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04.01.2014, 11.16 Uhr

Sein Leibarzt verrät: Schumis Hirn schon seit Motorradunfall geschädigt

Bereits seit 2009 ist die Versorgung von Michael Schumachers linker Gehirn-Hälfte geschädigt. Seit «Schumis» schwerem Motorradcrash wird das Hirn ausschließlich über die rechte Hirn-Arterie versorgt. Bei seinem Ski-Unfall wurde nun auch die rechte Hirn-Hälfte beschädigt.

Einen Tag nach seinem 45. Geburtstag geht das Bangen um den lebensgefährlich verletzten Michael Schumacher weiter. Der Formel-1-Rekordweltmeister befindet sich den siebten Tag in der Universitätsklinik von Grenoble. Sein Zustand ist unverändert kritisch. Nun wurden neue Details über Schumachers schweren Unfall von 2009 öffentlich, die auch Auswirkungen auf seine aktuelle Hirnverletzung haben könnten.

«Schumis» Leibarzt Dr. Johannes Peil, Leiter der Sportklinik Bad Nauheim, verriet der Bild-Zeitung: Bei seinem schweren Sturz vor vier Jahren wurde die Versorgung von Schumachers linker Hirn-Hälfte beschädigt. Aktuell ist die rechte Hälfte durch Hämatome verletzt!

FOTOS: Schumi im Koma Bangen um Michael Schumacher
zurück Weiter Endlich! Am 16. Juni 2014, Nach fünfeinhalb Monaten im künstlichen Koma, gibt Schumi-Managerin Sabine Kehm die ermutigende Nachricht bekannt: Michael Schumacher ist wach und wurde in einer Schweizer Klinik verlegt, um an der Rehabilitation zu arbeiten. (Foto) Foto: Marcus Brandt/dpa Kamera

Die rechte Arterie hielt: Schumacher hatte Glück im Unglück

«Die linke Arterie wurde damals zerschlagen. Davon hat man nur zwei. Die Arterien versorgen unter anderem das Kleinhirn», sagte Peil. Das Kleinhirn ist hauptsächlich zuständig für die Motorik.

Seitdem wird Schumachers Gehirn über die rechte Arterie versorgt. Wäre die bei dem Sturz beschädigt und damit die Versorgung des Gehirns akut unterbrochen worden, hätte das «weitreichende Folgen» gehabt sagt, Peil. «Dies ist jetzt nicht mehr von Bedeutung, da über die rechte Vertebralis und Umgehungskreisläufe die betroffenen linken Areale versorgt werden.»

Ex-Formel-1-Fahrer Steiff: Schumi könnte seine Stimme verlieren

Am Freitag hatte sich der ehemalige Formel-1-Fahrer und Schumacher-Freund Philippe Steiff mit den Ärzten unterhalten. Zu RMC Sport sagte Steiff, dass sich das Hämatom schon deutlich reduziert habe und nur noch auf die linke Seite drücke. «Das ist ein großer Fortschritt. Aber falls es nicht so weitergeht, riskiert er eine halbseitige Lähmung auf der gegenüberliegenden Seite, also auf der rechten, und unglücklicherweise ist das die Seite, bei der man auch die Stimme verliert.»

FOTOS: Formel 1 Was bisher geschah - Schumis Karriere in Bildern
zurück Weiter Schumi (Foto) Foto: Wikipedia/ Herrick Kamera

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kru/news.de/dpa

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