23.12.2020, 11.59 Uhr

Wasserschaden: Ärger vermeiden mit diesen Tipps

Etwa alle 30 Sekunden entsteht in Deutschland ein Wasserschaden, sei es durch eine defekte Dichtung oder eine porös gewordene Leitung. In Anbetracht dieser hohen Frequenz ist schnell klar, weshalb Prävention in diesem Bereich so wichtig ist. Doch was können Verbraucher tun, um sich vor den negativen Auswirkungen des Wasserschadens zu schützen?

Foto: Andrea Löbbecke/dpa/dpa-tmn Bild: Andrea Löbbecke/dpa

Finanzielle Absicherung durch Versicherungen

Wer glaubt, ein Wasserschäden hätte nur mit harmloser Pfützenbildung am Boden zu tun, der täuscht sich. Das Wasser, welches an ungeplanter Stelle aus einer Leitung austritt, frisst sich seinen Weg durch die Bausubstanz. Diese kann erheblichen Schaden nehmen, wobei das Risiko wächst, je länger der Schaden unerkannt bleibt. Nur wer die Auswirkungen rechtzeitig erkennt, kann sich von den Folgen schützen.

Bleibt ein Wasserschaden erst einmal unerkannt, so kann er die Notwendigkeit einer groß angelegten Sanierung mit sich bringen. Die Kosten belaufen sich schnell auf mehr als 10.000 Euro. Deshalb ist es zu Beginn so wichtig, sich finanziellen Schutz vor diesem Szenario zu sichern. Wer über eine Wohngebäudeversicherung verfügt, sichert sich auf diese Weise oftmals gegen die Schäden von austretendem Wasser ab. Entscheidend ist letztlich der genaue Leistungsumfang, der vertraglich vereinbart wurde. Im Zweifel lohnt es sich, vorher noch einen prüfenden Blick auf jene Leistungen zu werfen, die wirklich in das Angebot integriert sind.

Doch nicht nur die Bausubstanz kann betroffen sein, wenn ein Wasserschaden auftritt. Auf der anderen Seite ist es möglich, dass die Möbel in den betreffenden Räumen Schaden nehmen. Da sie nicht fest im Haus verbaut sind, werden sie nicht von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Wer sein Inventar zusätzlich absichern möchte, der entscheidet sich besser für eine Hausratversicherung. Sie schließt auch die beweglichen Teile des Mobiliars mit ein. Je nach Preisniveau der Ausstattung können sich die Schäden in diesem Bereich auch auf einen vierstelligen Betrag belaufen, was es nach. Möglichkeit zu verhindern gilt.

Wassermelder anbringen

Zu einer besonderen Gefahr wird der Wasserschaden dann, wenn er erst einmal im Verborgenen bleibt. Aus genau dem Grund ist es so bedeutsam, ähnlich wie beim Einbruchschutz, die Indikatoren des Problems rasch zu erkennen und in geeigneter Weise darauf zu reagieren. Zu den typischen Kennzeichen zählen zum Beispiel Flecken an den Wänden, die nur durch Wasser erklärt werden können. Auch dunkle Stellen an der Decke weisen darauf hin, dass das Wasser bereits dorthin vorgedrungen ist. Häufig geht dies mit einer deutlich erhöhten Luftfeuchtigkeit in einem bestimmten Raum einher. Sollte der Eindruck von Schwüle vernommen werden, ist auch dies ein klares Indiz für die vorliegende erhöhte Luftfeuchtigkeit.

Hinzu kommt die technische Unterstützung, die wir in diesem Bereich in Anspruch nehmen können. So wie wir uns vor der Entwicklung eines Feuers mithilfe von Rauchmeldern schützen, gibt es inzwischen auch passende Wassermelder. In ähnlicher Weise geben sie einen Signalton ab, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Unabhängig davon, auf welche Weise der Schaden entstanden ist, lässt er sich mit Hilfe des Wassermelders sehr schnell aufspüren. Die Geräte sind batteriebetrieben und benötigen auf diese Weise keine Steckdose.

Schon ab einem Betrag von nur rund 20 Euro sind passende Wassermelder zu finden. Experten empfehlen sie vor allem für jene Räume, die ansonsten nur selten betreten werden. Dies gilt zum Beispiel für Keller, Heizungsräume oder Abstellkammern, in denen sich ein Wasserschaden sehr gerne verdeckt ausbreiten und weitere Kreise um sich ziehen kann.

So ist Prävention möglich

Zu den wichtigsten Maßnahmen der Prävention zählt das Reinigen aller Abflüsse. Besonders in der Küche sollte dies täglich geschehen, damit sich keine Ablagerungen in den Rohren festsetzen können. Sollte das Rohr nicht mehr durch die eigene Arbeit frei bekommen zu sein, hilft eine Rohrreinigung weiter. Eine passende Rohrreinigung, die den Job gegen eine faire Bezahlung übernimmt, ist in jeder Stadt zu finden.

Zeichnet sich bereits ab, dass das Rohr komplett verstopft ist, so braucht es einen akuten Einsatz der Rohrreinigung. Anbieter wie die Notprofi Rohrreinigung stehen dafür rund um die Uhr auf Abruf zur Verfügung. Leider schrecken viele Verbraucher aufgrund der Kosten noch immer davor zurück, diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Doch der frühzeitige Einsatz der Experten ist ein Weg, um enorme Folgekosten zu verhindern, welche die hier entstehende Gebühr bei weitem übersteigen würden.

Andererseits können auch Geräte wie die Spül- und Waschmaschine bei Defekten zu Verursachern eines Wasserschadens werden. Aus dem Grund sollten sie im laufenden Betrieb auf jeden Fall beaufsichtigt werden. Liegt eine Störung vor, so lässt sich der Wasch- oder Spülvorgang kurzerhand beenden.

Erneuerung und Korrosionsschutz

Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf, ist der allgemeine Zustand der Rohrleitungen im Haus. Nur wenige Eigentümer einer Immobilie entscheiden sich in Deutschland freiwillig für einen regelmäßigen Austausch, da dieser mit einem erheblichen Eingriff in die Bausubstanz verbunden ist. Andererseits kommen die Rohre ab einem Alter von etwa 30 bis 40 Jahren substanziell an ihre Grenzen. Lecks, bei denen Wasser in das Mauerwerk eintreten kann, sind von da an nur noch eine Frage der Zeit. Experten raten deshalb zu einem Austausch in regelmäßigen Abständen, bei dem in neue Leitungen investiert wird, die ein Plus an Sicherheit versprechen.

Auf der anderen Seite ist es wichtig, den Korrosionsschutz nicht zu vernachlässigen. Durch den ständigen Kontakt mit Wasser steigt das Risiko von rostenden Lecks stetig. Deshalb empfiehlt es sich selbst bei einem Neubau, sich gegen dieses Szenario sofort mit etwas Korrosionsschutz abzusichern. Dies gilt insbesondere für die Verbindungen zwischen den Rohren, die als besondere Schwachstellen gelten können. Gerade dort ist es deshalb wichtig, die passenden Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Leckageschutz

Besonders Trinkwasserinstallationen zeichnen sich in diesen Tagen durch eine besondere Komplexität aus. Darüber hinaus liegen die Leitungen meist verdeckt in schwer zugänglichen Bereichen. Dies mag einen eleganten Eindruck machen, erhöht aber auch die Gefahr im Schadensfall. Denn meist werden auftretende Schäden später entdeckt und können auf diese Weise gefährliche Kreise um sich ziehen. Folglich steigen die Kosten deutlich, die mit der Sanierung verbunden sind.

Die Möglichkeiten zur Schadenverhütung sind derweil in den letzten Jahren stark gewachsen. Leckageschutzsysteme sind aus dem Grund ein passender Weg, um den Austritt von Wasser frühzeitig zu erkennen und ihn aktiv zu unterbrechen. Das Ausmaß des Schadens kann auf diese Weise wirksam begrenzt werden. Verschiedene Hersteller sind inzwischen mit eigenen Produkten an den Markt gegangen.

Besonders die Möglichkeit, Schäden frühzeitig zu erkennen, macht Leckageschutzsysteme zu einer so sinnvollen Investition. Bereits mit einem mittleren dreistelligen Betrag kann auf diese Weise die Sicherheit der eigenen vier Wände erhöht werden. Da je nach Art des Gebäudes unterschiedliche Varianten notwendig sind, lohnt es sich, eine Beratung durch den Fachmann in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Installation zu den Voraussetzungen des Gebäudes passt.

Der richtige Frostschutz

Seit vielen Jahrzehnten gehört es zum guten Ton des Bauens, eine Außenleitung zu legen, um auch im Garten bequem an Wasser kommen zu können. Aufgrund der hohen Anfälligkeit ist gerade hier ein Rückhalteventil oder der passende Frostschutz wichtig. Denn gefriert das Wasser im Zuge eines frostigen Winters in der Leitung, dehnt es sich unweigerlich aus. Je nach dem, wie viel Wasser sich noch im Rohr befindet, kann dies zu kleinen Sprengungen entlang der Wände führen. Steigen die Temperaturen wieder, kann das Wasser durch diese feinen Risse aus dem Rohr austreten. Wer dem vorbeugen möchte, der muss nicht besonders tief in die Tasche greifen. Schon um einen Preis von rund 50 Euro ist ein passendes Rückhalteventil am Markt zu finden. Dieses hält das Wasser ein entscheidendes Stück näher am warmen Inneren des Hauses und bietet auf diese Weise den entsprechenden Schutz vor dem Gefrieren.

lic/news.de