur 2:14 Minuten hinter dem französischen Gelb-Träger Julian Alaphilippe.

Dass das Peloton komplett sauber ist, glaubt Buchmann trotzdem nicht. "Hundert Prozent sauberen Sport gibt es nicht, auch im Radsport nicht. Für meinen Teil kann ich sagen, ich bin hundert Prozent sauber", erklärte der Ravensburger, der die Top 10 als sein Ziel beim größten Radrennen der Welt ausgegeben hat. An den möglichen großen Coup in Paris denkt der Bora-hansgrohe-Profi hingegen weiterhin nicht. "Ich habe auch als Kind nie von Gelb geträumt. Ich bin der rationale Typ, lebe in der Realität", betonte Buchmann.

+++ 23.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Ab in die letzte Woche! Die 16. Etappe der Tour de France mit Start und Ziel in Nimes dürfte dabei am Dienstag (13.30 Uhr/One und Eurosport) noch eines der leichteren Teilstücke für die Radprofis sein. Nach einem harten Wochenende in den Pyrenäen und dem Ruhetag in Nimes sind nun wieder die explosiven Sprinter gefragt. Für Emanuel Buchmann und die weiteren Top-Favoriten ist die Etappe nur ein Vorbereitungstag in Richtung Alpen.

ETAPPE: So flach war kaum eine andere Etappe. Die 177 Kilometer, die von Nimes über Lédignan, Alès und Remoulins zurück nach Nimes führen, beinhalten kaum knifflige Passagen. Nach 96 Kilometern ist ein Anstieg der vierten und niedrigsten Kategorie zu überwinden, das dürfte für das Peloton kein Problem sein.

FAVORITEN: Die Sprinter-Teams werden alles dafür tun, in Nimes für eine Massenankunft zu sorgen. Tony Martins Team Jumbo-Visma (für Dylan Groenewegen) und Lotto-Soudal (für Caleb Ewan) stehen dabei genauso in der Verantwortung wie das deutsche Team Bora-hansgrohe, das für den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan fährt. Bei den Massenankünften war Sagan gegen die Top-Sprinter bisher abe meist ohne große Chancen, das könnte sich an diesem Dienstag ändern.

DEUTSCHE: Abgesehen von Emanuel Buchmanns vierten Plätzen am Tourmalet und in Foix Prat d'Albis bleiben absolute Top-Platzierungen der deutschen Radprofis bislang aus. Tony Martin schenkte das Zeitfahren ab, Routinier Andre Greipel fehlte in den Massensprints genauso die Endgeschwindigkeit wie dem inzwischen ausgestiegenen Rick Zabel. Gibt es noch einen deutschen Etappensieg? An diesem Dienstag spricht nichts dafür.

DAS GELBE TRIKOT: Frankreichs Publikumsliebling Julian Alaphilippe dürfte das "Maillot Jaune" einen weiteren Tag verteidigen. Auf der flachen Etappe besteht im Normalfall keine Gefahr für Attacken der Verfolger. Erst am Donnerstag, wenn es nach Valloire geht, kommen die Klassement-Fahrer wieder so richtig ins Spiel.

+++ 22.07.2019: 16. Tour-Etappe ausgerichtet für die Top-Sprinter +++

Bei der Tour de France stehen nach dem Ruhetag an diesem Dienstag (13.30 Uhr/One und Eurosport) wieder die Sprinter im Fokus. Nachdem sich die Rad-Profis nach drei schweren Pyrenäen-Etappen am Montag erholten, wird die 16. Etappe der Frankreich-Rundfahrt mit Start und Ziel in Nimes nicht so schwer. Denn auf den 177 Kilometern ist nur eine Mini-Bergwertung der vierten Kategorie zu überwinden, diese befindet sich bereits 81 Kilometer vor dem Ziel. Somit werden die Sprinter-Teams ihre Kräfte mobilisieren, um ein letztes Mal vor Paris bei einer Massenankunft ihre schnellsten Leute in Position zu bringen. Neben Grün-Träger Peter Sagan vom deutschen Team Bora-hansgrohe zählen auch Dylan Groenewegen und Caleb Ewan zu den Favoriten auf den Tageserfolg.

+++ 22.07.2019: Letzte Chance bis Paris: Sprinter wollen den Sieg in Nimes +++

Dieses Stück wird den Kletterern nach dem Ruhetag gut tun. Nach drei schweren Pyrenäen-Etappen sind an diesem Dienstag (13.30 Uhr/One und Eurosport) auf der 16. Etappe der Tour de France mit Start und Ziel in Nimes mal wieder die Sprinter gefragt. Auf den 177 Kilometern ist nur eine Mini-Bergwertung der vierten Kategorie zu überwinden, diese befindet sich bereits 81 Kilometer vor dem Ziel. Die Sprinter-Teams werden alles dafür tun, ein letztes Mal vor Paris für eine Massenankunft zu sorgen. Neben Grün-Träger Peter Sagan vom deutschen Team Bora-hansgrohe zählen auch Tony-Martin-Teamkollege Dylan Groenewegen und Caleb Ewan zu den Favoriten auf den Tageserfolg.

+++ 22.07.2019: Buchmann zu Doping-Thema: "Fans müssen sich keine Sorgen machen" +++

 

Die deutsche Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann hat in Sachen Doping ein kleines Versprechen abgegeben. "Von meiner Seite kann ich sagen, dass sich die deutschen Fans keine Sorgen machen müssen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagte der Radprofi am zweiten Ruhetag der 106. Tour de France mit Blick auf die unschön zu Ende gegangene Ära um Jan Ullrich.

Buchmann liegt in der Gesamtwertung der Frankreich-Rundfahrt aktuell auf Platz sechs mit nur 2:14 Minuten Rückstand auf Gelbträger Julian Alaphilippe. Der 26-Jährige könnte als erster deutscher Fahrer seit Andreas Klöden vor 13 Jahren wieder auf das Podium in Paris fahren. Davon will Buchmann aktuell nicht sprechen. Die Top Ten bleiben das Ziel. Wenn überhaupt, werde er auf der vorletzten Etappe das Gelbe Trikot angreifen, sagte er am Montag.

Bei seinen Vertragsgesprächen war über einen Tour-Sieg auch nicht verhandelt worden. "Damit habe ich noch nicht gerechnet. Im Moment denke ich nicht über einen Tour-Sieg nach. Fall es soweit kommt, kann man noch mal darüber sprechen", betonte der 26-Jährige. Als bisher einziger Deutscher gewann Ullrich 1997 die Tour de France.

+++ 22.07.2019: Tour-Champion Thomas: Sind in einer "superstarken Position" +++

 

Vorjahressieger Geraint Thomas ist auch nach einem schwachen Wochenende in den Pyrenäen zuversichtlich für einen weiteren Gesamtsieg bei der Tour de France. "Wir sind immer noch sehr gut dabei. Wir sind nicht in Gelb und sind nicht den ganzen Tag vorne. Aber es gibt mehrere Wege, die Tour de France zu gewinnen. Wir sind in einer superstarken Position", sagte der Waliser auf einer Pressekonferenz seines Teams Ineos am Montag in Nimes. Thomas hatte sowohl im Anstieg am Tourmalet als auch in Foix Prat d'Albis abreißen lassen müssen. Er verlor jeweils etwa eine halbe Minute auf den Deutschen Emanuel Buchmann und weitere Top-Fahrer.

Im Gesamtklassement ist Thomas weiter auf Rang zwei hinter dem Gelb-Träger Julian Alaphilippe, Co-Kapitän Egan Bernal befindet sich am zweiten Ruhetag auf Rang fünf. Teamchef Dave Brailsford erklärte: "Wir sind das einzige Team mit zwei Fahrern für das Gesamtklassement. Es ist eine sehr interessante Situation." In den vergangenen Jahren hatte Ineos-Vorgänger Sky die Tour de France stets geprägt. Sechs der vergangenen sieben Tour-Siege gingen an das Team.

+++ 21.07.2019: Jan Ullrich über Tour-Hoffnung Buchmann: Hat Zeug zum Champion +++

 

Der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich ist begeistert vom Auftritt Emanuel Buchmanns bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. "Er fährt mit Courage und taktisch sehr diszipliniert. Es kommen noch sehr schwere Etappen. Dass er sich jedoch so im Kreis der Favoriten hält und auch beim Zeitfahren seine Klasse beweist, zeigt, dass er das Zeug zu einem echten Champion hat", sagte Ullrich der "Bild"-Zeitung (Sonntag).

Der 45-jährige Ullrich hatte 1997 als bisher einziger deutscher Profi das bedeutendste Radrennen der Welt gewonnen. Als letzter Deutscher schaffte es Andreas Klöden 2006 als Dritter auf das Podium.

Der 26-jährige Buchmann hatte am Wochenende mit zwei vierten Plätzen bei den schweren Pyrenäen-Etappen am Tourmalet und in Foix Prat d'Albis seine Top-Form unter Beweis gestellt. Der Ravensburger liegt in der Gesamtwertung auf Rang sechs, sein Rückstand auf Spitzenreiter Julian Alaphilippe aus Frankreich beträgt 2:14 Minuten.

"Ich freue mich sehr, dass es mal wieder einen deutschen Fahrer gibt, der das Podium im Visier hat. Es tut dem deutschen Radsport insgesamt gut, dass Emanuel Buchmann eine klasse Tour fährt", sagte Ullrich.

+++ 21.07.2019: Brite Yates holt sich zweiten Tour-Etappensieg - Alaphilippe in Gelb +++

Simon Yates hat die dritte und letzte Pyrenäen-Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der Brite siegte am Sonntag auf dem 15. Teilstück nach 185,5 Kilometern von Limoux nach Foix Prat d'Albis vor Vortagessieger Thibaut Pinot aus Frankreich und dem Spanier Mikel Landa. Damit sicherte sich Yates seinen zweiten Etappenerfolg, nachdem er am Donnerstag bereits die erste Pyrenäen-Etappe für sich entschieden hatte.

Bester Deutscher nach einer erneut famosen Leistung wurde Emanuel Buchmann als Vierter. Damit bleibt der 26-jährige Ravensburger im Gesamtklassement weiter in der Spitze.

Das Gelbe Trikot des Gesamtersten verteidigte der Franzose Julian Alaphilippe, der aber erstmals schwächelte und als Elfter wertvolle Zeit auf Verfolger Geraint Thomas verlor. Der Vorjahressieger aus Großbritannien wurde Tagessiebter.

Simon Geschke, der 2015 eine Tour-Etappe gewann, hatte sich etwa 45 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt. Zusammen mit Yates ging der 33-jährige Berliner als Spitzen-Duo in den abschließenden 11,8 Kilometer langen Anstieg, hatte dann aber mit dem Rennausgang nichts zu tun.

Am Montag steht in Nimes der zweite Ruhetag für die Radprofis an, ehe danach die zweitletzte Chance auf die Sprinter wartet. Über 177 Kilometer geht es am Dienstag rund um Nimes, das Terrain ist weitgehend flach.

+++ 21.07.2019: Finale in den Pyrenäen! Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

An diesem Sonntag (12.10 Uhr/One und Eurosport) steht das letzte von drei Teilstücken in den Pyrenäen auf dem Programm. Auf den 185,5 Kilometern von Limoux nach Foix Prat d'Albis müssen die Radprofis um Topfavorit Geraint Thomas drei Berge der ersten Kategorie überwinden. Es geht um wertvolle Zeit im Gesamtklassement der Tour de France - und den prestigeträchtigen Sieg bei einer Bergankunft.

ETAPPE: Der letzte Anstieg hat es mit 11,8 Kilometern und einer Steigung von 6,8 Prozent noch einmal in sich, zuvor stehen bei Kilometer 121 und 147 Bergwertungen der ersten Kategorie auf dem Programm. Für die deutsche Gesamtklassement-Hoffnung Emanuel Buchmann gilt es nach seinem starken Tag am Tourmalet noch einmal, bevor ein Ruhetag und zwei eher flache Etappen folgen. Das Teilstück ist ähnlich hart wie die Etappe mit dem Ziel auf dem legendären Berg auf 2115 Metern Höhe am Vortag.

FAVORITEN: Der gefürchtete Ineos-Zug um Geraint Thomas und Egan Bernal wirkt angeschlagen, auf der ersten Bergetappe glänzten stattdessen Tagessieger Thibaut Pinot und Gelb-Träger Julian Alaphilippe. Fraglich ist, wie sich Klassiker-Spezialist Alaphilippe nach seinen bisherigen Gala-Auftritten bei der letzten von drei Pyrenäen-Etappen schlägt. Dem 26 Jahre alten Buchmann dürften die gleichmäßigen Anstiege entgegenkommen. Er hat bislang seine starke Form deutlich unter Beweis gestellt.

DEUTSCHE: Buchmann liegt ordentlich im Rennen, er ist Gesamtfünfter mit einem Rückstand von 3:12 Minuten. Ansonsten sind die deutschen Fahrer beim größten Radrennen der Welt bislang sieglos. Der 37 Jahre alte Routinier Andre Greipel kann in den Sprints nicht mehr mithalten, Tony Martin schenkte das Zeitfahren ab und auch Attacken von Nils Politt oder Maximilian Schachmann brachten nichts ein. Dass es an diesem Sonntag mit dem ersten Tagessieg 2019 klappt, ist trotz Buchmann eher unwahrscheinlich. Zumal Schachmann nach seinem Sturz und gebrochener Mittelhand nicht mehr dabei ist.

+++ 20.07.2019: Pinot siegt auf dem Tourmalet - Alaphilippe weiter in Gelb +++

Thibaut Pinot hat bei der 106. Tour de France die Bergankunft auf dem legendären Col du Tourmalet gewonnen. Der Franzose siegte am Samstag auf dem 14. Teilstück über 117,5 Kilometer von Tarbes zum 2115 Meter hohen Riesen der Pyrenäen hinauf vor seinem Landsmann Julian Alaphilippe und Steven Kruijswijk aus den Niederlanden. Starker Vierter wurde der Ravensburger Emanuel Buchmann, der sich im Gesamtklassement als Fünfter weiter in der Spitzengruppe hält.

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte Alaphilippe, der tags zuvor das Einzelzeitfahren gewonnen hatte. Vorjahressieger Geraint Thomas aus Großbritannien erlitt als Achter eine Niederlage und verlor im Kampf um den Gesamtsieg weiter wichtige Sekunden auf Alaphilippe. Er liegt nun 2:02 Minuten hinter dem Franzosen.

Am Sonntag geht die Kletterpartie in den Pyrenäen weiter. Auf den 185,5 Kilometern von Limoux nach Foix Prat d'Albis müssen die Radprofis drei Berge der ersten Kategorie überwinden. Der letzte Anstieg hat es mit 11,8 Kilometern und einer Steigung von 6,8 Prozent noch einmal in sich.

+++ 20.07.2019: Pyrenäen-Finale in Foix Prat d'Albis: Letzte Chance vor dem Ruhetag +++

Endspurt in den Pyrenäen: An diesem Sonntag (12.10 Uhr/One und Eurosport) steht das letzte von drei Teilstücken in den Pyrenäen auf dem Programm. Auf den 185,5 Kilometern von Limoux nach Foix Prat d'Albis müssen die Radprofis um Topfavorit Geraint Thomas drei Berge der ersten Kategorie überwinden. Der letzte Anstieg hat es mit 11,8 Kilometern und einer Steigung von 6,8 Prozent noch einmal in sich, zuvor stehen bei Kilometer 121 und 147 Bergwertungen der ersten Kategorie auf dem Programm. Für die deutsche Gesamtklassement-Hoffnung Emanuel Buchmann gilt es noch einmal, bevor ein Ruhetag und zwei eher flache Etappen folgen.

+++ 19.07.2019: Mittelhandbruch bei Zeitfahren: Tour für Schachmann beendet +++

Für den deutschen Straßenrad-Meister Maximilian Schachmann ist die Tour de France nach seinem Sturz beim Einzelzeitfahren beendet. Der 25 Jahre alte Berliner zog sich am Freitag in Pau einen Mittelhandbruch zu und wird Frankreich vorzeitig verlassen, um sich in Deutschland der weiteren Behandlung zu unterziehen. Dies teilte sein Team Bora-hansgrohe nach der 13. Etappe auf Twitter mit. Schachmann war beim Zeitfahren gestürzt und dabei auf die Hand gefallen. Der Radprofi fuhr mit blutigem Knie und schmerzverzerrtem Gesicht über die Ziellinie, kann sein Tour-Debüt an diesem Samstag aber nicht mehr fortsetzen.

+++ 19.07.2019: Alaphilippe gewinnt 13. Etappe der Tour - Buchmann wird 15. +++

Julian Alaphilippe hat die 13. Etappe der Tour de France gewonnen und mit seinem zweiten Tagessieg das Gelbe Trikot verteidigt. Der Franzose entschied am Freitag sensationell das 27,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren in Pau für sich und verwies Vorjahressieger und Topfavorit Geraint Thomas aus Großbritannien um 14 Sekunden auf Platz zwei. Damit baute Alaphilippe seine Führung in der Gesamtwertung der Frankreich-Rundfahrt vor Thomas auf 1:26 Minuten aus. Tages-Dritter wurde der Belgier Thomas De Gendt.

Auch auf diesem Teilstück reichte es nicht zum ersten Etappensieg für die deutschen Profis. Hoffnungsträger Tony Martin hatte in seiner Spezialdisziplin bewusst Kräfte gespart, um in den kommenden Tagen wieder als Helfer für seinen aussichtsreich platzierten Teamkollegen Steven Kruijswijk zu agieren. Er wurde mit 6:45 Rückstand 163. Bester Deutscher wurde Emanuel Buchmann als 15., Nils Politt wurde 18.

Der deutsche Meister Maximilian Schachmann, der nach der zweiten Zwischenzeit zwischenzeitlich auf Rang vier lag, stürzte in einer Kurve und schleppte sich mit einem blutigen rechten Knie und einer verletzten linken Hand ins Ziel. Dem 25-Jährigen droht bei seinem Tour-Debüt ebenso das vorzeitige Aus wie Martins Teamkollegen Wout van Aert. Der Topfavorit auf den Tagessieg nahm auf den letzten zwei Kilometern eine Kurve zu eng und blieb mit seinem Rad an einer Absperrung hängen. Nach seinem schweren Sturz wurde der 24 Jahre alte Belgier mit einem Krankenwagen weggefahren. Er erlitt eine tiefe Fleischwunde im rechten Oberschenkel.

Auf der 14. Etappe liegt am Samstag (13.00 Uhr/ARD und Eurosport) das Ziel auf dem 2115 Meter hohen Tourmalet. Über 19 Kilometer geht es im Schnitt 7,4 Prozent hinauf. Wer hier von den Favoriten einen schwachen Tag hat, für den dürfte die Tour gelaufen sein.

+++ 19.07.2019: Topfavorit van Aert im Zeitfahren gestürzt - Tour beendet  +++

Tony Martins Teamkollege Wout van Aert ist beim Einzelzeitfahren der 106. Tour de France schwer gestürzt und muss die Rundfahrt vorzeitig beenden. Van Aert nahm auf den letzten zwei Kilometern des 27,2 Kilometer langen Zeitfahrens in Pau eine Kurve zu eng und blieb mit seinem Rennrad an einer Absperrung hängen. Sein Team Jumbo-Visma vermeldete später eine tiefe Fleischwunde im rechten Oberschenkel. Der 24 Jahre alte Belgier blieb lange auf dem Boden in jener Kurve liegen. Im Zeitfahren hatte er als Topfavorit gegolten. Zuvor hatte van Aert auch schon in einem Sprint ein Teilstück bei dieser Tour gewonnen.

+++ 19.07.2019: Spezialist Martin im Tour-Schongang - "Ein dreiviertel Ruhetag" +++

Die Zuschauer staunten nicht schlecht, nachdem Rekord-Weltmeister Tony Martin im Bummel-Tempo das Ziel erreicht hatte. Ein Einbruch? Eine Krankheit? Nein. Martin klärte seine desaströse Zeit in seiner Spezialdisziplin schnell auf. "Der Plan war, so wenig wie möglich zu machen und ein paar Kräfte zu sparen." Einen solchen Kampf gegen die Uhr hatte er in all seinen Profi-Jahren wohl noch nie erlebt.

Der Zeitfahr-Könner wurde am Freitag beim Einzelzeitfahren der 106. Tour de France gleich von den ersten Rivalen um fast sechs Minuten abgehängt und musste mehrere Rivalen auf der Strecke passieren lassen. "Es war nicht allzu schwer", kommentierte der 34 Jahre alte Profi von Team Jumbo-Visma seine eher gemütliche Fahrt. Die volle Attacke blieb diesmal ganz bewusst aus.

Statt wie im Kampf gegen die Uhr gewohnt auf Sieg zu fahren, schonte Martin diesmal auf den 27,2 Kilometern rund um Pau vor zwei sehr schweren Bergetappen in den Pyrenäen seine Kräfte. In der niederländischen Equipe wird im Hochgebirge vor allem für den aussichtsreich platzierten Steven Kruijswijk gefahren. Das wird an diesem Wochenende auch wieder Martins Aufgabe. «Ich habe mir eher einen dreiviertel Ruhetag gegönnt. Unter diesen Voraussetzungen war es mehr eine Trainingsfahrt für mich», sagte der Deutsche.

Die Bilder vom viermaligen Zeitfahr-Weltmeister und Mitfavoriten wirkten fast skurril, so schnell wurde Martin auf der Strecke von den deutlich schnelleren Rivalen Kasper Asgreen (Dänemark) und Chad Haga (USA) überholt. Der Kontrast wirkte besonders krass im Vergleich zum Teamzeitfahren vor zwölf Tagen, als Martin das Jumbo-Visma-Team als Lokomotive noch zu einem deutlichen Erfolg gegen das ganze Feld - darunter auch Topfavorit Ineos - geführt hatte.

Der Tag der 13. Etappe in Pau stand an diesem Freitag ganz im Zeichen des Gelben Trikots, das vor genau 100 Jahren erstmals übergeben wurde. Auf einem Podest in der Nähe des Zielbereichs grüßten unter anderem die fünfmaligen Sieger Eddy Merckx und Bernard Hinault, auch der frühere deutsche Sprinter und jetzige Katusha-Alpecin-Funktionär Erik Zabel war bei der Zeremonie mit von der Partie.

An diesem besonderen Tag im Zeitfahren das Gelbe Trikot tragen durfte der Franzose Julian Alaphilippe, der mit beherzten Attacken auf den ersten Etappen die Gesamtführung vor dem Vorjahressieger Geraint Thomas (Wales) und Egan Bernal (Kolumbien) übernommen hatte. Einen deutschen Etappensieg gab es nach den Sprinter-Festspielen der vergangenen Jahre bei dieser Tour bislang nicht.

+++ 19.07.2019: Pyrenäen-Finale in Foix Prat d'Albis: Letzte Chance vor dem Ruhetag +++

 

Endspurt in den Pyrenäen: An diesem Sonntag (12.10 Uhr/One und Eurosport) steht das letzte von drei Teilstücken in den Pyrenäen auf dem Programm. Auf den 185,5 Kilometern von Limoux nach Foix Prat d'Albis müssen die Radprofis um Topfavorit Geraint Thomas drei Berge der ersten Kategorie überwinden. Der letzte Anstieg hat es mit 11,8 Kilometern und einer Steigung von 6,8 Prozent noch einmal in sich, zuvor stehen bei Kilometer 121 und 147 Bergwertungen der ersten Kategorie auf dem Programm. Für die deutsche Gesamtklassement-Hoffnung Emanuel Buchmann gilt es noch einmal, bevor ein Ruhetag und zwei eher flache Etappen folgen.

+++ 19.07.2019: Hoch zum Mythos Tourmalet - Favoriten sind gefordert +++

 

Der Mythos Tourmalet ruft. Auf der 14. Etappe der 106. Tour de France liegt am Samstag (13.00 Uhr/ARD und Eurosport) das Ziel auf dem 2115 Meter hohen Riesen der Pyrenäen. Über 19 Kilometer geht es im Schnitt 7,4 Prozent hinauf. Der Tourmalet gehört fast jedes Jahr zum Tour-Programm, aber nur selten ist er auch Zielort einer Etappe. Wer hier von den Favoriten einen schwachen Tag hat, für den dürfte die Tour gelaufen sein. Zur Einstimmung auf die Kletterpartie wartet zur Hälfte der 117,5 Kilometer langen Etappe noch der Col du Soulor, mit 1474 Metern Höhe ein Berg der ersten Kategorie.

+++ 19.07.2019: Verwirrung um Ausstieg von Weltmeister Dennis bei der Tour de France +++

Auch einen Tag nach der Aufgabe des australischen Zeitfahr-Weltmeisters Rohan Dennis bei der 106. Tour de France bleiben die Umstände ungeklärt. "Ich bin enttäuscht, das Rennen an diesem Punkt zu verlassen. Das Einzelzeitfahren war ein großes Ziel für mich, aber angesichts meines derzeitigen Gefühls war es die richtige Entscheidung", wurde Dennis in einer Mitteilung seines Rennstalls Bahrain-Merida in der Nacht zum Freitag zitiert.

Dennis war am Donnerstag auf der Etappe nach Bagnères-de-Bigorre nach 80 Kilometern ausgestiegen. Das Team hatte darauf verwundert reagiert. "Wir sind verwirrt. Sicher ist, dass es nicht an seiner physischen Verfassung lag", sagte Sportdirektor Gorazd Stangelj und fügte hinzu: "Ich bin enttäuscht, was mit Rohan passiert ist. Wir haben eine große Anstrengung erwartet. Es war seine Entscheidung, an der Verpflegungszone zu stoppen. Wir haben versucht, mit ihm eine Lösung zu finden. Aber er hat gesagt: 'Ich will nicht sprechen'."

Laut des französischen Fernsehens soll sich Dennis vor seinem Ausstieg mit dem Team gestritten haben. Der Schritt kam umso überraschender, weil der 29-Jährige an diesem Freitag im Einzelzeitfahren in Pau der große Favorit auf den Tagessieg gewesen wäre. Dass die Zusammenarbeit mit Dennis nicht komplikationsfrei ist, ließ Stangelj durchblicken: "Er will alles zu 100 Prozent haben, aber es ist im Rennen nicht einfach, alles zu 100 Prozent zu haben."

+++ 18.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Jetzt gilt's im Kampf gegen die Uhr. Tony Martin will noch einmal einen Etappensieg, für Emanuel Buchmann geht es vor zwei schweren Bergankünften um wichtige Sekunden und seine Ausgangslage im Gesamtklassement. Die 27,2 Kilometer rund um Pau sind bei der 106. Tour de France die einzigen Einzelzeitfahr-Kilometer. Das Mannschaftszeitfahren hatte am Auftakt-Wochenende Martins Jumbo-Visma-Team klar für sich entschieden.

ETAPPE: Das Zeitfahren ist in diesem Jahr etwas kürzer gehalten, dafür vor allem in der ersten Hälfte sehr anspruchsvoll. Wenn der 34 Jahre alte Martin die kurzen Anstiege bewältigt, sollte er auf der weitgehend flachen zweiten Hälfte eine Chance haben. Sein letzter Einzelsieg bei der Tour datiert allerdings schon aus dem Jahr 2015.

FAVORITEN: Ausgerechnet am Tag vor dem Zeitfahren ist einer der größten Favoriten aus der Tour ausgestiegen. Der australische Weltmeister Rohan Dennis wird am Freitag nicht mehr antreten. Umso mehr dürfte sich nun alles auf Tour-Titelverteidiger Geraint Thomas konzentrieren, der im anspruchsvollen Kampf gegen die Uhr als Favorit gilt. Auch Jakob Fuglsang ist einiges zuzutrauen.

DAS GELBE TRIKOT: Gelb-Träger und Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe hat ein Polster von 1:12 Minuten auf Thomas. Das sollte auf der kurzen Strecke rund um Pau eigentlich genügen, um das Maillot Jaune einen weiteren Tag zu verteidigen und damit auch in die Tourmalet-Etappe am Samstag zu ziehen. Thomas und Teamkollege Egan Bernal dürften das Polster des 27 Jahre alten Franzosen aber schon merklich reduzieren.

DEUTSCHE: Tempomaschine Martin kämpft nach bisher fünf Tagessiegen bei der Tour noch einmal um den großen Wurf, die deutsche Hoffnung Buchmann will sich ähnlich wie beim Criterium du Dauphiné ordentlich präsentieren. Bei der Tour-Generalprobe hatte der 26-Jährige Rang fünf im Kampf gegen die Uhr belegt - damit wäre er sicher auch beim Zeitfahren in Pau zufrieden.

+++ 18.07.2019: Einzelzeitfahren in den Pyrenäen: Tony Martin kämpft um Etappensieg +++

Radsport-Routinier Tony Martin greift bei der 106. Tour de France noch einmal nach einem Etappensieg. Beim Einzelzeitfahren rund um Pau an diesem Freitag (14.00 Uhr/One und Eurosport) zählt der viermalige Zeitfahr-Weltmeister zum erweiterten Favoritenkreis. Martin hatte seinem Team Jumbo-Visma am zweiten Tag der Tour zum Erfolg im Mannschaftszeitfahren in Brüssel verholfen. Der größte Anwärter auf den Tagessieg bei der 13. Etappe ist Vorjahressieger Geraint Thomas vom Team Ineos. Für die deutsche Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann geht es darum, auf den 27,2 Kilometern mit den Rundfahrt-Favoriten mitzuhalten.

+++ 18.07.2019: Brite Yates gewinnt zwölfte Etappe der Tour de France +++

Simon Yates hat die zwölfte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Rad-Profi aus Großbritannien setzte sich am Donnerstag auf der ersten Pyrenäen-Etappe nach 209,5 Kilometern von Toulouse nach Bagnères-de-Bigorre vor dem Spanier Pello Bilbao und Gregor Mühlberger aus Österreich durch. Mit dem 1.569 Meter hohen Col de Peyresourde und der Hourquette d'Ancizan (1.564 Meter) mussten die Profis die ersten schweren Pyrenäen-Pässe überwinden. Der deutsche Meister Maximilian Schachmann erreichte in der ersten Verfolgergruppe hinter den drei Ausreißern um Tagessieger Yates das Ziel. Auf der 13. Etappe rund um Pau steht am Freitag das 27,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren auf dem Programm.

+++ 18.07.2019: Zeitfahr-Spezialist Dennis muss bei der Tour de France aufgeben +++

Einen Tag vor der großen Chance auf einen Etappensieg hat Zeitfahr-Spezialist Rohan Dennis das Rennen bei der Tour de France aufgegeben. Der 29 Jahre alte Australier vom Team Bahrain-Merida stieg am Donnerstag auf der zwölften Etappe von Toulouse nach Bagnères-de-Bigorre vom Rad und beendete das Rennen aus zunächst unbekannter Ursache.

Vor dem Start des ersten Teilstücks in die Pyrenäen war auch der 21 Jahre alte Belgier Jasper Philipsen, der jüngste aller Teilnehmer, nicht mehr angetreten. Der jüngste verbliebene Radprofi ist damit der 22-jährige Kolumbianer Egan Bernal, dem gute Chancen auf den Tour-Gesamtsieg zugerechnet werden.

+++ 18.07.2019: Einzelzeitfahren in Pau wartet: Buchmann will sich beweisen +++

Zwischen drei schweren Bergetappen in den Pyrenäen steht für die Radprofis bei der 106. Tour de France am Freitag (14.00 Uhr/One und Eurosport) der Kampf gegen die Uhr auf dem Programm. Das 27,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren rund um Pau bietet ein anspruchsvolles Profil und dürfte damit Mitfavorit Geraint Thomas (Team Ineos) entgegen kommen. Auch die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann will seinen zuletzt positiven Trend im Zeitfahren fortsetzen, beim Criterium Dauphiné hatte er überraschend den fünften Platz belegt. Für Zeitfahr-Spezialist Tony Martin dürfte das wellige Profil einen Tick zu schwer sein.

+++ 18.07.2019: Radprofi Terpstra erleidet doppelten Bruch des Schulterblatts +++

Der niederländische Radprofi Niki Terpstra hat sich bei seinem Sturz auf der elften Etappe der Tour de France einen doppelten Bruch des Schulterblatts zugezogen. Dies teilte sein Team Total Direct Energie am Donnerstag mit. Der 35 Jahre alte Klassikerspezialist war auf dem Teilstück von Albi nach Toulouse am Mittwoch im Hauptfeld zu Fall gekommen und musste das Rennen 30 Kilometer vor dem Ziel verletzt aufgeben. Terpstra hat in der Vergangenheit bereits wichtige Radsport-Klassiker wie Paris-Roubaix oder die Flandern-Rundfahrt für sich entschieden.

+++ 18.07.2019: Sprinter Ackermann froh um etwas Pause - Tour "natürlich großes Ziel" +++

Der deutsche Sprinter Pascal Ackermann ist über sein aufgeschobenes Tour-Debüt nicht traurig. "Jeder will bei der Tour dabei sein, aber ich bin auch froh, ein wenig Pause zu haben. Die Wochen vor dem Giro, der Giro selbst, und auch danach, waren sehr intensiv", sagte der 25 Jahre alte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur. Der Bora-hansgrohe-Profi hatte beim Giro d'Italia zwei Einzeletappen und das Punktetrikot geholt. Bei der Tour hat es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nach elf Etappen bislang keinen deutschen Tagessieg gegeben.

Nach dem erfolgreich beendeten Giro fasst Ackermann für 2020 andere Ziele ins Visier. "Natürlich ist die Tour mein großes Ziel. Ich weiß nicht, ob es nächstes Jahr schon klappt, darüber haben wir im Team noch nicht gesprochen, aber ich wäre natürlich gern schon nächstes Jahr dabei", erklärte der deutsche Meister von 2018.

+++ 17.07.2019: Australier Ewan gewinnt elfte Etappe der Tour de France +++

Radprofi Caleb Ewan hat die elfte Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 25 Jahre alte Australier aus der belgischen Lotto-Soudal-Mannschaft konnte sich am Mittwoch nach 167 Kilometern von Albi nach Toulouse im Massensprint gegen den Niederländer Dylan Groenewegen und Elia Viviani aus Italien durchsetzen. Ex-Weltmeister Peter Sagan aus der deutschen Bora-hansgrohe-Mannschaft verpasste als Vierter das Podium.

Weiter im Gelben Trikot des Gesamtführenden fährt der Franzose Julian Alaphilippe, der das Maillot Jaune auch nach dem ersten Ruhetag erfolgreich verteidigen konnte. Der Ravensburger Emanuel Buchmann belegt als bester Deutscher weiterhin Platz fünf.

Als erster der elf deutschen Radprofis hat indes Rick Zabel das Rennen beendet. Der Katusha-Alpecin-Profi war am Mittwoch krankheitsbedingt nicht mehr auf sein Rad gestiegen und musste wie im Vorjahr die Frankreich-Rundfahrt vorzeitig beenden.

Auf der zwölften Etappe am Donnerstag sind vor allem die Anwärter auf den Gesamtsieg gefordert. Mit dem Col de Peyresourde (1569 Meter hoch) und der Hourquette d'Ancizan (1564 Meter) stehen auf dem 209,5 Kilometer langen Teilstück von Toulouse nach Bagnères-de-Bigorre die ersten schweren Pyrenäen-Pässe auf dem Programm.

+++ 17.07.2019: Erste Etappe in den Pyrenäen - Tour geht "jetzt erst so richtig los" +++

Jetzt wird es für die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann und Tour-de-France-Vorjahressieger Geraint Thomas ernst. Am Donnerstag (11.50 Uhr/One und Eurosport) stehen auf der zwölften Etappe die ersten schweren Pyrenäen-Pässe auf dem Programm. Der Col de Peyresourde (1.569 Meter hoch) und der Hourquette d'Ancizan (1.564 Meter) sind auf dem 209,5 Kilometer langen Teilstück von Toulouse nach Bagnères-de-Bigorre Berge der ersten Kategorie. Nach dem zweiten schweren Anstieg sind es aber noch 30 Kilometer ins Ziel. Die richtig schweren Bergankünfte in den Pyrenäen stehen erst am Samstag und Sonntag auf dem Programm. "Jetzt geht die Tour erst so richtig los", sagte Bora-hansgrohe-Profi Buchmann.

+++ 17.07.2019: Rick Zabel nach Fieber bei der Tour de France ausgestiegen +++

Radprofi Rick Zabel ist krankheitsbedingt bei der 106. Tour de France ausgestiegen. Der Kölner lag am Ruhetag mit Fieber im Bett und konnte am Mittwoch die Fahrt nicht fortsetzen, wie sein Team Katusha-Alpecin mitteilte. Schon im vergangenen Jahr hatte der Sohn von Erik Zabel die Tour nicht beenden können, damals war er in den Bergen außerhalb der Karenzzeit geblieben. Nach dem Ausstieg Zabels sind noch zehn deutsche Radprofis im Rennen.

+++ 17.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Bevor es ab Donnerstag bei der 106. Tour de France ernst wird, winkt den Sprintern noch einmal eine Chance. Auf dem Weg von Albi nach Toulouse ist am Mittwoch (13.45 Uhr/One und Eurosport) mit einer Massenankunft zu rechnen, zumal die Sprinter-Teams am Ruhetag neue Kräfte gesammelt haben dürften. Das Gelbe Trikot von Julian Alaphilippe sollte nicht in Gefahr sein.

ETAPPE: Die elfte Etappe führt über 167 Kilometer von Albi nach Toulouse. Zu überwinden sind lediglich ein Berg der dritten und einer der vierten Kategorie. Vom Profil her spricht alles für eine Massenankunft, zumal den Sprintern bis Paris nicht mehr viele Etappen bleiben.

FAVORITEN: Kommt es zu einem Sprintfinale, dürfen sich der Niederländer Dylan Groenewegen, der Italiener Elia Viviani und Caleb Ewan aus Australien die größten Chancen ausrechnen. Auch mit dem slowakischen Ex-Weltmeister Peter Sagan, dem Träger des Grünen Trikots, ist immer zu rechnen.

GELBES TRIKOT: Läuft alles nach Plan, dann ist es der letzte ruhige Tag für Julian Alaphilippe vor dem Einzelzeitfahren und den Pyrenäen. Sein Team dürfte eigentlich keine Probleme haben, das Gelbe Trikot des französischen Superstars zu beschützen. 1:12 Minuten beträgt Alaphilippes Vorsprung auf Tour-Champion Geraint Thomas. Deutschlands Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann ist 1:45 Minuten zurück Fünfter.

DEUTSCHE: Routinier André Greipel will nach bisher ernüchternden Resultaten einen Tag nach seinem 37. Geburtstag vorne mitmischen. Bislang gelang dies nicht. Die restlichen deutschen Fahrer hätten allenfalls in Ausreißergruppen eine Chance.

+++ 16.07.2019: Rad-Hoffnung Buchmann gegen Vergleiche: "In keine Fußstapfen treten" +++

Tour-de-France-Hoffnungsträger Emanuel Buchmann lehnt Vergleiche mit früheren deutschen Radsport-Größen wie dem ehemaligen Tour-Sieger Jan Ullrich entschieden ab. "Ich will in keine Fußstapfen treten", sagte der 26 Jahre alte Profi vom Team Bora-hansgrohe am Dienstag beim Ruhetag in Castres. Buchmann liegt nach zehn von 21 Etappen auf dem fünften Gesamtplatz und könnte als erster deutscher Radfahrer seit Andreas Klöden 2009 bei der Frankreich-Rundfahrt unter die besten Zehn fahren.

Der stete Aufstieg in den vergangenen Jahren kam für den Ravensburger selbst überraschend. "Ich hätte nie gedacht, dass ich mal bei der Tour vorne mitfahren darf", sagte Buchmann. Vor dieser Tour hatte er die Top 10 als Ziel ausgegeben. Für Team- und Zimmerkollege Maximilian Schachmann hat Buchmann die richtige Einstellung, um oben dranzubleiben. "Emu ist keineswegs euphorisch. Er weiß, er liegt im Plan", sagte der deutsche Meister Schachmann. Die Tour wird am Mittwoch mit der elften Etappe von Albi nach Toulouse fortgesetzt. Am Donnerstag geht es dann in die Pyrenäen.

+++ 16.07.2019: Großes Lob für Rundfahrt-Hoffnung Buchmann - "Ganz andere Person" +++

Emanuel Buchmann ist nach seinen starken Auftritten bei der Tour de France von seinem Teamchef Ralph Denk in höchsten Tönen gelobt worden. "Die harte Arbeit der letzten Jahre zahlt sich jetzt aus. Er ist eine ganz andere Person als 2015, wo er hier die erste Tour gefahren ist", sagte der Manager des Rennstalls Bora-hansgrohe der Deutschen Presse-Agentur am ersten Ruhetag der 106. Frankreich-Rundfahrt am Dienstag. Buchmann könnte als erster deutscher Fahrer seit Andreas Klöden 2006 unter die ersten Fünf fahren.

Die Ziele will Denk aber nicht nach oben korrigieren. "Träumen tun wir nicht, wir sind Realisten. Wir wissen, was er kann und was nicht. Man darf den fünften Platz nicht überbewerten. Das Ziel bleiben die Top Ten", fügte Denk hinzu. Im Gesamtklassement sei noch alles nah beieinander, was auch gut für den Radsport sei. Der britische Titelverteidiger Geraint Thomas und Co-Kapitän Egan Bernal aus Kolumbien vom Ineos Team seien "perfekt platziert".

Auch den Gesamtführenden Julian Alaphilippe aus Frankreich will Denk nicht unterschätzen. "Er ist der beste Fahrer der Saison. Das ist Fakt. So ein Gelbes Trikot verleiht Flügel. Kämpfen kann er auch. Er ist gut drauf und seine Fans hat er auch an der Strecke."

+++ 16.07.2019: Vor Pyrenäen und Zeitfahren: Vorerst letzte Chance für Sprinter +++

Bevor es bei der 106. Tour de France von Donnerstag an endgültig ernst wird, haben die Sprinter unmittelbar nach dem ersten Ruhetag noch einmal ihre Chance. Die elfte Etappe führt am Mittwoch (13.45 Uhr/One und Eurosport) über 167 Kilometer von Albi nach Toulouse. Zu überwinden sind lediglich ein Berg der dritten und einer der vierten Kategorie. Die Sprinter-Teams Jumbo-Visma (Dylan Groenewegen), Bora-hansgrohe (Peter Sagan) und Lotto Soudal (Caleb Ewan) dürften alles für eine Massenankunft tun. Auch der deutsche Routinier André Greipel will nach bisher ernüchternden Resultaten einen Tag nach seinem 37. Geburtstag vorne mitmischen.

+++ 16.07.2019: Martin-Rennstall räumt bei der Tour ab: Was bewirken Ketonpräparate? +++

Die kleine Mannschaft von Tony Martin gehört zu den großen Gewinnern bei der Tour de France. Vier der zehn Etappen gingen auf das Konto der niederländischen Jumbo-Visma-Mannschaft, die mit rund 14 Millionen Euro gerade einmal ein Drittel des Jahresetats des Teams Ineos um Tour-Champion Geraint Thomas zur Verfügung haben. Wie machen die das bloß?, fragen sich die Experten verblüfft.

Ein kleines Puzzleteil zur Erfolgsgeschichte hat Teamchef Richard Plugge in der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" offenbart. In der Mannschaft kommen Ketonpräparate zum Einsatz. Ganz legal, wie Plugge sagt: "Ketone sind Nahrungsergänzungsmittel. Die Substanz steht nicht auf der verbotenen Liste. Es ist bekannt, dass mehrere Teams sie verwenden."

Ketone werden gewöhnlich selbst im Körper produziert, wenn die Glukosevorräte aufgebraucht sind. Sie dienen quasi als Reserveenergie. In einer Studie der Universität Leuven wurde kürzlich herausgefunden, dass Ketonpräparate bis zu 15 Prozent mehr Leistung den Ausdauersportlern bringen sollen.

Wie groß auch immer die Wirkung ist, Jumbo hat das Erfolgsrezept gefunden. 39 Saisonsiege fuhr die Equipe in diesem Jahr ein. Bei der Tour haben sie sogar auf Ex-Skispringer Primoz Roglic verzichtet.

+++ 15.07.2019: Belgier Van Aert gewinnt zehnte Etappe der 106. Tour de France +++

Der ehemalige Radcross-Weltmeister Wout Van Aert hat die zehnte Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Nach 217,5 Kilometern von Saint-Flour nach Albi konnte sich der 24 Jahre alte Belgier vom Team Jumbo-Visma am Montag im Sprint einer großen Spitzengruppe gegen den Italiener Elia Viviani und Caleb Ewan aus Australien durchsetzten.

Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigte erneut das Gelbe Trikot des Gesamtführenden und nimmt das Maillot Jaune mit in den ersten Ruhetag am Dienstag. Emanuel Buchmann aus Ravensburg verbesserte sich auf Platz fünf.

Am Mittwoch wird die Frankreich-Rundfahrt dann mit dem elften Teilstück fortgesetzt. Der 167 Kilometer lange Tagesabschnitt von Albi nach Toulouse dürfte die Sprinter auf den Plan rufen.

+++ 15.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Vor dem ersten Ruhetag der Tour de France winkt den Sprintern noch einmal die Chance auf einen Etappensieg. Von Saint-Flour geht es am Montag nach Albi. Das Gelbe Trikot von Julian Alaphilippe dürfte nicht in Gefahr sein. Deutsche Siegchancen gibt es am ehesten in Ausreißergruppen.

ETAPPE: Am Montag (12.25 Uhr) dürfte es auf der zehnten Etappe von Saint-Flour nach Albi noch einmal die Chance auf einen Tagessieg für die Sprinter geben. Auf dem 217,5 Kilometer langen Teilstück Richtung Pyrenäen sind drei Berge der dritten sowie ein Berg der vierten Kategorie zu überwinden. Nach der letzten Bergwertung sind es aber noch 53 Kilometer bis ins Ziel, sodass sowohl die Sprinter als auch Ausreißergruppen auf einen Erfolg hoffen dürfen.

FAVORITEN: Es ist eine der letzten Chancen der Sprinter auf einen Etappensieg, ehe bald die schweren Bergetappen anstehen. So dürften Sprintstars wie Dylan Groenewegen (Niederlande), Elia Viviani (Italien) oder Peter Sagan (Slowakei) großes Interesse an einer Massenankunft haben. Das Trio hat bereits jeweils einen Sieg geholt. Dazu hat der dreimalige Weltmeister Sagan gute Erinnerungen an Albi, hier gewann er 2013 eine Etappe. Der elfmalige Etappensieger André Greipel scheint dagegen in diesem Jahr chancenlos zu sein.

+++ 14.07.2019: Impey gewinnt vor Benoot und Tratnik +++

Daryl Impey gewinnt die 9te Etappe souverän. Benoot hauchdünn dahinter.

+++ 14.07.2019: Italiener De Marchi nach heftigem Sturz bei der Tour im Krankenhaus +++

Nach einem heftigen Sturz ist für den italienischen Radprofi Alessandro De Marchi die 106. Tour de France beendet. Der CCC-Teamkollege des gebürtigen Berliners Simon Geschke kam am Sonntag auf der neunten Etappe von Saint-Étienne nach Brioude bereits zehn Kilometer nach dem Start zu Fall und blieb zunächst regungslos liegen. De Marchi wurde anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert.

+++ 14.07.2019: Wer schnappt sich am Nationalfeiertag den Etappensieg? +++

Der 14. Juli ist bei der Tour de France ein ganz besonderer Tag. Am französischen Nationalfeiertag attackieren die Radprofis aus dem Gastgeberland besonders gerne - so dürfte es auch an diesem Sonntag laufen. Auf den 170,5 Kilometern von Saint-Étienne nach Brioude bewegt sich das Peloton weiter südwestlich in Richtung Pyrenäen.

Die Radprofis starten am Sonntag vom Stade Geoffroy-Guichard, dem Stadion des französischen Fußball-Rekordchampions AS Saint-Étienne. Danach geht es schon nach 36,5 Kilometern auf die Mur d'Aurec-sur-Loire, eine elf Prozent steile Rampe, die in der ersten Bergkategorie einsortiert ist. Im weiteren Verlauf folgen zudem zwei Anstiege der dritten Kategorie. Die reinen Sprinter haben bei diesem Profil gewiss keine Chance.

Kommt die nächste Attacke von Julian Alaphilippe, der erst am Samstag mit einem Angriff zurück ins Gelbe Trikot schlüpfte? Der antrittsschnelle Allrounder hat seine tolle Form bei der Tour schon bewiesen - und dürfte am Nationalfeiertag besonders motiviert sein. Auch der dreifache Weltmeister Peter Sagan darf nicht vergessen werden: Kommt er mit dem Feld über die drei Bergprüfungen, dürfte er bei der Ankunft in Brioude garantiert einer der endschnellsten Profis sein. Auch Ausreißergruppen dürften ihre Chance auf einen Tagessieg wahren wollen.

+++ 13.07.2019: Thomas De Gendt (LTS) gewinnt die achte Etappe! +++

Der belgische Radprofi Thomas De Gendt hat die achte Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 32-Jährige vom Team Lotto Soudal siegte am Samstag nach 200 Kilometern von Macon nach Saint-Étienne als Ausreißer vor den Franzosen Thibault Pinot und Julian Alaphilippe. Das Gelbe Trikot des Gesamtersten eroberte der 27-jährige Alaphilippe vom Italiener Giulio Ciccone zurück.

Am Sonntag dürften sich die französischen Fahrer besonders ins Zeug legen, findet die neunte Etappe doch am Nationalfeiertag statt. Auf den 170,5 Kilometern von Saint-Etienne nach Brioude sind drei Bergwertungen zu meistern. Am schwierigsten wird die durchschnittlich elf Prozent steile Mur d'Aurec-sur-Loire, die allerdings schon nach 44 Kilometern ansteht.

+++ 12.07.2019: Groenewegen gewinnt 7. Etappe der Tour +++

Dylan Groenewegen hat die siebte Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Auf dem 230 Kilometer langen Teilstück von Belfort nach Chalon-sur-Saône setzte sich der Niederländer im Massensprint am Freitag knapp vor Caleb Ewan (Australien) und Peter Sagan (Slowakei) vom deutschen Team Bora-hansgrohe durch. Die deutschen Profis blieben im Finale erneut chancenlos, Andre Greipel belegte Rang zwölf. In der Gesamtwertung verteidigte der Italiener Giulio Ciccone das Gelbe Trikot vor Lokalmatador Julian Alaphilippe, der am Samstag wieder attackieren dürfte.

Bei den Favoriten um Vorjahressieger Geraint Thomas (Ineos) und seinem teaminternen Herausforderer Egan Bernal tat sich auf der längsten Etappe der diesjährigen Tour nichts. Thomas hatte am Freitag nach La Planche des Belles Filles erstmals seine Stärke gezeigt und die anderen Favoriten am Schlussanstieg um ein paar Sekunden distanziert.

+++ 12.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Marathon-Tag bei der 106. Tour de France! An diesem Freitag haben die Fahrer 230 Kilometer von Belfort nach Chalon-sur-Saône zu überwinden, es ist das längste Teilstück der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Besonders schwer ist die Etappe am Tag nach der ersten Bergankunft allerdings nicht, weshalb sich die Ineos-Sieganwärter um Titelverteidiger Geraint Thomas diesmal zurückhalten dürften.

ETAPPE: Das weiteste Stück dieser Tour führt die Radprofis südwestlich in Richtung Saint-Etienne. Die drei Bergprüfungen befinden sich allesamt in den ersten 120 Kilometern, weshalb die Sprinter-Teams hier für eine Massenankunft arbeiten dürften. Die Gesamtklassementfahrer haben nach der Kletterei in den Vogesen erstmal Ruhe.

FAVORITEN: Der slowakische Radstar Peter Sagan vom deutschen Team Bora-hansgrohe gehört wieder zu den heißen Anwärtern. Andere ambitionierte Sprinter wie der Australier Caleb Ewan oder der Niederländer Dylan Groenewegen haben den erhofften Etappensieg bei der Tour noch nicht realisiert.

GELBES TRIKOT: Der Italiener Giulio Ciccone geht als neuer Gesamterster auf die siebte Etappe. Doch der Vorsprung des 24-Jährigen auf den Franzosen Julian Alaphilippe beträgt nur sechs Sekunden. Frankreichs Liebling dürfte alles versuchen, um sich Gelb zurückzuholen. Auf dem flachen Stück erscheint dies aber unrealistisch.

+++ 11.07.2019: Belgier Teuns gewinnt erste Bergetappe der 106. Tour de France +++

Dylan Teuns hat die erste Hochgebirgsetappe der 106. Tour de France gewonnen. Der Belgier siegte auf dem sechsten Teilstück am Donnerstag nach 160,5 Kilometern von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles mit elf Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Guilio Ciccone. Dritter wurde mit einem Rückstand von 1:05 Minuten der Belgier Xandro Meurisse. Die deutsche Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann erreichte als Achter mit einem Rückstand von 1:51 Minuten auf den Sieger das Ziel auf der Skistation.

Das Gelbe Trikot des Gesamtersten verlor der Franzose Julian Alaphilippe an Trek-Segafredo-Profi Ciccone, der nun mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen das Klassement anführt. Vorjahressieger Geraint Thomas aus Großbritannien ist nach Platz vier am Donnerstag mit einem Rückstand von 49 Sekunden Gesamt-Fünfter.

+++ 11.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Jetzt gilt es! Am sechsten Tag der Tour de France geht es erstmals richtig in die Berge. Wie steht es um die Form von Titelverteidiger Geraint Thomas? Was hat Jungstar Egan Bernal drauf? Kann Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe das Gelbe Trikot behalten? Die sechste Etappe über 160,5 Kilometer von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles wird erste Antworten liefern. Insgesamt sieben Bergwertungen sind auf dem Parcours durch die Vogesen zu meistern.

ETAPPE: Auf den 160,5 schweren Kilometern von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles stehen am Donnerstag (13.25 Uhr/One und Eurosport) sieben Bergprüfungen an, darunter vier der ersten Kategorie. Vor allem der Col des Chevrères 19 Kilometer vor dem Ziel und der sieben Kilometer lange Schlussanstieg nach La Planche des Belles Filles dürften zu einem ersten Kräftemessen für die Favoriten werden.

FAVORITEN: Bei der ersten von fünf Bergankünften müssen sich die Favoriten beweisen, allen voran die beiden Sieganwärter Geraint Thomas (Wales) und Egan Bernal (Kolumbien) aus dem übermächtigen Ineos-Team. Als größte Herausforderer gelten der Däne Jakob Fuglsang, Kletterspezialist Nairo Quintana aus Kolumbien und auch der Franzose Thibaut Pinot. Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Leichtgewicht Emanuel Buchmann.

GELBES TRIKOT: Nach zwei Tagen in Gelb benötigt Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe eine Energieleistung, um seine Führung zu behaupten. Die ganz großen Bergriesen sind nicht sein Ding. Und der Vorsprung auf Bernal und Thomas beträgt weniger als eine Minute.

HISTORIE: Wer in La Planche des Belles Filles Gelb trägt, der gewinnt auch die Tour de France. So war es bei den bisherigen drei Ankünften im Skiort in den Vogesen: 2012 Bradley Wiggins, 2014 Alberto Contador und 2017 Chris Froome. Setzt sich die Geschichte fort?

+++ 10.07.2019: Erste Bergankunft am Donnerstag für Geraint Thomas und Egan Bernal +++

Nach der für Klassikerspezialisten leibgeschneiderten Etappe ins Elsass werden an diesem Donnerstag (13.25 Uhr/One und Eurosport) erstmals die richtigen Bergfahrer und die Favoriten für einen Sieg in der Gesamtwertung gefordert. Auf dem Weg nach La Planche des Belles Filles in den Vogesen sind sieben Berge zu überwinden, vier davon der ersten Kategorie.

Vorjahressieger Geraint Thomas und Teamrivale Egan Bernal (beide Ineos) dürften bei der ersten Bergankunft gleich Nadelstiche setzen wollen. Auch der deutsche Klassement-Fahrer Emanuel Buchmann muss am Donnerstag erstmals seine Qualitäten unter Beweis stellen. Der 26-Jährige hat offen einen Platz unter den besten Zehn als Ziel ausgegeben. Anders als in den Vortagen, als Bora hauptsächlich für Grün-Träger Sagan gefahren ist, steht der Dritte der Dauphiné ganz im Zentrum der Bemühungen des deutschen Rennstalls.

+++ 10.07.2019: Erster Tour-Erfolg für Superstar Sagan - Schock für Politt und Zabel +++

Erleichterung bei Superstar Peter Sagan, schlechte Nachrichten für Nils Politt und Rick Zabel: Während der dreimalige Weltmeister aus der Slowakei bei der fünften Etappe am Mittwoch seine Durststrecke beendete und seinen ersten Tagessieg bei der diesjährigen Tour de France feierte, steht das deutsche Radsport-Duo vor einer ungewissen Zukunft. Ihr Team Katusha-Alpecin steht vor der Auflösung, Politt und Zabel dürfen sich ab sofort nach neuen Rennställen umsehen, wie sie während der Frankreich-Rundfahrt erfuhren.

Auf den 175,5 Kilometern von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar im Elsass hatte Sagan am Ende deutlich die besten Beine und gewann den Schlusssprint vor dem Belgier Wout van Aert und dem Italiener Matteo Trentin. Lokalmatador Julian Alaphilippe verteidigte auf seinem Terrain erneut das Gelbe Trikot und darf auch die erste Bergankunft als Gesamtführender in Angriff nehmen. Politt sprintete als bester Deutscher auf den achten Platz. Für Politt und Zabel kam die schlechte Nachricht hingegen zum ungünstigsten Zeitpunkt - beim Saisonhöhepunkt. Nach Informationen der französischen Sportzeitung "L'Equipe" wird die Mannschaft Katusha-Alpecin zum Saisonende aus dem Profi-Radsport verschwinden.

+++ 10.07.2019: Zabel und Politt müssen sich wohl neues Team suchen +++

Die beiden deutschen Radprofis Nils Politt und Rick Zabel müssen sich offenbar nach einem neuen Rennstall umschauen. Nach Informationen der französischen Sportzeitung "L'Equipe" wird die Mannschaft Katusha-Alpecin zum Saisonende aus dem Profi-Radsport verschwinden. Teamsprecher Falk Nier wollte das Ende der Mannschaft auf dpa-Anfrage noch nicht bestätigen, ließ aber durchblicken: "Teamchef Jose Azevedo hat dem Personal und den Fahrern mitgeteilt, dass die Zukunft unsicher ist und sich in den nächsten Tagen entscheiden wird. Wer sich nach neuen Möglichkeiten umschauen will, kann dies tun."

Politt und Zabel, dessen Vater Erik als Performance Manager ebenfalls bei dem Rennstall angestellt ist, besitzen eigentlich noch Verträge bis 2020. "Ich gehe davon aus, dass die Fahrer ihre Manager informieren und Optionen prüfen", ergänzte Nier.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die beiden Co-Sponsoren Alpecin und Canyon mit einem anderen Team die Zusammenarbeit fortsetzen. Die beiden Firmen waren ohnehin unzufrieden mit dem Katusha-Management. Die Verträge der Geldgeber liefen aus. Der Rennstall fährt aktuell unter Schweizer Lizenz, gehört aber dem russischen Milliardär Igor Makarow.

+++ 09.07.2019: Viviani sprintet bei vierter Etappe zum Sieg +++

Bahnrad-Olympiasieger Elia Viviani hat im Massensprint die vierte Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 30-jährige Italiener vom Team Deceuninck-Quick-Step setzte sich am Dienstag nach 213,5 Kilometern von Reims nach Nancy vor Alexander Kristoff aus Norwegen und dem Australier Caleb Ewan durch. Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigte erfolgreich das Gelbe Trikot. Der Tour-Bergkönig von 2018 liegt in der Gesamtwertung weiter 20 Sekunden vor dem dreimaligen Cross-Weltmeister Wout Van Aert aus Belgien.

Am Mittwoch führt die fünfte Etappe der Frankreich-Rundfahrt das Peloton in die Vogesen. Auf dem 175,5 Kilometer langen Teilstück von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar sind zwei Berge der dritten und erstmals bei dieser Tour auch zwei Anstiege der zweiten Kategorie zu überwinden.

+++ 08.07.2019: Alaphilippe gewinnt dritte Etappe und fährt in Gelb +++

Der französische Radprofi Julian Alaphilippe hat die dritte Etappe der 106. Tour de France gewonnen und als erfolgreicher Ausreißer auch das Gelbe Trikot erobert. Der 27 Jahre alte Bergkönig des vergangenen Jahres setzte sich am Montag nach 215 Kilometern auf dem am Ende hügeligen Teilstück von Binche nach Épernay mit 26 Sekunden Vorsprung vor dem Australier Michael Matthews und Jasper Stuyven aus Belgien durch. Bester Deutscher bei der ersten Ankunft in Frankreich der diesjährigen Tour war Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe auf Rang 28.

Alaphilippe übernahm das Gelbe Trikot vom Niederländer Mike Teunissen, der mit einigen Minuten Rückstand das Ziel erreichte. Der Quick-Step-Profi Alaphilippe hat im Gesamtklassement der Frankreich-Rundfahrt 20 Sekunden Vorsprung auf den Belgier Wout Van Aert. Am Dienstag steht die vierte Etappe über 213,5 Kilometer von Reims nach Nancy an. Mit nur zwei kleinen Bergwertungen der vierten Kategorie und weitgehend flachem Profil dürften die Sprinter den Tagessieg unter sich ausmachen.

+++ 08.07.2019: Das bringt der Tag bei der Tour de France +++

Nach dem überzeugenden Sieg der Tony-Martin-Mannschaft Jumbo-Visma im Teamzeitfahren verlässt die 106. Tour de France erst Brüssel - und dann Belgien. Am Montag (12.10 Uhr/One und Eurosport) steht mit der 3. Etappe von Binche nach Épernay das erste hügelige Teilstück der diesjährigen Tour auf dem Programm. Kann der Niederländer Mike Teunissen auf den 215 Kilometern das Gelbe Trikot verteidigen?

DIE ETAPPE: Erst flach, dann immer anspruchsvoller: Bei der ersten Ankunft in Frankreich sind vor allem die vielseitigen Radprofis gefragt. Während es nach 102 Kilometern in Dizy-le-Gros noch einen Zwischensprint gibt, warten auf den finalen 50 Kilometern vier Bergwertungen, davon drei der dritten Kategorie. Die Berge sind nicht lang (jeweils unter zwei Kilometer), aber steil (bis zu 12,2 Prozent durchschnittlich). Reine Sprinter dürften hier keine Chancen haben, eine Massenankunft gilt quasi als ausgeschlossen.

DIE FAVORITEN: Allrounder und Klassikerspezialisten dürften auf dieser Etappe ihre Chance wittern. Wenn der dreimalige Weltmeister Peter Sagan das Tempo im Hauptfeld mitgehen kann, dürfte er in Épernay der klare Favorit auf den Tagessieg sein. Auch Klassikerspezialisten wie dem Franzosen Julian Alaphilippe, der im vergangenen Jahr mit beherzten Attacken das Bergtrikot eroberte, werden gute Chancen zugerechnet. Die Profis mit Ambitionen auf das Gesamtklassement dürften hier noch keine großen Attacken starten.

DEUTSCHE: Auch die deutschen Klassikerspezialisten Maximilian Schachmann und Nils Politt könnten ihre Chance suchen. "Am Montag ist die erste hügelige Etappe, da werde ich es das erste Mal probieren. Dann sehe ich weiter", sagte Politt vom Team Katusha-Alpecin. Schachmann vom Team Bora-hansgrohe hat im Frühjahr seine Qualitäten bei hügeligen Kursen unter Beweis gestellt.

GELBES TRIKOT: Die größte Gefahr für Mike Teunissen lauert wohl im eigenen Team. Zehn Sekunden liegt der Niederländer vor seinen Mannschaftskollegen Wout van Aert, Steven Kruijswijk, Tony Martin und George Bennett. Der Rest ist schon eine halbe Minute zurück, nachdem Jumbo-Visma das Teamzeitfahren beherrscht hatte.

+++ 08.07.2019: Zeitfahr-Spezialist Martin zu seiner Rolle: Bin ein Mann für's Grobe +++

Zeitfahr-Spezialist Tony Martin hat sich schon im ersten Jahr bei seinem neuen Team Jumbo-Visma zu einem zentralen Bestandteil entwickelt. "Ich bin ein Mann für's Grobe. Ich versuche, die Säule der Mannschaft zu sein, natürlich auch im Teamzeitfahren. Es ist für mich total okay, ich kann mich 100 Prozent für das Team aufopfern", sagte Martin am Sonntag in Brüssel unmittelbar im Anschluss nach dem Tageserfolg von Jumbo-Visma im Teamzeitfahren bei der Tour de France. Martin war beim deutlichen Erfolg seines Teams die meiste Zeit vorne im Wind gefahren.

Damit gingen beide Etappen des ersten Tour-Wochenendes an das Team aus den Niederlanden. Teamchef Grischa Niermann hatte Martin schon in den höchsten Tönen gelobt. "Tony ist mit seiner Präsenz da und bringt die Mannschaft voran. Wenn alles schiefläuft, haben wir immer noch Tony", sagte Niermann. Am Samstag hatte Mike Teunissen die Sprintankunft für sich entschieden. Er startet die 3. Etappe am Montag von Binche nach Épernay daher im Gelben Trikot.

+++ 07.07.2019: Tony Martin gewinnt mit Jumbo-Visma das Teamzeitfahren bei der Tour +++

Tony Martin hat mit seinem Jumbo-Visma-Team das Mannschaftszeitfahren der 106. Tour de France gewonnen. Die niederländische Equipe siegte am Sonntag über 27,6 Kilometer in Brüssel mit einer Zeit von 28:58 Minuten und war damit 20 Sekunden schneller als das britische Ineos-Team um Titelverteidiger Geraint Thomas. Dritte wurde die belgische Mannschaft Deceuninck-Quick Step.

Jumbo-Fahrer Mike Teunissen verteidigte damit auch das Gelbe Trikot. Der Niederländer hatte am Samstag überraschend die Auftaktetappe im Sprint vor dem slowakischen Ex-Weltmeister Peter Sagan gewonnen. Am Montag steht die dritte Etappe über 215 Kilometer von Binche nach Épernay an. Bei vier kleineren Bergwertungen auf den letzten 42 Kilometern dürften die Sprinter aber kaum zum Zug kommen.

+++ 06.07.2019: Tour de France: Titelverteidiger Thomas gibt nach Sturz Entwarnung +++

Titelverteidiger Geraint Thomas hat den Sturz auf der ersten Etappe der 106. Tour de France relativ glimpflich überstanden. "Glücklicherweise kein Schaden. Ich war zu der Zeit langsam unterwegs. Ich bin ausgewichen und traf die Barriere", schrieb der Waliser auf Twitter. Thomas war 1,3 Kilometer vor dem Ziel in Brüssel im Zuge des Sturzes von Sprintstar Dylan Groenewegen genauso wie die deutsche Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann zu Boden gegangen. Buchmann trug eine blutige Lippe und ein aufgeschlagenes Knie davon.

Mitfavorit Jakob Fuglsang erwischte es schlimmer. Der Däne, der zuletzt die Dauphiné-Rundfahrt gewann, musste mit drei Stichen über dem Auge genäht werden. Dazu erlitt er Prellungen am rechten Knie und an der rechten Rippe.

+++ 06.07.2019: Teunissen gewinnt Auftaktetappe der 106. Tour de France und holt Gelb +++

Radprofi Mike Teunissen hat die erste Etappe der 106. Tour de France gewonnen und damit auch das Gelbe Trikot übernommen. Der 26 Jahre alte Niederländer vom Team Jumbo-Visma siegte am Samstag nach 194,5 Kilometern rund um Brüssel hauchdünn vor Peter Sagan aus der Slowakei und dem Australier Caleb Ewan. Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle.

Schon am Sonntag dürfte sich das Gesamtklassement beim 27,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Brüssel wieder verändern. Dann kommt es auch zur ersten Standortbestimmung der favorisierten Fahrer um den walisischen Titelverteidiger Geraint Thomas.

+++ 06.07.2019: Erster Favoritentest: Das erwartet die Fahrer in der 2. Etappe +++

Schon am zweiten Tag der Tour de France geht es für die Favoriten um Titelverteidiger Geraint Thomas um wertvolle Zeit für das Gesamtklassement. Beim Mannschaftszeitfahren am Sonntag (14.30 Uhr/One und Eurosport) sind die 22 Teams auf einem 27,6 Kilometer langen Rundkurs rund um Brüssel gefordert. Gestartet wird das eher flache Teilstück am Königspalast, das Ziel befindet sich bei einem echten Touristenmagnet, dem Brüsseler Atomium. Team Ineos um den Briten Thomas und den Kolumbianischen Mitfavoriten Egan Bernal will ein erstes Ausrufezeichen setzen und der Konkurrenz wichtige Sekunden abnehmen, bevor in der kommenden Woche die ersten Bergetappen in den Vogesen anstehen.

sba/rut/news.de/dpa

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser