Von news.de-Volontär Christopher Rust - 12.02.2016, 08.16 Uhr

Sieht so die Zukunft des Fußballs aus?: Warum nicht auch in der digitalen Welt für seinen analogen Traum kämpfen?

Schaffte dank einer Crowdfinanzierung den Sprung von der zweiten griechischen ind die erste belgische Liga: Panagiotis "Kyn" Kynigopoulos. Bild: Kickers.net/https://www.youtube.com/watch?v=xL0rUig9xY8

Sprungbrett Belgien für Ausnahmetalent Kyn

Mitnichten! Der belgische Fußball entwickelt sich und das Wichtigste für junge Spieler wie Kyn: Er entwickelt Spieler. Die Talente von morgen nutzen die Chance, die ihnen die "Jupiler Pro League" bietet. Mitten in Europa, nah an den großen Bühnen des Fußballs, können sich Talente ausprobieren und sich ihre ersten Sporen verdienen. Belgien ist eine sogenannte Ausbildungsliga. Belgien ist ein Sprungbrett.

In Griechenland haben Talente schlechtere Perspektiven. Jungprofis müssen sich hinten anstellen, bis die meisten letztendlich hinten runter fallen. Anders Kyn! Er spielte bereits mit 17 Jahren in der zweiten griechischen Liga und wurde U19-Nationalspieler. Dennoch zieht es ihn nach Belgien und vielleicht später einmal weiter. Das würde auch die 516 "Kyn-Investoren" freuen. Denn würde sich sein Marktwert auf 500.000 Euro verdoppeln und er den Verein wechseln, erhält jeder, der 100 Euro investiert hat, 144 Euro zurück.

Warum nicht auch in der digitalen Welt für seinen analogen Traum kämpfen?

Nicht erst seit gestern stecken Vereine beachtliche Summen in ihre Scouting-Abteilungen. Jeder will das neue Supertalent finden und schneller sein als die Konkurrenz. Das geht so weit, dass Vereine wie Bayern München oder der FC Barcelona Scouts auf der ganzen Welt verteilt haben. Sie alle arbeiten nur für eins: Die Zukunft des Klubs. Der Großteil der Vereine, wie beispielsweise Sint-Truiden V.V., könne sich das nicht leisten. Warum also nicht auf die Möglichkeiten, die "kickrs.net" bietet, zurückgreifen? Und auf der anderen Seite: Auch wenn die Vereine viel unternehmen, um Talente zu entdecken - alle werden sie nie finden. Also warum nicht als talentierter Spieler auf die Möglichkeiten, die "kickers.net" bietet, zurückgreifen? Warum nicht auch in der digitalen Welt für seinen analogen Traum kämpfen und alles unternehmen? Für Vereine und Spieler klingt das eigentlich nach einer guten Sache.

Kyn soll sich normal entwickeln

Doch wie ist es Fußball zu spielen, wenn der Druck von 516 Investoren auf einem lastet? "Ich bin ein junger Spieler wie jeder andere", gibt sich Kyn gegenüber "11Freunde" gelassen. Nur die "Go, Kyn, go, Kyn"-Rufe, als er bei den Profis mittrainieren durfte, waren schon etwas Besonderes für ihn. Bislang spielt er überwiegend in der zweiten Mannschaft von Sint-Truiden - er soll sich normal entwickeln. Doch wer glaubt, das sei nur PR-Sprech für "das Talent reicht nicht aus", der irrt. Kyn trainiert regelmäßig mit dem Profi-Team und sowohl Spieler als auch der Verein und nicht zuletzt "kickrs.net" wollen nichts überstürzen und den Jungen verheizen.

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