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Patrick Quinn ist tot: "Ice Bucket Challenge"-Erfinder stirbt mit nur 37 Jahren

Mit seiner Ice Bucket Challenge wurde Patrick Quinn 2014 weltweit berühmt. Mit der Aktion wollte er auf die Motoneuronerkrankung ALS aufmerksam machen. Jetzt starb Quinn im Alter von 37 Jahren an seiner ALS-Erkrankung.

Die Welt trauert um "Ice Bucket-Challenge"-Erfinder Patrick Quinn. Bild: Adobe Stock/stylefoto24

Patrick Quinn, der Mitbegründer der Ice Bucket Challenge, ist im Alter von 37 Jahren gestorben, sieben Jahre nachdem bei ihm Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert wurde. Im Netz nehmen die Fans Abschied von Quinn.

Patrick Quinn ist tot: "Ice Bucket Challenge"-Erfinder stirbt mit 37 Jahren an ALS

Mit seiner Ice Bucket Challenge wurde Patrick Quinn über Nacht weltweit berühmt. Die ALS Ice Bucket Challenge war ein als Spendenkampagne gedachter, kurzfristiger Hype im Sommer 2014. Sie sollte auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose aufmerksam machen und Spendengelder für deren Erforschung und Bekämpfung sammeln. Für den guten Zweck hatte der Social-Media-Star die Menschen dazu aufgefordert, Videos von sich selbst zu veröffentlichen, in denen sie Eiswasser auf sich selbst schütteten.

Patrick Quinn rief die Eiswasserdusche für den guten Zweck ins Leben

Ein Jahr zuvor, am 8. März 2013, wurde bei Patrick Quinn eine Motoneuronerkrankung diagnostiziert. Seitdem widmete Quinn sein Leben der Sensibilisierung für ALS. Seine Unterstützer machten auf Facebook die Nachricht von Quinns tragischem Tod öffentlich. "Mit großer Trauer müssen wir heute früh den Tod von Patrick verkünden. Wir werden ihn immer für seine Inspiration und seinen Mut in seinem unermüdlichen Kampf gegen ALS in Erinnerung behalten", heißt es in den traurigen Zeilen.

Die Ice Bucket Challenge brachte mehr als 185 Millionen Euro ein

Nach seinem Tod nahmen zahlreiche Fans und Bewunderer Abschied von Patrick Quinn. In den sozialen Medien bedankten sie sich für das Rampenlicht, das er auf die Krankheit richtete. Quinns Kampagne brachte damals mehr als 165 Millionen Pfund (umgerechnet 185 Millionen Euro) für die medizinische Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ein, die allgemein als Lou-Gehrig-Krankheit oder Motoneuron-Krankheit bekannt ist.

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) gilt als unheilbar

Nach Angaben der US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten leiden in den USA etwa 12.000 bis 15.000 Menschen an einer Motoneuronerkrankung. Schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Fälle von Motoneuronerkrankungen gelten als erblich. Die Ursache für die Erkrankung ist jedoch unbekannt und es gibt keine Heilung.

In der Regel beginnt die Erkrankung mit Muskelschwäche und -schwund, meist in den Händen oder Unterarmen, teils in den Beinen. Muskelzuckungen können auftreten, die anfangs kaum wahrgenommen werden. Außerdem können schmerzhafte Muskelkrämpfe zur Anfangssymptomatik der ALS gehören.

Für seine Sensibilisierung für Motoneuronerkrankungen wurde Patrick Quinn gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Frates zur "Person des Jahres" durch das Time Magazine gewählt. Frates starb letztes Jahr im Alter von 34 Jahren, sieben Jahre nach seiner ALS-Diagnose.

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sba/fka/news.de