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Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer - 07.01.2014, 10.40 Uhr

Tourneesieger Thomas Diethart: Das Geheimnis des Wunderspringers

Ein Nobody ist der Überflieger: Völlig überraschend hat der Österreicher Thomas Diethart die 62. Vierschanzentournee gewonnen. Der 21-Jährige springt gerade seine erste Weltcup-Saison. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse ist ein ungewöhnliches Hobby.

Jetzt darf der Wunderspringer nur nicht abheben: Thomas Diethart bei der Arbeit. Bild: dpa

Mit ihm hatte niemand gerechnet: Thomas Diethart ist der neue König der Lüfte. Der Österreicher sicherte sich cool den Triumph bei der traditionsreichen Vierschanzentournee. Der Sieg beim populärsten Ereignis des Winters ist ein Ritterschlag für den 21-Jährigen Skispringer, der über Nacht prominent geworden ist. Erst während der Tournee ließ Diethart Autogrammkarten drucken. Plötzlich ist er einer der bekanntesten Wintersportler überhaupt.

Doch wie kommt es, dass der lässige «Ösi» auf einmal zu den Top-Springern des Skisprungzirkus gehört? Noch vor kurzem wurde der Mann mit den blauen fluege.de-Ski wegen seiner unprofessionellen Einstellung aus dem Kader der Österreicher aussortiert.

Diethart klettert über Mauern, Zäune, Hecken

Außergewöhnlich macht Diethart vor allem seine Sprungkraft. Im österreichischen Team springt aus dem Stand keiner höher als «Didl». Diese Fähigkeit trainiert er nicht nur mit reinem Sprungtraining wie die meisten anderen Athleten, sondern auch durch Turnen und Parkour.

Beim Parkour geht es darum, die Hindernisse auf einer zuvor festgelegten Strecke - meist im urbanen Raum - nur durch Körperkraft zu überwinden: Mauern, Zäune, Hecken und so weiter. So übt Diethart spielerisch und kreativ Klettern, Sprünge und Koordination.

DSV-Adler enttäuschen komplett

Vielleicht sollten es auch die enttäuschten deutschen Springer mal mit Parkour probieren. Andreas Wellinger wurde als bester deutscher nur Zehnter. «In der Gesamtwertung ist leider niemand durchgekommen, deshalb sieht es blöd aus. Hätten wir einen vorne drin, würde keiner nachfragen. Aber es ist keinem gelungen, sich frei zu springen. Wir haben Deutschland nicht so repräsentiert, wie wir das wollten. Das ist enttäuschend», bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.

FOTOS: Vierschanzentournee-Sieger Von Recknagel bis Morgenstern

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news.de/dpa

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