29.06.2018, 11.01 Uhr

Fußball-WM 2018 im News-Ticker:                                                  +++ Donnerstag, 14.06.2018:Weltmeister Kohler kritisiert Hummels und Boateng +++

Jogi Löw will mit dem DFB-Team wieder Fußball-Weltmeister werden. Bild: dpa

Weltmeister Jürgen Kohler sorgt sich vor Beginn der Fußball-WM um die Defensive der deutschen Nationalmannschaft. "Ich habe den Eindruck, dass viele Spieler es gar nicht mehr gewohnt sind, Zweikämpfe zu führen. Das wird nicht mehr entsprechend trainiert", sagte der 105-malige Nationalspieler in einem Interview des Nachrichtenportals t-online.de.

Für Bundesstrainer Joachim Löw werde es die schwierigste Aufgabe bei der WM sein, das Defensivverhalten des Teams zu verbessern. "Besonders wenn sich im Rücken der Abwehr Räume auftun, hat die Mannschaft große Defizite", sagte der 52-Jährige, der in der kommenden Saison als Nachwuchstrainer des Regionalligisten Viktoria Köln arbeiten wird.

Im Zentrum von Kohlers Kritik steht die Innenverteidigung: "Bei Jérôme Boateng und Mats Hummels fehlt mir einfach die Konstanz." Ähnlich schätzt Kohler die aktuelle Verfassung von Antonio Rüdiger und Niklas Süle ein: "Wenn die komplette Innenverteidigung noch nicht auf ihrem Toplevel spielt, wird es für jedes Team schwierig."

Kohler traut dem Bundestrainer allerdings zu, die Probleme in den Griff zu kriegen: "Ich glaube, dass Jogi Löw in den letzten Jahren bewiesen hat, dass er eine Mannschaft auf den Punkt fit machen kann. Er wird die Abwehr schon noch auf Vordermann bringen."Als "besten Verteidiger der Welt" bezeichnete der ehemalige Profi unter anderem von Bayern München, Juventus Turin und Borussia Dortmund den Spanier Sergio Ramos von Real Madrid. Auch dessen französischer Teamkollege Raphaël Varane steht bei ihm hoch im Kurs. Kohler hatte 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel in Italien geholt.

+++ Mittwoch, 13.06.2018: Löw will Özil und Gündogan "in Form bringen" +++

Nach den viel diskutierten Fotos mit dem türkischen Präsidenten und den jüngsten Pfiffen der Fans will Bundestrainer Joachim Löw den Nationalspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan weiter den Rücken stärken. "Meine Aufgabe ist jetzt, beide Spieler, die sicher von der Situation beeindruckt waren und gelitten haben, so weit in Form zu bringen, dass sie für unsere Mannschaft einen Mehrwert haben", sagte Löw am Mittwoch im WM-Quartier in Watutinki.

Für ihn als Trainer sei "zu diesem Thema alles gesagt in der Öffentlichkeit", betonte Löw. Er habe vielfach über diese Dinge mit den türkischstämmigen Fußballprofis gesprochen. "Ich hoffe, dass beide im Kopf den Schalter umlegen und sich jetzt auf das konzentrieren können, was für uns wichtig ist", sagte der 58-Jährige.

+++ Mittwoch, 13.06.2018: Bundestrainer Löw vor WM-Auftakt gegen Mexiko "guter Dinge" +++

Bundestrainer Joachim Löw geht voller Respekt, aber sehr optimistisch in das erste WM-Spiel gegen Mexiko. "Es ist alles ausgerichtet auf Sonntag. Es ist ein Gegner, der uns alles abverlangt, aber wir sind guter Dinge. Ich weiß, dass die Mannschaft sich nochmals steigern wird», sagte Löw am Mittwoch in Watutinki und betonte: "Es wird ein schwieriges Spiel, aber ich bin optimistisch, wir werden Lösungen finden." Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion ihre erste Partie bei der Weltmeisterschaft in Russland. Weitere Gruppengegner sind Südkorea und Schweden.

+++ Mittwoch, 13.06.2018: Erste Pressekonferenz live aus Russland im Stream +++

Am Nachmittag um 15 Uhr deutscher Zeit werden Jogi Löw und Reinhard Grindel eine erste Pressekonferenz live aus dem DFB-MedienzentrumWatutinki abhalten. Übertragen wird die PK unter anderem live via Twitter.

+++ Mittwoch, 13.06.2018: Löw-Team präsentiert sich in Watutinki - Applaus für Gündogan-Tor +++

Mit einem öffentlichen Training hat sich die Fußball-Nationalmannschaft in Watutinki vorgestellt. Pfiffe wie zuletzt von den deutschen Fans bei der WM-Generalprobe gegen Saudi-Arabien gegen Mesut Özil und Ilkay Gündogan gab es in Watutinki nicht. Im Gegenteil: Als Gündogan beim Trainingsspiel Acht gegen Acht das erste Tor erzielte, bekam der 27-Jährige Beifall von den Rängen. Unter den Zuschauern waren auch etwa 100 Kinder und Jugendliche der deutschen Schule in Moskau.

Nach dem gewohnten Aufwärmprogramm im extra errichteten Fitnesszelt schwor Bundestrainer Joachim Löw seine 23 WM-Spieler auf die finale Vorbereitung für den Turnier-Start am Sonntag gegen Mexiko ein.

+++Mittwoch, 13.06.2018: Erstes Training des DFB-Teams live sehen +++

Wer sich das erste Training der Nationalmannschaft nicht entgehen lassen will, der kann dank mixer.com live dabei sein. Einfach reinklicken und los geht's.

+++ Mittwoch, 13.06.2018: Löw-Team in Watutinki: 500 Fans sehen Training - Özil auf dem Platz +++

Mit einem öffentlichen Training hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Watutinki die finale Vorbereitung auf den WM-Start am Sonntag gegen Mexiko aufgenommen. Alle 23 Spieler standen am Mittwoch bei Sonnenschein auf dem Platz. Auch Spielmacher Mesut Özil, der beim jüngsten 2:1-Testspielsieg gegen Saudi-Arabien wegen einer Knieprellung noch geschont wurde, konnte dabei sein.

Fitnesstrainer Shad Forsythe (l) und Jerome Boateng beim Training. Bild: dpa

Rund 500 Zuschauer bejubelten den Weltmeister beim ersten Training im Moskauer Vorort, in dem rund 12.000 Menschen wohnen. Die Mannschaft von Joachim Löw stellte sich nach einem Aufwärmprogramm im Fitnesszelt den Gastgebern auf dem Rasen vor. Mit einer kurzen Ansprache des Bundestrainers begann das Programm.

Das Übungsgelände des russischen Armeeclubs ZSKA Moskau ist von hohen Zäunen umgeben, normalerweise lässt Löw auch in Russland hinter verschlossenen Türen trainieren. Zahlreiche Sicherheitskräfte und Soldaten sicherten die Anlage. Das DFB-Team hat in Watutinki auch sein WM-Stammhotel.

Marco Reus, Mezut Özil und Ilkay Gündogang beim Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bild: dpa

+++ Mittwoch, 13.06.2018:DFB will in Russland "Botschaften senden" - Team stellt sich vor +++

Auch über die vier Eckfahnen hinaus wollen der Deutsche Fußball-Bund und seine Nationalmannschaft in Russland "die richtigen Botschaften senden". Das betonte Verbands-Präsident Reinhard Grindel in der offiziellen Team-Broschüre, die am Mittwoch online erschien. "Wir setzen auf den Dialog, nicht den Boykott. Die WM in Russland wird zu vielen Kontakten zwischen Russen und den Fußballfans aus aller Welt führen", betonte Grindel: "Das kann ein Land verändern, zumindest wird es eine Vielzahl von neuen Erfahrungen, Eindrücken und Anregungen ins Land bringen."

Der DFB werde sich in Russland zahlreichen sozialen Projekten widmen und zivilgesellschaftlich Akzente setzen, versicherte der DFB-Chef. Dazu arbeite der Fußball-Verband in Russland mit dem Goethe-Institut, den politischen Stiftungen und auch Nicht-Regierungsorganisationen zusammen. "Wir wollen auch in Russland die Werte des Fußballs leben: Fair Play, Respekt und Toleranz", sagte Grindel. Am Mittwoch stellte sich das Team von Bundesstrainer Joachim Löw im Moskauer Vorort Watutinki, in dem rund 12 000 Menschen wohnen, bei einem öffentlichen Training den Gastgebern vor.

+++ Mittwoch, 13.06.2018:: Effenberg: DFB hätte Özil und Gündogan rauswerfen müssen +++

Der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg vermisst in der Debatte um Mesut Özil und Ilkay Gündogan eine klare Linie des Deutschen Fußball-Bundes. "Wenn man auf gewisse Werte setzt, so wie das der DFB immer wieder vermittelt, dann kann die Entscheidung eigentlich nur so ausfallen, dass man die beiden Spieler rauswirft", sagte der 49-Jährige dem Internetportal t-online.de in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Die beiden Nationalspieler Özil und Gündogan waren wegen gemeinsamer Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf in die Kritik geraten.

Effenberg selbst durfte jahrelang nicht mehr für die Nationalelf spielen, nachdem er Fans bei der WM 1994 den Mittelfinger gezeigt hatte. "Der DFB war damals sehr konsequent und sehr schnell in der Entscheidung. Özil und Gündogan haben jetzt Glück gehabt, dass der DFB in diesem Fall inkonsequent und nicht schnell gehandelt hat", sagte Effenberg.

Der Wirbel um Özil und Gündogan hatte die WM-Vorbereitung der DFB-Auswahl überschattet. Gündogan, der zuletzt beim WM-Test gegen Saudi-Arabien ausgepfiffen worden war, hatte betont, er habe mit den Erdogan-Fotos kein politisches Zeichen setzen wollen. Özil äußerte sich bislang nicht öffentlich zu der Debatte.

+++ Mittwoch, 13.06.2018: Experte: Sex vor dem WM-Spiel ist kein Problem für Fußballer +++

Fußballer dürfen während der Weltmeisterschaft ruhig Sex haben - zumindest wenn es nach Experten geht. "Körperliche Aktivität beim Sex in der Nacht vor einem großen Spiel ist überhaupt kein Problem", sagte Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Der Schlaf solle dafür aber nicht geopfert werden. Eine gewisse Reglementierung könne grundsätzlich ratsam sein.

Sportpsychologe René Paasch vom VfL Bochum meinte, die angeblich leistungsschwächende Wirkung von Sex auf Spitzensportler sei inzwischen durch Untersuchungen widerlegt. "Erfahrene und moderne Trainer wie Jogi Löw" legten viel Wert auf Zwischenmenschliches und ließen den Spielern genug Freiraum.

+++ Mittwoch, 13.06.2018:Löw-Team stellt sich in Watutinki vor - Nur noch vier Tage Zeit +++

Noch vier Tage Zeit bleiben Joachim Löw für die finale Vorbereitung auf dem WM-Auftakt am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion gegen Mexiko. Am Mittwoch (10.00 Uhr/MESZ) wird sich der Fußball-Weltmeister in einer öffentlichen Trainingseinheit auf dem Gelände von ZSKA Moskau den Gastgebern vorstellen. "Wir wollen gegenüber den Menschen sympathisch auftreten", erklärte der Bundestrainer, der in sein sechstes großes Turnier als Chef startet.

Vor allem russische Kinder und Jugendliche sind gespannt auf die deutschen Starts um Manuel Neuer und Thomas Müller. Der Deutsche Fußball-Bund will 1000 Bälle an Nachwuchs-Kicker verteilen.

Der DFB-Tross hat unmittelbar am ZSKA-Gelände rund 40 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum Moskaus das WM-Stammquartier bezogen. 72 Zimmer sind im neuen Spa-Hotel für die Nationalelf und ihr Gefolge reserviert. Der Bundestrainer will in dem 12 000-Einwohner-Örtchen noch einmal konzentriert arbeiten lassen. "Da geht es um den Feinschliff und die Einstellung auf den Gegner", sagte Löw: "Wir haben noch einiges zu tun und müssen uns während des Turniers verbessern."Um 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr/MESZ) wird sich der Weltmeistercoach am Mittwoch im DFB-Medienzentrum ebenfalls in Watutinki erstmals in Russland der Weltpresse stellen. Dabei ist auch Verbands-Präsident Reinhard Grindel. Das erste Gruppenspiel für die deutsche Mannschaft steht am Sonntag (17.00 Uhr) im Luschniki-Stadion gegen Mexiko an.

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