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Claus Weselsky privat: Familie, Kinder und CDU! Wie lebt der GDL-Chef privat?

Wieder einmal droht die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) mit einem Streik, und ihr Bundesvorsitzender, Claus Weselsky, rückt erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Reportern und Bahnkunden. Aber wer ist der Mann, der der die mächtige Arbeitnehmervertretung anführt?

Claus Weselsky, Vorsitzender der GDL, lacht auf einer Kundgebung vor dem Dresdner Hauptbahnhof. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert

Jugend, Ausbildung und Beruf! Das hat Claus Weselsky früher beruflich gemacht

Geboren wurde Claus Weselsky am 18. Februar 1959 als drittes Kind einer Dresdner Arbeiterfamilie. Kurz darauf zog die Familie nach Kreischa in der Nähe von Dresden, wo die Eltern als Neubauern einen Bauernhof übernahmen.

Nach der Polytechnischen Oberschule begann Weselsky eine Ausbildung zum Dieselmotorenschlosser. Dort wurde er ausgewählt, Lokomotivführer zu werden, und so machte er von 1975 bis 1977 bei der Deutschen Reichsbahn eine Lehre zum Schienenfahrzeugschlosser und dann zum Lokomotivführer. Anschließend arbeitete er in dem Beruf, zunächst auf Rangierlokomotiven. Da Weselsky weder in der SED war noch irgendeine Funktion beim FDGB innehatte, dauerte es länger als üblich, bis er schließlich auch "richtige" Züge steuern durfte. 1982 begann er mit Güterzügen, später fuhr er auch Personenzüge. Zum letzten Mal stand er 1992 im Führerstand einer Lokomotive.

Claus Weselsky macht Karriere bei der GDL

Am 24. Januar 1990, kurz nach der Wende in der DDR, wurde die GDL-Ost als erste freie Gewerkschaft in der DDR wiedergegründet. Nur wenige Monate später, im Mai, trat Claus Weselsky in die neue und doch so traditionsreiche Gewerkschaft ein, wo er den Vorsitz der GDL-Ortsgruppe in Pirna übernahm.

Weselsky machte schnell Karriere in der Gewerkschaft. 1992 wurde er Mitglied des GDL-Hauptvorstandes als stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Dresden – ein Vollzeitjob, weshalb er seine Zeit als aktiver Lokomotivführer beendete. Die Funktion hatte er bis 1999 inne, dann wurde er stellvertretender Vorsitzender des GDL-Bezirks Berlin-Sachsen-Brandenburg.

Claus Weselsky wurde durch Bahnstreiks bekannt

Seit 2002, Claus Weselsky wurde Tarifreferent des GDL-Bundesvorstandes, ist er für seine gewerkschaftliche Arbeit freigestellt und arbeitet in der Gewerkschaftszentrale in Frankfurt am Main. Im Jahr 2006 wurde er stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft und 2008 als Nachfolger von Manfred Schell ihr Bundesvorsitzender.

Seit seinem Wechsel nach Frankfurt ist Weselsky der Öffentlichkeit bekannt, nicht zuletzt durch die Bahnstreiks von 2007, 2011, 2015 und 2021. Er gilt als "harter Hund", der weiß, was er will, gleichzeitig aber auch als nicht käuflich. So hat ihm die Deutsche Bahn im Streikjahr 2007 den Posten des Personalvorstands angeboten – was Weselsky prompt ablehnte.

Einkommen und Gehalt von Claus Weselsky! Was verdient der GDL-Chef?

Was verdient Claus Weselsky als Gewerkschaftschef? Gewerkschafter verdienen nicht schlecht, aber doch deutlich weniger als ihre Verhandlungspartner auf der Arbeitgeberseite. Weselskys Einkommen basiert auf dem Tarif A 16 für Beamte im höheren Dienst. Aktuell beläuft sich das Gehalt für Beschäftigte so zwischen 6.900 bis 7.900 Euro - je nach Stufe, laut dieser Liste. Wie viel Weselsky wirklich verdient, hat er selbst nicht bestätigt.

Claus Weselsky durch "Sixt"-Werbung verspottet

Die Eisenbahnerstreiks haben Claus Weselsky in der Bevölkerung Wut, aber auch Verständnis eingebracht – und einigen Spott. So wurde er vom Autoverleiher "Sixt", der für seine satirische Werbung bekannt ist, schon mehrmals zum "Mitarbeiter des Monats" gewählt.

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Claus Weselsky privat: Hat der Gewerkschafter eine Ehefrau und Kinder?

Über den Gewerkschaftschef als Privatmann ist nur wenig bekannt. Weselsky lebte bis 1990 in Kreischa. Dann zog er mit seiner Familie – Weselsky war verheiratet - nach Leipzig, wo er bis heute lebt. Allerdings ist er mittlerweile von seiner Frau Sigrid geschieden. Weselsky hat mit seiner ehemaligen Ehefrau einen Sohn. Weitere Kinder hat er nicht. Neben Leipzig, wohnt er auch in Frankfurt, weil er dort arbeitet.

Das machtClaus Weselsky in seiner Freizeit

Bekannt ist, dass er in seiner Freizeit gern taucht und besonders bei klassischer Musik vom Alltag abschalten kann. Speziell mag er die Wiener Klassik sehr gerne. Weitgehend unbekannt und für viele überraschend ist, dass Claus Weselsky seit 2007 Mitglied der CDU ist.

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