08.06.2018, 16.32 Uhr

Trainingslager für Fußball-WM Russland 2018:                     Bundestrainer Löw würde sich über Merkel-Besuch bei WM freuen

Joachim Löw bei seiner ersten Pressekonferenz in Südtirol. Bild: dpa

Joachim Löw hofft bei der Fußball-WM auf einen Besuch der Bundeskanzlerin. "Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn Angela Merkel ein Spiel von uns in Russland besucht", sagte Löw im Interview der "Bild"-Zeitung (Freitag). Als Merkel bei der WM 2014 in Brasilien nach dem gewonnenen Finale gegen Argentinien in der Kabine auftauchte, sei dies "ein tolles Gefühl" gewesen. "Sie kam nach dem Endspiel in die Kabine und saß plötzlich mittendrin, hat mit uns angestoßen und war ganz natürlich. Das hat einen tollen Eindruck bei meinen Spielern hinterlassen. Das wünsche ich mir wieder", sagte Löw.

Merkel hat sich noch nicht explizit zu ihren Reiseplänen im Sommer geäußert. Die Kanzlerin ist großer Fan der DFB-Auswahl und war bei den Turnieren 2010 nach Südafrika und 2014 nach Brasilien gereist.

+++ 27.05.2018: Nationalspieler Süle sieht sich sicher im endgültigen WM-Kader +++

Innenverteidiger Niklas Süle sieht sich nicht als Streichkandidat in Joachim Löws Kader für die Fußball-WM. "Also, um jetzt nicht mit einer diplomatische Antwort auszuweichen: Natürlich gehe ich davon aus, dass ich in Russland dabei bin", sagte der Abwehrspieler des FC Bayern in einem Interview von Münchner "tz" und dem "Express" (Montag).

Er sei sich allerdings bewusst, dass es auf seiner Position viele starke Spieler in der Nationalmannschaft gebe, fügte der 22-Jährige hinzu. Süle hat bislang neun Länderspiele bestritten und gewann im Vorjahr mit dem Nationalteam den Confed-Cup in Russland. Bundestrainer Löw hat insgesamt 27 Spieler für das Trainingslager in Eppan in Südtirol nominiert. Bis zum 4. Juni muss er noch vier Profis aus dem finalen WM-Kader streichen.

Zu den Wackelkandidaten gehört Mittelfeldspieler Julian Brandt. Sollte er es wie vor der EM 2016 erneut nicht ins endgültige Aufgebot für das Turnier schaffen, "dann wäre das keine Schande", sagte der 22-Jährige von Bayer Leverkusen dem "Kicker". Er werde alles dafür tun, es diesmal in den Turnierkader zu schaffen, versicherte Brandt, der wie Süle zum Team der Confed-Cup-Sieger gehörte. "Wir haben so viele gute Spieler. Ich weiß, wie schwer es ist, sich bei uns durchzusetzen", sagte Brandt.

+++ 27.05.2018: Trotz Technik-Neuerung bei WM: Löw mit Headset wird es nicht geben +++

Die WM in Russland wird für die Trainer zum technischen Experimentierfeld. Erstmals bei einem großen Fußball-Turnier dürfen die Trainerstäbe technische Mittel wie Mobiltelefone oder Tablets nutzen, um während der Spiele Informationen auszutauschen. Im deutschen Nationalteam werden die Assistenztrainer Marcus Sorg und Thomas Schneider die neuen Kommunikationsmöglichkeiten übernehmen - einen Bundestrainer mit Headset wird es nicht geben.

"Wir haben zum ersten Mal die Möglichkeit, von oben nach unten zu korrespondieren. Das ist ein gutes Tool", erklärte Co-Trainer Sorg. Der 52 Jährige hat schon in den vergangenen Monaten seine neue Rolle getestet und die Spiele in der ersten Halbzeit auf der Tribüne verfolgt. Zur Pause hat er die Beobachtungen an seinen Chef Löw weitergegeben. "Jetzt kann man Informationen noch direkter und schneller dem Trainer zukommen lassen", sagte Sorg.

Noch kennen die DFB-Trainer nicht konkret alle technischen Mittel, die ihnen bei der WM zur Verfügung stehen. Der Informationsfluss aber ist schon klar: Sorg wird als Tribünen-Adler seinen Kollegen Thomas Schneider informieren, der auf der Bank neben Löw sitzt. Die Erkenntnisse sollen dann zu "komprimierten, klaren, einfachen Anweisungen an die Mannschaft" genutzt werden, berichtete Sorg: "Wir werden nach wie vor den Bundestrainer ohne Headset sehen."

+++ 27.05.2018: Kroos kommt als Champion nach Südtirol - Kein Druck bei Boateng +++

So hatte es sich die Sportliche Leitung um Bundestrainer Joachim Löw gewünscht. Toni Kroos wird als erneuter Champions-League-Sieger den vorläufigen deutschen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland komplettieren.

"Wir freuen uns für unseren Spieler", sagte Teammanager Oliver Bierhoff nach dem 3:1 von Kroos mit Real Madrid gegen den FC Liverpool in Kiew. Das Königsklassen-Endspiel wurde am Samstagabend im DFB-Teamhotel in Südtirol natürlich mit hoher Aufmerksamkeit am Fernseher verfolgt.

Wann der 28 Jahre alte Kroos zum DFB-Troos nach Eppan stößt, ist noch offen. Der Bundestrainer dürfte dem Weltmeister wie schon nach dem Titelgewinn mit Real 2016 erneut einige Tage zur Erholung gönnen. Vor Mitte der Woche wird Kroos kaum in die WM-Vorbereitung einsteigen. Die 26 Teamkollegen von Kroos sollen dagegen am Sonntag in Eppan in individuellen Trainingsgruppen an der Fitness arbeiten.

"Unsere Aufgabe in den ersten Tagen war es, die Spieler von ihren unterschiedlichen Belastungsstufen auf ein Niveau zu bringen", sagte Löws Assistent Marcus Sorg. Von Montag an soll dann das Teamtraining forciert werden. Neben Kroos wird dabei allerdings zunächst auch noch Abwehrspieler Jérôme Boateng fehlen.

Der 29 Jahre alte Bayern-Profi ist nach einer Oberschenkelverletzung noch nicht so weit, um bereits ins Mannschaftstraining einzusteigen. Sorg beunruhigt das aber nicht: "Wichtig ist, dass er für die WM spielfähig ist." Titelverteidiger Deutschland bestreitet das erste WM-Spiel am 17. Juni in Moskau gegen Mexiko.

+++ 25.05.2018: Weltstar im Kader? Joachim Löw will Lionel Messi einbürgern +++

Im Exklusiv-Interview mit der "Bild"-Zeitung hat Joachim Löw nicht nur die deutschen Nationalspieler, sondern auch die Fußballgrößen anderer Länder bewertet. Auf die Frage hin, ob er Messi, Ronaldo oder Salah einbürgern würde, entschied er sich für Lionel Messi. "Er ist der geniale Vorbereiter, der in jeder Saison seit zehn Jahren gefühlt 30 bis 40 Vorlagen gibt und selbst noch einmal 50 Tore erzielt. Darüber hinaus hat er die spektakulärste Spielweise."

+++ 24.05.2018: Pressekonferenz mit Joachim Löw im Live-Stream +++

Bundestrainer Joachim Löw glaubt weiterhin fest daran, dass Torhüter Manuel Neuer mit der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-WM nach Russland reisen kann. "Stand heute gibt es keinerlei Probleme, auch nicht bei den höchsten Belastungen. Es sieht momentan sehr gut aus", sagte Löw am Donnerstag im Trainingslager in Eppan: "Wenn wir das Gefühl haben, dass er 100 Prozent Leistung bringen kann, dann kann er dabei sein. Wir schauen mal von Tag zu Tag."

+++ 24.05.2018: Neuer absolviert Torwarttraining mit voller Belastung +++

Mit allen verfügbaren Fußball-Nationalspielern hat Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag in Südtirol die richtige Trainingsarbeit für die Weltmeisterschaft in Russland aufgenommen. 16 Feldspieler und drei Torhüter standen in Eppan auf dem Platz. Nach der Ankunft am Vortag hatte es nur einen lockeren Trainingsaufgalopp gegeben.

Kapitän Manuel Neuer absolvierte das Torwarttraining nach seinem Mittelfußbruch unter voller Belastung. Löw will sich in Italien ein genaues Bild von dem 32 Jahre alten Weltmeister machen. "Jogi wird nur einen hundert Prozent fitten Manuel Neuer zur WM mitnehmen", hatte Teammanager Oliver Bierhoff bei der Ankunft in Südtirol betont.

+++ 24.05.2018: Bundestrainer Löw – Müller könnte bei WM Kapitän werden +++

Falls Torwart Manuel Neuer nicht mit zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland fährt, könnte ihn Thomas Müller als Nationalmannschafts-Kapitän ersetzen. Bundestrainer Joachim Löw sagte im Interview der "Bild"-Zeitung (Donnerstag): "Thomas kann diese Aufgabe hervorragend ausfüllen, weil er ein Spieler ist, der zu allen in der Mannschaft ein sehr gutes Verhältnis hat. Er verliert bei aller Ernsthaftigkeit nie den Spaß." Als weiteren Kandidaten für das Amt des Spielführers nannte Löw Mittelfeldspieler Sami Khedira.

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