Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer - Uhr

Perfide Doping-Methode: Seite 2: Xenon-Doping auch in Fußball, Basketball und Volleyball

Unklar ist jedoch, ob die fragwürdige Methode nach bisheriger Definition wirklich Doping ist. Denn Xenon steht nicht auf der Dopingliste. Doch die Welt-Anti-Dopingagentur Wada ist alarmiert. «So etwas wurde ausschließlich zur Leistungssteigerung entwickelt – für mich ist das Doping. Lassen Sie uns daran nicht zweifeln», sagte Wada-Boss Richard Pound dem WDR.

Russlands Sportbehörden schweigen

Der Generaldirektor des russischen Atom-Med-Zentrums fragt hingegen: «Sie wissen doch, was Doping ist. Das ist doch dann, wenn Spuren von biochemischen Reaktionen bleiben. Wenn es nicht so ist, wie kann es dann Doping sein?» Laut den WDR-Recherchen soll das russische Sportministerium das Xenon-Doping bei jenem ominösen Atom-Med-Zentrum in Auftrag gegeben haben. Das russische NOK äußert sich nicht zu den Vorwürfen.

Das Moskauer Institut rühmt sich auf seiner Webseite mit den Erfolgen: Bereits 2006 in Turin und 2004 in Athen seien mehr als 70 Prozent der russischen Medaillengewinner mit Xenon «veredelt» gewesen. Und: Nicht nur im Wintersport würden Russlands Athleten auf diese Art und Weise behandelt; auch in Basketball, Volleyball und Fußball komme die Methode zum Einsatz...

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fro/news.de

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