01.12.2019, 15.58 Uhr

Formel 1 Grand Prix Abu Dhabi 2019 Ergebnisse :                        Formel 1 GP 2019 Spa-Francorchamps: Ergebnisse vom Großen Preis von Belgien

Hamilton sichert sich letzte Pole der Formel-1-Saison Bild: picture alliance/Kamran Jebreili/AP/dpa

+++ 01.09.2019: Premierensieg unter Trauer für Leclerc - Nächste Vettel-Enttäuschung +++

Premierensieg mit Trauerflor für Charles Leclerc: Der 21 Jahre alte Monegasse hat am Sonntag beim Großen Preis von Belgien seinen ersten Grand-Prix-Erfolg eingefahren. Fast genau 24 Stunden nach dem tödlichen Unfall seines ehemaligen Rennkumpels und guten Freundes Anthoine Hubert auf dem legendären Kurs in Spa-Francorchamps verzichtete Leclerc in seinem Formel-1-Ferrari auf großen Jubel. "Er ist schwer, so ein Wochenende zu genießen. Trotzdem wird ein Traum wahr", sagte Leclerc und widmete den Erfolg Hubert: "Dieser Sieg ist für Anthoine."

Er verwies WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes auf den zweiten Platz, Dritter wurde dessen Stallrivale Valtteri Bottas. Für Leclercs hochdekorierten deutschen Teamkollegen Sebastian Vettel startete die zweite Saisonhälfte nach der Sommerpause mit einer weiteren schweren Enttäuschung.

Der 32 Jahre alte viermalige Weltmeister verpasste nach einer wirren Reifentaktik das Podest und wurde nur Vierter. Die Siegloszeit des 52-maligen Grand-Prix-Gewinners geht weiter, nachdem er vor über einem Jahr in Spa seinen bis dato letzten Sieg erzielt hatte. Dass er in Belgien nach Teamorder Leclerc passieren lassen musste und praktisch als Puffer diente, dürfte dem gebürtigen Heppenheimer auch wenig gefallen haben. Im WM-Klassement wuchs der Rückstand auf Fünffach-Champion Hamilton weiter: Der Brite führt mit 268 Punkten. Vettel hat 99 Punkte Rückstand.

Als normales Rennen wird dieser Große Preis von Belgien nicht in Erinnerung bleiben, auch wenn die Rennfahrer die Visiere runter klappten und Gas gaben. Eine Absage hatte nicht zur Disposition gestanden. Dennoch traf der Tod Huberts auch die Stars der Motorsport-Königsklasse hart, bevor es losging versammelten sich alle Piloten zu einer Schweigeminute um einen Helm des Franzosen. Dessen Mutter und Bruder kämpften hinter Sonnenbrillen mit den Tränen. Auch die Fahrer rangen um Fassung.

Als dann aber die roten Ampeln erloschen, wurde es gleich turbulent auf dem legendären Kurs in den Ardennen - zum Glück diesmal ohne schlimmere Folgen. Pole-Mann Leclerc kam gut weg, Teamkollege Vettel wurde direkt von Hamilton attackiert, der Brite zog am Deutschen vorbei, doch Vettel konterte umgehend. Hinter der legendären Eau Rouge eroberte der 32-Jährige, der in Spa vor einem Jahr gewann, seitdem aber nicht mehr, den zweiten Platz zurück.

Soweit kam Max Verstappen erst gar nicht. Das Heimrennen für den in Belgien geborenen Niederländer war nach rund zwei Kilometern schon vorbei. Der Sieger des Österreich- und Deutschland-Rennens kollidierte mit seinem Red Bull in der ersten Kurve mit dem Alfa Romeo von Routinier Kimi Räikkönen - innen wollte sich Verstappen vorbeidrücken, es wurde aber zu eng.

Beim anschließenden Mutstück durch die Eau Rouge brach die Radaufhängung, Verstappen landete in den Reifenstapeln, passiert war dem 21-Jährigen aber nichts, es war sein erster Ausfall nach 20 Rennen, in denen er mindestens immer Fünfter wurde.

Nach der Freigabe versuchte Hamilton vergeblich, noch mal an Vettel ranzukommen. Auf den langen Geraden der längsten Strecke im Rennkalender spielte die Scuderia ihre Motorenpower aus. Ganz vorn fuhr Leclerc zunächst ein souveränes Rennen. Würde der Monegasse, der bei seinen Poles in Bahrain und Spielberg erst gegen Ende von Platz eins verdrängt wurde, es diesmal schaffen?

Durchaus überraschend ließ Vettel als Erster neue Reifen aufziehen, für gewöhnlich hat der besser platzierte Pilot teamintern den Vorzug. Vettel hielt so nicht nur hochgerechnet Hamilton auf Distanz, er kam auch näher an Leclerc ran, wenn dieser an die Box müsste. Es klappte: Leclerc kam ein paar Meter hinter Vettel zurück auf die Strecke. Der Nachteil: Vettel musste nun mit den Reifen deutlich länger auskommen als Leclerc und auch Hamilton, der nach der Hälfte der 44 Runden neue Reifen bekam.

Bei all den Strategien bekamen die Piloten von einem weiteren ergreifenden Moment an diesem emotionalen Wochenende in Belgien kaum etwas mit. Zu Ehren Huberts standen die Zuschauer in der 19. Runde auf und applaudierten - der tödlich verunglückte Franzose trat in der Formel 2 mit der Nummer 19 an. Ein Rennen zwischen Schockzustand und business as usual.

Denn im Kampf um den Sieg bei dem Klassiker schenkten sich die PS-Protagonisten nichts. Auch Leclerc konnte die Gedanken an Hubert ausschalten, die beiden fuhren als Kinder schon zusammen Rennen. Die Führung in Spa eroberte der Monegasse kampflos zurück, per Teamorder ließ Ferrari Vettel und Leclerc die Plätze tauschen. Der viermalige Weltmeister musste Platz machen, er strauchelte ohnehin bereits gehörig mit den Reifen. Er musste auch noch mal an die Box und reihte sich noch hinter Bottas auf Rang vier ein, während Leclerc den finalen Hamilton-Angriff abwehren konnte. 

+++ 01.09.2019: Leclerc gewinnt Formel-1-Klassiker in Belgien - Vettel Vierter +++

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat beim Großen Preis von Belgien den ersten Formel-1-Sieg seiner Karriere gefeiert. Einen Tag nach dem tragischen Unfalltod des französischen Nachwuchsfahrers Anthoine Hubert setzte sich der 21 Jahre alte Monegasse am Sonntag in Spa-Francorchamps durch. Weltmeister Lewis Hamilton aus Großbritannien landete vor Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas aus Finnland auf dem zweiten Rang. Sebastian Vettel musste sich im zweiten Ferrari mit dem vierten Platz zufriedengeben. Der 32-Jährige verlor in der WM-Gesamtwertung auf Spitzenreiter Hamilton weitere Punkte und bleibt nach dem 13. Saisonlauf nur Vierter. 

+++ 31.08.2019: Vettel und Leclerc mit Chancen auf ersten Saisonsieg in Belgien +++

Ferrari darf sich beim Großen Preis von Belgien berechtigte Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg in der Formel 1 machen. Der Monegasse Charles Leclerc und der Heppenheimer Sebastian Vettel gehen im Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) in Spa-Francorchamps von den Startplätzen eins und zwei auf die legendäre Strecke in den Ardennen. Der britische Weltmeister Lewis Hamilton und sein finnischer Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas folgen auf den Rängen drei und vier. Vor dem 13. von 21 Saisonläufen führt Hamilton in der Gesamtwertung überlegen. Vorjahressieger Vettel ist nach der Sommerpause mit 94 Punkten Rückstand nur Vierter.

+++ 31.08.2019: Leclerc holt Pole Position in Belgien - Vettel Zweiter +++

Charles Leclerc hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Belgien gesichert. Der Ferrari-Fahrer fuhr am Samstag in Spa-Francorchamps überlegen die Bestzeit und verdrängte seinen Teamkollegen Sebastian Vettel auf den zweiten Platz. Damit startet die Scuderia im Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) zum zweiten Mal in dieser Saison gemeinsam aus der ersten Startreihe. Der 21 Jahre alte Monegasse Leclerc erkämpfte sich zum dritten Mal in diesem Jahr den ersten Startplatz. Rang drei hinter dem Heppenheimer Vettel belegte der britische Weltmeister Lewis Hamilton, der Finne Valtteri Bottas im zweiten Mercedes wurde Vierter.

Vor dem 13. von 21 Saisonläufen führt Hamilton in der Gesamtwertung mit 250 Punkten souverän vor Bottas (188) und dem Niederländer Max Verstappen (181) von Red Bull. Vettel ist mit 156 Zählern nur Vierter und will in Belgien seinen Erfolg aus dem vergangenen Jahr möglichst wiederholen. Seitdem hat er kein Rennen mehr gewonnen. 

+++ 31.08.2019: Vettel Trainings-Zweiter hinter Leclerc +++

Ferrari bestimmte auch die abschließende Übungseinheit. Vorjahressieger Sebastian Vettel landete in den Ardennen mit 0,451 Sekunden Rückstand hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc, der wie schon am Freitag erneut die schnellste Runde drehte, auf Platz zwei. Dritter wurde der Finne Valtteri Bottas im Mercedes. Hamilton hatte vor seinem Crash die siebtschnellste Zeit gefahren.

Vor dem 13. von 21 Saisonläufen am Sonntag führt Hamilton in der Gesamtwertung mit 250 Punkten souverän vor Bottas (188) und dem Niederländer Max Verstappen (181) von Red Bull. Der Heppenheimer Vettel ist mit 156 Zählern nur Vierter und will in Belgien seinen Erfolg aus dem vergangenen Jahr möglichst wiederholen. Seitdem hat der viermalige Weltmeister kein Rennen mehr gewonnen.

+++ 31.08.2019: Hamilton mit Unfall in Spa - Bangen um Teilnahme an Qualifikation +++

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton muss nach einem Unfall im letzten freien Training um seine Chancen auf die Pole Position beim Großen Preis von Belgien bangen. Der 34 Jahre alte Brite krachte am Samstagmittag in Spa-Francorchamps mit seinem Mercedes in die Streckenbegrenzung. Bei dem Vorfall nach einem kleinen Fahrfehler in der Fagnes-Schikane war zu sehen, wie die Vorderachse beim Aufprall brach und sein Silberpfeil stecken blieb.

"Ich bin okay. Sorry, Leute", funkte der fünfmalige Champion und WM-Spitzenreiter mit leiser Stimme seinem Team an die Box. Anschließend wurde Hamilton zurück zur Teamgarage gefahren. Das Training musste unterbrochen werden. Unklar ist, ob Mercedes das Auto seines Superstars bis zum Start der Qualifikation (15.00 Uhr/RTL und Sky) wieder fahrbereit bekommt. Der an der Front schwer beschädigte Bolide wurde mit einem Kran geborgen und in die Boxengasse gefahren.

+++ 31.08.2019: Vettel dämpft Erwartungen vor Belgien-Rennen +++

Der Auftakt gelang Ferrari zwar, vor dem Formel-1-Rennen in Belgien dämpfte Sebastian Vettel jedoch lieber vorsorglich die Erwartungen. "Es war ein positiver Tag, aber es gibt noch viele Möglichkeiten zur Verbesserung", sagte der viermalige Weltmeister in Spa-Francorchamps. Am Trainings-Freitag musste sich der 32 Jahre alte Vorjahressieger nur Teamkollege Charles Leclerc geschlagen geben. Grund dafür war auch ein kleiner Fahrfehler.

Die Scuderia konnte aber Mercedes zumindest auf einer Rundendistanz auf Abstand halten. Deswegen gehen Leclerc und Vettel auch als Favoriten in das Qualifying am Samstag (15.00 Uhr/RTL und Sky). "Das Rennen ist aber nicht nur eine Runde lang, deswegen müssen wir uns da noch verbessern", sagte Vettel. Bei den langen Ausfahrten zeigte Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas schon eine etwas bessere Vorstellung - trotzdem waren die Silberpfeil-Piloten auf dem welligen Kurs in den Ardennen nicht wirklich zufrieden.

+++ 30.08.2019: Vettel zum Formel-1-Auftakt in Belgien Zweiter hinter Leclerc +++ 

Vorjahressieger Sebastian Vettel hat sich zum Auftakt des Großes Preises von Belgien im Training seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc geschlagen geben müssen. Am Freitag lag der 32 Jahre alte Formel-1-Pilot aus Heppenheim 0,630 Sekunden hinter dem Monegassen Leclerc, der in 1:44,123 Minuten überlegen die Bestzeit setzte.

Ferrari stellte auf dem welligen Kurs in den Ardennen insgesamt aber unter Beweis, dass im Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) der erste Saisonsieg möglich ist. Vettel hatte im August 2018 den bislang letzten Erfolg für die Scuderia in Belgien eingefahren.

Platz drei belegte der Finne Valtteri Bottas vor Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Mercedes. Der Brite hatte in der ersten Session Probleme mit dem Gaspedal und klagte später am Nachmittag über andere Schwierigkeiten mit seinem Helm. Hamilton hatte knapp neun Zehntelsekunden Rückstand auf der 21 Jahre alten Leclerc. Nico Hülkenberg aus Emmerich musste sich im Renault mit Rang 13 begnügen.

Vor dem 13. von 21 Saisonläufen führt Hamilton die WM-Wertung mit 250 Punkten souverän vor Bottas (188) und dem Niederländer Max Verstappen (181) im Red Bull an. Der Heppenheimer Vettel ist mit 156 Zählern nur Vierter und hat kaum noch Chancen auf seinen fünften WM-Titel.

+++ 30.08.2019: Hülkenberg zu Formel-1-Zukunft: "Wird noch ein bisschen dauern" +++

Nach seinem Aus beim Formel-1-Rennstall Renault zum Saisonende rechnet Nico Hülkenberg nicht mit einer schnellen Entscheidung über seine sportliche Zukunft. "Es wird schon noch ein bisschen dauern, ein paar Wochen auf jeden Fall", sagte der 32-Jährige aus Emmerich am Rande des Großen Preises von Belgien in Spa-Francorchamps: "Wichtig ist, dass ich das Richtige für mich tue." Zugleich bestätigte Hülkenberg, dass er auch künftig in der Formel 1 fahren will und aktuell keine andere Rennserie in Frage kommt.

Hülkenberg muss das französische Werksteam am Jahresende nach drei Saisons verlassen. Seinen Platz nimmt der zehn Jahre jüngere Franzose Esteban Ocon ein. "Ich fühle mich frei und entspannt und gar nicht unter Druck, dass ich zwischen die Stühle falle", sagte Hülkenberg, der seit 2010 in der Formel 1 ist: "Ich bin da sehr gelassen, weil ich weiß, dass es Interesse gibt. Aber es muss für mich auch passen."

Teamchef Günter Steiner vom US-Rennstall Haas bestätigte am Donnerstag im Fahrerlager bereits, dass Hülkenberg einer der Kandidaten für sein Team sei. Der Rheinländer kommentierte das konkret nicht, sagte aber: "Gespräche finden ja permanent statt, andere Teams rufen ja auch mal an. Das ist ein laufender Prozess."

Neun Rennen bestreitet er für Renault noch, ehe die Zusammenarbeit endet. "Ich finde es schade, dass sich die Wege trennen. Es ist ein bisschen enttäuschend, dass wir das Werk nicht vollenden können", sagte Hülkenberg vor dem Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) in den Ardennen: "Ich nehme das aber nicht schwer, ich bin dem Team auch nicht böse. Es geht darum, das jetzt gut zu beenden."

+++ 30.08.2019: Darüber wird auch gesprochen im Formel-1-Fahrerlager +++

Im ersten Rennen nach der Sommerpause will Sebastian Vettel am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) endlich seinen ersten Formel-1-Sieg seit einem Jahr einfahren. Der Ferrari-Star rechnet in Spa-Francorchamps aber wie gewohnt mit starker Konkurrenz vor allem von Branchenführer Mercedes und Verfolger Red Bull. In den Tagen vor dem Großen Preis von Belgien gab es im Fahrerlager schon jede Menge Gesprächsstoff.

Aufgeregter Debütant: Nach seiner Beförderung startet Alexander Albon in Belgien erstmals für Red Bull. Und der Brite mit thailändischen Wurzeln ist nach dem Aufstieg vom Schwesterteam Toro Rosso mächtig nervös. "Das Auto hat aber auch nur vier Räder", sagte der 23-Jährige, der Pierre Gasly im Cockpit ablöst. Nach einer schwachen ersten Saisonhälfte wurde der Franzose zu Toro Rosso zwangsversetzt. "Ich muss schnell verstehen, wie das Team und das Auto funktionieren. Ich bin sehr aufgeregt", sagte Albon.

Gelassener Publikumsliebling: Albons Red-Bull-Stallrivale Max Verstappen hat nach zwei Saisonsiegen jede Menge Selbstvertrauen - und darf auf die Unterstützung Tausender Fans zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte hoffen. Der 21-Jährige ist in Belgien geboren und startet für die Niederlande. "Es ist großartig so viele Fans hinter sich zu haben. Es ist besondere Motivation, aber kein Druck", sagte Verstappen: "Dieser Rückhalt bringt mir ein Lächeln ins Gesicht."

Party-Wochenende: Valtteri Bottas hat ein perfektes Party-Wochenende hinter sich. Von Sonntag auf Montag feierte der Finne in Helsinki mit seinen engsten Freunden in seinen 30. Geburtstag hinein, Star-DJ und Feuerwerk inklusive. Dabei wusste er schon, dass sein Vertrag bei Mercedes bis Ende 2020 verlängert wird. Am Donnerstag wurde das auch öffentlich gemacht. "Es war eine gute Party mit guten Leuten. Es war schön, mit den engsten Freunden zu feiern", sagte der WM-Zweite.

Lieber Vegan: Lewis Hamilton erweitert sein Portfolio als Investor. Der fünfmalige Weltmeister von Mercedes beteiligt sich an der Restaurant-Kette "Neat Burger", die Hamburger auf pflanzlicher Basis anbieten wird. Am 2. September eröffnet in der Londoner Regent Street der erste Laden, weltweit sollen in den kommenden beiden Jahren noch viele weitere folgen. "Mir gefällt die Idee richtig gut und ich stehe voll dahinter", sagte der 34-Jährige, der selbst vegan lebt und auf Fleisch sowie andere tierische Produkte verzichtet.

Lieber Alkohol: Altmeister Kimi Räikkönen hat sich in der Sommerpause eine Muskelverletzung zugezogen - will in seinem Alfa Romeo aber trotzdem starten. Passiert ist ihm das beim Sport. "Sport ist gefährlich, ich sage schon immer, dass es gefährlich ist. Trinken ist wahrscheinlich sicherer. Dabei verletzt man sich nicht, sondern bekommt nur einen Kater", sagte der Finne. In der Vergangenheit fiel er schon das eine oder andere Mal mit durchzechten Partynächten auf.

+++ 29.08.2019: Vettel kritisiert Formel-1-Aus für Deutschland-Rennen +++

Sebastian Vettel bedauert das Formel-1-Aus in Deutschland im kommenden Jahr und hat die Entscheidung der Verantwortlichen deutlich kritisiert. "Dass Deutschland im Kalender fehlt, ist schade. Ich denke, dass die Formel 1 Deutschland braucht", sagte der 32 Jahre alte gebürtige Heppenheimer am Donnerstag im Fahrerlager von Spa-Francorchamps. Es sei "Schwachsinn", Deutschland abzuwinken.

Vettel will die Hoffnung aber nicht aufgeben, "dass wir bald wieder dabei sind", meinte der viermalige Weltmeister vor dem Start in die zweite Saisonhälfte mit dem Großen Preis von Belgien. Er war beim packenden Heimrennen Ende Juli auf dem Hockenheimring im Ferrari Zweiter hinter Max Verstappen von Red Bull geworden war.

Der Rennkalender für die kommende Saison war am Donnerstagvormittag veröffentlicht worden. 22 Grand Prix sind geplant und damit so viele wie noch nie in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse. Deutschland fehlt darin.

+++ 29.08.2019: Hülkenberg verliert Formel-1-Cockpit bei Renault 2020 an Ocon +++

Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Nico Hülkenberg muss sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen und verliert im kommenden Jahr sein Cockpit bei Renault an den Franzosen Esteban Ocon. Wie das französische Werksteam am Donnerstag am Rande des Großen Preises von Belgien bekanntgab, erhält der 22 Jahre alte Ocon einen Mehrjahresvertrag und wird ab 2020 an der Seite des Australiers Daniel Ricciardo fahren. Der Vertrag des 32 Jahre alten Emmerichers Hülkenberg läuft am Saisonende aus und wird nicht verlängert. Er fährt seit 2017 für Renault.

Auch nach dem Aus bei Renault könnte Hülkenberg, der seit 2010 in der Formel 1 hinter dem Steuer sitzt, im kommenden Jahr weiter in der Königsklasse des Motorsports aktiv bleiben. Teamchef Günter Steiner vom US-Rennstall Haas bestätigte am Donnerstag im Fahrerlager von Spa-Francorchamps bereits Interesse an einer Verpflichtung des Rheinländers. Bei den Amerikanern läuft der Vertrag des Franzosen Romain Grosjean aus, der ersetzt werden könnte. Das zweite Haas-Cockpit ist fest an den Dänen Kevin Magnussen vergeben.

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul dankte Hülkenberg in einer Mitteilung des Teams für seinen Einsatz in den vergangenen drei Jahren. Es sei "eine schwierige Entscheidung" gewesen, künftig nicht mehr mit Hülkenberg zusammenzuarbeiten, betonte der Franzose. Der erfahrene Hülkenberg habe persönlich großen Anteil an vielen positiven Entwicklungen im Team.

+++ 29.08.2019: Bottas auch 2020 neben Hamilton bei Formel-1-Team Mercedes +++

Der Finne Valtteri Bottas fährt auch in der kommenden Formel-1-Saison an der Seite des fünfmaligen Weltmeisters Lewis Hamilton bei Branchenführer Mercedes. Wie der Rennstall am Donnerstag kurz vor dem Großen Preis von Belgien bekanntgab, verlängerte der 30-Jährige seinen Vertrag bei den Silberpfeilen um eine weitere Saison. "Es ist mein Ziel, Formel 1-Weltmeister zu werden. Auf Basis meiner Erfahrungen mit dem Team bin ich davon überzeugt, dass Mercedes die beste Option für mich ist, dieses Ziel in der Saison 2020 zu erreichen", sagte Bottas.

Der Nachfolger von Ex-Weltmeister Nico Rosberg fuhr seit seinem Amtsantritt beim Werksteam Anfang 2017 fünf Grand-Prix-Siege ein. Eine echte Bedrohung für die WM-Ambitionen von Dominator Hamilton stellte Bottas, der zuvor vier Jahre bei Williams gefahren war, aber nie dar. 2017 wurde er WM-Dritter und schaffte damit sein bislang bestes Gesamtresultat. In der laufenden Saison ist er aktuell Zweiter und könnte erstmals Vizeweltmeister werden. Bottas und Hamilton gehen damit 2020 in ihr viertes gemeinsames Jahr.

"Ich freue mich sehr, dass er dem Team für mindestens eine weitere Saison erhalten bleiben wird und bin gespannt darauf zu sehen, wie er die Messlatte noch einmal höher legen wird", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass der Franzose Esteban Ocon (22) künftig das Cockpit von Bottas übernehmen könnte. Ocon ist Testpilot bei Mercedes, benötigt für eine Rückkehr als Fahrer nun aber einen Plan B. Hamiltons Vertrag läuft noch bis Ende 2020.

+++ 27.08.2019: Fakten zur Rennstrecke von Spa-Francorchamps +++

Name: Circuit de Spa-Francorchamps

Streckenlänge: 7,004 Kilometer

Rundenzahl: 44

Erster Grand Prix: 1950

Rekordsieger: Michael Schumacher (2001, 2002) Kimi Räikkönen (2007) Felipe Massa (2008)

Besonderheit: Die sogenannte "Ardennen-Achterbahn" zeichnet sich vor Allem durch seine vielen Kurven und die Höhendifferenz aus. Die beträgt nämlich zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt der Strecke über 100 Meter. Besonders ist auch, dass es wegen Umbauten an der Strecke zwei Boxenanlagen gibt.

Streckenprofil: Mit den vielen Kurven müssen die Fahrer starken Fliehkräften widerstehen, die zum einen das Formel-1-Fahrzeug aus der Spur werfen können, aber auch eine enorme Belastung für den Fahrer darstellen. Je höher dann die Geschwindigkeit, mit der ein Fahrer in die Kurve geht, desto größer sind auch die Kräfte, die auf ihn und das Fahrzeug wirken.

Deutsch-Faktor: Zehnmal gewann ein Deutscher bei bisher 51 Auflagen. Sechsmal gelang es Rekordweltmeister Michael Schumacher, dreimal Sebastian Vettel und einmal Nico Rosberg. 

  • Seite:
  • 8
  • 9
  • 10
Empfehlungen für den news.de-Leser