29.06.2018, 11.01 Uhr

Fußball-WM 2018 im News-Ticker:    +++ 24.06.2018: So kommt Deutschland bei der Fußball-WM ins Achtelfinale +++

Jogi Löw will mit dem DFB-Team wieder Fußball-Weltmeister werden. Bild: dpa

Nach dem 2:1 gegen Schweden hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Weiterkommen wieder in der eigenen Hand. Am letzten Spieltag der WM-Vorrunde sind beim Duell des Weltmeisters gegen Südkorea am Mittwoch in Kasan und dem Parallelspiel von Mexiko gegen Schweden zahlreiche Konstellationen möglich.

Deutschland erreicht das Achtelfinale...

- wenn das DFB-Team mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Südkorea gewinnt.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea gewinnt und Schweden nicht gegen Mexiko gewinnt.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea gewinnt, Schweden gegen Mexiko gewinnt, und Deutschland bei gleicher Tordifferenz der beiden Teams nicht weniger geschossene Tore hat.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea unentschieden spielt und Schweden gegen Mexiko verliert.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea unentschieden spielt und Schweden ebenfalls ein Remis gegen Mexiko erzielt. Dann muss Deutschland mehr oder gleich viele Tore bei seinem Unentschieden erzielen als bzw. wie Schweden.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea mit einem Tor Unterschied verliert und Schweden gegen Mexiko ebenfalls mit dem gleichen Ergebnis verliert. Dann käme es zum Dreiervergleich zwischen Deutschland, Schweden und Südkorea. In diesem hätte Deutschland bei einer Niederlage von 1:2, 2:3, etc. die meisten geschossenen Tore im Dreiervergleich und wäre weiter.

Für den Fall, dass Deutschland und Schweden 0:1 verlieren, konnte die FIFA am Sonntag zunächst keine definitive Antwort geben, welche Mannschaft weiter ist. Es käme zum Dreiervergleich: Deutschland und Schweden stünden bei der Tordifferenz in diesem jeweils bei 2:2, Südkorea bei 1:1. Nicht klar im offiziellen WM-Reglement ist nun formuliert, ob es als nächstes zu einem direkten Vergleich zwischen Deutschland und Schweden kommen würde - durch den 2:1-Sieg wäre damit das DFB-Team weiter. So ist es beispielsweise bei Europameisterschaften die Regel. Sollten hingegen weiter die Kriterien des Dreiervergleichs angewendet werden, würde die Fairplay-Wertung und dann das Los entscheiden.

+++ 23.06.2018: Geht es heute auch um die Zukunft von Jogi Löw? +++

Jetzt zählt's! Entweder Deutschland kommt mit einem Sieg gegen Schweden wieder zurück ins WM-Rennen, oder die größte Blamage in der Turniergeschichte könnte perfekt sein. Noch nie ist ein DFB-Team in der Vorrunde gescheitert. Der Bundestrainer zweifelt nicht. Darf er auch nicht. Denn auch seine Zukunft steht heute auf dem Spiel.

"Wir dürfen nach der Niederlage gegen Mexiko jetzt nicht unsere ganze Idee infrage stellen, dürfen nicht an unseren Stärken zweifeln! Wir sind alle zu Recht kritisiert worden, aber jetzt brauchen wir eine Reaktion gegen Schweden – und ich bin mir sicher, dass es eine Reaktion geben wird!", so Löw im Interview.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht Bundestrainer Joachim Löw vor dem wichtigen zweiten WM-Gruppenspiel gegen Schweden besonders gefordert. "Es ist die Aufgabe unserer sportlichen Leitung, die entsprechenden Schlüsse aus dem ersten Gruppenspiel zu ziehen. Wir vertrauen darauf, dass unser erfahrenes Trainerteam die richtigen Maßnahmen trifft und die Mannschaft die richtige Reaktion zeigen wird", sagte der Präsident. Er hatte den Vertrag mit Löw (58) vor der WM vorzeitig bis 2022 verlängert.

+++ 22.06.2018: Löw testet laut "kicker" Elf mit Rüdiger, Brandt und Gomez +++

Bundestrainer Joachim Löw hat beim geheimen Abschlusstraining nach "kicker"-Informationen eine überraschende Formation für das WM-Gruppenspiel gegen Schweden getestet. Im Angriff bot Löw am Freitagabend in der vermeintlichen A-Elf Mario Gomez anstelle von Timo Werner in der Sturmspitze auf. Auf dem linken Flügel spielte in der Einheit, in der nur die ersten 15 Minuten für Medienvertreter offen waren, Julian Brandt. Brandt und Gomez waren beim 0:1 im ersten Gruppenspiel gegen Mexiko eingewechselt worden.

Die WM-Stadien sind nicht komplett vor gegnerischen Einblicken gesichert. In der Abwehr ließ Löw demnach in der Fischt-Arena Antonio Rüdiger in der Innenverteidigung agieren. Der Chelsea-Profi ist eine mögliche Alternative für den verletzten Mats Hummels. Der 29-Jährige hatte sich im Training einen Halswirbel verrenkt.

+++ 22.06.2018: Halswirbelverletzung! DFB-Elf gegen Schweden wohl ohne Hummels +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss im WM-Gruppenspiel gegen Schweden vermutlich auf Innenverteidiger Mats Hummels verzichten. "Er wird sehr wahrscheinlich nicht spielen können", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Freitag in Sotschi. Der Profi vom FC Bayern München habe sich im Training am Donnerstag den Halswirbel verrenkt. Ein Einsatz in der Partie am Samstag in Sotschi (20.00 Uhr/ARD und Sky) mache "keinen Sinn bei ihm", sagte Löw. Als Ersatz könnte Niklas Süle in die Startelf rücken, der auch beim FC Bayern mit Jérôme Boateng zusammenspielt. Insgesamt sei die Mannschaft ansonsten "körperlich in einem guten Zustand", sagte Löw.

+++ 22.06.2018: Gefährliche Grüppchen-Bildung! Es brodelt im DFB-Team +++

Immer wieder betont Jogi Löw, wie wichtig ihm der Teamgeist ist. Getreu dem Motto: Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Doch nach der Pleite gegen Mexiko kommt es im DFB-Team zu gefährlichen Grüppchen-Bildungen. Laut "Bild"-Zeitung wird dies besonders bei den Mahlzeiten deutlich. Seit der WM 2002 gibt es die Regel, die Tische beim Essen durchzumischen, um den Teamgeist zu stärken - derzeit offenbar leichter gesagt als getan.

So sollen laut "Bild" Neuer, Müller, Hummels und Kroos eine Gruppe bilden, der eine zweite gebildet aus Boateng, Draxler, Özil und Khedira gegenübersteht. Bereits am Dienstag gab es deshalb eine Krisensitzung. Jogi Löw muss nun alles daran setzen, seine Jungs zu motivieren und den Mannschaftsgeist aufflammen zu lassen.

+++ 21.06.2018: Lothar Matthäus fordert Gündogan und Gomez gegen Schweden +++

In "Bild" empfiehlt der Weltmeister einige taktische und personelle Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen Mexiko. Diese hätten Kroos derart gut aus dem Spiel genommen, dass Matthäus rät, ihm dieses Mal Gündogan anstelle von Khedira zur Seite zu stellen und damit die Schweden zu überraschen. Gündogan sei laut Matthäus ein guter Ideengeber und technisch stärker als Khedira. Reus sieht Matthäus diesmal unbedingt in der Startelf. Flankieren sollten ihn Müller und Draxler, doch nicht so weit außen wie gegen Mexiko. Für Mesut Özil sieht Matthäus hingegen keinen Platz mehr und auch Werner würde er auf der Bank lassen. Gomez sei aufgrund seiner Körperlichkeit gegen die abwehrstarken Schweden die bessere Wahl. Dann noch Hector anstelle von Plattenhardt und schon sei der Erfolg perfekt.

+++ 21.06.2018: Löw werkelt am Deutschland-Erfolg +++

Wie "Bild" berichtet, habe Joachim Löw bei einem heimlich angesetzten Training eine Menge ausprobiert. Dabei kamen angeblich vornehmlich Team-Zusammenstellungen zum Zuge, die einige Mexiko-Stammspieler mit Reservisten kombinierten. Außerdem kündige sich laut "Bild" für das Spiel gegen Schweden eine 3:4:3 Aufstellung an, um die tiefstehenden Skandinavier zu knacken.

+++ 20.06.2018: Es brodelt im deutschen Team +++

Immer wieder hört man aktuell von Unstimmigkeiten im DFB-Team. Dazu passt eine Meldung der Bild, wonach Mats Hummels, Jérôme Boateng und Kapitän Manuel Neuer bei einer außerplanmäßigen Krisensitzung, die zur fast einstündigen Verzögerung von Neuers Pressekonferenz am Dienstag geführt hatte, Fehler des Mexiko-Spiels und atmosphärische Probleme im Team gegenüber Löw offen angesprochen haben sollen. Dabei soll es auch um die Startelf gegen Schweden gegangen sein. Klare Botschaft der drei: Für Eitelkeiten sei kein Platz mehr. Es gehe einzig und allein darum, nicht bereits in der Vorrunde zu scheitern.

+++ 19.06.2018: Manuel Neuer bei der Pressekonferenz: "Jetzt muss von uns Spielern was kommen." +++

Kapitän Manuel Neuer hat seine Mitspieler vor dem wichtigen zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM gegen Schweden in die Pflicht genommen. "Wir haben ab jetzt nur noch Finals. Jetzt muss von uns Spielern was kommen. Wir müssen das zeigen, was uns in der Vergangenheit so stark gemacht hat", sagte Neuer vor dem Duell am Samstag (20.00 Uhr) in Sotschi: "Wir sind überzeugt, dass wir das können. Das werden wir beim nächsten Spiel gegen Schweden schon zeigen."

Nach dem enttäuschenden 0:1 zum Auftakt am Sonntag in Moskau gegen Mexiko habe es beim Weltmeister viele intensive Gespräche gegeben. Aufgrund einer Teamsitzung begann die geplante Pressekonferenz am Dienstag auch mit knapp einer Stunde Verspätung.

"Wir sind unsere schärfsten Kritiker und wir sind sauer auf uns selbst und auch enttäuscht, was wir auf dem Platz gegen Mexiko gezeigt haben", sagte Torhüter Neuer vom FC Bayern im Mannschaftsquartier in Watutinki: "Wir setzen uns intensiv damit auseinander, was wir besser machen können."

Der 32-jährige Neuer ist davon überzeugt, dass sich der Titelverteidiger deutlich steigern kann. "Wichtig ist, dass wir an einem Strang ziehen. Es soll keine zwei Meinungen geben", sagte Neuer unmmittelbar vor dem Abflug des Teams in den Spielort am Schwarzen Meer. "Es zieht sich keiner aus der Verantwortung, wir haben viel miteinander gesprochen. Dabei nimmt keiner ein Blatt vor dem Mund und wir sagen uns ehrlich die Meinung."

+++ Dienstag, 19.06.2018: Pressekonferenz von Manuel Neuer +++

Manuel Neuer wird in einer Pressekonferenz Stellung zum Fehlstart der deutschen Mannschaft beziehen. Verfolgen Sie die Pressekonferenz des Nationaltorhüters hier live.

+++ Dienstag, 19.06.2018: Stefan Effenberg fordert personelle Konsequenzen +++

Stefan Effenberg hat nach dem WM-Fehlstart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das nächste Spiel gegen Schweden personelle Konsequenzen gefordert. "Für Khedira sollte Ilkay Gündogan spielen. Er ist auch ein Taktgeber. Die Mannschaft braucht einfach gefährliche Bälle aus dem zentralen Raum in die Spitze - das hat gegen Mexiko komplett gefehlt", sagte der Ex-Nationalspieler dem Internetportal t-online.de.

Eine interessante Aussage, da Effenberg noch vor einer Woche den Rauswurf Gündogans aus dem DFB-Team nach dessen umstrittenen Auftritt mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angemahnt hatte. In der Partie gegen Schweden am Samstag in Sotschi sollte laut Effenberg zudem Marco Reus anstelle von Mesut Özil auflaufen.

"Ich konnte es schon nicht nachvollziehen, dass Reus gegen Mexiko nicht von Beginn an gespielt hat. Wenn es stimmt, was Reus nach dem Spiel gesagt hat, dass er erst in den 'wichtigen Spielen' vorgesehen war, dann hat der Bundestrainer das völlig falsch eingeschätzt. Das wichtigste Spiel war nämlich das gegen den stärksten Gruppengegner: Mexiko", meinte Effenberg.

Von Innenverteidiger Mats Hummels wünscht sich Effenberg künftig nicht nur kritische Worte nach dem Spiel, sondern eine Reaktion auf dem Platz. "Mats Hummels hat sich nach der Partie klar und deutlich geäußert und das Verhalten seiner Mitspieler kritisiert. Ich finde das gut. Was ich nicht gut fand: Ein Führungsspieler wie Hummels muss schon während des Spiels auf dem Platz irgendwie Einfluss nehmen. Er muss mit seinen Mitspielern und mit dem Trainer reden, wenn ihm Mängel auffallen. Ich weiß nicht, ob das hinreichend geschehen ist", sagte Effenberg.

+++ Dienstag, 19.06.2018: Lothar Matthäus schießt sich auf Mesut Özil ein +++

"Özil fühlt sich nicht​wohl im DFB-Trikot" titelt heute die Bild. Das Zitat stammt von Weltmeister Lothar Matthäus, der wie die Stars bei "Hart aber fair" hart mit dem Mittelfeldspieler ins Gericht geht. Dabei geht es Matthäus nicht nur ums Spielerische. Vor allem Özils Umgang mit der Kontroverse um seine und Gündogans Person stößt Matthäus auf. Özil habe laut Matthäus nicht kapiert, warum es in Deutschland so große Diskussionen um ihn gäbe. Er hätte die Gelegenheit nutzen und sich den Fans öffnen sollen. Eventuell bei der Hymne mitsingen oder mit den anderen Stars in die Fankurve winken sollen. Doch auch spielerisch hagelt es Schelte, immerhin habe Matthäus den Eindruck, dass Özils Körpersprache auf dem Feld negativ sei, es an Freude, Herz und Leidenschaft bei dem Kicker fehle.

+++ Dienstag, 19.06.2018: Deutsche Fußballstars treten nach +++

Der Schock des verpatzten WM-Auftakts sitzt tief. "Hart aber fair" sah sich direkt genötigt, ein Fußball-Special anzuberaumen. Das einhellige Urteil der Gäste Mario Basler,Marcel Reif,Christoph Daum undCélia Šašić: Das war nix! Basler malt gar eine besonders finstere Zukunft, sieht er die deutsche Mannschaft doch schon nach der Vorrunde nach Hause fahren. Was rein rechnerisch tatsächlich möglich wäre (siehe unten). Hauptziel seiner Kritik: Özil! "Özils Körpersprache ist die von einem toten Frosch. Das ist jämmerlich! Seit Jahren spielt er nur Pässe auf fünf Meter. Als Mittelfeldspieler sollte er auch mal einen Zweikampf gewinnen!" Reif stößt ins selbe Horn: "Özil ist ein begnadeter Kicker, aber er macht nichts daraus."

  • Seite:
  • 2
  • 3
  • 4
Empfehlungen für den news.de-Leser