11.05.2020, 09.51 Uhr

Trauer um Magier Roy Horn: Siegfried über Roys Tod: Er hatte bis zuletzt Hoffnung!

Roy Horn ist nach einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben. Sein langjähriger Magier-Partner Siegfried Fischbacher durfte sich noch von seinem besten Freund verabschieden. Bis zuletzt soll Roy auf eine Besserung seines Zustands gehofft haben.

Der deutsche Magier Roy Horn, der zusammen mit seinem Partner Siegfried das Magier-Duo "Siegfried und Roy" bildete starb im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Bild: dpa

Magier Siegfried Fischbacher fühlt sich nach eigenen Worten nicht allein nach dem Tod seines langjährigen Partners Roy Horn. "Er ist in Frieden gegangen, in eine Welt ohne Schmerzen", sagte der 80-Jährige der "Bild am Sonntag". "Und er ist immer noch bei mir, egal wohin ich mich drehe. Ich werde beim Abendessen weiterhin für ihn decken lassen, so wie es immer war. Ich bin nicht allein."

Roy Horn stirbt Corona-Tod: Siegfried Fischbacher äußert sich zum Tod seines Magier-Freundes

Horn war am Freitag (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Las Vegas an den Folgen von Covid-19 gestorben - der Krankheit, die durch das Coronavirus ausgelöst wird. Er wurde 75 Jahre alt. Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Fischbacher waren als "Siegfried &Roy" für ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt.

Roy Horn mit Ebola-Mittel behandelt: Magier hatte bis zuletzt Hoffnung

Noch vor einigen Tagen habe Siegfried Hoffnung auf eine Besserung von Roys Gesundheitszustand gehabt, heißt es in dem Bericht der "Bild am Sonntag" weiter. Er wurde mit dem neu zugelassenen Ebola-Mittel Remdesivir behandelt. Nach anfänglichen Behandlungserfolgen habe sich der Zustand aber verschlechtert.

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So hat sich Siegfried von Roy Horn verabschiedet

Am 26. April wurde Roy Horn mit hohem Fieber und Atemproblemen in das Mountain View Hospital in Las Vegas eingeliefert. "Als die Sanitäter ihn abholten, hat er gefleht: ‚Siegfried, lass mich bitte nicht ins Krankenhaus gehen. Ich komme dann nie wieder raus'", erzählte sein Partner Siegfried Fischbacher im Gespräch mit "Bild". Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste: Roys Befürchtungen sollten sich bewahrheiten. Siegfried selbst erklärte, dass er nicht auf den Tod seines langjährigen Partners vorbereitet gewesen sei.

Erst als er Roy dann zum letzten Mal sah, durch die Glasscheibe, da habe er gespürt: "Er möchte, dass es vorübergeht. Wir haben uns ein Leben lang ohne Worte verstanden. Also habe ich ihn in Gedanken gefragt: Roy, geht es dir gut? Da hat er mit dem Kopf genickt." Weiter sagte Siegfried: "Dann habe ich ihn gefragt: Möchtest du gehen? Dann hat er mir mit den Fingern das Zeichen gegeben, ja." Zum Abschied habe sich Siegfried für alles bedankt, "für das das märchenhafte Leben, das wir uns zusammen aufgebaut haben."

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sba/news.de/dpa

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