Uhr

Studie aus NRW: Zunahme von illegalem Glücksspiel festgestellt

Immer häufiger werden, nicht zuletzt in NRW, illegal veranstaltete Glücksspiele entdeckt. Die Ermittlungsbehörden sind hier besonders aktiv. Dies ist nicht nur mit Steuerhinterziehung verbunden, sondern stellt auch ein größeres Suchtrisiko für die Teilnehmer dar. Doch es gibt seriöse Alternativen, die man problemlos online nutzen kann.

Foto: Steffi Loos/dapd Bild: ddp, Foto: Steffi Loos/dapd

Über 200 Gaststätten allein in NRW ausfindig gemacht

Die Problematik existiert keineswegs nur in NRW oder nur in Deutschland allein. Überall in Europa haben die Behörden mit dem Phänomen von illegal veranstaltetem Glücksspiel zu kämpfen. Genauso wird überall natürlich auch dagegen vorgegangen. Zuletzt sind die diesbezüglichen Zahlen in NRW doch deutlich angestiegen. Ob das tatsächlich an einem erhöhten Vorkommen solcher Machenschaften oder an größerer Fahndungsintensität liegt, lässt sich letztlich nicht beantworten. Es ist aber davon auszugehen, dass die diversen Lockdowns wegen der Corona-Pandemie dazu beigetragen haben, dass Glücksspiele im Hinterhof, in Kellern oder in eigentlich geschlossenen Gaststätten durchgeführt wurden. Dabei wären auch zu dieser Zeit bereits seriöse Casino-Alternativen, die man legal online nutzen kann, beispielsweise unter onlinecasinosdeutschland.de ausfindig zu machen gewesen.

Stattdessen ermittelten die Behörden in NRW allein im Jahr 2021 nicht weniger als 217 Gaststätten, die als illegal einzustufen gewesen waren. Dazu kamen 44 Lokale, die man als "Problemgaststätten" einstufte. Diese Verstöße erstreckten sich auf insgesamt 45 Gemeinden innerhalb der Grenzen von NRW. Das ist durchaus als Größenordnung zu bezeichnen, die man nicht mehr als geringfügig einschätzen kann. Da dennoch von einer großen Dunkelziffer auszugehen ist - schließlich strengen die Betreiber illegaler Glücksspiele einen ganzen Strauß an Maßnahmen an, um nicht entdeckt zu werden - intensivieren die Behörden in NRW weiter ihre Maßnahmen.

Studie ermittelt Zuwachs an illegalen Aktivitäten

Anlass für die Intensivierung der Bemühungen in NRW war eine Feldstudie, die im Auftrag der deutschen Automatenindustrie durchgeführt wurde. Diese kam zu dem Ergebnis, dass es einen eindeutigen Anstieg an illegalem Glücksspiel in den Gaststätten des Landes gibt. Daraufhin wurden die Aufsichtsbehörden intensiver tätig als zuvor. Dies war von einigem Erfolg gekrönt. Motivation dafür ist aber nicht allein, Gesetzesbrecher zu finden und Steuerhinterziehungen zu verhindern. Es ging und geht dabei auch immer darum, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesen Glücksspielen vor einer drohenden Spielsucht zu bewahren. Dieses Risiko ist bekanntlich nicht gering.

Wie die Behörden herausfanden, kommt erschwerend hinzu, dass sich ein bestimmter Typus an Spielen verbreitet, der auf den ersten Blick gar nicht wie ein klassisches Glücksspiel wirkt, es im Endeffekt aber doch ist. Und dabei kommen Strategien zum Einsatz, die besonders rasch süchtig machen können. Die Rede ist von sogenannten Fun-Games-Spielautomaten, die bereits seit 2006 in Deutschland verboten sind.

Diese sind keine herkömmlichen Slotautomaten, wie sie weiterhin in Gaststätten zulässig sind. Vielmehr bieten diese Automaten ein normales Spiel an, in dessen Verlauf man mit Echtgeld virtuelle Punkte erwerben kann. Diese kann man dann nach Abschluss einer Partie zwar in Bargeld zurücktauschen. Anders als bei klassischen Spielautomaten herrscht hierbei aber kein Limit bei den eingesetzten Summen. Zudem ist hier die Frequenz des Spielens deutlich höher gegenüber klassischen Spielautomaten. Dies führt rasch zu einer psychischen Abhängigkeit von diesem Spieltypus. Ihre Einstufung als besonders Spielsucht gefährdend ist somit korrekt und die intensiven Bemühungen der Behörden, gerade diese illegalen Angebote ausfindig zu machen, sind berechtigt und sinnvoll.

Auch Privatwohnungen im Visier

Durchsucht werden in Hinblick auf solche Angebote deshalb in NRW nicht nur bekannte Gaststätten und Vereinsheime, sondern vermehrt auch Privatwohnungen. Was ebenso für die übrigen Bundesländer gilt, wo das Problem ebenfalls grassiert. Insgesamt wurden zuletzt über 1.000 Betriebe beanstandet, die derartige Angebote machten.

Die Corona-Pandemie mit ihrer Folge der Einschränkung des Betriebs von Gaststätten wird ihr Übriges dazu getan haben, den vorhandenen Trend von vermehrtem illegalen Glücksspiel noch zu verstärken. In einer Zeit, in der private Zusammenkünfte teilweise gänzlich verboten waren, entzogen sich viele dieser Anordnung und trafen sich heimlich. Dies auch, um ihr Verlangen nach der Teilnahme an Glücksspielen zu stillen. In jener Zeit hatten die Behörden aber ohnehin generell mehr zu tun, auch geheime Treffen und Vergnügen ohne den Kontext von Glücksspielen aufzuspüren.

Fazit zur Zunahme von illegalem Glücksspiel in NRW

Die Behörden wurden durch eine Feldstudie der deutschen Automatenindustrie alarmiert, welche eine klare Zunahme illegaler Aktivitäten im Bereich Glücksspiel ermitteln konnte. Die daraufhin verstärkten Bemühungen der Behörden in NRW brachten eine Vielzahl an Gaststätten auf, die derartige Angebote machten. Gleich 45 Gemeinden innerhalb von NRW waren mit über 200 Fällen vertreten.

lic/news.de