Von Marc Reisner - 03.03.2011, 10.35 Uhr

Parasitenalarm: So schützen Sie sich im Urlaub vor Bettwanzen

Es juckt, brennt und die Haut entzündet sich - Bettwanzenbisse sind mehr als  unangenehm. Einer Amerikanerin sollen die kleinen Tierchen sogar im Flugzeug zu Leibe gerückt sein. Doch wie können sich Reisende vor den fiesen Parasiten schützen?

Nahaufnahme: Die Bisse der Parasiten können Juckreiz und Entzündungen verursachen. Bild: dapd

Im Internet kursiert derzeit Bettwanzen sind bis zu einem halben Zentimeter lang, blutdurstig und sie übertragen Krankheiten. Wer gebissen worden ist, leidet unter starkem Juckreiz, womöglich auch unter Sehstörungen oder Hautentzündungen.

Vorsicht im Hotel

Immer häufiger kommen die kleinen Plagegeister in Hotelzimmern vor. Wurden die Wanzen früher noch gnadenlos mit Insektiziden bekämpft, gehen Hoteliers heute zurückhaltender vor. Die Folge: In Matratzen und Polstermöbeln verstecken sich die Schädlinge und krabbeln bei Dunkelheit aus den Ritzen.

Um den Tierchen zu entgehen, sollten Sie Bettzeug und Möbel kontrollieren. Dabei müssen Ritzen und Spalten beleuchtet oder auseinander gezogen werden. Auch Kotspuren oder Wanzeneier sind - vor allem auf hellem Stoff - gut zu erkennen. Befallene Räume weisen zudem einen süßlichen Geruch auf, der von einem Sekret der Wanzen herrührt.

Schutz für Koffer und Taschen

Koffer und anderes Gepäck sollten nicht unmittelbar neben Bett oder Polstermöbeln stehen. Sonst lassen sich Bettwanzen auch dort nieder und gelangen so in die heimischen vier Wände des Reisenden. Die Insekten und besonders die Eier sind extrem robust gegenüber chemischen und mechanischen Beseitigungsversuchen.

Außerdem bietet es sich an, älteres Stoffgepäck zu verbannen und stattdessen glatte Hartschalenkoffer zu verwenden. Dort fühlen sich die Wanzen unwohl, Verstecke gibt es kaum. Koffer und Taschen sollten möglichst helle Farben haben, damit Wanzenkot rasch identifiziert werden kann.

Fürs Handgepäck - insbesondere, wenn es unter dem Vordersitz im Flugzeug verstaut wird - bieten sich Taschen mit nur einer Öffnung an, am besten durch einen Reissverschluss gesichert. Ungepolsterte Stoffe sind sinnvoller als gepolsterte, da sich Ungeziefer im Dämmmaterial verstecken kann. Ein einfacher Beutel kann im Zweifelsfall nach der Reise leicht entsorgt werden.

Sicher im Flieger

Im Flugzeug ist es angebracht, vor dem Start den Sitz zu inspizieren. Vor allem die Spalte zwischen Sitzfläche und Rückenlehne ist potenziell wanzenträchtig. Auch in der Tasche am Vordersitz sowie unter der Kopfstütze können sich unliebsame Sechsbeiner verbergen. Nach der Landung sollten Reisende ihr Gepäck gründlich ansehen. Alles, was möglicherweise wanzenverseucht ist, muss mit Insektenbekämpfungsmittel desinfiziert oder wärmebehandelt werden. Anderenfalls schleppen Sie die Wanzen mit ins eigene Heim, hohe Kosten für einen Schädlingsbekämpfer drohen.

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