23.06.2011, 11.23 Uhr

Garten: Umtopfen hilft gegen Trauermücken

Neustadt (dpa/tmn) - Trauermücken besetzen Pflanzen, wenn diese zu feucht gehalten werden. Sind die Tiere erst einmal am Grün zu erkennen, hilft nur noch umtopfen. Mi ein paar weiteren Tricks halten Pflanzenfreunde die Plagegeister dauerhaft fern.

Neustadt (dpa/tmn) - Trauermücken besetzen Pflanzen, wenn diese zu feucht gehalten werden. Sind die Tiere erst einmal am Grün zu erkennen, hilft nur noch umtopfen. Mi ein paar weiteren Tricks halten Pflanzenfreunde die Plagegeister dauerhaft fern.

Wenn Trauermücken über den Pflanzen auf dem Fensterbrett schwirren, sollten diese zunächst unbedingt umgetopft werden. Denn nicht die Symptome sollten als erste bekämpft werden, sondern die Ursache für den Befall, rät Eva Morgenstern von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Trauermücken bevorzugten ein feuchtes, warmes Klima. Daher hätten oft «Vielgießer» dieses Problem, deren Pflanzen in Staunässe stehen. Kommen die Pflanzen in neue Erde und werden danach nur noch mäßig gegossen, beugt das einem Befall vor.

Viele verwechseln die Schädlinge mit Obstfliegen. Dabei halten sie sich nicht bei Früchten, sondern nur auf der Erde von Zimmerpflanzen auf. Manchmal würden sie bereits mit neu gekauften Pflanzen eingeschleppt, erklärt Morgenstern. Aber auch in Erde, die frisch aus dem Handel kommt, können Eier der Trauermücke liegen. Wenn die Mücken sich wohlfühlen, vermehren sie sich rasch. Die Eier werden auf der Erdoberfläche abgelegt. Das lässt sich verhindern, indem eine dicke Schicht Sand auf die Blumenerde gestreut wird - die Fliegen legen die Eier nicht gerne in dem feinen Sand ab.

Ist die Erde zu trocken, sind sogar die Wasserablauflöcher an der Unterseite des Topfes eine Alternative für die Schädlinge. Morgenstern empfiehlt daher Tontöpfe, deren Loch sich in der Mitte befindet. So kämen Trauermücken nicht an die feuchte Stelle.

Die Fliegen selbst sind nicht schädlich für die Pflanze, sondern nur ihre Larven. Sie fressen Wurzeln und können Keimlinge oder Sämlinge so sogar töten. Große Pflanzen seien durch ihre Masse an Wurzelwerk meist nicht gefährdet, erläutert Morgenstern. Die angefressenen Wurzeln fangen aber vor allem bei Staunässe leicht an zu faulen. Die Pflanzen sollten zwar gleichmäßig feucht gehalten werden, aber das abgeflossene Wasser in den Untersetzern muss spätestens nach einer halben Stunde aufgebraucht sein. Auf keinen Fall darf das Wasser dort zwei Tage stehen.

Um Trauermücken zu beseitigen, helfen auch sogenannte Gelbsticker. Die gelben Tafeln locken die Schädlinge an, die dann auf der klebrigen Oberfläche haften bleiben und keine Eier mehr legen können. Eine Alternative sind fleischfressende Pflanzen. Die Larven im Boden lassen sich laut Morgenstern mit Nematoden bekämpfen: Diese Fadenwürmer bewegen sich in der Erde und fressen die Larven auf.

Webseite Gartenakademie

news.de/dpa

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