15.10.2020, 09.25 Uhr

Melania Trump: First Lady spricht offen über ihre Coronavirus-Erkrankung

US-Präsident Donald Trump rief die Amerikaner nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus auf, keine Angst vor Corona zu haben. Seine Ehefrau schlägt nach ihrer Genesung andere Töne an und spricht von einer "Achterbahn der Symptome". Zudem verriet sie, dass auch Sohn Barron an Covid-19 erkrankt war.

Melania Trump bei einem Vortrag bei der Republican National Convention im August 2020 Bild: Admedia/imagecollect.com/spot on news

Fast zwei Wochen nach ihrer Corona-Diagnose hat First Lady Melania Trump bekanntgegeben, dass sich neben US-Präsident Donald Trump und ihr auch Sohn Barron mit dem Virus angesteckt hatte. Der 14-Jährige habe keine Symptome gezeigt und sei mittlerweile wieder negativ auf das Coronavirus getestet worden, erklärte Melania Trump am Mittwochin einem Beitrag auf der offiziellen Seite des Weißen Hauses. So sei ein erster Test beim 14-Jährigen zunächst negativ ausgefallen, als sich der ihre und der des US-Präsidenten vor rund zwei Wochen als positiv herausstellten. Doch lange hielt die Erleichterung nicht an, wie sie verrät.

Melania Trump mit 1. Statement zu Coronavirus-Infektion

"Meine Sorgen wurden Realität, als er erneut getestet wurde und positiv war. Zum Glück ist er ein starker Teenager und zeigte keine Symptome. Auf eine Weise war ich froh darüber, dass wir drei das gleichzeitig durchstehen mussten. So konnten wir uns umeinander kümmern und Zeit miteinander verbringen. Inzwischen fiel sein Test negativ aus."

First Lady spricht über Covid-19-Erkrankung und "Achterbahnfahrt an Symptomen"

Bei ihr selbst seien demnach nur sehr leichte Symptome aufgetreten. "Doch sie trafen mich alle auf einmal und in den Tagen danach fühlte es sich wie eine Achterbahnfahrt an Symptomen an. Ich hatte Körperschmerzen, Husten sowie Kopfweh und fühlte mich die meiste Zeit extrem müde." Sie habe sich für eine natürliche Behandlung entschieden und vor allem viele Vitamine und gesundes Essen zu sich genommen.

"Donald Trump: Die wahre Geschichte seiner Präsidentschaft" lesen Sie hier.

Die Corona-Diagnose des US-Präsidenten hatte die USA wenige Wochen vor der Wahl am 3. November in eine beispiellose Unsicherheit gestürzt. Sein Krankheitsverlauf und insbesondere sein dreitägiger Klinikaufenthalt wurden mit ebenso großer Aufmerksamkeit wie seine Rückkehr in die Öffentlichkeit verfolgt. Die First Lady, die im Weißen Haus blieb, rückte derweil in den Hintergrund.

Donald Trump spielt Coronavirus nach Genesung herunter

US-Präsident Trump hat insbesondere seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus am Montag vergangener Woche alle Gelegenheiten genutzt, um Stärke zu demonstrieren. Die Amerikaner rief er bei der Rückkehr ins Weiße Haus dazu auf, "keine Angst vor Covid" zu haben und sich das Leben davon nicht bestimmen zu lassen. Er behauptete zudem, sich besser als vor 20 Jahren zu fühlen.

First Lady nimmt Coronavirus ernster als Ehemann Donald Trump

Die First Lady schlug andere Töne an. Während ihrem Ehemann vorgeworfen wurde, die Gefahr durch das Virus herunterzuspielen und keine Empathie zu zeigen, brachte sie ihr Mitgefühl mit anderen Betroffenen zum Ausdruck. "Wenn Sie krank sind oder wenn Sie einen geliebten Menschen haben, der krank ist, denke ich an Sie und werde jeden Tag an Sie denken", schrieb Melania Trump. Die First Lady machte auch deutlich, dass es nicht selbstverständlich ist, so umsorgt zu werden wie die Familie des US-Präsidenten.

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fka/bua/news.de/spot on news/dpa

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