03.06.2015, 09.17 Uhr

Der neue BVB-Trainer: Das will Thomas Tuchel beim BVB erreichen

In seiner ersten Pressekonferenz als neuer Trainer von dortmund/1/">Borussia Dortmund hat Thomas Tuchel seine Ziele und seinen Masterplan zum Erfolg verraten. Dabei hinterließ er einen ganz bescheidenen Eindruck und lobte die Trainer-Arbeit von Vorgänger Jürgen Klopp.

Tuchel: Der BVB muss einen Rückstand aufholen

Tuchel äußerte sich hocherfreut darüber, jetzt Trainer bei den erfolgreichen Borussen zu sein. "Ich bin überglücklich, ab heute BVB-Trainer zu sein. Ich hatte in meiner Auszeit den großen Wunsch, einen großen Verein, einen Traditionsverein und einen echten Herausforderer zu trainieren. Der BVB ist ein Herausforderer für nationale Titel." Dennoch habe der BVB ein gutes Stück Arbeit vor sich, denn die Spielfreude müsse sich auch wieder in Siegen niederschlagen. "Wir haben einen Rückstand", so Tuchel weiter. "Wir müssen trainieren und aufholen. Wir wollen ein sehr ernst zu nehmender Herausforderer sein."

Tuchel setzt auf dem Weg zurück an die Spitze auf alte Tugenden

Für den Weg nach oben hat Tuchel auch schon einen Plan. Mit "Fleiß, Bescheidenheit, Mut, Offenheit und Beharrlichkeit" soll es wieder nach ganz oben in der Bundesliga-Tabelle gehen. Außerdem müsse das Team frei von Egoismus sein - nur die Mannschaft zählt. Dazu bedankte sich Tuchel gleich beim BVB-Vorstand: für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung, die er bisher bereits erfahren habe.

FOTOS: Borussia Dortmund 1997 - 2008 Die Achterbahnfahrt des BVB

Tuchel: "Jürgen war mehr als nur ein Trainer."

Natürlich wurde Tuchel während der Pressekonferenz auch auf seinen Vorgänger Jürgen Klopp angesprochen. Tuchel erkannte die Leistungen Kloppos hoch an und sagte: "Jürgen war mehr als nur ein Trainer." Nun wolle er versuchen, neue Kapitel für den Verein zu schreiben und versprach alles für das Team zu geben.

In der Personalfrage gibt sich Tuchel bescheiden

Auch in der Personalfrage gibt sich Tuchel bescheiden. Er fordere keine neuen Spieler und lobt den existenten Kader: "In der Personalfrage ist weniger mehr. Es ist mein großer Wunsch, mit möglichst vielen Spielern zu arbeiten, die jetzt da sind. Natürlich sprechen wir über Personalien, die Mannschaft ist toll zusammengestellt. Es gibt keinen Grund, dass ich beurteile, wer aus dieser Mannschaft raus muss und durch einen neuen Spieler ersetzt wird."

Tuchel will die Offensiv-Taktik der Borussen beibehalten

Mit diesen Spielern will Tuchel auch die Offensiv-Taktik der Borussen fortsetzen. Denn dieser mache nicht nur ihm, sondern auch den Fans Spaß und steht für einen attraktiven Fußball. Dennoch steht Tuchel gleich vor riesigen Aufgaben. So spielt der BVB schon früh in der Europa League Qualifikation. Da bleibt nicht mehr viel Vorbereitungszeit für den neuen Trainer. Nicht gerade ein Wunsch-Start, doch Tuchel gibt sich stoisch. "Natürlich hätte ich gerne eine längere Vorbereitung gehabt. Das ist nicht unbedingt das, was man sich wünscht, und auch kein Vorteil gegenüber unseren Konkurrenten, aber die Situation ist nun mal so."

Bleibt abzuwarten, was der neue Trainer der Borussen in der Zukunft mit dem Verein erreichen kann. Eines ist wohl jetzt schon klar: Er wird sich an Vorgänger Klopp messen lassen müssen.

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gea/bua/zij/news.de/dpa

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