12.09.2018, 08.49 Uhr

SC 1920 Myhl: Rote Karte! Verein wirft 7 Spieler wegen Hitlergruß raus

In Nordrhein-Westfalen sorgt ein Fußballverein für Aufsehen, nachdem im Internet ein Foto aufgetaucht ist, auf dem mehrere Spieler den Hitlergruß zeigen. Der Verein zieht jetzt Konsequenzen.

Nachdem mehrere Spieler einer Fußballmannschaft den Hitlergruß gezeigt hatten, wurden sie aus dem Verein geworfen. Bild: steevy84/fotolia

Nachdem sieben Fußballer des Vereins SC 1920 Myhl auf einem Foto den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben, hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Der Verein übt sich inzwischen in Schadensbegrenzung.

SC 1920 Myhl: 7 Spieler nach Hitlergruß aus Mannschaft geworfen

Wie die "Bild" berichtet, zeigt das Foto die 2. Mannschaft des SC 1920 Myhl. Darauf sind mehrere Personen zu sehen, die den rechten Arm zum Hitlergruß heben. Das Bild wurde von einem Sponsor des Vereins auf Facebook gepostet, jedoch schnell wieder gelöscht. Trotzdem machte das Foto im Netz die Runde. Der Verein hat die entsprechenden Spieler inzwischen ausgeschlossen.

Sponsor animiert Spieler zum Hitlergruß

Besonders pikant: Wie die "Aachener Zeitung" berichtet, seien die Spieler von ihrem Sponsor, dem Betreiber eines Dönerladens zu der Tat angestiftet worden. Die Mannschaft soll zu einem offiziellen Fototermin in seinem Lokal gewesen sein, anschließend hätte er sie dazu animiert, den Hitlergruß zu zeigen. Der Sponsor behauptete laut der "Aachener Zeitung", dass es sich dabei um Satire handeln würde.

Verein übt sich in Schadensbegrenzung - Staatsschutz ermittelt

Inzwischen hat sich der Verein von seinem Sponsor getrennt und möchte auch die Trikots überarbeiten lassen. Die Spieler sollen die Aktion inzwischen bereuen und meldeten sich mit einem Foto, auf dem sie ein Banner hochhalten, das sich gegen Rechtsextremismus ausspricht. Doch die Sache könnte ein Nachspiel haben: Momentan ermittelt der Staatsschutz wegen des "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen". Im schlimmsten Fall droht ihnen eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft.

Lesen Sie auch: Hitlergruß – Freitaler Neonazi zu Geldstrafe verurteilt.

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jat/sba/news.de

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