08.06.2018, 16.32 Uhr

Trainingslager für Fußball-WM Russland 2018:              30.05.2018: Übungsspiel in Eppan: Neuer testet als U20-Torwart

Joachim Löw bei seiner ersten Pressekonferenz in Südtirol. Bild: dpa

Drei Tage vor dem geplanten Länderspiel-Comeback gegen Österreich hat Manuel Neuer weitere Spielsicherheit gesammelt - und das auf ungewöhnliche Weise. Der lange verletzte Kapitän stand am Mittwoch im Übungsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die U20 im Tor der Junioren-Auswahl, wie "Bild" online berichtet. Der 32-jährige soll am Samstag in Klagenfurt gegen Österreich sein erstes Länderspiel seit Oktober 2016 bestreiten.

"Es geht um Spielverständnis. Manuel ist auf dem Wege, wie wir uns es alle vorstellen", hatte Bundestorwartcoach Andreas Köpke am Dienstag erklärt. Der Test gegen die DFB-Junioren lief erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auch Medienvertreter hatten keinen offiziellen Zugang.

+++ 30.05.2018: Weiterer Test für Neuer: Nationalteam probt wieder geheim gegen U20 +++

Drei Tage vor dem anvisierten Länderspiel-Comeback gegen Österreich bekommt der lange verletzte Manuel Neuer eine neue Chance, Spielsicherheit für die WM zu sammeln. Wenn das deutsche Fußball-Nationalteam am Mittwochvormittag in Südtirol zum zweiten Übungsspiel gegen die U20-Auswahl des DFB antritt, soll Kapitän Neuer wieder eine Spielhälfte lang im Tor stehen.

"Es geht um Spielverständnis. Manuel ist auf dem Wege, wie wir uns es alle vorstellen", erklärte Bundestorwartcoach Andreas Köpke. Der Test gegen die Junioren wird erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen, auch Medienvertreter haben keinen Zugang.

"Dass es keine einfache Situation war, war uns von vornherein bewusst", bemerkte Köpke. Neuer war nach achtmonatiger Verletzungspause ohne jede Spielpraxis ins Vorbereitungscamp nach Eppan gekommen. Die Sportliche Leitung um Bundestrainer Löw sei ständig im Kontakt mit Neuer, den Medizinern und Physiotherapeuten, berichtete der einstige Nationaltorwart Köpke und ergänzte: "Der Fuß ist vollkommen ausgeheilt. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl."

Am kommenden Samstag in Klagenfurt soll dann Neuer nach anderthalb Jahren Pause sein Comeback in der Nationalmannschaft feiern. Danach muss Löw entscheiden, ob es für den Kapitän und Weltmeister für die Teilnahme an der WM-Endrunde vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland reicht. Am kommenden Montag muss der Bundestrainer sein endgültiges WM-Aufgebot mit 23 Akteuren dem Weltverband FIFA melden.

+++ 29.05.2018: Bierhoff: Merkel besucht DFB-Team in Südtirol oder Russland +++

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff rechnet mit einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel schon im Trainingslager in Eppan oder während der WM in Russland. "Sie ist ja Südtirol-Fan, und sie ist immer ein gerngesehener Gast im Trainingslager", sagte Bierhoff dem "Express" und der "tz" (Mittwoch). Während der WM-Vorbereitung des DFB-Teams 2010 hatte der Rücktritt von Bundespräsident Köhler den Merkel-Besuch im Trainingscamp in Norditalien verhindert. "Ich denke schon, dass wir sie entweder hier in Südtirol oder spätestens in Russland sehen werden. Sie möchte aus dem Treffen auf jeden Fall keine große Inszenierung machen", erklärte der Manager.

Bierhoff will die Nationalspieler in den kommenden Tagen über die Besonderheiten des WM-Gastgeberlandes Russland informieren, "weil sich viele bestimmt nicht über die Vielfalt der Themen bewusst sind". Der DFB wolle "keinen Maulkorb verhängen", aber den Profis eine Richtlinie an die Hand geben. "Der Sport wird sicher auch wieder bei der WM von der Politik benutzt, man denke nur an die Debatten um Jérôme Boateng bei der EM 2016. Darauf müssen die Spieler vorbereitet werden", erklärte der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän.

+++ 29.05.2018:Klose kritisiert Wagner-Rücktritt: Gomez-Aus 2014 viel bitterer +++

Der ehemalige Weltklasse-Stürmer Miroslav Klose hat die Reaktion von Sandro Wagner auf dessen Nichtnominierung für die WM in Russland kritisiert. "Es ist schwer, so eine Entscheidung zu akzeptieren. Aber ich kann sagen: Ich bin vom Typ her ganz anders", sagte Klose der "Sport Bild" (Mittwoch). Der Münchner Wagner hatte nach der Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft verkündet.

Klose, der Löw im DFB-Stab als Stürmer-Trainer unterstützt, erinnerte an das WM-Aus für Mario Gomez 2014. "Wie bitter war es für Mario Gomez, 2014 nicht dabei zu sein? Und dann holte Deutschland auch noch den Titel! Das war brutal, und dennoch hat er kein Wort über seine Nicht-Nominierung verloren."

Wagner sei nur kurz bei der Nationalmannschaft dabei gewesen, "nicht über zehn Jahre", und habe mal drei Tore gegen San Marino gemacht und im Confed Cup im Vorjahr auch nicht immer gespielt. "Ich weiß nicht, ob er falsch beraten wurde, das Ganze nur eine Trotzreaktion war. An seiner Stelle hätte ich die Sache erst einmal sacken lassen und dann gehandelt", sagte Klose.

+++ 29.05.2018: Neuer steht gegen Österreich im Tor - Köpke: Richtiger WM-Test +++

Kapitän Manuel Neuer wird am kommenden Samstag beim WM-Test gegen Österreich in Klagenfurt erstmals seit Oktober 2016 wieder im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stehen. Das bestätigte Bundestorwarttrainer am Dienstag im Trainingslager in Südtirol. "Stand jetzt wird Manuel spielen. Das ist ein richtiger Test. Das sind Spiele, die er jetzt braucht", sagte Köpke in Eppan. Das Österreich-Spiel wird damit zur entscheidenden WM-Prüfung für den 32-jährigen Neuer. "Danach müssen wir das Fingerspitzengefühl haben mit Manuel, ob es geht oder nicht", sagte Köpke. Bedenken habe er aktuell nicht. Am kommenden Montag muss Bundestrainer Joachim Löw den endgültigen WM-Kader mit 23 Akteuren dem Weltverband FIFA melden.

+++ 29.05.2018: Frühe Dopingkontrolle bei Nationalteam: Alle Spieler getestet +++

Um 7.00 Uhr morgens mussten alle Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu einer Dopingkontrolle. Die Kontrolleure des Weltverbandes FIFA statteten dem Weltmeister am Dienstag im Teamhotel Weinegg in Eppan einen unangemeldeten Besuch ab. Die gesamte Mannschaft habe Blut- und Urinproben abgeben müssen, teilte der DFB mit. Auch in den Trainingslagern vor vergangenen großen Turnieren waren die Nationalspieler immer wieder im Quartier getestet worden.

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