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Alec Baldwin im Interview: "Jemand ist verantwortlich - aber nicht ich"

"Es tut mir so leid": Alec Baldwin hat sich erstmals ausführlich zu dem tödlichen Schuss geäußert, den er am Set des Films "Rust" abgegeben hatte und der die Kamerafrau Halyna Hutchins tötete.

In einem einstündigen Interview sprach Alec Baldwin in der Nacht auf Freitag über den tragischen Vorfall am Set des Western "Rust". Bild: Jeff Neira/ABC via Getty Images

Nach dem tödlichen Schusswaffenvorfall am Set seines Films "Rust" hat sich Schauspieler Alec Baldwin in der Nacht auf den 3. Dezember erstmals ausführlich zu der Tragödie geäußert. "Jemand ist für das, was passiert ist, verantwortlich", sagte Baldwin im Gespräch mit dem ABC-Journalisten George Stephanopoulos. "Und ich kann nicht sagen, wer das ist, aber ich weiß, dass ich es nicht bin."

Todesdrama am Filmset: Scharfe Munition tötet "Rust"-Kamerafrau Halyna Hutchins

Der tödliche Zwischenfall hatte sich Ende Oktober ereignet: Baldwin hatte mit einer Waffe, die ihm als sicher übergeben worden war, einen Schuss abgefeuert und damit die Kamerafrau Halyna Hutchins sowie den Regisseur des Films, Joel Souza, verletzt; Hutchins erlag später ihren Verletzungen. Nach dem Vorfall war eine Diskussion um die Verwendung von Waffen bei Dreharbeiten entbrannt. Üblicherweise ist ein Waffenmeister für die Sicherheit der Waffen am Filmset zuständig. Wie es zu dem tragischen Ereignis kam, klärt die Polizei noch immer in ihren andauernden Untersuchungen.

"Es tut mir so leid"

Baldwin sagte nun, dass er den Revolver zwar gespannt hatte, aber den Abzug nicht betätigte, kurz bevor der Schuss fiel: "Ich ließ den Hahn der Waffe los, und die Waffe ging los", sagte er. "Ich frage mich: Wie konnte eine echte Patrone in den Revolver kommen? Wer hat sie an das Set gebracht?" Nach dem Schuss habe er zunächst gedacht, Hutchins sei "ohnmächtig" gewesen.

Bei dem Interview wirkte Baldwin erschöpft. "Ich habe seit Wochen nicht richtig geschlafen", sagte der 63-Jährige. "Es ist hart." Gegen Baldwin wurde mittlerweile Klage wegen des Vorfalls eingereicht. Einem möglichen Prozess sieht der Schauspieler allerdings gelassen entgegen. "Mir wurde von Leuten, die sich auskennen, gesagt, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass ich strafrechtlich belangt werde."

Die verstorbene Kamerafrau hinterlässt einen neun Jahre alten Sohn. "Ich habe selbst sechs Kinder", sagte Baldwin nun. "Wir können seine Mutter nicht zurückholen, es tut mir so leid."

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Dieser Inhalt wurde news.de vonswyrl.tv zur Verfügung gestellt.

loc/news.de/swyrl.tv