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Umzug nach Mallorca: Was es dabei alles zu beachten gibt

Wenn es um Urlaubsreisen geht, ist Mallorca klar eines der Top-Ziele der Deutschen. Die Baleareninsel beeindruckt mit rund 300 Sonnentagen im Jahr und ist für jeden Geschmack ein geeignetes Domizil. So manch einer verliebt sich Hals über Kopf in das Sonnendomizil und dann geht der Gedanke irgendwann in Richtung Auswandern. Aber wie einfach ist es eigentlich, das Leben plötzlich für immer auf der Insel zu bringen? Leichter als gedacht, wenn die richtige Immobilie vorhanden ist.

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Foto: Clara Margais/dpa/dpa-tmn Bild: Clara Margais/dpa

Gut geplant ist halb umgezogen

Ein solider Plan ist wichtig, bevor der Umzug durchgeführt wird. Grundvoraussetzung ist, dass es ein passendes Zuhause gibt. Bei vielen Auswanderern sind vor allem in Port Andratx Immobilien sehr beliebt, da der Ort gleichzeitig zentral ist, aber nicht von Touristen überlaufen wird. Seriöse Immobilienmakler sind in der Lage, ein solides Geschäft mit Auswanderern abzuschließen und sie so bei der Suche nach der Immobilie zu unterstützen. Mieten oder kaufen? Renovieren lassen oder selbst Hand anlegen? All diese Fragen gilt es zu beantworten.

Dokumente und Papiere – darauf kommt es an

Während es für Länder wie Ägypten schon beim Urlaub ein Visum braucht ist die Einreise nach Mallorca aus Europa mit dem Personalausweis möglich. Um den gesamten Lebensmittelpunkt auf die Baleareninsel zu verlegen, müssen allerdings einige Behördengänge eingeplant werden. Um auf der Insel Leben und Arbeiten zu können, braucht es Papiere. Grundsätzlich haben es aber vor allem Deutsche recht leicht, wenn sie nach Mallorca umziehen wollen. Das Gesetz der Personenfreizügigkeit der Europäischen Union schließt die spanische Insel mit ein.

Der Personalausweis ist das wichtigste Dokument, darüber hinaus sind Arbeitszeugnisse und Schulzeugnisse für die Berufssuche wichtig. Viele Deutsche wandern auch dann aus, wenn sie in der Heimat bereits eine Rente beziehen oder in einem digitalen Beruf tätig sind. Nach der Ankunft auf Mallorca muss der Wohnsitz bei den Behörden angemeldet werden. Hierfür ist eine großzügige Frist von drei Monaten eingeräumt worden. Bis dahin müssen sich Auswanderer in Deutschland abmelden und auf Mallorca neu registrieren.

Krank in Spanien – das Gesundheitssystem der Insel

Im Jahr 2021 machten rund 2,4 Millionen Menschen Urlaub auf Mallorca, mit dem Ärztesystem haben viele von ihnen aber noch nie Kontakt gehabt. Zum Glück möchte man sagen, denn wer will im Urlaub schon den Zahnarzt, den Augenarzt oder auch nur den Hausarzt aufsuchen. Wer auf Mallorca lebt, muss das Gesundheitssystem kennen, denn medizinische Vorsorge ist auch hier wichtig.

Zum Glück ist die Ähnlichkeit zwischen dem mallorquinischen und dem deutschen Gesundheitssystem sehr ähnlich. Es stehen private und gesetzliche Krankenversicherungen zur Verfügung. Die staatliche Krankenversicherung (entspricht der GKV in Deutschland) wird durch Sozialversicherungsbeiträge finanziert. Um eine Anmeldung durchzuführen, braucht es eine Bescheinigung der deutschen Krankenkasse. Nur wenn diese vorgelegt wird, kann eine Gesundheitskarte in Spanien beantragt werden.

Bezüglich des Leistungsumfangs ist Spanien allerdings etwas spartanischer als Deutschland. Die Grundversorgung ist für alle Menschen gewährleistet, es gibt aber mehr individuelle Gesundheitsleistungen, die selbst finanziert werden müssen. Außerdem ist die Arztwahl eingeschränkt, mallorquinische Einwohner bekommen einen Hausarzt von den Behörden zugewiesen. So wird sichergestellt, dass Ärzte alle die gleiche Auslastung haben und nicht eine Praxis völlig überlastet ist. Das hat Vorteile, binnen zwei Tagen sind Termine erhältlich.

Eine Besonderheit gibt es bei der Bezahlung von nötigen Medikamenten. Nur rund 60 % werden von der Krankenkasse übernommen, den Rest trägt der Patient selbst. Verglichen mit Deutschland sind aber sowohl die Versicherungsbeiträge selbst als auch die Kosten für Medikamente bedeutend geringer. Als Arbeitnehmer müssen Menschen in Spanien gerade einmal 4,7 % ihres gesamten Einkommens als Sozialabgabe für die Versicherung abtreten.

Lebensunterhaltungskosten auf Mallorca – teurer oder günstiger als in Deutschland?

Das Leben auf der Insel kann sehr teuer sein, aber auch sehr günstig. Das hängt vom persönlichen Lebensstil und von der Wohnregion ab. Wer regional auf dem Markt einkauft, wird geringere Kosten haben als im deutschen Supermarkt. Am teuersten sind Einkäufe in den Touristenzentren, hier haben selbst Discounter wie Aldi deutlich höhere Preise als in Deutschland.

Insgesamt bemessen kostet es jedoch nicht mehr auf Mallorca zu leben, verglichen mit dem Leben in Deutschland. Ein guter Job ist aber Voraussetzung für das Dasein auf der Insel. Dabei muss beachtet werden, dass viele Arbeiten nur saisonal vergeben werden. Vor allem in der Gastronomie oder im Hotelgewerbe kommt die Arbeit im Winter oft völlig zum Erliegen. Wenn die Reisezeit dann wieder beginnt, werden Jobs wie Sand am Meer ausgeschrieben.

Es lohnt sich daher, schon vor dem Umzug nach Mallorca über den Lebensunterhalt nachzudenken. Wer einen Job hat und von der Insel remote arbeitet, muss sich darüber keine Sorgen machen. Wer allerdings erst auf die Suche gehen muss sollte auf einen Beruf achten, der nicht im Winter keine Einnahmen mehr generiert.

Fazit: Leben auf Mallorca einfacher als gedacht

Wenn man mal von den längeren Transportwegen der Umzugsfirma absieht, ist der Umzug nach Mallorca nicht viel komplizierter als innerhalb Deutschlands. Behördengänge gehören zu jedem Wohnortwechsel dazu, vieles lässt sich heute digital erledigen. Dazu gehört auch ein großer Teil der Immobiliensuche, im Internet gibt es heute mehr Informationen als ein lokaler Immobilienhändler vor Ort geben kann.

lic/news.de

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