04.07.2017, 10.07 Uhr

Tour de France 2017 heute im Live Stream, TV und Ergebnisse:   Marcel Kittel gewinnt 6. Etappe der Tour de France

Die Tour de France läuft seit 1. Juli 2017. Bild: dpa

Der deutsche Topsprinter Marcel Kittel hat die sechste Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Der 29-Jährige vom Quick-Step-Team siegte am Donnerstag nach 216 Kilometern von Vesoul nach Troyes vor dem Franzosen Arnaud Demare und dem Rostocker André Greipel. Mit nunmehr elf Etappensiegen liegt Kittel nur noch einen Erfolg hinter dem deutschen Rekordhalter Erik Zabel. Das Gelbe Trikot des Gesamtersten verteidigte der Brite Chris Froome erfolgreich.

Tour de France 2017 - 5. Etappe: Aru gewinnt erste Bergankunft der Tour de France

Der italienische Meister Fabio Aru hat die erste Bergankunft der 104. Tour Tour de France gewonnen. Der Astana-Profi setzte sich am Mittwoch nach 160,5 Kilometern von Vittel nach Planche des Belles Filles mit einem Vorsprung von 16 Sekunden vor dem Iren Dan Martin und Vorjahressieger Chris Froome durch. Froome übernahm damit das Gelbe Trikot von seinem Sky-Teamkollegen Geraint Thomas.

Tour de France 2017 - 4. Etappe: Arnaud Démare holt Sieg - Greipel Vierter

Arnaud Démare hat die vierte Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Der Franzose holte sich am Dienstag nach 207,5 Kilometern von Mondorf-les-Bains nach Vittel den Sieg im Massensprint vor Weltmeister Peter Sagan aus der Slowakei und Alexander Kristoff aus Norwegen. Der Rostocker André Greipel landete auf Rang vier.

Doppel-Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen den Briten Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen wurden. Das teilte die Rennjury am Dienstag mit. Der Slowake hatte beim Sprint-Finale auf der vierten Etappe in Vittel den Briten in das Absperrgitter abgedrängt. Cavendish wurde mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Tour-Aus für Cavendish

Die Jury hatte Sagan zunächst mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in der Gesamtwertung belegt, später aber dann ihr Urteil drastisch verschärft. Zuvor hatte auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag den Ausschluss gefordert. Der 30 Jahre alte Ex-Weltmeister Cavendish wurde mit Verdacht auf Schulterbruch in ein Krankenhaus gebracht. Für ihn ist die Tour gelaufen.

Degenkolb setzt Tour de France trotz Schmerzen fort

Der in den von Peter Sagan verursachten Sturz von Vittel verwickelte Radprofi John Degenkolb setzt die 104. Tour de France fort. "Er fährt weiter - trotz Schmerzen. Er hat bei dem Crash keine Brüche erlitten und hatte eine verhältnismäßig ruhige Nacht", erklärte die Trek-Segafredo-Teamsprecherin Elke Weylandt am Mittwoch vor dem Start der fünften Etappe von Vittel nach La Planche des Belles Filles. Degenkolb, einer der wichtigen Helfer des zweifachen Toursiegers Alberto Contador, wurde an der lädierten Schulter bandagiert. Der Klassiker-Jäger aus Oberursel hofft weiter auf seinen ersten Tour-Etappensieg.

Weltmeister Sagan gewinnt 3. Tour-Etappe - Kittel chancenlos

Rad-Weltmeister Peter Sagan aus der Slowakei hat die dritte Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Nach 212,5 Kilometer von Verviers nach Longwy setzte sich der Kapitän des deutschen Teams Bora-hansgrohe am Ende einer 1,6 Kilometer langen Bergwertung der dritten Kategorie durch und siegte vor dem Australier Michael Matthews und dem Iren Daniel Martin. Lüttich-Sieger Marcel Kittel hatte erwartungsgemäß auf dem anspruchsvollen Schlussanstieg keine Chance und verpasste damit auch das Gelbe Trikot. Die Gesamtführung verteidigte der Brite Geraint Thomas. Für die Tour war es nach den Abstechern nach Deutschland, Belgien und Luxemburg zugleich die Rückkehr nach Frankreich.

2. Etappe der Tour de France 2017: Kittel gewinnt Etappe, Greipel wird Dritter

Der deutsche Sprintstar Marcel Kittel hat die zweite Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Der 29-Jährige holte sich nach 203,5 Kilometern von Düsseldorf nach Lüttich am Sonntag den Sieg im Massensprint vor dem Franzosen Arnaud Demare und seinem 34 Jahre alten Landsmann André Greipel. Für Kittel war es der zehnte Tour-Etappensieg. Vor dem Grenzübertritt nach Belgien hatten mehr als eine Million Radsport-Fans in Deutschland trotz Dauerregen den Radprofis einen begeisternden Empfang bereitet. Nach dem Auftaktzeitfahren am Samstag in Düsseldorf führte die Tour-Strecke noch einmal 144 Kilometer durch Deutschland.

Auftakt der Tour de France am 01.07.2017: Martin schlittert an gelbem Trikot vorbei

Völlig ausgepumpt setzte sich Tony Martin am Samstag 500 Meter hinter dem Ziel auf einen kleinen Stuhl, wischte sich den Regen aus dem Gesicht und schüttelte enttäuscht den Kopf. "Ich war am Limit. Der Regen hat mir ein wenig das Genick gebrochen, aber so ist der Sport. Es war trotzdem ein gutes Zeitfahren", sagte Martin, nachdem er beim Heimspiel in Düsseldorf am ersten Gelben Trikot der 104. Tour de France knapp vorbeigeschlittert war.

Acht Sekunden fehlten Martin im strömendem Regen als Vierter am Ende auf den siegreichen Briten Geraint Thomas, der bei früherer Startzeit weitaus bessere Bedingungen vorgefunden hatte. Für den Mitfavoriten Alejandro Valverde dauerte die Tour 2017 nur wenige Minuten. Der Spanier aus dem Nairo-Quintana-Team musste nach einem folgenschweren Sturz verletzt ins Krankenhaus transportiert werden. Er rutschte auf regennassem Asphalt in einer Kurve aus und krachte in die Absperrgitter. Damit hat der zweimalige Tourzweite Quintana seinen wichtigsten Helfer verloren.

Regennasse Straße bringt Fahrer bei der Tour de France zu Fall

Die Stürze - auch Debütant Rick Zabel hatte es erwischt - zwangen einige Fahrer zu besonderer Vorsicht. "Am Ende hat es extrem geregnet. Ich habe in den Kurven ein wenig Tempo herausgenommen", sagte Topsprinter Marcel Kittel, der sich mit lediglich 16 Sekunden Rückstand auf Thomas (16:04) achtbar schlug. Die Chancen auf schnelles Gelb sind allerdings gering. Ein möglicher Sieg am Sonntag im Ziel der zweiten Etappe in Lüttich würde zehn Sekunden Zeitgutschrift bringen.

Trotzdem war der Erfurter "superstolz", den ersten Tourstart in Deutschland seit 1987 erleben zu dürfen. Rund 500 000 Fans standen nach Angaben der Stadt an der Strecke - viele kamen aus den Niederlanden oder Belgien - und sorgten fast für Karnevalsstimmung. "Es war so laut. Ich habe den Funk in meinem Ohr gar nicht gehört", schwärmte Martin von der besonderen Atmosphäre in der Rheinmetropole, die sich den Tourspaß rund 13 Millionen Euro kosten ließ.

Froome mit starkem Auftakt bei der Tour de France 2017

Der stärkste der Klassementsfahrer war am Samstag Vorjahressieger Froome. Der Brite, der die Tour zum vieren Mal gewinnen will, fuhr in 16:16 Minuten auf den sechsten Platz und nahm damit seinen Hauptkonkurrenten Richie Porte (Australien) 35 Sekunden ab. Der Kolumbianer Quintana (+36) und Alberto Contador (Spanien/+42) verloren noch mehr Zeit auf den dreifachen Toursieger.

Der deutsche Ex-Meister Emanuel Buchmann, der bei der Tour auf das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers spekuliert, war mit seiner Zeit von 16:44 zufrieden. "Ich bin auf den nassen Straßen nicht volles Risiko gefahren, die schwierigste Stelle war vielleicht die Kurve vor der ersten Brückenauffahrt. Sonst ging es gut", meinte der Ravensburger. Er verlor auf Froome nur 28 Sekunden. Einige Zeit hatte der Sunweb-Sprinter Nikias Arndt mit 16:20 die Bestzeit gehalten. "Das war ein schönes Gefühl, hätte noch länger dauern können", sagte der Bocholter vom Bora-hansgrohe-Team.

Der Start in Düsseldorf stand unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Auf den Dächern der Messehallen waren im Start- und Zielbereich sogar Scharfschützen postiert. Unter den Ehrengästen waren Prinz Albert von Monaco und Justizminister Heiko Maas. Zum ersten Mal nach 30 Jahren fand ein Grand Départ der Tour wieder in Deutschland statt. 1987 war die Tour-Karawane im Westteil Berlins, der damals noch geteilten Stadt, gestartet.

Lesen Sie auch: Zabel, Degenkolb, Martin und Co. - Das sind die deutschen Stars bei der Tour.

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mag/kad/news.de/dpa

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