06.09.2020, 17.57 Uhr

Winfried Kretschmann: Einjähriges Kind nach Unfall mit Kretschmann-Kolonne gestorben

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann war am Montagabend in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Bei starkem Regen geriet sein Wagen ins Schleudern. Jetzt ist ein Kind nach dem Crash gestorben.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann blieb bei dem schweren Autounfall offenbar unverletzt. Bild: dpa

Schock-Moment für Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Ministerpräsident ist am Montagabend in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Der 72-Jährige hatte am Montag seine offizielle Sommer-Tour begonnen, war am frühen Abend auf dem Weg von Widdern zurück nach Stuttgart, als das Unglück auf der Autobahn 81 passierte.

Nach Kretschmann-Unfall: Ermittlungen nach Crash

Im Zusammenhang mit dem Unfall der Fahrzeugkolonne des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann hat die zuständige Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Heilbronn am Freitag mit.

Einjähriges Kind nach Unfall mit Kretschmann-Kolonne gestorben

Nach dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Begleitfahrzeug von Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) ist ein einjähriges Mädchen gestorben. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Einjährige hatte in dem Auto gesessen. Das Kind hatte bei dem Unfall auf der Autobahn 81 nördlich von Heilbronn lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Der Ministerpräsident reagierte bestürzt: "Wir wussten um die kritische Situation, in der sich das kleine Mädchen befand." Mit jedem Tag, an dem es am Leben geblieben sei, sei die Hoffnung ein wenig gewachsen, dass das Kind es schaffen würde. "Ich bin voller Trauer", teilte Kretschmann mit. Seine Gedanken seien bei den Eltern, denen nun das Schlimmste widerfahren sei, was einer Mutter und einem Vater passieren könne: der Tod des eigenen Kindes.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann in schweren Auto-Crash verwickelt

Es bestehe Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung gegen einen 33-Jährigen, der den Unfall verursacht haben soll, sagte ein Sprecher der Behörde und bestätigte damit einen Bericht des Südwestrundfunks. Der Mann, in dessen Auto das Mädchen saß, war am Montagabend in ein am Fahrbahnrand stehendes Begleitfahrzeug des Dienstwagens von Winfried Kretschmann (CDU) gekracht.

Man ermittele von Amts wegen, nicht auf Grund einer Anzeige, sagt der Sprecher der Anklagebehörde. Bei der Betrachtung des Falls könnten auch die für den 33-Jährigen schlimmen Folgen und ein deswegen gerechtfertigter Verzicht auf Strafe eine Rolle spielen. Überdies ermittele die Polizei gegen den Fahrer des Regierungschefs in einem Ordnungswidrigkeitsverfahren. Bei Verstoß gegen die Verkehrsordnung könne die Bußgeldstelle ein Bußgeld festsetzen.

Was hat zum Unfall geführt?

Nach Angaben der Polizei hat sehr wahrscheinlich Aquaplaning beide Unfälle auf der Autobahn bei Möckmühl verursacht. Schon niedrige Geschwindigkeiten reichten in solchen Fälle aus, um ins Schleudern zu geraten, sagte ein Polizeisprecher. Bei besonders schweren Unfällen und einem unklaren Hergang könne die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragen. Nach dem Unfall vom Montagabend sei das zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.

Kretschmann saß nach Angaben eines Regierungssprechers nicht am Steuer des Wagens, als dieser gegen die Leitplanke prallte. Zum Zeitpunkt des zweiten Unfalls habe er sich auf dem Standstreifen etwas weiter vorne aufgehalten.

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sba/news.de/dpa

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