11.04.2021, 10.10 Uhr

June Newton ist tot: Promis in großer Trauer! Star-Fotografin mit 97 Jahren verstorben

Große Trauer in der Kunstszene. Die Star-Fotografin June Newton ist gestorben. Wie ihr Mann Helmut Newton hat sie zahlreiche Stars für die Nachwelt als Fotografin festgehalten. Sie wurde 97 Jahre alt. Im Netz ist die Trauer um die Künstlerin groß. 

Star-Fotografin June Newton ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Bild: picture alliance/dpa/Maurizio Gambarini

Die Fotografin und frühere Frau von Helmut Newton, June Newton, ist tot. Wie die Helmut Newton Foundation, deren Präsidentin sie war, in Berlin mitteilte, starb Alice Springs - so ihr Pseudonym - am Freitag im Alter von 97 Jahren in ihrer Wahlheimat Monte Carlo.

June Newton ist tot: Frau von Helmut Newton ist mit 97 Jahren gestorben

"Wir trauern um eine herausragende Persönlichkeit und eine international anerkannte Fotografien", hieß es in der Mitteilung der Helmut Newton Foundation, deren Präsidentin sie war. In dieser Funktion habe sie das Museum für Fotografie in Berlin zu einem "einzigartigen Platz für Fotografie" gemacht. "Wir werden sie sehr vermissen."

Vom Filmset hinter die Kamera: Die beeindruckende Karriere von June Newton

Mit 24 Jahren hatte sie, damals noch June Browne und erfolgreiche Schauspielerin, in ihrer Geburtsstadt Melbourne einen jungen Fotografen kennengelernt, der vor den Nazis aus Deutschland geflohen war. Ein Jahr später heiratete das Paar und blieb fast 60 Jahre zusammen. 2004 starb Helmut Newton mit 83 Jahren nach einem Verkehrsunfall mit seinem Cadillac in Los Angeles.

June Newton machte als Alice Springs Karriere als Star-Fotografin

June Newton wechselte schnell das Fachgebiet und arbeitete wie ihr Mann selbst als Fotografin.Mit eigenen Fotoarbeiten begann sie erst 1970. Sie wohnten inzwischen in Paris, Helmut Newton hatte Grippe. Für den anstehenden Werbeauftrag einer französischen Zigarettenfirma ließ sie sich Kamera und Einstellungen erklären - und legte statt seiner los.

Unter dem Künstlernamen Alice Springs lichtete sie nicht nur die Punkszene in Los Angeles ab, sondern hielt auch Künstler und Prominente wie Yves Saint Laurent, Gore Vidal, KarlLagerfeld Hells Angels, MadonnaNicole Kidman oder Anjelica Houston mit ihrer Kamera fest. 1983 brachte sie ihr erstes Buch heraus. In den 1990er Jahren kam das Buch "Us and Then" heraus, das sie mit ihrem mann herausbrachte. Das Werk wurde später als Ausstellung umgesetzt. In den letzten Jahren folgten weitere Präsentationen in Mailand oder Paris.

Nach dem Tod ihres Mannes gründet June Newton 2004 eine nach ihm benannte Stiftung in Berlin. Im Museum für Fotografie in Berlin realisierte die Stiftung Ausstellungen zeitgenössischer Fotografien. Helmut Newton hatte in Berlin, in seiner Geburtsstadt, beerdigt werden wollen.

Große Trauer bei Twitter um verstorbene June Newton

Im Netz trauern Anhänger um die Fotografin. "Traurig, vom Tod von June Newton, alias Alice Springs (1923-2021), zu hören. Vor vielen Jahren hatte ich das Glück, einen Nachmittag mit ihr zu verbringen und mit ihr über ihre fotografische Arbeit und ihre künstlerische Leitung der Bücher von Helmut Newton zu diskutieren. Sie war warmherzig und sehr großzügig mit ihrer Zeit", schrieb der britische Grafiker Wayne Ford.

"Eine talentierte Frau, die eine sehr interessante Geschichte zu erzählen hat. Ich hoffe, es gibt ein paar Tagebücher oder Memoiren sowie diese wunderbare fotografische Aufzeichnung dieser Ehe", wünscht sich ein Mann.

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bos/news.de/dpa

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